greenpeace magazin 3.02

Schmelzende Gletscher, steigende Fluten

Der Meeresspiegel wird durch die Erderwärmung womöglich stärker steigen als bisher angenommen.

Das prophezeite der Gletscherforscher Mark Meier von der University of Colorado in Boulder auf der jährlichen Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Die Klimaprognose des internationalen Expertenrates IPCC, warnt Meier, unterschätze den Einfluss des Schmelzwassers der großen Gletscher. Das Malaspina-Eisfeld in Alaska beispielsweise —größer als alle Gletscher der Alpen zusammen — verliere jährlich einen Meter an Dicke, sei aber in die Voraussage des IPCC nicht eingegangen. Während der Expertenrat von maximal 88 Zentimetern ausgeht, könnte der Meeresspiegel nach Meiers Berechnungen bis zum Jahr 2100 um über einen Meter steigen. In diesem Fall würde etwa ein Sechstel des dicht besiedelten Bangladesch überflutet, in dem 125 Millionen Menschen leben.





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