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umwelterziehung

27. Juli 2012

Aufatmen in Dresden

32 Grundschüler haben Grund zur Freude, denn sie dürfen nach den Sommerferien an die Freie Natur- und Umweltschule zurückkehren. Ursprünglich wollte die Sächsische Bildungsagentur die Schule schließen.

Vor einem Jahr hatte in Dresden die Freie Natur- und Umweltschule eröffnet, nun sollte sie schon wieder schließen. Das Konzept: Die Grundschüler sollen, so oft das Wetter es zulässt, mit ihren Lehrern in den benachbarten Wald gehen – Lesen, Schreiben und Rechnen im Freien lernen. Außerdem soll Umweltthemen verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Was dagegen spricht? Eigentlich nichts, doch die Sächsische Bildungsagentur, die Freie Schulen im Freistaat genehmigt, fand das Konzept nicht besonders genug und versagte der Grundschule deshalb ihre Zustimmung. Das Ganze ging vor das Verwaltungsgericht, das der Natur- und Umweltschule den Betrieb vorläufig erlaubte, doch in zweiter Instanz erhielt die Bildungsagentur vor dem Oberlandesgericht recht. Zum neuen Schuljahr sollten sich die angemeldeten 12 Erst- und 20 Zweitklässler eine neue Schule suchen.

Absurd, herrscht an den staatlichen Schulen in Dresden doch akute Platznot. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, müssen im nächsten Schuljahr bereits 30 von 164 ersten Klassen mit 28 statt 25 Kindern überbelegt werden. Deswegen demonstrierten Schüler und Eltern vor dem Stadtrat für die Rettung ihrer Schule und starteten eine Petition an das Kultusministerium. DGB und CDU luden alle Beteiligten zu einem Runden Tisch ein.

Und siehe da: Dank eines überarbeiteten Konzeptes soll die Natur- und Umweltschule nun doch im Herbst wieder öffnen dürfen. Weitere, unter anderem bauliche Auflagen der Bildungsagentur soll die Grundschule im Laufe des nächsten Schuljahres erfüllen.

SUSANNE TAPPE

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