Es liegt was in der Luft
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Es liegt was in der Luft

Eine neue Friedensbewegung gegen neue Bedrohungen

Während die Weltlage so chaotisch ist wie lange nicht, arbeiten die Militärmächte an der Perfektionierung des Krieges. Doch engagierte Aktivisten antworten auf die neuen Bedrohungen mit hartnäckigem Widerstand. In unserer neuen Ausgabe 2.17 berichten wir über die erschreckende Realität – und machen trotzdem Mut.

Wachen Sie dieser Tage morgens oft mit dem mulmigen Gefühl auf, dass die Welt aus den Fugen gerät und der Frieden, an den wir uns so sehr gewöhnt haben, vielleicht doch nicht mehr so sicher ist? Vielleicht haben auch Sie den Roman „1984“ von George Orwell aus dem Bücherregal gekramt. Seit der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten sind die Verkaufszahlen des Endzeit-Klassikers in die Höhe geschnellt.

Orwell skizzierte in dem Buch das Bild eines totalitären Überwachungsstaates – und das Muskelspiel dreier Supermächte, die dem Credo „Krieg für Frieden“ folgen. Wie aktuell diese 1948 veröffentlichte Dystopie ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklung neuer Waffen. Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit rüsten die großen Militärmächte, allen voran die USA, mit Maschinen auf, die eigenständig Ziele auswählen und angreifen, auch Menschen. In der neuen Ausgabe des „Greenpeace Magazins“ beschreibt die Autorin Sarah A. Topol, welche furchterregenden Fähigkeiten diese Killerroboter haben – und was passieren könnte, wenn sie in falsche Hände geraten.

Noch bedrohlicher wirkt ein zweite aktuelle Entwicklung: Die Renaissance der Atomwaffen – und die Gleichgültigkeit, mit der wir die latente Bedrohung eines Atomschlages hinnehmen. Oder wie unser Reporter Dirk Gieselmann schreibt: „Die Generation der Zwanzig- bis Dreißigjährigen ist in Friedenszeiten groß geworden und hält den drohenden Atomkrieg für ein dunkles Kapitel der Geschichte. Als wäre ein Komet, der einmal Kurs auf die Erde nahm, wieder in den Weiten des Alls verschwunden.“

Doch wir wären nicht das „Greenpeace Magazin“, würden wir nicht über das berichten, was Hoffnung macht: Eine neue Friedensbewegung, die sich gegen diese neuen Bedrohungen stemmt. Hoffnung macht, dass die Vereinten Nationen an einem Verbot autonomer Waffensysteme wie auch von Atomwaffen arbeiten. Und Hoffnung macht, dass Menschen mit bewundernswerter Zähigkeit diesen Prozess vorantreiben. „Es liegt was in der Luft“, glauben wir, und setzen in unserer Ausgabe auf die positiven Kräfte der Zivilgesellschaft.

So zeigt auch unsere Geschichte über den Stromriesen EnBW, dass Wandel möglich ist – selbst wenn dieser zunächst unmöglich erscheint. EnBW galt lange als unverbesserlicher Gegner für die Anti-Atomkraftbewegung und als Koloss, so unbeweglich wie ein Betonklotz. Doch nun muss EnBW bis zum Jahr 2022 sein letztes Atomkraftwerk abschalten – und sich bis dahin neu erfinden. Ob das möglich ist, haben wir bei dem Konzern nachgefragt. Unsere Autoren Bastian Henrichs und Frauke Ladleif haben sich im Inneren des Unternehmens umgeschaut und Konzernchef Frank Mastiaux wie auch Mitarbeiter begleitet, die die (Energie-)Wende in die Tat umsetzen.

Außerdem in dieser Ausgabe: „Raupe, Liebe, Hoffnung“ – die Geschichte über einen Schmetterling, der die Herzen zweier Männer eroberte und damit zum Paten für die Rettung ganzer Biotope wurde. Was braucht man mehr als einen Garten, hat sich auch unser Autor Ulrich Grober gefragt. Auf seiner Spurensuche vom westfälischen Münster bis in den südbadischen Breisgau traf er Menschen, die ein Leben nach dem Wachstum führen. Ihre Lebensphilosophie: „Lust auf Weniger.“

Diese Lust und viele weitere spannende Geschichten finden Sie in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins 2.17. Das gedruckte Heft erhalten Sie ab sofort im Warenhaus, ab dem 17. Februar am Bahnhofskiosk und für 33,50 Euro im Abo. Sie können das Greenpeace Magazin auch auf dem Tablet und – ganz neu – auf dem Smartphone lesen. Dort stehen Ihnen zusätzliche Fotos, Videos und weiteres Bonusmaterial zur Verfügung – für iOS und Android. Viel Spaß beim Lesen, Schauen und Ausprobieren!

Diesen und viele
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Artikel finden Sie im Magazin 2.17