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elefanten 4. Juni 2012
Chinas Gier nach weißem GoldPreise und Nachfrage für Elfenbein in China sind rapide angestiegen, die Zahl geschmuggelter Stoßzähne war 2011 weit größer als in den Jahren zuvor. Das ist das Ergebnis einer Studie des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) zum illegalen Elfenbeinhandel in China.Die Wilderei von Elefanten in Afrika hat in den letzten Jahren stark zugenommen. 2011 wurden weltweit die Stoßzähne von mindestens 2629 Tieren beschlagnahmt. Allein in einem einzigen Nationalpark in Kamerun wurden in den ersten Monaten des Jahres 2012 mehr als 400 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet. Grund dafür ist die stetig wachsende Gier nach Elfenbein in China, wie eine neue Studie des IFAW zeigt. Die Tierschutzorganisation hat sowohl Läden als auch Internetangebote mit Elfenbein in China beobachtet und ausgewertet. Obwohl es in China seit 2004 ein Kontrollsystem für Elfenbeinobjekte gibt, hätten zwei von drei Händlern keine Lizenz, Identifizierungsdokumente für Objekte würden mehrfach verwendet. So könne einmal eingeschmuggeltes Material problemlos auf dem legalen Markt gehandelt werden. Nach Angaben der Tierschutzorganisation hat sich der Preis für Elfenbein in China seit 2006 verdreifacht. Der starke Yen gegenüber dem US-Dollar mache es rentabel, Elfenbein für Dollars einzukaufen und dann in Yen zu veräußern. Durch die hohen Preise werde der Schmuggel zudem noch lukrativer. Den Grund für den rapiden Anstieg von Preis und Nachfrage sieht der IFAW in der Freigabe von 108 Tonnen Elfenbein aus Beständen afrikanischer Staaten im Jahr 2008. Die Auktion war von der Convention on International Trade in Endangered Species of Fauna and Flora (CITES) erlaubt. Sie sollte die Nachfrage befriedigen und dadurch Wilderei und illegalen Handel eindämmen. Der gegenteilige Effekt sei jedoch eingetreten. Einige afrikanische Elefantenpopulationen hätten sich dramatisch verkleinert. Investoren und andere wohlhabende Chinesen wollten durch Besitz von „weißem Gold“ ihren Reichtum und Status zur Schau stellen. Als ein Zentrum des illegalen Handels in China nennt der Tierschutz-Fonds Beijing. Der IFAW fordert dringend strengere Kontrollen. Außerdem sollten die CITES-Teilnehmer die Entscheidung überprüfen, wiederholt Elfenbeinbestände legal auf den Markt zu bringen. ESTHER WIDMANN Mit der Jagd nach Elfenbein für China haben wir uns in Heft 6.11 beschäftigt, das Sie hier bestellen können. |
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