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greenpeace magazin 3.99
PanoramaGreenpeace in aller Welt Tokio, 29.3. Weltweite Proteste von Greenpeace und Amnesty International haben Erfolg: Drei in Tokio verhaftete Greenpeacer sind wieder frei. Zehn Tage lang saßen sie in Unter-suchungshaft. Ihr Vergehen: das Ausrollen eines 20 Meter langen Banners vor einem Messege-bäude. Sie appellierten damit an die Aussteller der Tokioter Spielwarenmesse, auf giftiges PVC in Kinderspielzeug zu verzichten. Gegen ihre Verhaftung demonstrierten Greenpeacer vor 21 japanischen Botschaften in Gefängniskleidung, Handschellen oder sogar — wie in Prag — hinter einem mitgebrachten Gitter.
Piratenfischer Mauritius, 17.3. Die Piratenfischer sind gestellt: Ihre 16-tägige Flucht über 3000 Seemeilen blieb erfolglos. Die Greenpeacer auf der „Arctic Sunrise“ verfolgten die „Salvora“ vom Südpolarmeer bis Mauritius — ein Dreh- und Angelpunkt für den Verkauf von illegal gefangenem Fisch. In dem unter belizischer Flagge fahrenden Trawler finden Hafenkontrolleure mehr als 170 Tonnen Schwarzen Seehecht. Greenpeace fordert ein Fangverbot für den vom Aussterben bedrohten Fisch und die Umsetzung der bereits 1996 beschlossenen UN-Konvention zum Schutz weit wandernder Fischarten.
Atomkraft Barsebäck, 25.3. 25 Greenpeacer entern das Gelände des schwedischen Atomkraftwerks Barsebäck. Sie fordern die sofortige Stillegung des störanfälligen Meilers. Vom Dach des Reaktors verkündet ein Banner: „Lukketid“ (Feierabend). Dieser schien längst gekommen: 1980 stimmte das schwedische Parlament nach einem Volksentscheid für den Atomausstieg bis zum Jahr 2010. Das alte Akw Barsebäck sollte bereits im vergangenen Jahr den Anfang machen. Nun droht wegen der Klage der Betreiberfirma „Sydkraft“ eine Verzögerung von weiteren zwei Jahren.
Gentechnik Cartagena, 17.2. „Rattenforelle“, „Maisskorpion“ und „Fischbeere“ tummeln sich im kolumbianischen Cartagena vor dem Tagungsgebäude der UN-Konferenz zu Umweltrisiken der Gentechnik. Greenpeacer haben sich in die Kostüme gezwängt, um für strenge Auflagen im Gentech-Handel zu demonstrieren. Nach zehn Tagen endet die Konferenz ergebnislos, da die USA lediglich bereit sind, Regelungen für den Saatguthandel zuzustimmen. Der Vermarktung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln wollen sie hingegen keine Grenzen setzen.
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