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satire

17. Juni 2010

„BP verschüttet Kaffee“

Der Ölkonzern BP war einer der Pioniere des Greenwashings, schon 1999 ergänzte er seinen Namen mit dem Zusatz „beyond petroleum“, also „jenseits des Erdöls“. Während der Ölpest im Golf von Mexiko versucht BP nun mit allen Mitteln, die letzten Reste des sauberen Images zu retten. Doch ein millionenfach angeklickter Comedy-Spot entlarvt, wie hilflos der Konzern in Wahrheit ist.

Der künstlich erzeugte Imagewandel von BP hatte längst Schaden genommen, weil keine entsprechenden Taten folgten – die Ölpest ist nun der PR-GAU. Bei den Bemühungen von BP, seinen Ruf zu retten, ist das Internet ein entscheidender Schauplatz. Erst übertrug BP die „Operation Top Kill“ per Webcam live im Netz, dann kaufte sich der Konzern bei Google Suchbegriffe: Gibt man dort Wörter wie „Ölpest“ oder „Ölkatastrophe“ ein, erscheint an erster Stelle ein Link zu BP – wer ihn anklickt, sieht Männer beim Säubern eines seltsamerweise schon sauberen Strandes.

Spannender – und erfolgreicher – sind jedoch Internetseiten, die die Katastrophe und die hilflosen Bekämpfungsversuche in einem anderen Licht zeigen: Unter „If it was my home“ kann man das Ausmaß des Ölteppichs mit seiner eigenen Wohngegend vergleichen. Und millionenfach wurde in den letzten Tagen ein Spot der US-Comedy-Truppe „Upright Citizens Brigade Theatre“ angeklickt. Viel Spaß beim Anschauen!

 


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