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greenpeace magazin 1.06
21 Bieten Sie Schutz vor rechter Gewalt!
Wie? Greifen Sie ein, wenn Sie einen Angriff bemerken! Oder rufen Sie zumindest die Polizei und halten Sie sich für eine Zeugenaussage bereit! Bereits vorbeugend wirkt die „Aktion Noteingang": Ein Aufkleber kennzeichnet Orte, die bei einem Überfall Schutz bieten. Das hilft, auch wenn es nie zu einem Angriff kommt. Mögliche Opfer fühlen sich sicherer, potenzielle Täter werden abgeschreckt. Und der öffentliche Raum, den Neonazi-Cliquen gern okkupieren („National Befreite Zonen"), ist eindeutig als nicht-rechts markiert.
Seit 1990 sind in Deutschland mindestens 134 Menschen von Rechtsextremisten getötet worden, hunderte weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Auch wenn es mittlerweile keine Schlagzeilen mehr macht, werden praktisch jeden Tag Menschen überfallen: nicht nur Ausländer oder Migranten, sondern auch Obdachlose, Behinderte, Homosexuelle oder einfach nur Jugendliche, die nicht rechts sind – Menschen, die im Weltbild der Neonazis „Volksschädlinge“ sind. Die Idee zur „Aktion Noteingang“ hatten 1998 Jugendliche in Bernau (Brandenburg). Heute kleben die Zeichen in vielen Städten und Dörfern an Geschäften und Privathäusern, einige Verkehrsunternehmen haben Busse und Bahnen damit versehen. Im Jahr 2000 erhielten die Initiatoren den Aachener Friedenspreis.
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