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Do, 2016-09-01 01:19
Mexiko-Stadt (dpa)

Zu Besuch beim bösen Nachbarn: Donald Trump in Mexiko Von Denis Düttmann, dpa

Immer wieder wettert der republikanische US-Präsidentschaftskandidat gegen den Nachbarn. Jetzt kommt er zu einem Blitzbesuch vorbei. Offenbar will sich der populistische Immobilienmillionär als seriöser Staatsmann präsentieren.

Mexiko-Stadt (dpa) - Zu Gast bei Feinden: Seit Monaten schimpft Donald Trump auf mexikanische Einwanderer, jetzt hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat dem südlichen Nachbarland einen Überraschungsbesuch abgestattet. «Ich habe großen Respekt vor den Mexikanern in den Vereinigten Staaten, vor ihrem Glauben, ihren Familienwerten und ihrer Gemeinschaft», schmeichelt er nach einem Treffen mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto am Mittwoch. «Ich habe vielen von ihnen Arbeit gegeben. Das sind großartige Leute.»

Bei der Ankündigung seiner Kandidatur hatte er Mexikaner noch als Drogenhändler und Vergewaltiger verunglimpft. «Das hat viele Leute beleidigt», sagt Peña Nieto. «Die Mexikaner haben Respekt verdient.» Zwar reden die beiden Männer in der Präsidentenresidenz eingerahmt von Flaggen vor dem mächtigen Staatswappen von «offenen und konstruktiven» Gesprächen, doch die Einschätzung der Beziehung könnte unterschiedlicher nicht sein.

Peña Nieto betont die großen Chancen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, spricht von einer Million Menschen, die täglich legal die verkehrsreichste Grenze der Welt überschreiten, beschwört die Dynamik des gemeinsamen nordamerikanischen Marktes.

Für Trump bedeutet Mexiko vor allem eine Gefahr: Illegale Einwanderer und Drogen würden über die Grenze geschmuggelt und das Freihandelsabkommen Nafta führe dazu, dass Industriearbeitsplätze von den Vereinigten Staaten nach Mexiko abwanderten, sagt der millionenschwere Unternehmer. Peña Nieto schaut etwas gequält in die Ferne.

An seinen Plänen zum Bau einer Mauer an der US-Südgrenze hält er deshalb auch eisern fest. «Wir haben über die Mauer gesprochen, aber nicht darüber, wer sie bezahlt», erklärt er nach dem Treffen. Kaum ist Trump wieder abgeflogen, widerspricht Peña Nieto der Darstellung. «Gleich zu Beginn des Gesprächs habe ich Donald Trump klar gemacht, dass Mexiko nicht für die Mauer zahlen wird», schreibt er bei Twitter. «Danach hat sich die Unterhaltung auf andere Themen zubewegt und sehr respektvoll entwickelt.

Auf beiden Seiten des Rio Grande spekulierten die Analysten, was sich Trump und Peña Nieto von der ungewöhnlichen Stippvisite versprechen. Die Zustimmungswerte des mexikanischen Präsidenten sind im Keller und für den Besuch des latino-feindlichen Populisten hat in Mexiko kaum jemand Verständnis. «Er droht uns mit Krieg und Mauern, aber wir öffnen ihm den Nationalpalast», sagte Senatspräsident Roberto Gil.

Ende der vergangenen Woche hatte die mexikanische Regierung beide US-Präsidentschaftskandidaten eingeladen. Dem Vernehmen nach hatte Peña Nieto schlicht nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet Trump als Erster zusagt. «Ich weiß nicht, wie Sie darauf gekommen sind, dass es eine gute Idee sein könnte, Donald Trump einzuladen», sagt der mexikanische Politik-Analyst Alejandro Hope.

Peña Nietos Einladung an Donald Trump birgt nach Einschätzung von Mexikos Ex-Präsidenten Vicente Fox ein großes politisches Risiko. Sollte er zu freundschaftlich mit seinem Gast umgehen, werde ihm das schaden, sagt er im US-Fernsehsender CNN. «Er wird als Verräter gesehen, weil wir es nicht hinnehmen, beleidigt zu werden.»

Für Trump ist der Besuch eine Möglichkeit, mit Hinblick auf die Wahlen einen moderateren Kurs in Einwanderungsfragen einzuschlagen und sich den gemäßigten Konservativen in den USA anzudienen. «Er will sich staatsmännisch zeigen», sagt Andrew Selee vom Forschungsinstitut Wilson Center. «Er versucht jetzt, eine breitere Wählerbasis anzusprechen, die weiß, wie wichtig die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind.»

Robert Costa von der «Washington Post» hatte noch eine einfachere Erklärung: «In seinem Wahlkampfteam haben sie sich gefragt: Wie können wir in dieser Woche die Schlagzeilen bestimmen?» Spin-Doktor hinter der Idee sei Trumps neuer Kampagnenchef Stephen Bannon gewesen. «Er mag die Überraschung, er mag den politischen Kampf», sagt Costa im US-Frühstücksfernsehen.

Latinos dürfte Trump aufgrund seiner zahlreichen Ausfälle vor der Präsidentschaftswahl kaum noch auf seine Seite ziehen. Der Kurztrip nach Mexiko und ein etwas moderaterer Ton könnten allerdings traditionelle Republikaner beruhigen, die sich vom populistischen Stil des Parteiaußenseiters bislang abgestoßen fühlen. Wenn Trump die Krallen einfährt, könnte das zudem Latino-Wähler demobilisieren, die ihre Stimme für Hillary Clinton vor allem als eine Stimme gegen Trump verstehen.

In Mexiko stieß der Besuch von Trump weitgehend auf Unverständnis. Politiker aller politischer Lager verurteilten das Treffen von Peña Nieto mit dem New Yorker Millionär. In der mexikanischen Hauptstadt protestierten Dutzende Menschen gegen den Besucher aus den USA. «Trump go home», war auf einem der Transparente zu lesen.

Do, 2016-09-01 00:44
Mexiko-Stadt (dpa)

Zu Besuch beim bösen Nachbarn: Donald Trump in Mexiko Von Denis Düttmann, dpa

Immer wieder wettert der republikanische US-Präsidentschaftskandidat gegen den Nachbarn. Jetzt kommt er zu einem Blitzbesuch vorbei. Offenbar will sich der populistische Immobilienmillionär als seriöser Staatsmann präsentieren.

Mexiko-Stadt (dpa) - Zu Gast bei Feinden: Seit Monaten schimpft Donald Trump auf mexikanische Einwanderer, jetzt hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat dem südlichen Nachbarland einen Überraschungsbesuch abgestattet. «Ich habe großen Respekt vor den Mexikanern in den Vereinigten Staaten, vor ihrem Glauben, ihren Familienwerten und ihrer Gemeinschaft», schmeichelt er nach einem Treffen mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto am Mittwoch. «Ich habe vielen von ihnen Arbeit gegeben. Das sind großartige Leute.»

Bei der Ankündigung seiner Kandidatur hatte er Mexikaner noch als Drogenhändler und Vergewaltiger verunglimpft. «Das hat viele Leute beleidigt», sagt Peña Nieto. «Die Mexikaner haben Respekt verdient.» Zwar reden die beiden Männer in der Präsidentenresidenz eingerahmt von Flaggen vor dem mächtigen Staatswappen von «offenen und konstruktiven» Gesprächen, doch die Einschätzung der Beziehung könnte unterschiedlicher nicht sein.

Peña Nieto betont die großen Chancen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, spricht von einer Million Menschen, die täglich legal die verkehrsreichste Grenze der Welt überschreiten, beschwört die Dynamik des gemeinsamen nordamerikanischen Marktes.

Für Trump bedeutet Mexiko vor allem eine Gefahr: Illegale Einwanderer und Drogen würden über die Grenze geschmuggelt und das Freihandelsabkommen Nafta führe dazu, dass Industriearbeitsplätze von den Vereinigten Staaten nach Mexiko abwanderten, sagt der millionenschwere Unternehmer.

An seinen Plänen zum Bau einer Mauer an der US-Südgrenze hält er deshalb auch eisern fest. «Wir haben über die Mauer gesprochen, aber nicht darüber, wer sie bezahlt», erklärt er nach dem Treffen. Peña Nieto schaut etwas gequält in die Ferne.

Auf beiden Seiten des Rio Grande spekulierten die Analysten, was sich Trump und Peña Nieto von der ungewöhnlichen Stippvisite versprechen. Die Zustimmungswerte des mexikanischen Präsidenten sind im Keller und für den Besuch des latino-feindlichen Populisten hat in Mexiko kaum jemand Verständnis. «Er droht uns mit Krieg und Mauern, aber wir öffnen ihm den Nationalpalast», sagte Senatspräsident Roberto Gil.

Ende der vergangenen Woche hatte die mexikanische Regierung beide US-Präsidentschaftskandidaten eingeladen. Dem Vernehmen nach hatte Peña Nieto schlicht nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet Trump als Erster zusagt. «Ich weiß nicht, wie Sie darauf gekommen sind, dass es eine gute Idee sein könnte, Donald Trump einzuladen», sagt der mexikanische Politik-Analyst Alejandro Hope.

Peña Nietos Einladung an Donald Trump birgt nach Einschätzung von Mexikos Ex-Präsidenten Vicente Fox ein großes politisches Risiko. Sollte er zu freundschaftlich mit seinem Gast umgehen, werde ihm das schaden, sagt er im US-Fernsehsender CNN. «Er wird als Verräter gesehen, weil wir es nicht hinnehmen, beleidigt zu werden.»

Für Trump ist der Besuch eine Möglichkeit, mit Hinblick auf die Wahlen einen moderateren Kurs in Einwanderungsfragen einzuschlagen und sich den gemäßigten Konservativen in den USA anzudienen. «Er will sich staatsmännisch zeigen», sagt Andrew Selee vom Forschungsinstitut Wilson Center. «Er versucht jetzt, eine breitere Wählerbasis anzusprechen, die weiß, wie wichtig die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind.»

Robert Costa von der «Washington Post» hatte noch eine einfachere Erklärung: «In seinem Wahlkampfteam haben sie sich gefragt: Wie können wir in dieser Woche die Schlagzeilen bestimmen?» Spin-Doktor hinter der Idee sei Trumps neuer Kampagnenchef Stephen Bannon gewesen. «Er mag die Überraschung, er mag den politischen Kampf», sagt Costa im US-Frühstücksfernsehen.

Latinos dürfte Trump aufgrund seiner zahlreichen Ausfälle vor der Präsidentschaftswahl kaum noch auf seine Seite ziehen. Der Kurztrip nach Mexiko und ein etwas moderaterer Ton könnten allerdings traditionelle Republikaner beruhigen, die sich vom populistischen Stil des Parteiaußenseiters bislang abgestoßen fühlen. Wenn Trump die Krallen einfährt, könnte das zudem Latino-Wähler demobilisieren, die ihre Stimme für Hillary Clinton vor allem als eine Stimme gegen Trump verstehen.

In Mexiko stieß der Besuch von Trump weitgehend auf Unverständnis. Politiker aller politischer Lager verurteilten das Treffen von Peña Nieto mit dem New Yorker Millionär. In der mexikanischen Hauptstadt protestierten Dutzende Menschen gegen den Besucher aus den USA. «Trump go home», war auf einem der Transparente zu lesen.

Do, 2016-09-01 00:15
Berlin (dpa)

Politologe Patzelt: Bundeschef Meuthen schadet der AfD

Berlin (dpa) - Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt geht nicht davon aus, dass die AfD eine Allianz mit der rechtsextremen NPD eingehen will. Zur Äußerung von AfD-Bundeschef Jörg Meuthen, bei einem Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern könne die AfD auch Vorschlägen der NPD im Schweriner Landtag zustimmen, sagte Patzelt dem «Mannheimer Morgen» (Donnerstag): «Das ist zwar eine Abkehr von der bisherigen Parlamentspraxis, ändert aber nichts daran, dass die AfD eine Partei mit anderer Programmatik und Mitgliedschaft als die NPD ist, ja sich von dieser auch abgrenzt.»

Meuthen habe nicht zu einem Bündnis zwischen AfD und NPD aufgerufen, sagte der Professor für Politische Systeme und Systemvergleiche der TU Dresden. «Er beging nur die Torheit, sich zum Schaden seiner Partei auf ein rein hypothetisches Thema einzulassen.»

In Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Sonntag ein neuer Landtag gewählt. In einer am Mittwoch veröffentlichten Wählerumfrage kommt die AfD auf 23 Prozent, die NPD liegt aktuell bei 2 Prozent und wäre demnach nicht mehr im Landtag vertreten.

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Do, 2016-09-01 00:47
Stadt/Washington (dpa)

Die Angriffe von Donald Trump gegen Mexiko

Mexiko-Stadt/Washington (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump greift immer wieder Mexiko und mexikanische Einwanderer in den Vereinigten Staaten an. Einige seiner jüngsten Ausfälle:

«Wenn Mexiko seine Leute schickt, schickt es nicht seine Besten. Es schickt Leute mit vielen Problemen, sie bringen Drogen, sind Vergewaltiger.»

(Bei der Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur im Juni 2015)

«Das war eine große Nacht für Mexiko - wie immer in diesem Land. Es ist lächerlich.»

(Zum Oscar-Gewinn des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu)

«Das Justizsystem ist korrupt.»

(Über das mexikanische Rechtswesen)

«Sie bringen ansteckende Krankheiten.»

(Über mexikanische Einwanderer in den USA)

«Ich glaube nicht, dass er die Probleme versteht, die unser Land mit der offenen Grenze zu Mexiko hat.»

(Beim Besuch von Papst Franziskus im Februar 2016 in der Grenzregion zwischen USA und Mexiko)

Mi, 2016-08-31 23:10
Mexiko-Stadt (dpa)

Handel und die Mauer: Donald Trump zu Besuch in Mexiko

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat verunglimpft mexikanische Einwanderer als Verbrecher und will eine Mauer an der Grenze bauen. Jetzt reiste er überraschend in das Nachbarland und sprach mit Präsident Peña Nieto.

Mexiko-Stadt (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto haben bei ihrem Treffen in Mexiko-Stadt über Wirtschaft, Sicherheit und Migration gesprochen. «Es waren offene und konstruktive Gespräche», sagte Mexikos Staatschef am Mittwoch. «Auch wenn wir nicht in allem übereinstimmen, können wir gemeinsam mehr Wohlstand und Sicherheit erreichen.»

Trump bekräftigte, dass das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta seiner Einschätzung nach Mexiko mehr nutze als den USA. Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Er habe aber großen Respekt vor mexikanisch-stämmigen Amerikanern. «Das sind großartige Leute», sagte Trump.

Zuletzt hatte der Immobilienunternehmer immer wieder mexikanische Einwanderer als Verbrecher verunglimpft. «Die Mexikaner haben Respekt verdient», sagte Peña Nieto nach dem Treffen in der Präsidentenresidenz Los Pinos. «Der kommende US-Präsident wird in Mexiko und seiner Regierung einen Nachbarn finden, der konstruktiv zusammenarbeiten möchte.»

Für den Fall seines Wahlsiegs hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der Südgrenze der USA zu errichten und Mexiko dafür zahlen zu lassen. «Wir haben über die Mauer gesprochen», sagte Trump. «Aber nicht darüber, wer sie bezahlt.» Die Mauer sei notwendig, um die illegalen Bewegungen von Personen, Waffen und Drogen zu unterbinden.

Präsident Peña Nieto betonte die gemeinsamen Interessen der beiden Nachbarstaaten. «Unsere Länder sind füreinander wichtig», sagte er. «Handel ist kein Nullsummenspiel, er nutzt beiden Partnern.» Trump hatte zuletzt immer wieder erklärt, wegen des Freihandelsabkommens Nafta seien viele Industriearbeitsplätze von den USA nach Mexiko abgewandert.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat nannte fünf gemeinsame Herausforderungen für die USA und Mexiko: Kampf gegen illegale Einwanderung, Sicherung der Grenzen, Kampf gegen Drogenkartelle, Überarbeitung von Nafta und Schutz des Industriesektors.

Am Abend wollte Trump im US-Bundesstaat Arizona eine Rede zur Einwanderungspolitik halten. Mit Interesse wurde erwartet, ob er nach seinem Überraschungsbesuch in Mexiko einen moderateren Ton bei dem Thema anschlägt.

Mi, 2016-08-31 22:42
Mexiko-Stadt (dpa)

Trump und Mexikos Präsident Peña Nieto sprechen über Wirtschaft

Mexiko-Stadt (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto haben bei ihrem Treffen in Mexiko-Stadt über Wirtschaft und Migration gesprochen. «Es waren offene und konstruktive Gespräche», sagte Mexikos Staatschef am Mittwoch. «Auch wenn wir nicht in allem übereinstimmen, können wir gemeinsam mehr Wohlstand und Sicherheit erreichen.»

Trump bekräftigte, dass das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta seiner Einschätzung nach Mexiko mehr nutze als den USA. Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Er habe aber großen Respekt vor mexikanisch-stämmigen Amerikanern. «Das sind großartige Leute», sagte Trump.

Zuletzt hatte der Immobilienunternehmer immer wieder mexikanische Einwanderer als Verbrecher verunglimpft und für den Fall seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Am Abend wollte Trump im US-Bundesstaat Arizona eine Rede zur Einwanderungspolitik halten.

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Mi, 2016-08-31 22:24
Skopje (dpa)

Zerstrittene Parteien in Mazedonien einigen sich auf Parlamentswahl

Skopje (dpa) - Die vier tief zerstrittenen Parteien in Mazedonien haben sich auf eine Parlamentswahl zur Beendigung der über eineinhalbjährigen Krise im Land verständigt. Unter Vermittlung der USA und der EU einigten sich die Vorsitzenden am Mittwoch in Skopje auf den 11. Dezember als Wahltermin. Am 2. September wird eine Übergangsregierung gebildet, in der alle großen Parteien vertreten sind. Es handelt sich um den dritten Wahltermin nach April und Juni, die ersten beiden Termine waren dem Dauerstreit zum Opfer gefallen.

Zuvor waren Zehntausende Karteileichen aus dem Wählerverzeichnis entfernt worden. Mit ihnen hatte die Regierung des schon zurückgetretenen Langzeitregierungschefs Nikola Gruevski nach Dafürhalten der Opposition vergangene Wahlen manipuliert. Daneben hatten sich alle Parteien verständigt, die Medien dem Zugriff der Regierung zu entziehen, um faire und freie Wahlen zu ermöglichen. Schließlich war eine Sonderstaatsanwältin eingesetzt worden, die mutmaßliche Korruption im großen Stil durch die Regierungsseite untersuchen soll.

Mi, 2016-08-31 22:28
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: Obamas Sprecher zu Trumps Reise nach Mexiko

«Es ist nicht ungewöhnlich, dass Präsidentschaftskandidaten Auslandsreisen unternehmen. Einer der Höhepunkte war (Obamas Reise 2008 nach) Deutschland, wo der Präsident in Berlin zu einer Menge von 100 000 Menschen gesprochen hat, die ihn warmherzig empfangen und ihm enthusiastisch zugejubelt hat. Wir werden sehen, ob Mr. Trump ähnlich empfangen wird.»

(Der Sprecher Barack Obamas, Josh Earnest, am Mittwoch an Bord der Air Force One nach Angaben des Weißen Hauses.)

Mi, 2016-08-31 21:40
Erfurt (dpa)

Eingangsportal zu Festspielen in Erfurt mit Nazi-Parolen beschmiert

Erfurt (dpa) - Unbekannte haben das Eingangsportal zu den Achava-Festspielen in Erfurt mit Naziparolen beschmiert. «Achava» bedeutet auf Hebräisch «Brüderlichkeit». «Wir gehen davon aus, dass die Schmiererein ganz frisch sind», sagte Intendant Martin Kranz am Mittwochabend. Mitarbeiter hätten sie während des Aufbaus am späten Vormittag entdeckt. Den Auftakt der Festspiele, die den Dialog zwischen Kulturen und Religionen dienen sollen, bildet eine Schau, die Holocaust-Überlebenden und ihren Familien gewidmet ist.

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Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

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Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

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Konfliktfrei surfen

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Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

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Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

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Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Mi, 2016-08-31 20:39
London (dpa)

Theresa May beim G20-Gipfel: Beinahe eine Schlangengrube Von Christoph Meyer, dpa

Vom Brexit genervte Europäer und ein verstimmter Gastgeber China: Der erste Auftritt der britischen Premierministerin bei einem internationalen Gipfel könnte unangenehm werden.

London (dpa) - Pünktlich zum Ende der Sommerpause kramte eine lokale Zeitschrift in Theresa Mays Wahlkreis einen Fragebogen im Freundschaftsalbum-Stil hervor, den die Premierministerin vor gut zehn Jahren ausgefüllt hat. Schlangen, davor habe sie am meisten Angst, hatte sie darauf angegeben.

Eine Schlangengrube wird sie beim G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou am 4. und 5. September nicht unbedingt erwarten, doch der erste Auftritt der britischen Premierministerin bei einem internationalen Gipfel könnte trotzdem unangenehm werden.

Sie wolle dort «die Fülle an Möglichkeiten hervorheben», die der Ausstieg aus der EU biete, hatte es zuvor in Regierungskreisen geheißen. Woraus diese Fülle genau bestehen soll, blieb unklar.

Das dürften sich auch die Staats- und Regierungschefs der übrigen 19 Wirtschaftsnationen bei dem Treffen fragen. International ist die Sorge groß, der Brexit könne zu einem Hemmschuh für das globale Wirtschaftswachstums werden. Erste Anzeichen dafür gibt es schon.

Besonders unangenehm dürfte May das Wiedersehen mit ihren EU-Kollegen sein. Denen ist sie bislang eine Antwort darauf schuldig geblieben, wann mit der offiziellen Austrittserklärung Großbritanniens zu rechnen ist. May hält bislang an der Formulierung fest, die Brexit-Verhandlungen könnten frühestens Anfang nächsten Jahres beginnen. Längst gibt es jedoch Gerüchte, sie könnte auch bis nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 damit warten. Man wolle zwar so schnell wie möglich zu Verhandlungen kommen, doch erst müsse man sich über einen Fahrplan für den Brexit einig werden, hieß es zuletzt vieldeutig.

Einen kleinen Schritt in dieses Richtung machte May am Mittwoch, als sie zur ersten Kabinettssitzung nach der Sommerpause mit ihren Ministern zusammentraf. Auch wenn das Ergebnis eher nach einem Wunschkatalog, als nach einem Fahrplan klang: Eine Brexit-Lösung dürfe nicht «von der Stange» kommen, teilte die Regierung am Abend mit. Die Einwanderung aus der EU müsse zwar begrenzt werden, gleichzeitig müssten aber die Interessen derer berücksichtigt werden, die Handel mit Waren und Dienstleistungen treiben wollten. Das klang ein wenig nach der berühmten Rosinenpickerei, von der führende EU-Politiker nichts wissen wollen.

Auch die Beziehungen zu Gastgeber China sind derzeit nicht ungetrübt. Erst kürzlich hatte May überraschend den geplanten Bau eines neuen Atomkraftwerks unter chinesischer Beteiligung gestoppt. Der 21 Milliarden Euro schwere Deal für den Reaktor Hinkley Point C liegt nun erst einmal auf Eis. Es habe Bedenken gegeben, sensible Bereiche wie die Energieversorgung des Landes in chinesische Hände zu geben, berichtete Medien unter Berufung auf Vertraute Mays.

China reagierte erbost. Pekings Botschafter warnte in einem Gastbeitrag in der «Financial Times» davor, die Beziehung zwischen den beiden Ländern befänden sich an «einem Scheideweg». Zwar versuchte May die Wogen mit einem Brief an Chinas Führung zu glätten, doch die Stimmung beim G20-Gipfel dürfte trotzdem eisig werden.

Mi, 2016-08-31 20:42
Mexiko-Stadt (dpa)

Trump zu Treffen mit Präsident Peña Nieto in Mexiko eingetroffen

Mexiko-Stadt (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist zu einem Treffen mit Präsident Enrique Peña Nieto nach Mexiko gereist. Der Immobilienunternehmer kam am Mittwochmittag (Ortszeit) am Flughafen von Mexiko-Stadt an. Per Hubschrauber sollte er in die Präsidentenresidenz Los Pinos zu einem privaten Treffen mit Peña Nieto fliegen, wie der Fernsehsender Milenio berichtete. Am Nachmittag war eine Pressekonferenz geplant.

Am Vorabend hatte Trump überraschend seinen Mexikobesuch angekündigt. Zuletzt hatte er immer wieder mexikanische Einwanderer als Verbrecher verunglimpft und für den Fall seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Am Abend wollte Trump im US-Bundesstaat Arizona eine Rede zur Einwanderungspolitik halten.

Mi, 2016-08-31 19:11
Ämari (dpa)

Luftwaffe übernimmt Nato-Luftraumüberwachung über Baltikum

Ämari (dpa) - Die Bundeswehr übernimmt in den kommenden vier Monaten zusammen mit Frankreich erneut die Nato-Luftraumüberwachung über Estland, Lettland und Litauen. Ein Geschwader der Luftwaffe übernahm am Mittwoch das Kommando auf der estnischen Luftwaffenbasis Ämari von Großbritannien. Für den Einsatz wurden vier «Eurofighter» und ein Kontingent von rund 120 Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg nach Estland verlegt. Gemeinsam mit vier in Litauen stationierten französischen Kampfjets sollen sie bis Anfang Januar den Luftraum über den baltischen Staaten schützen. 

Estland, Lettland und Litauen haben keine eigene Luftverteidigung. Die Nato sichert deshalb bereits seit 2004 den baltischen Luftraum. Deutschland übernimmt die Aufgabe zum neunten Mal.

Durch die Ukrainekrise hat das «Nato Air Policing» eine neue Bedeutung bekommen. Als Nachbarn Russlands sorgen sich die drei Baltenstaaten um ihre Sicherheit. 

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

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Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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Sagenhafter Spinat

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mi, 2016-08-31 19:47
Istanbul/Moskau (dpa)

Russland oder US-geführte Koalition: Wer tötete IS-Sprecher Al-Adnani

Einer der bekanntesten Anführer des IS ist ums Leben gekommen. Doch wer hat ihn getötet? Moskaus Luftwaffe will dafür verantwortlich sein. Aber auch die USA sagen, sie hätten ihn angegriffen - und zweifeln an Moskaus Darstellung.

Istanbul/Moskau (dpa) - Russland hat den tödlichen Angriff auf den Propagandachef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Mohammed al-Adnani, für sich beansprucht. Der Enddreißiger war als IS-Sprecher die Stimme der Terrororganisation. Er rief in Audiobotschaften Anhänger und Sympathisanten im Westen zu Angriffen mit Messern und Autos auf. Außerdem plante Al-Adnani auch Anschläge in Europa. Der IS-Sprecher habe zu einer Gruppe von bis zu 40 Mitgliedern gehört, die bei russischen Luftangriffen in der Provinz Aleppo getötet worden seien, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Moskau mit.

Dass Al-Adnani unter den Toten sei, gehe aus Informationen der Geheimdienste hervor, erklärte das Ministerium der Agentur Interfax zufolge. Zuvor hatten die USA mitgeteilt, Kräfte der US-geführten internationalen Koalition hätten am Dienstag einen «Präzisionsschlag» gegen Al-Adnani ausgeführt. Sein Tod wurde aber von Washington zunächst nicht bestätigt.

Die Amerikaner zweifeln an Moskaus Version. «Wir haben keinerlei Informationen darüber, welche die russische Darstellung stützen würden», sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Mittwoch in Washington. Die Ergebnisse des Angriffs gegen Al-Adnani würden derzeit ausgewertet. Dieser Prüfprozess sei sehr intensiv, die Ergebnisse lägen noch nicht vor, sagte Cook.

Al-Adnani gehörte zum IS-Führungszirkel. Die Denkfabrik The Soufan Group bezeichnete ihn als zweithöchstes Mitglied. Al-Adnani war es auch, der im Sommer 2014 das «Kalifat» des IS ausrief und den dessen Anführer Abu Bakr al-Bagdadi zum «Kalifen» erklärte.

Al-Adnanis Tod bedeutet Experten zufolge eine deutliche Schwächung für den IS. Er habe an der Spitze einer kleinen Einheit gestanden, die Terroroperationen in der ganzen Welt geplant habe, unter anderem in Paris und Brüssel, sagte der Terror-Experte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg. «Es ist eine wichtige Nachricht für Europa, dass der Chef dieser Einheit getötet wurde.»

Steinberg erklärte weiter, der Verlust einer einzelnen Person sei zwar für den IS nicht entscheidend, seit 2014 seien jedoch zahlreiche Führungsmitglieder ums Leben gekommen. «Fast alle, die Rang und Namen hatten, wurden getötet», sagte er. «Die Nachrücker haben nicht mehr das Format. Es herrscht offensichtlich ein Personalmangel.»

Die IS-Terrormiliz hatte am Dienstagabend im Internet erklärt, ihr Sprecher Al-Adnani sei in der nordsyrischen Provinz Aleppo als «Märtyrer» ums Leben gekommen, als er Militäroperationen inspiziert habe. Weitere Einzelheiten zu den Umständen seines Todes nannten die Extremisten nicht.

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge hatte ein Jagdbomber vom Typ Su-34 IS-Stellungen angegriffen. «Der Schlag gegen Al-Adnani ist ein großer Erfolg des russischen Militäreinsatzes», sagte der Chef des Verteidigungsausschusses in Moskau, Wladimir Komojedow.

Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) auf den IS-Sprecher ausgesetzt. Er soll Ende der 1970er Jahre in Syrien geboren worden sein. Bereits nach dem Sturz des irakischen Langzeitherrschers Saddam Hussein im Jahr 2003 hatte er gegen die US-Soldaten im Land gekämpft.

Die sunnitischen Extremisten haben in den vergangenen Monaten mehrere hohe Anführer verloren. US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte Ende März, der IS-Vize und Finanzchef Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli sei bei einer Militäroperation getötet worden. Der unter seinem Kampfnamen «Omar der Tschetschene» bekannte Tarkan Batiraschwili wurde rund 120 Kilometer südlich der nordirakischen Stadt Mossul getötet, wie das IS-Sprachrohr Amak im Juli mitteilte.

Mi, 2016-08-31 19:32
Kinshasa (dpa)

450 Tote: Unicef warnt vor Ausbreitung von Cholera-Epidemie im Kongo

Kinshasa (dpa) - Das UN-Kinderhilfswerk hat vor einer sich rasch ausbreitenden Cholera-Epidemie im Kongo gewarnt. Seit April sind bereits knapp 17 000 Menschen an Cholera erkrankt, fast 450 Menschen erlagen der schweren Durchfallkrankheit, wie Unicef am Mittwoch mitteilte. Die Hilfsorganisation zeigte sich «besonders beunruhigt», weil die Epidemie nicht nur im Ost-Kongo um sich greift, sondern auch in normalerweise wenig von Cholera betroffenen westlichen Regionen entlang des Flusses Kongo. Bei einer weiteren Ausbreitung könne auch die Hauptstadt Kinshasa - wo schätzungsweise 10 Millionen Menschen leben - «schwer betroffen» sein, warnte Unicef.

Mi, 2016-08-31 19:08
Schwerin (dpa)

Parteichef Meuthen: AfD würde in Schwerin auch mit NPD stimmen

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt das Verhältnis der AfD zur NPD für Debatten. Auslöser sind Äußerungen führender AfD-Vertreter, unter Umständen mit den Rechtsextremisten zu stimmen. Das wäre das Ende des «Schweriner Wegs».

Schwerin (dpa) - Die AfD kann sich bei einem Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen, auch Anträge der rechtsextremen NPD im Landtag zu unterstützen. «Man muss in einem Parlament in der Sache abstimmen», sagte Bundeschef Jörg Meuthen dem «Mannheimer Morgen». «Wenn die NPD vernünftige Vorschläge macht, würden wir genauso wenig gegen sie stimmen, wie wenn das bei den Linken der Fall wäre.» Ähnlich äußerte sich der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Leif-Erik Holm. Andere Parteien reagierten empört.

«Die AfD verbrüdert sich jetzt auch offiziell mit den Neonazis der NPD zu einer Art braunen Koalition», sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig der «Rheinischen Post». Grünen-Chef Cem Özdemir bezeichnete die AfD als «ein Sammelbecken mit offen Rechtsradikalen». Diese Partei werde keine einzige Sorge und kein einziges Problem der Menschen lösen, sondern vergifte die Demokratie, sagt er der «Heilbronner Stimme» und dem «Mannheimer Morgen».

In Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Sonntag ein neuer Landtag gewählt. In einer am Mittwoch veröffentlichten Wählerumfrage kommt die AfD auf 23 Prozent, die NPD liegt aktuell bei 2 Prozent. Das würde nicht für einen Wiedereinzug in das Landesparlament reichen, in dem die NPD seit 2006 sitzt. Die bisher im Landtag vertretenen demokratischen Parteien hatten sich darauf verständigt, Anträge der rechtsextremistischen Partei im Plenum nur kurz zu behandeln und grundsätzlich abzulehnen. SPD, CDU, Linke und Grüne bezeichnen dieses Vorgehen als «Schweriner Weg».

AfD-Spitzenkandidat Holm stellte sich hinter die Ankündigung Meuthens. «Wir stimmen in der Sache ab, ohne Ansehen der Partei, die den Antrag einbringt. Das ist das Entscheidende», betonte er am Mittwoch. Als Kooperation sei dies aber nicht zu werten. Eine Zusammenarbeit mit der NPD lehne die AfD ab, weil sie «eine extremistische Partei ist», sagte Holm.

Schwesig, die bis zu ihrem Wechsel ins Bundeskabinett selbst Mitglied im Landtag von Schwerin war, warf der AfD vor, sie schließe sich vom Konsens aller demokratischen Parteien gegen Rechtsextreme aus. «AfD und NPD sind in Mecklenburg-Vorpommern ohnehin kaum zu unterscheiden», kritisierte sie. Nach Ansicht Özdemirs zeigen die Äußerungen, dass die AfD jenseits des demokratischen Konsenses steht: «Da wird selbst der Schafspelz gar nicht mehr angelegt», sagte er.

Kritik kam auch vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die AfD zeige deutlich, dass sie keinerlei Berührungsängste zu Neonazis habe. «Ihre Hetze unterscheidet sich nur in der Tonlage. Hinter der bürgerlichen Maske der Rechtspopulisten verbirgt sich der gleiche Hass», sagte DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter. Er verwies darauf, dass die NPD auf eigene Direktkandidaten in allen 36 Wahlkreisen verzichtet habe und damit indirekt Wahlhilfe für die AfD-Kandidaten dort leiste.

Wie eine Forsa-Umfrage ergab, hat die AfD kurz vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin auch bundesweit in der Wählergunst zugelegt. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage verbessert sich die Partei von 10 auf 12 Prozent.

Mi, 2016-08-31 19:20
Washington (dpa)

Pentagon: Zweifel an Moskaus Darstellung der Tötung des IS-Sprechers

Washington (dpa) - Die USA zweifeln die russische Darstellung an, wonach russische und nicht amerikanische Kräfte den IS-Propagandachef Abu Mohammed al-Adnani in Syrien getötet haben. «Wir haben keinerlei Informationen darüber, welche die russische Darstellung stützen würden», sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Mittwoch in Washington.

Cook wiederholte, die US-geführte Koalition habe einen «Präzisionsschlag» gegen al-Adnani ausgeführt, dessen Ergebnisse nach wie vor ausgewertet würden. Dieser Prüfprozess sei sehr intensiv, die Ergebnisse lägen noch nicht vor. «In jedem Fall ist Adnanis Eliminierung eine sehr gute Sache und ein schwerer Schlag für den IS», sagte Cook.

Ob russische Flugzeuge überhaupt für einen Angriff in der Gegend gewesen seien, wollte Cook nicht beantworten. Er sagte, grundsätzlich würden die USA es sehr begrüßen, wenn Russland sich mehr auf den Kampf gegen den Islamischen Staat konzentriere und weniger auf eine Unterstützung des syrischen Regimes.

Mi, 2016-08-31 19:00
Honolulu (dpa) 

Weltnaturschutzkonferenz beginnt auf Hawaii

Honolulu (dpa) - Mehr Schutz für die Ozeane und ein härterer Kampf gegen den Wildtierhandel sind ab Donnerstagabend (MESZ) zentrale Themen auf dem Weltnaturschutzkongress (IUCN) auf Hawaii (USA). Auf der weltgrößten Konferenz dieser Art diskutieren bis zum 10. September mehr als 8300 Delegierte von Umweltorganisationen aus 184 Ländern. Am Ende sollen konkrete Forderungen und Vorlagen für Politik und Wirtschaft stehen.

Motto des Treffens ist «Planet am Scheideweg». Angesichts wachsender Herausforderungen durch den Klimawandel geht es um Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Umweltschäden, wie sie etwa durch die Abholzung von Regenwald entstehen. Zudem wird die Rote Liste der gefährdeten Arten erneut erweitert, wahrscheinlich um bestimmte Hai- und Rochenarten sowie um Schuppentiere.

Mi, 2016-08-31 18:09
Rom (dpa)

Erneut 1800 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet - Drei Tote geborgen

Rom (dpa) - Im Mittelmeer sind erneut etwa 1800 Migranten gerettet worden. Die Einsatzkräfte brachten die Menschen am Mittwoch in zwölf verschiedenen Rettungsaktionen von Booten, die kaum seetüchtig waren, in Sicherheit, wie Italiens Küstenwache mitteilte.

In einem völlig überfüllten Schlauchboot wurden zudem drei Leichen entdeckt. Woher die Menschen stammen und woran sie gestorben waren, war zunächst nicht klar. Außer der Küstenwache und der Marine waren auch private Rettungskräfte und Hilfsorganisationen an den Einsätzen beteiligt.

Damit sind seit Beginn der Woche insgesamt fast 12 000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet worden. Bereits am Montag waren in 35 verschiedenen Einsätzen fast 7000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, so viele wie fast noch nie an einem einzigen Tag. Am Dienstag waren 3000 weitere gerettete Flüchtlinge dazugekommen.

Mi, 2016-08-31 19:00
Potsdam (dpa)

OSZE-Außenminister suchen in Potsdam nach neuem Schwung

Potsdam (dpa) - Mit einem Außenministertreffen in Potsdam will Deutschland der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) neuen Schwung verleihen. Auf Einladung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) werden in Brandenburgs Landeshauptstadt am Donnerstag etwa 40 Ressortchefs erwartet. Wichtigstes Thema sind die Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt. Zudem soll es um Reformideen für die Arbeit der OSZE gehen.

Zum Schutz des Treffens ist die Polizei mit mehr als 1000 Beamten im Einsatz. Die Anfänge der Organisation reichen bis Mitte der 1970er Jahre zurück, in die Zeit des Kalten Kriegs. Heute gehören ihr insgesamt 57 Staaten an, darunter auch die USA und Russland. Die Außenminister dieser beiden Länder, John Kerry und Sergej Lawrow, sind in Potsdam allerdings nicht dabei. Deutschland führt noch bis zum Jahresende innerhalb der OSZE den Vorsitz.

Konkrete Beschlüsse werden am Donnerstag nicht erwartet. Die Konferenz dient vor allem der Vorbereitung des regulären OSZE-Ministertreffens, das kurz vor Ende der deutschen Präsidentschaft im Dezember in Hamburg stattfindet. Anschließend ist dann Österreich an der Reihe.

Mi, 2016-08-31 19:00
(dpa)

Kein Methadon in Haft - Straßburg urteilt über Beschwerde aus Bayern

Straßburg (dpa) - Heroinabhängige Häftlinge bekommen längst nicht in allen deutschen Gefängnissen einen Ersatzstoff wie Methadon - am Donnerstag (10.00 Uhr) urteilt der Menschenrechtsgerichtshof über diese Praxis. Beschwerde eingereicht hat ein 1955 geborener Mann, dem in der Justizvollzugsanstalt im bayerischen Kaisheim über Jahre eine Substitutionsbehandlung verwehrt wurde. Die Straßburger Richter haben zu entscheiden, ob das eine unmenschliche Behandlung darstellt, wie sie die Europäische Menschenrechtskonvention verbietet.

Der Kläger ist seit seiner Jugend heroinabhängig, außerdem HIV-positiv und an Hepatitis C erkrankt. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) kann jede Haftanstalt selbst bestimmen, ob sie ein Methadon-Programm anbietet. In Bayern bekamen demnach im Jahr 2015 nur 45 von 2200 bis 3000 heroinabhängigen Häftlingen einen Ersatzstoff. In Berlin seien es vier Prozent aller Gefangenen, in Nordrhein-Westfalen zehn Prozent.

Mi, 2016-08-31 18:03
London (dpa)

Theresa May beim G20-Gipfel: Beinahe eine Schlangengrube Von Christoph Meyer, dpa

Vom Brexit genervte Europäer und ein verstimmter Gastgeber China: Der erste Auftritt der britischen Premierministerin bei einem internationalen Gipfel könnte unangenehm werden.

London (dpa) - Pünktlich zum Ende der Sommerpause kramte eine lokale Zeitschrift in Theresa Mays Wahlkreis einen Fragebogen im Freundschaftsalbum-Stil hervor, den die Premierministerin vor gut zehn Jahren ausgefüllt hat. Schlangen, davor habe sie am meisten Angst, hatte sie darauf angegeben.

Eine Schlangengrube wird sie beim G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou am 4. und 5. September nicht unbedingt erwarten, doch der erste Auftritt der britischen Premierministerin bei einem internationalen Gipfel könnte trotzdem unangenehm werden.

Sie wolle dort «die Fülle an Möglichkeiten hervorheben», die der Ausstieg aus der EU biete, hatte es zuvor in Regierungskreisen geheißen. Woraus diese Fülle genau bestehen soll, blieb unklar.

Das dürften sich auch die Staats-und Regierungschefs der übrigen 19 Wirtschaftsnationen fragen, die an dem Treffen teilnehmen. International ist die Sorge groß, der Brexit könne zu einem Hemmschuh für das globale Wirtschaftswachstums werden. Erste Anzeichen dafür gibt es schon.

Besonders unangenehm dürfte May das Wiedersehen mit ihren EU-Amtskollegen sein. Denen ist sie bislang eine Antwort darauf schuldig geblieben, wann mit der offiziellen Austrittserklärung Großbritanniens zu rechnen ist. May hält bislang an der Formulierung fest, die Brexit-Verhandlungen könnten frühestens Anfang nächsten Jahres beginnen. Längst gibt es jedoch Gerüchte, sie könnte auch bis nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 damit warten. Man müsse sich erst über einen Fahrplan für den Brexit einig werden, hatte es geheißen.

Einen kleinen Schritt in dieses Richtung machte May am Mittwoch, als sie zur ersten Kabinettssitzung nach der Sommerpause mit ihren Ministern zusammentraf. Nach außen war die Stimmung gut, der Brexit gäbe die Gelegenheit, Großbritanniens Rolle als «eine der großen Handelsnationen der Welt zu bestätigen», hieß es. Doch hinter verschlossenen Türen, dürfte es heftig zur Sache gegangen sein. Medienberichten zufolge ist innerhalb des Kabinetts umstritten, ob Großbritannien den Zugang zum EU-Binnenmarkt aufgeben sollte, um die Arbeitnehmerfreizügigkeit einschränken zu können. Das Thema EU-Immigration spielte eine bestimmende Rolle während des Wahlkampfes zum Referendum über einen EU-Austritt. Den EU-Kollegen Mays, denen an möglichst engen Beziehungen mit Großbritannien gelegen ist, dürfte das Sorgen bereiten.

Auch die Beziehungen zu Gastgeber China sind derzeit nicht ungetrübt. Erst kürzlich hatte May überraschend den geplanten Bau eines neuen Atomkraftwerks unter chinesischer Beteiligung gestoppt. Der 21 Milliarden Euro schwere Deal für den Reaktor Hinkley Point C liegt nun erst einmal auf Eis. Es habe Bedenken gegeben, sensible Bereiche wie die Energieversorgung des Landes in chinesische Hände zu geben, berichtete Medien unter Berufung auf Vertraute Mays.

China reagierte erbost. Pekings Botschafter warnte in einem Gastbeitrag in der «Financial Times» davor, die Beziehung zwischen den beiden Ländern befänden sich an «einem Scheideweg». Zwar versuchte May die Wogen mit einem Brief an Chinas Führung zu glätten, doch die Stimmung beim G20-Gipfel dürfte trotzdem eisig werden.

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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