Aktuell

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

Sa, 2016-06-25 14:24
Bacharach (dpa)

Regionalzug entgleist - Zehn Verletzte in Rheinland-Pfalz

Nach einem Unwetter liegt auf der Bahnstrecke Koblenz-Frankfurt Geröll auf den Schienen. Ein Zug entgleist, Menschen werden verletzt.

Bacharach (dpa) -  Ein Regionalzug ist am Samstagmorgen bei einem Unwetter in Rheinland-Pfalz nahe Bacharach entgleist. Dabei sind zehn Menschen verletzt worden. Ein Bahnsprecher sagte am Samstagmorgen, darunter sei der Lokführer, neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen. Der vordere Zugteil des RE 4251 von Koblenz nach Frankfurt war gegen 5.30 Uhr zwischen Bacharach und Oberwesel wegen eines Erdrutsches infolge des Starkregens entgleist.

«Bei einem Unwetter rutschte Geröll auf die Gleise», sagte eine Polizeisprecher. Die linksrheinische Strecke wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Wie lange die Sperrung andauere, sei noch nicht klar, sagte der Bahnsprecher. 

Wie die Sprecherin der Polizei in Koblenz weiter berichtete, war ein großes Aufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Die Bundesstraße 9 wurde gesperrt. Zu Verkehrsbehinderungen kam es aber zunächst nicht. Die Bergung des Zuges wird nach Polizeiangaben rund zwei bis drei Tage dauern.  

Zuvor war es am Freitag auf derselben Bahnstrecke nach einem heftigen Gewitter im Mittelrheintal zu Beeinträchtigungen gekommen. Beiderseits des Rheins wurden die Gleise unterspült. Linksrheinisch war der Abschnitt zwischen Niederheimbach und Bingen betroffen. Dieser konnte aber am Nachmittag laut Bahn wieder mit verminderter Geschwindigkeit befahren werden.

Erst vor rund einem Monat war ein Regionalzug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport (Kreis Mayen-Koblenz) und Moselkern (Kreis Cochem-Zell) nach einem Erdrutsch infolge eines heftigen Unwetters an der Mosel entgleist. Dabei wurde niemand verletzt.

Sa, 2016-06-25 14:13
Berlin (dpa)

Über 90 Verletzte bei Unwettern - Deutsches EM-Spiel im Trüben

Gewitter beenden ein Musikfestival. Regen schwemmt Geröll auf eine Bahnstrecke, ein Zug entgleist. Der Wochenbeginn soll erträglicher werden.

Berlin (dpa) - Schwere Gewitter mit Hagel, Sturm und sintflutartigen Regenfälle haben in Deutschland erneut erhebliche Schäden angerichtet. Mehr als 90 Menschen wurden verletzt. Besonders betroffen waren der Südwesten sowie Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Vorerst neigt sich das tropische Wetter dem Ende zu. Im zunächst noch sonnigen Osten wurden Gewitter und Regen bis Samstagabend erwartet.

In Rheinland-Pfalz entgleiste am Samstagmorgen nach einem Erdrutsch eine Regionalbahn. Zehn Menschen wurden verletzt, der Lokführer schwer. Beim «Southside Festival» in Baden-Württemberg mit Zehntausenden Besuchern wurden am Freitagabend 82 Musikfans verletzt. Daraufhin wurde die Veranstaltung abgesagt. In vielen kleineren Städten traten Bäche über die Ufer, überschwemmten Straßen und Keller. Deiche mussten gesichert werden.

Am Samstagmorgen hob der Deutschen Wetterdienst seine Unwetterwarnungen auf. Dennoch werde es nach der großen Schwüle weitere Gewitter geben, vor allem in Berlin und anderswo im Osten, aber auch im Südwesten und in Schleswig-Holstein. Am Freitag schwitzten die Berliner bei 36,4 Grad. Laut DWD war es der bislang heißeste Tag des Jahres in Deutschland.

Beim Public Viewing des deutschen EM-Spiels gegen die Slowakei am Sonntagabend wird es dem DWD zufolge kühl, trübe und verbreitet regnerisch sein. Eine leichte Jacke und einen Regenschirm sollten Fußballfans bei Temperaturen um die 20 Grad folglich dabei haben. Auf Deutschlands größter Fanmeile in Berlin und in den östlichen Bundesländern werde es wohl trocken bleiben.

Nach starkem Regen war Geröll auf die Bahnstrecke von Koblenz nach Frankfurt gerutscht. Daraufhin entgleiste gegen 5.30 Uhr zwischen Bacharach und Oberwesel der vordere Teil eines Zuges, wie eine Polizeisprecher sagte. Die linksrheinische Strecke wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Der Lokführer wurde schwer verletzt. Neun Passagiere seien mit leichten Blessuren davon gekommen.

Zuvor war es am Freitag auf derselben Bahnstrecke nach einem heftigen Gewitter im Mittelrheintal zu Beeinträchtigungen gekommen. Beiderseits des Rheins wurden die Gleise unterspült.

Beim «Southside Festival» in Neuhausen ob Eck im Kreis Tuttlingen wurde 82 Musikfans leicht verletzt, fünf kamen ins Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Sicherheit auf dem Gelände mit 60 000 Besuchern habe nicht mehr gewährleistet werden können. Der Campingplatz des Festivals war verwüstet. Das Gelände sehe «zermalmt» aus, so als sei jemand «mit einem Bagger darin rum gefahren - fürchterlich», sagte ein Festivalgast.

Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines Unwetters unterbrochen. Trotz erneuter Gewitter und Regen über Scheeßel sollte «Hurricane» dem Veranstalter zufolge weiterlaufen. Anfang Juni hatten Unwetter beim Festival «Rock am Ring» in der Eifel 71 Menschen verletzt.

In Pfullingen südlich von Stuttgart goss es wie aus Kübeln. Zwei kleine Bäche traten über die Ufer und trieben hilflose Bewohner in die Enge. Ähnliche Szenen spielten sich in Städten und Ortschaften in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ab.

Im rheinland-pfälzischen Stromberg im Hunsrück waren am Freitag etwa 60 Gebäude überflutet worden. Einer ersten Schätzung zufolge sind mehrere Menschen vorerst obdachlos. Sie kamen bei Freunden oder Verwandten unter.

Sa, 2016-06-25 14:06
London (dpa)

Umstrittener Labour-Chef Corbyn bleibt im Amt

London (dpa) - Der nach dem Brexit-Referendum der Briten unter Druck geratene Labour-Chef Jeremy Corbyn will als Oppositionsführer weitermachen. «Ja, ich bin hier», sagte er am Samstag in London. Für die Labour-Partei gehe es jetzt darum, die Errungenschaften der Vergangenheit nicht verloren zu geben.

«Wir können den Konservativen nicht erlauben, das einfach zu überrennen, was wir hart erkämpft haben», sagte Corbyn. Bei Umweltschutz, Menschenrechten und Arbeitnehmerschutz dürften keine Abstriche hingenommen werden, wenn europäische Richtlinien nicht mehr gelten. Den von Finanzminister George Osborne ins Spiel gebrachten Not-Haushalt zur finanziellen Abfederung der Brexit-Folgen wolle er nicht zulassen. Der Brexit dürfe nicht auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden.

Corbyn war unter Druck geraten, weil beim Brexit-Referendum auch viele Wähler in Labour-Hochburgen für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU gestimmt hatten. Zuvor hatte Labour bereits in Schottland erhebliche Einbußen hinnehmen müssen.

Kritiker in den eigenen Reihen werfen dem Parteichef vor, sich im Wahlkampf nicht nachdrücklich genug für einen Verbleib Großbritanniens in der EU eingesetzt zu haben. Bei Labour rumort es, auch vor dem Hintergrund einer möglichen Neuwahl des Parlamentes im Herbst.

Sa, 2016-06-25 14:19
Petaluma (dpa)

Sweepee Rambo gewinnt Titel als «hässlichster Hund der Welt»

Petaluma (dpa) - Der schrumpelige, blinde, 17 Jahre alte Sweepee Rambo hat den Titel als «hässlichster Hund der Welt» abgeräumt. Die Mischung aus einem chinesischen Schopfhund und einem Chihuahua setzte sich im kalifornischen Petaluma am Freitagabend (Ortszeit) gegen 15 andere Kandidaten durch, wie die Veranstalter im Internet mitteilten. Sweepee Rambo hat eine «weiche, sommersprossige Babyhaut» und einen «legendären blonden Irokesenschnitt», heißt es im Profil des Hundes im Internet. Für den Sieg des knapp zwei Kilogramm schweren Hundes nimmt Besitzer Jason Wurtz aus Kalifornien ein Preisgeld von 1500 Dollar (1350 Euro) und eine Trophäe mit nach Hause.

Sa, 2016-06-25 14:24
Potsdam (dpa)

Seehofer legt sich nicht auf Kanzlerkandidatur von Merkel 2017 fest

Potsdam (dpa) - CSU-Chef Horst Seehofer will sich gut ein Jahr vor der Bundestagswahl nicht darauf festlegen, dass Angela Merkel ein viertes Mal als Kanzlerkandidatin der Union antreten soll. Auf die Frage, ob der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union für ihn Merkels Kandidatur zur Stabilisierung Deutschlands und der EU zwingend notwendig mache, sagte Seehofer am Samstag in Potsdam: «Wir befinden uns über ein Jahr vor der Bundestagswahl.» Deshalb könne er die Frage nicht beantworten. Mit Anleihen beim Fußball verglich er die Lage so: «Eine Europameisterschaft beginnt nicht mit dem Finale. Wir sind jetzt in der Gruppenphase und dann sehen wir weiter.»

Sa, 2016-06-25 14:13
Berlin (dpa)

Blitz und Donner über Deutschland - Regionalbahn entgleist

Gewitter beenden ein Musikfestival. Regen schwemmt Geröll auf eine Bahnstrecke, ein Zug entgleist. Die Abkühlung nach dem bisher heißesten Tag des Jahres kommt turbulent daher.

Berlin (dpa) - Blitz und Donner vertreiben die Tropenhitze aus Deutschland. Der abrupte Wetterwechsel mit schweren Gewittern und heftigen Regenfällen richtete dabei bis zum Samstagmorgen erhebliche Schäden an. Besonders betroffen waren der Südwesten sowie Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

In Rheinland-Pfalz entgleiste am Samstagmorgen nach einem Erdrutsch eine Regionalbahn. Zehn Menschen wurden verletzt. Beim «Southside Festival» in Baden-Württemberg mit Zehntausenden Besuchern wurden am Freitagabend 25 Musikfans verletzt. Daraufhin wurde die Veranstaltung abgesagt. In vielen kleineren Städten traten Bäche über die Ufer, überschwemmten Straßen und Keller, Deiche mussten gesichert werden.

Am Samstagmorgen hob der Deutschen Wetterdienst alle seine Unwetterwarnungen auf. Dennoch werde es nach der großen Schwüle weitere Gewitter geben, vor allem in Berlin und anderswo im Osten. Am Freitag schwitzten die Berliner sogar bei 36,4 Grad. Laut DWD war es der bislang heißeste Tag des Jahres in Deutschland. Am Sonntag sollen die Temperaturen dann zwischen 19 und 25 Grad liegen.

Nach starkem Regen war Geröll auf die Bahnstrecke von Koblenz nach Frankfurt gerutscht. Daraufhin entgleiste gegen 5.30 Uhr zwischen Bacharach und Oberwesel der vordere Teil eines Zuges, wie eine Polizeisprecher sagte. Die linksrheinische Strecke wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Unter den Verletzten sei der Lokführer. Neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen.

Zuvor war es am Freitag auf derselben Bahnstrecke nach einem heftigen Gewitter im Mittelrheintal zu Beeinträchtigungen gekommen. Beiderseits des Rheins wurden die Gleise unterspült.

Bei «Southside Festival» im Kreis Tuttlingen kamen fünf der 25 verletzten Musikfans ins Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Sicherheit auf dem Gelände könne nicht mehr gewährleistet werden, hatten die Veranstalter mitgeteilt. Die Besucher wurden aufgefordert, die Heimreise anzutreten.

Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines Unwetters unterbrochen.

In Pfullingen südlich von Stuttgart goss es wie aus Kübeln. Zwei kleine Bäche traten über die Ufer und trieben hilflose Bewohner in die Enge. Ähnliche Szenen spielten sich in Städten und Ortschaften in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ab.

Produkt der Woche Button

Wasserkaraffe

79,50 €
63,60 €

Der Klassiker unter den Getränkeflaschen wird zur handgefertigten Wasserkaraffe aus Recyclingglas.

Jetzt bestellen
Sa, 2016-06-25 13:52
Bonn (dpa)

Gabriel nach dem Brexit-Votum: «Wir müssen Europa entgiften»

Der Schock über den EU-Beschluss der Briten sitzt tief. Nun müssen sich die Mitgliedsländer der Europäischen Union neu finden. Für die SPD sind die Lehren aus dem Referendum klar.

Bonn (dpa) - Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien muss Europa aus Sicht von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel zur Überwindung der Vertrauenskrise sozialer und gerechter werden. Es gebe eine «massive Spaltung zwischen Gewinnern und Verlierern» in der Europäischen Union, sagte der Vizekanzler am Samstag in Bonn zum Auftakt einer Reihe von SPD-Regionalkonferenzen.

Ob sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland in Zukunft weiter positiv entwickle, hänge entscheidend davon ab, ob Europa «stabil und kräftig» bleibe. Gabriel betonte, Deutschland sei «Nettogewinner» und nicht «Lastesel der Europäischen Union», wie oft behauptet werde. Der Blick der Welt auf Europa werde sich ohne Großbritannien in der EU verändern.

Rund 25 Millionen Menschen suchten in Europa Arbeit, darunter viele junge Leute - das sei «verheerend», betonte Gabriel. «Da geht die Idee Europas verloren» - und das erzeuge Wut und Verachtung. Der Zorn richte sich gegen das «Sparregime aus Brüssel» und oft ebenfalls gegen Berlin. Klar sei daher, «dass wir Europa entgiften müssen». Die EU sei von Anfang an auch als «Wohlstandsprojekt» gedacht gewesen. Das gehöre dringend wieder stärker in den Fokus. Die EU-Schuldenländer brauchten mehr Freiraum für Investitionen in Wachstum, Arbeit und Bildung, forderte Gabriel.

Die SPD startete in Bonn die erste von vier Regionalkonferenzen - zunächst zum Thema Arbeit - und bereitet damit ihr Programm für Bundestagswahl 2017 vor. Die stellvertretende Parteivorsitzende Hannelore Kraft betonte, das Thema Arbeit sei seit 150 Jahren «Herzensthema» für die SPD. Die Sozialdemokraten hätten vieles erreicht, sagte die NRW-Ministerpräsidentin und nannte Verbesserungen etwa bei sicheren Arbeitsverträgen oder den flächendeckenden Mindestlohn. Dieser habe allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 800 000 Menschen konkrete Verbesserungen gebracht, betonte Kraft.

Die Bundes-SPD ist in Meinungsumfragen auf um die 20 Prozent abgestürzt. Gabriel steht auch innerparteilich unter Druck. Fraktionschef Thomas Oppermann dementierte Berichte über angebliche Überlegungen innerhalb der SPD, Gabriel könne sich aus der Regierung zurückziehen, um als Kanzlerkandidat unabhängiger agieren zu können. «Das ist Quatsch», sagte Oppermann der «Passauer Neuen Presse» (Samstag).

Sa, 2016-06-25 13:46
Beni (dpa)

Kongos Präsident Kabila verspricht Wahlen noch in diesem Jahr

Beni (dpa) - Kongos Staatschef Joseph Kabila hat eine planmäßige Präsidentenwahl noch in diesem Jahr versprochen. Die Vorbereitungen für die Abstimmung im November würden im Juli beginnen, sagte Kabila örtlichen Medienberichten vom Samstag zufolge. Zuvor hatten führende Mitglieder seiner Partei eine Verschiebung der Wahl ins Spiel gebracht, um Kabila eine Verlängerung seiner Amtszeit zu ermöglichen. 

Der Präsident darf sich laut Verfassung nicht um ein drittes Mandat bewerben. Kabila hat bislang Gerüchte, wonach er wieder kandidieren will, nicht zurückgewiesen. Der führende Oppositionskandidat Moise Katumbi wurde kürzlich wegen eines Immobiliengeschäfts zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Prozess wurde weithin als politisch eingestuft.

Die internationale Gemeinschaft hat Kabila wiederholt aufgefordert, noch in diesem Jahr wählen zu lassen. In den vergangenen Wochen ist es immer wieder zu heftigen Protesten gekommen. Die USA erließen am Donnerstag erstmals Sanktionen gegen einen Weggefährten Kabilas. 

Sa, 2016-06-25 12:54
Charleston/Bakersfield (dpa)

Flut im Osten, Feuer im Westen: Mindestens 25 Tote in USA

Im Osten der Vereinigten Staaten regnet es zu viel, im Westen zu wenig. Überschwemmungen in West Virginia und Waldbrände in Kalifornien sind die Folge.

Charleston/Bakersfield (dpa) - Schwere Überschwemmungen haben im Osten der USA mindestens 23 Menschen in den Tod gerissen. Das bestätigte ein Sprecher des Katastrophenschutzes im Bundesstaat West Virginia dem Sender CNN. Einige Gebiete des bergigen Staates in den Appalachen waren von der Außenwelt abgeschnitten. Währenddessen wüteten im trockenen Pazifikstaat Kalifornien Waldbrände. Mindestens zwei Menschen kamen dort ums Leben, Hunderte waren auf der Flucht.

West Virginias Gouverneur Earl Ray Tomblin sagte am Freitag, ein verheerendes Tief habe zu Erdrutschen, Überflutungen und Schlammlawinen geführt. Straßen und Gleise seien zerstört worden. Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Fast 500 Menschen saßen seit Donnerstag in einem Einkaufszentrum in Elkview nordöstlich der Hauptstadt Charleston fest, weil Hochwasser eine Zufahrtsbrücke zerstört hatte. Der Katastrophenschutz legte eine provisorische Schotterstraße an, um die Menschen herauszuholen, wie CNN berichtete.

Nach Angaben der Meteorologen war der Pegel des Elkview River zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen um mehr als acht Meter gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Im weiter nördlich gelegenen Ravenswood wurde ein vierjähriger Junge am Donnerstag vor den Augen seines Großvaters von den Fluten mitgerissen, wie die Zeitung «Charleston Gazette-Mail» berichtete. Rettungskräfte fanden die Leiche des Kindes am Freitag.

Derweil waren im kalifornischen Lake Isabella rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um die sich schon auf gut 12 000 Hektar ausbreitenden Flammen einzudämmen. Mindestens zwei Menschen kamen nach Angaben der Feuerwehr ums Leben. Etwa 100 Gebäude in dem rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles gelegen Brandgebiet wurden zerstört, weitere 1500 waren nach Angaben der Feuerwehr gefährdet. Es ist nicht das einzige Feuer, das derzeit in Kalifornien wütet. Der Bundesstaat wird von Dürren geplagt.

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

weiterlesen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

Außerdem Interessant

Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

weiterlesen

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Außerdem Interessant

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

weiterlesen

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

Außerdem Interessant

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

1 2 3
Sa, 2016-06-25 11:17
Berlin (dpa)

Die Panama Papers

Berlin (dpa) - «Panama Papers» steht für interne Unterlagen der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die der «Süddeutschen Zeitung» zugespielt und von Journalisten weltweit ausgewertet wurden. Aus ihnen geht hervor, dass zahlreiche Politiker, Sportler und andere Prominente Vermögen in Offshore-Firmen hielten. Die 11,5 Millionen Dateien sollen unter anderem E-Mails, Urkunden und Kontoauszüge zu 214 000 Gesellschaften vor allem in der Karibik umfassen. Dabei steht der - unbewiesene - Verdacht der Steuerhinterziehung im Raum.

In den Unterlagen der Kanzlei tauchen die Namen von 140 Politikern oder Menschen aus ihrem Umkreis auf. In Island trat Ministerpräsident Sigmundur Gunnlaugsson zurück, nachdem bekannt wurde, dass er Offshore-Konten besessen hatte. Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson trat nach Berichten über angebliche Offshore-Konten seiner Familie nicht mehr zur Wiederwahl an.

In den Papieren tauchten auch die Namen anderer Politiker auf, darunter die der Staatschefs Argentiniens und der Ukraine, Mauricio Macri und Petro Poroschenko. Zudem wurden Prominente wie der Weltfußballer Lionel Messi und der Fußballfunktionär Michel Platini erwähnt. Das heißt allerdings nicht, dass ihnen juristisch etwas vorzuwerfen ist. Die Motive für die Nutzung von Briefkastenfirmen können sehr unterschiedlich sein.

Sa, 2016-06-25 11:11
Berlin (dpa)

Blitz und Donner über Deutschland - Regionalbahn entgleist

Gewitter beenden ein Musikfestival. Regen schwemmt Geröll auf eine Bahnstrecke, ein Zug entgleist. Die Abkühlung nach dem bisher heißesten Tag des Jahres kommt turbulent daher.

Berlin (dpa) - Blitz und Donner vertreiben die Tropenhitze aus Deutschland. Der abrupte Wetterwechsel mit schweren Gewittern und heftigen Regenfällen richtete dabei bis zum Samstagmorgen erhebliche Schäden an. Besonders betroffen waren der Südwesten sowie Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

In Rheinland-Pfalz entgleiste am Samstagmorgen nach einem Erdrutsch eine Regionalbahn. Zehn Menschen wurden verletzt. Beim «Southside Festival» in Baden-Württemberg mit Zehntausenden Besuchern wurden am Freitagabend 25 Musikfans verletzt. Daraufhin wurde die Veranstaltung abgesagt. In vielen kleineren Städten traten Bäche über die Ufer, überschwemmten Straßen und Keller, Deiche mussten gesichert werden.

Am Samstagmorgen hob der Deutschen Wetterdienst alle seine Unwetterwarnungen auf. Dennoch werde es nach der großen Schwüle weitere Gewitter geben, vor allem in Berlin und anderswo im Osten. Am Freitag schwitzten die Berliner sogar bei 36,4 Grad. Laut DWD war es der bislang heißeste Tag des Jahres in Deutschland. Am Sonntag sollen die Temperaturen dann zwischen 19 und 25 Grad liegen.

Nach starkem Regen war Geröll auf die Bahnstrecke von Koblenz nach Frankfurt gerutscht. Daraufhin entgleiste gegen 5.30 Uhr zwischen Bacherach und Oberwesel der vordere Teil eines Zuges, wie eine Polizeisprecher sagte. Die linksrheinische Strecke wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Unter den Verletzten sei der Lokführer. Neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen.

Zuvor war es am Freitag auf derselben Bahnstrecke nach einem heftigen Gewitter im Mittelrheintal zu Beeinträchtigungen gekommen. Beiderseits des Rheins wurden die Gleise unterspült.

Bei «Southside Festival» im Kreis Tuttlingen kamen fünf der 25 verletzten Musikfans ins Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Sicherheit auf dem Gelände könne nicht mehr gewährleistet werden, hatten die Veranstalter mitgeteilt. Die Besucher wurden aufgefordert, die Heimreise anzutreten.

Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines Unwetters unterbrochen.

In Pfullingen südlich von Stuttgart goss es wie aus Kübeln. Zwei kleine Bäche traten über die Ufer und trieben hilflose Bewohner in die Enge. Ähnliche Szenen spielten sich in Städten und Ortschaften in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ab.

Sa, 2016-06-25 11:29
Bakersfield (dpa)

Hunderte fliehen vor Wahlbränden in Kalifornien

Bakersfield (dpa) - Heftige Waldbrände haben im US-Bundesstaat Kalifornien Hunderte Einwohner in die Flucht geschlagen. Mindestens zwei Menschen seien ums Leben gekommen, teilte die Feuerwehr von Kern County im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Brände in Lake Isabella rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles dauerten am Samstag noch an. Sie waren am Donnerstag ausgebrochen.

Nach Angaben der Behörden waren rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, Hunderte weitere seien auf dem Weg. Die Brandfläche wurde auf mehr als 12 000 Hektar geschätzt, erst fünf Prozent seien gelöscht. Rund 125 Menschen wurden in eine Notunterkunft gebracht. Etwa 100 Gebäude wurden zerstört, weitere 1500 seien gefährdet, hieß es. Drei Feuerwehrmänner erlitten Brandvergiftungen.

Es ist nicht das einzige Feuer, das derzeit in Kalifornien wütet. Der Bundesstaat wird von Dürren geplagt. Eine Hitzewelle erschwert die Löscharbeiten. Vor einigen Tagen hatten die Forstbehörden laut CNN gewarnt, dass in Kalifornien mehr als 66 Millionen tote Bäume stünden, die Bränden leichte Nahrung böten.

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

weiterlesen

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

weiterlesen

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

weiterlesen

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

1 2 3
Sa, 2016-06-25 11:35
Bakersfield (dpa)

Hunderte fliehen vor Waldbränden in Kalifornien

Bakersfield (dpa) - Heftige Waldbrände haben im US-Bundesstaat Kalifornien Hunderte Einwohner in die Flucht geschlagen. Mindestens zwei Menschen seien ums Leben gekommen, teilte die Feuerwehr von Kern County im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Brände in Lake Isabella rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles dauerten am Samstag noch an. Sie waren am Donnerstag ausgebrochen.

Nach Angaben der Behörden waren rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, Hunderte weitere seien auf dem Weg. Die Brandfläche wurde auf mehr als 12 000 Hektar geschätzt, erst fünf Prozent seien gelöscht. Rund 125 Menschen wurden in eine Notunterkunft gebracht. Etwa 100 Gebäude wurden zerstört, weitere 1500 seien gefährdet, hieß es. Drei Feuerwehrmänner erlitten Brandvergiftungen.

Es ist nicht das einzige Feuer, das derzeit in Kalifornien wütet. Der Bundesstaat wird von Dürren geplagt. Eine Hitzewelle erschwert die Löscharbeiten. Vor einigen Tagen hatten die Forstbehörden laut CNN gewarnt, dass in Kalifornien mehr als 66 Millionen tote Bäume stünden, die Bränden leichte Nahrung böten.

Sa, 2016-06-25 11:16
Bacharach (dpa)

Zehn Verletzte bei Bahn-Unfall - Lokführer schwer verletzt

Bacharach (dpa) - Bei dem Zugunglück in der Nähe des rheinland-pfälzischen Bacharach ist der Lokführer schwer verletzt worden. Er wird in einem Koblenzer Krankenhaus behandelt, wie die Bahn mitteilte. Drei andere Bahnmitarbeiter und sechs Fahrgäste waren bei dem Unglück am Samstagmorgen leicht verletzt worden.

Der Regionalexpress war auf dem Weg von Koblenz Richtung Frankfurt unterwegs, als er zwischen Oberwesel und Bacharach in eine auf den Schienen liegende Geröllhalde fuhr. Die Erdmassen waren infolge von Starkregen auf die Gleise gerutscht. Lok und Waggons sprangen aus den Schienen. Die Bergung sollte nach Angaben der Bahn noch am Samstag beginnen.

Anschließend müssen Gleise und Oberleitungen repariert werden. Die linke Rheinstrecke zwischen Oberwesel und Bacharach bleibt mindestens bis Wochenbeginn für den Zugverkehr gesperrt. Davon betroffen sind auch Regional- und Fernverbindungen zwischen Frankfurt und Köln. Derzeit fahren nur ICE-Züge auf dieser Strecke.

Sa, 2016-06-25 11:11
Stuttgart (dpa)

Wenn Unwetter Festivals bedrohen

Stuttgart (dpa) - Im Sommer ist Festivalzeit. Und Unwetterzeit. Behörden und Veranstalter müssen manchmal die Reißleine ziehen. Einige Beispiele:

25. Juni 2016: Nach heftigen Unwettern wird das Open-Air-Festival «Southside» in Neuhausen ob Eck in der Nähe von Tuttlingen beendet. Das Gelände mit 60 000 Musikfans wurde geräumt. 25 Gäste mussten mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Juni 2016: Zehntausende Besucher des Festivals «Rock am Ring» in der Eifel müssen vorzeitig den Heimweg antreten. Zuvor waren mehr als 80 Menschen durch Blitzeinschlag verletzt worden. Angesichts neuer Unwettergefahr wollten die Veranstalter kein Risiko mehr eingehen.

Juli 2015: Sturmtief «Zeljko» wütet über Deutschland. Das Musikfestival «Wesermove» in Nordenham (Niedersachsen) wird abgebrochen. Auch «Juicy Beats» in Dortmund fällt aus.

August 2011: Über das belgische Festival «Pukkelpop» mit 65 000 Besuchern zieht ein Unwetter. Es reißt Zelte, Bühnen und Bäume nieder. Rund 140 Menschen werden verletzt, fünf sterben. Das Festival nimmt damit ein jähes Ende.

Juli 2009: Beim «Pohoda» in der slowakischen Stadt Trencin stürzt während eines Sturms ein Festzelt ein. Es gibt Dutzende Verletzte. Die Behörden teilen den Tod eines Mannes mit. Über 30 000 Menschen müssen vorzeitig nach Hause gehen.

Juli 2001: Ein orkanartiger Sturm richtet im Südwesten Deutschlands schwere Schäden an, viele Menschen werden verletzt. Im französischen Belfort werden 20 000 Besucher des Rockfestivals «Eurockéennes» in Sicherheit gebracht. Die Eröffnungs-Show wird abgebrochen.

Sa, 2016-06-25 11:00
Hamburg/Berlin (dpa)

«Ice Age 5»: Eicheljagd im Weltraum mit Familienwerten Von Ulrike Cordes, dpa

«Ice Age: Kollision voraus!» ist Teil fünf der Reihe um eine skurrile menschenähnliche Tierwelt vor 20 000 Jahren. Diesmal bekommen Faultier Sid und seine Freunde es mit kosmischen Geschehnissen zu tun, die ihre Umwelt zu zerstören drohen.

Hamburg/Berlin (dpa) - Familienprobleme unter Mammuts, Frühlingsgefühle beim schrillen Riesenfaultier Sid, Meteoritenhagel und das drohende nahe Ende der vertrauten Tierwelt im Eiszeitalter durch Asteroideneinschlag: In «Ice Age: Kollision voraus!», dem fünften Teil der weltweit erfolgreichen computeranimierten Action-Komödienreihe, ist schwer was los - intergalaktische Abenteuer und zwischentierische Untiefen eingeschlossen. Mit spektakulär aus den Fugen geratenden kosmischen Ereignissen sowie gewitzten Dialogen und wilder Körperkomik der liebevoll gestalteten Figuren bietet die Produktion unter Regie von Mike Thurmeier und Galen T. Chu großen und kleinen Zuschauern einmal mehr eineinhalb unterhaltsame Kinostunden.

Allzu intensiv dürften die Eindrücke allerdings nicht herüberkommen, denn Form und Botschaft der Geschichte bleiben im Rahmen des Genre-Konventionellen. Dabei begegnet man alten Freunden, zu denen der Säbelzahntiger Diego und seine Gattin Shira oder auch die Opossums Crash und Eddie gehören. Doch es ist ausgerechnet die Knallcharge Scrat, die das Geschehen in Gang bringt - selbstredend beim «running gag» der seit 2002 laufenden Filmreihe, seinem ewigen Versuch, eine Eichel zu knacken. Aus Versehen landet das Rattenhörnchen im Weltraum, wo es Kettenreaktionen auslöst. Und um nicht von einem auf die Erde zurasenden Kleinplaneten erschlagen zu werden, müssen die Tiere des Urwalds zusammenhalten und nach einem Ausweg suchen.

Zum Retter in der Not gerät ein exzentrisches Wiesel namens Buck. Dieser optimistische Einäugige, der sich mit einer fulminant gesungenen «Figaro»-Arie in die Handlung einführt, peilt die Lage dank der Weissagungen auf einer gefundenen uralten Steintafel. Wieselflink und abenteuerreich führt er seine Gefährten durch exotische Länder mit schillernden Bewohnern an einen anderen Ort. Dorthin will er den unaufhaltsam näher kommenden Asteroiden mittels Magnetismus umleiten und somit den eigenen Lebensraum zu retten. Gefahren auf dem Marsch sind bösartige Dino-Vögel, die ihre Chance auf Weltherrschaft wittern, und elektrische Stürme, die unter anderem zu einem kollektiven Bad-Hair-Day führen.

Neben diesen Turbulenzen, die kosmisch-erdgeschichtliche Zusammenhänge in kreativer Freiheit und knallbunten, rasanten Bildern ad absurdum führen, wartet auch «Kollision voraus!» mit stillen Momenten sowie - eher betulichen - inhaltlichen Aussagen und Familienwerten auf. So müssen die Tiere nicht nur lernen, sich auf Veränderungen in ihrer Umwelt einzustellen. Auch im Privaten heißt es für sie «Go with the flow» (Geh' mit dem Fluss) - was ihnen oft schwer fällt. Das gutmütige, familienaffine Mammut Manni hat denn auch Probleme damit, dass Tochter Peaches flügge wird und den in seinen Augen unpassenden plüschigen Julian heiraten will. Und bei den verliebten Tigern bezweifelt Shira, jemals eine gute Mutter zu werden.

Den Vogel in puncto persönlicher Weiterentwicklung schießt allerdings der populäre Tollpatsch Sid ab: Bei seinen romantischen Ambitionen wird er erst frustriert, dann wird er aber mit dem Auftauchen der kapriziösen Faultierdame Brooke herausgefordert. In der deutschen Fassung, bei der unter anderem YouTube-Star Freshtorge in einer Nebenrolle als Flugsaurier neu dazugekommen ist, lispelt sich einmal mehr Komiker Otto Waalkes als Sid in die Herzen der Zuschauer - und darf im Abspann wunderbar sehnsuchtsvoll «Ich wär so gern mal verliebt» singen.

Sa, 2016-06-25 10:47
Berlin (dpa)

Blitz und Donner über Deutschland - Regionalbahn entgleist

Gewitter beenden ein Musikfestival. Regen schwemmt Geröll auf eine Bahnstrecke, ein Zug entgleist. Die Abkühlung nach dem bisher heißesten Tag des Tages kommt turbulent daher.

Berlin (dpa) - Blitz und Donner vertreiben die Tropenhitze aus Deutschland. Der abrupte Wetterwechsel mit schweren Gewittern und heftigen Regenfällen richtete dabei bis zum Samstagmorgen erhebliche Schäden an. Besonders betroffen waren der Südwesten sowie Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

In Rheinland-Pfalz entgleiste am Samstagmorgen nach einem Erdrutsch eine Regionalbahn. Zehn Menschen wurden verletzt. Beim «Southside Festival» in Baden-Württemberg mit Zehntausenden Besuchern wurden am Freitagabend 25 Musikfans verletzt. Daraufhin wurde die Veranstaltung abgesagt. In vielen kleineren Städten traten Bäche über die Ufer, überschwemmten Straßen und Keller, Deiche mussten gesichert werden.

Am Samstagmorgen hob der Deutschen Wetterdienst alle seine Unwetterwarnungen auf. Dennoch werde es nach der großen Schwüle weitere Gewitter geben, vor allem in Berlin und anderswo im Osten. Am Freitag schwitzten die Berliner sogar bei 36,4 Grad. Laut DWD war es der bislang heißeste Tag des Jahres in Deutschland. Am Sonntag sollen die Temperaturen dann zwischen 19 und 25 Grad liegen.

Nach starkem Regen war Geröll auf die Bahnstrecke von Koblenz nach Frankfurt gerutscht. Daraufhin entgleiste gegen 5.30 Uhr zwischen Bacherach und Oberwesel der vordere Teil eines Zuges, wie eine Polizeisprecher sagte. Die linksrheinische Strecke wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Unter den Verletzten sei der Lokführer. Neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen.

Zuvor war es am Freitag auf derselben Bahnstrecke nach einem heftigen Gewitter im Mittelrheintal zu Beeinträchtigungen gekommen. Beiderseits des Rheins wurden die Gleise unterspült.

Bei «Southside Festival» im Kreis Tuttlingen kamen fünf der 25 verletzten Musikfans ins Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Sicherheit auf dem Gelände könne nicht mehr gewährleistet werden, hatten die Veranstalter mitgeteilt. Die Besucher wurden aufgefordert, die Heimreise anzutreten.

Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines Unwetters unterbrochen.

In Pfullingen südlich von Stuttgart goss es wie aus Kübeln. Zwei kleine Bäche traten über die Ufer und trieben hilflose Bewohner in die Enge. Ähnliche Szenen spielten sich in Städten und Ortschaften in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ab.

Sa, 2016-06-25 09:30
Berlin (dpa)

Bauern befürchten weitere Einbußen - «Trendwende nicht in Sicht»

Für Bauern sind es harte Zeiten. Um Milchbetriebe zu retten, drängt die Branche die Politik vor dem Bauerntag, bei Hilfen keine Zeit zu verlieren. Die Geschäftsaussichten hellt das aber auch nicht auf.

Berlin (dpa) - Den deutschen Bauern drohen angesichts des Preistiefs bei wichtigen Produkten wie Milch das zweite Jahr in Folge drastische Einbußen. «Eine Trendwende ist im Moment nicht in Sicht», sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Bauerntag an diesem Mittwoch und Donnerstag in Hannover. «Wir befürchten, dass wir in diesem Jahr je nach Produktionsrichtung nochmals 15 bis 35, 40 Prozent Einkommensrückgang erleiden müssen.»

Bereits im vergangenen Jahr waren die Gewinne über fast alle Sparten eingebrochen. Von Bundesminister Christian Schmidt (CSU) verlangt der Bauernverband zügig Klarheit über angekündigte Milchbauern-Hilfen.

Die in Aussicht gestellte Unterstützung von «100 Millionen Euro plus x» müsse nun in der Größenordnung konkretisiert werden, sagte Rukwied. Er verwies darauf, dass sich die wirtschaftlichen Schäden der Krise im Milliardenbereich bewegten. Nötig sei auch eine schnelle Umsetzung der Nothilfen. Agrarminister Schmidt hatte sie Ende Mai bei einem «Milchgipfel» mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel zugesagt, die genaue Höhe aber offengelassen. Dabei geht es etwa um weitere Bundeszuschüsse zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung und Steuererleichterungen. Schmidt strebt auch neue EU-Hilfen an. Die EU-Agrarminister kommenen Anfang der Woche zusammen.

Rukwied machte sich dafür stark, die bis in die zweite Jahreshälfte hineinwirkenden Abschlüsse für Trinkmilch zwischen Molkereien und Handel nachzujustieren. Der Handel solle die Verträge aufschnüren und erneut verhandeln. «Eine Branche hat nur Zukunft, wenn alle Teilnehmer - also der Lieferant des Rohstoffes, der Verarbeiter und der Händler - Wertschöpfung erzielen können.» Milchbauern könnten dies derzeit nicht.

Ursache der Milchkrise sind zu große Mengen auf den Märkten. Die Preise für die Bauern sind teils unter 20 Cent je Liter gefallen. Um die Kosten decken zu können, gelten mindestens 35 Cent als nötig.

Der Bauernpräsident rief auch Supermarktkunden zur Solidarität auf. Verbraucher sollten beim Einkauf auf regionale Produkte achten. «Das ist die beste und direkte Unterstützung unserer Bauernfamilien.» Rukwied betonte: «Der Milchkonsum würde meines Erachtens auch bei höheren Preisen stabil bleiben.»

Beim Bauerntag ist die Milchkrise ein zentrales Thema, unter Druck stehen aber etwa auch Schweinehalter. Bei dem zweitägigen Treffen in Hannover wird neben Minister Schmidt auch EU-Agrarkommissar Phil Hogan erwartet. Rukwied (54), der seit 2012 Präsident des Deutschen Bauernverbands ist, stellt sich den 600 Delegierten zur Wiederwahl für vier Jahre. Der Verband vereint nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der deutschen Landwirte als Mitglieder. Laut Statistischem Bundesamt gibt es rund 280 000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland.

Sa, 2016-06-25 08:54
Istanbul (dpa)

Syrischer Journalist stirbt an Kriegsverletzungen

Istanbul (dpa) - Ein im Bürgerkrieg schwer verletzter syrischer Journalist ist jetzt an den Folgen seiner Verwundung im Krankenhaus gestorben. Das teilten ein Freund des Kameramanns Khaled al-Issa und Aktivisten der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Samstag mit. Der unter Regimegegnern prominente Kameramann war in der vergangenen Woche in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo Opfer einer Bombe geworden.

Der Journalist sollte eigentlich aus der Türkei zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden. «Ein Held ist gestorben...», verbreiteten Aktivisten die Nachricht vom Tod Al-Issas in sozialen Medien.

Al-Issa und sein bei dem Angriff ebenfalls verletzter Kollege Hadi al-Abdullah gehören zu den bekanntesten Gesichtern der syrischen Oppositionsmedien.

Sa, 2016-06-25 08:30
Petaluma (dpa)

Wettbewerb um den «hässlichsten Hund» der Welt

Petaluma (dpa) - Jahr für Jahr wird im kalifornischen Petaluma ein kurioser Wettbewerb ausgetragen. Es geht um den «hässlichsten Hund der Welt». Gewinner aus jüngerer Zeit:

2015 - Der Pitbull-Schäferhund-Mix Quasi Modo kann sich mit dem Titel schmücken. Mit seinem verformten Rücken erinnert er eher an eine Hyäne.

2014 - Der Sieger-Hund Peanut hat keine Lippen und Augenlider mehr, weil er unter anderem Verbrennungen erlitten hat.

2013: Walle - eine Mischung aus Beagle, Boxer und Basset - setzt sich durch. Er überzeugt die Preisrichter mit seinem riesigen Kopf, kurzen Beinen und breiten Füßen.

2012: Sieger ist der Chinesische Schopfhund Mugly aus England. Er hat einen fast nackten Körper, faltig-braune mit Leberflecken übersäte Haut und nur eine Augenbrauensträhne im sonst haarlosen Gesicht.

2011: Yoda, ein spindeldürrer Chihuahua-Mischling mit kurzen Haarbüscheln und schiefer Schnauze gewinnt die Auszeichnung.

2010: Die Preisrichter befinden, die zierliche Princess Abby sei der unansehnlichste Hund. Der Chihuahua-Mix hat einen krummen Rücken und andere Schönheitsfehler.

Sa, 2016-06-25 07:10
Bacharach (dpa)

Regionalzug in Rheinland-Pfalz entgleist - Zehn Verletzte

Bacharach (dpa) - In einem entgleisten Regionalzug sind bei einem Unwetter in Rheinland-Pfalz zehn Menschen verletzt worden. Ein Bahnsprecher sagte am Samstagmorgen, darunter sei auch der Lokführer, neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen. Der Zug war zwischen Bacherach und Oberwesel wegen einer Gerölllawine infolge des Starkregens entgleist. 

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Seiten