Greenpeace Magazin

Ausgabe 1.17

1.17 – Vorneweg

Schön, dass Sie da sind, liebe Leserinnen und Leser!

In dieser Ausgabe finden Sie keine Snowboardrouten. Keine Pistenabfahrten. Keinen DJ Ötzi. Kein Après-Ski. Keine Last-Minute-Spartipps oder Rankings der besten Schneebars. Denn mit dieser Sonderausgabe möchten wir Sie einladen, die Alpen neu zu entdecken. Nicht als Wintersport-Rummelplatz, sondern als wildes Herz Europas. Wir haben Wissenschaftler getroffen, die Kunstgeschichte und Gletscherforschung verbinden, die letzte Partisanin der italienischen Berge kennengelernt, erfahren, was es heißt, mit wilden Bären zu leben, fast vergessene alpine Köstlichkeiten probiert und vieles mehr.

Besonderer Dank gebührt den Kollegen Wolfgang Hassenstein und Julia Lauter, die schon im Frühling begannen, die Alpen zu erkunden, Geschichten zu suchen und den umfangreichen Service-Teil in der Mitte des Heftes auf den Weg zu bringen. Und auch der Münchner Fotograf Manfred Jarisch war in den vergangenen Monaten unterwegs, um den Sehnsuchtsort Alpen fotografisch einzufangen. Für Jarisch, mit dem wir bereits seit 1993 regelmäßig bei großen Reportagen zusammenarbeiten, war die Anfrage für diese Ausgabe der größte redaktionelle Auftrag in seiner 23-jährigen Laufbahn als freier Fotograf. Sie bescherte ihm insgesamt sechs Wochen in den Bergen, zu drei verschiedenen Jahreszeiten. Auch für uns war das eine erfolgreiche Premiere, denn noch nie verließen wir uns in einer ganzen Ausgabe auf den Blick nur eines Fotografen.

Dass Birnen barmherzig sind, Quitten den Ruf von Querulanten haben, Grünkohl gesellig macht und die Karotte als königlich gilt, haben wir in der Serie „À la Saison“ gelernt. In den vergangenen zwei Jahren hat uns Katja Morgenthaler auf ihre Reise durch die Kulturgeschichte der Obst- und Gemüsesorten mitgenommen und dabei eine spannende Welt eröffnet, derer man sich nur selten bewusst wird. Mit der magischen Marone verabschiedet sich unsere Kollegin – und mit ihr die beliebte Rubrik – für ein Jahr in die Babypause. Ab 2018 wird die Entdeckungsreise fortgesetzt.

„Wer von uns singt denn noch Weihnachtslieder in den Kreisverbänden? Wo läuft da irgendein TamTamTam oder Schneeglöckchen, Weißröckchen oder was weiß ich?“, fragte Angela Merkel neulich empört. „Da muss man eben mal ein paar Liederzettel kopieren und einen, der noch Blockflöte spielen kann, mal bitten. Ja. Ich meine das ganz ehrlich!“ Nun, die Worte der Bundeskanzlerin nehmen wir uns gerne zu Herzen und bringen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auf der vorletzten Seite ein fotografisches Adventsständchen. Übrigens mit einem Kollegen, der die Blockflöte beherrscht. Und Geschenke gibt’s auch: Alle Digitalabonnenten können unsere Magazin-App ab sofort auch auf dem Smartphone nutzen, mit einem besonderen Layout, extra fürs Handy. Ein Abo ist übrigens jetzt zu Weihnachten eine hervorragende Gelegenheit, um sich oder einen guten Freund mit unabhängigem Journalismus zu beschenken, auf den man sich gleich sechsmal im Jahr freuen kann.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken der Alpen!

Kerstin Leesch und Kurt Stukenberg
Chefredakteure