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meeressäuger18. Mai 2012
Die Qual der WaleAusgerechnet kurz vorm „Internationalen Tag des Ostseeschweinswals“ am Sonntag gibt es schlechte Nachrichten von seinen Artgenossen im Schwarzen Meer: An der Küste der Krim wurden rund 150 verendete Schweinswale und Delfine gefunden.Es ist das größte Massensterben der Kleinwale im Schwarzen Meer seit mehr als zehn Jahren: 150 tote Schweinswale und Delfine sind auf der Krim, der Halbinsel im Norden des Binnenmeeres, angespült worden. Offenbar starben die bedrohten Tiere an der Vergiftung durch eine bislang nicht identifizierte Substanz. Normalerweise sind die Meeressäuger, die sich oft in Küstennähe aufhalten, vor allem durch Fischernetze gefährdet: Als ungewollter „Beifang“ verheddern sie sich in den Netzen und ertrinken. Bei den jetzt gefundenen Kadavern fehlen aber die dafür typischen Verletzungen. Der unter Naturschutz stehende Schweinswal wird nur 1,80 Meter lang und ernährt sich bevorzugt von Heringen und Makrelen. Die Heringsbestände in der Ostsee sind jedoch überfischt, und damit ist auch die Lebensgrundlage der Schweinswale bedroht. Die Population der einzigen Walart in deutschen Gewässern ist in den letzten Jahrzehnten sehr stark geschrumpft. In der östlichen Ostsee gibt es nur noch wenige hundert Tiere, westlich von Rügen sind es noch einige tausend. Sportsegler sind aufgerufen, Sichtungen bei der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V. zu melden. Auch in anderen Teilen der Welt sind Wale in Gefahr: An diesem Morgen sind zwei Walfangschiffe aus Japan in Richtung Nordwestpazifik aufgebrochen. Ein drittes Schiff wird noch dazustoßen. Die Flotte hatte auf der vorangegangenen Fahrt in der Antarktis 266 Zwergwale und einen Finnwal getötet. Dabei wurden die Jäger immer wieder von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gestört. Auf dem neuen Beutezug sollen nun erneut 260 Meeressäuger erlegt werden. Japan umgeht seit Jahrzehnten das weltweite Walfangmoratorium mit der Begründung, die Tiere würden zu wissenschaftlichen Zwecken gefangen. Welchem Forschungszweck hunderte harpunierte Wale dienen, bleibt unklar: In anderen Ländern kommt die Walforschung auch ohne tote Tiere voran. Es ist bekannt, dass Walfleisch in Japan zu Höchstpreisen gehandelt wird. ESTHER WIDMANN Alles über Wale und Delfine sowie die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, erfahren Sie im Greenpeace Magazin 3.07. Schön und lehrreich zugleich ist unser Poster Wale und Delfine Europas. Andere Menschen können Sie mit einem Gruß auf einer Wal-Postkarte erfreuen. |
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