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schadstoffe14. Mai 2012
Spielzeug: Künftig wieder giftiger?Der EU-Grenzwert für gefährliche Stoffe in Kinderspielsachen soll erhöht werden. Zukünftig wäre damit wieder mehr Gift in Puppen und Co. zulässig. Die Bundesregierung reicht jetzt Klage gegen dieses Vorhaben ein – viel zu spät, monieren Kritiker.Die neue EU-Spielzeugrichtlinie erlaubt ab Juli 2013 höhere Belastungen durch Arsen, Blei und Quecksilber in Spielzeugartikeln. Damit wird der niedrigere, nur in Deutschland geltende Grenzwert ausgehebelt. Um das zu verhindern, hatte die Bundesregierung bei der EU-Kommission beantragt, für Deutschland nationale Grenzwerte festlegen zu dürfen. Dies hat die Kommission nun abgelehnt, woraufhin Deutschland Klage einreichte. Kritiker monieren jedoch, dieser Einsatz zur Beibehaltung der höheren nationalen Grenzwerte komme viel zu spät. „Das Agieren der Bundesregierung bei Schadstoff-Grenzwerten in Kinderspielzeug ist eine Chronik der bürokratischen Verschleppung“, kritisierte die Grünen-Verbraucherschutzexpertin Nicole Maisch im Bundestag. Die Klage gegen die EU-Kommission hätte früher kommen müssen. Maisch geht noch einen Schritt weiter und fordert generell niedrigere Grenzwerte für Gift in Kinderspielzeug. Wie schädlich aus Kinderspielzeug austretende Schadstoffe sind, ist schon länger bekannt. So steht Blei im Verdacht, die Entwicklung des Gehirns stark zu beeinträchtigen. Arsen gilt als krebserregend. Bei Import-Spielwaren ist das Risiko einer gesundheitsgefährdenden Belastung noch höher. So musste etwa der Spielzeughersteller Mattel 2007 Hunderttausende seiner in China gefertigten Artikel zurückrufen. Grund: Der Lack auf Barbie&Co. war zu stark mit Blei belastet. ZOE ASCHENBACH Lesen Sie auch „Giftige Puppen“ aus dem Greenpeace Magazin 6.07. Unsere aktuelle Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 28,50 Euro im Abo.
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