greenpeace magazin 1.06

41 Ruhe sanft

 

Überlegen Sie einmal, wie Sie diese Welt verlassen möchten. Ob im hochglanzpolierten Eichensarg oder für exorbitante 11.000 Euro ins Weltall: Jede Beerdigung sagt auch etwas über unseren Lebensstil aus. Da können Sie mit einem unlackierten Sarg ohne Metallbeschläge, einem Spendenaufruf statt Grabschmuck oder der Beisetzung in einem Friedwald ein nachhaltiges Zeichen setzen.

 

 

Mit jedem lieben Menschen bringen wir auch Unmengen an Holz, Lack, Kupfer, Stahl und Kunststoff unter die Erde – Zigtausende Tonnen jährlich. Die Herkunft des Holzes ist oft unklar; ein Siegel für Särge aus nachhaltig genutzten Wäldern gibt es leider nicht. Bestatter bieten aber Särge aus unlackiertem Vollholz an, ohne Metall und überflüssige Dekoration. Mit der Feuerbestattung wählen viele eine umweltfreundlichere Variante. Wegen der Urnenpflicht kommt ums Krematorium auch nicht herum, wer unter knorrigen Eichen auf einem der elf deutschen Friedwälder die letzte Ruhe finden möchte.
Als „ grünes Statement“ vermachen immer mehr Menschen einen Teil ihres Vermögens einer Hilfs- oder Umweltorganisation – vor allem, wenn sie keine Kinder oder Enkel haben. Ist der Verein gemeinnützig, fällt die Erbschaftssteuer weg und der gesamte Betrag geht in den guten Zweck.

Trostwerk hilft bei Beerdigungen in "lebensfreundlicher Atmosphäre": www.trostwerk.de,  Tel. 040/43274411. Die Friedwald GmbH betreibt elf deutsche Friedwälder, www.friedwald.de, Tel. 06151/74780. Naturbestattungen in der Schweiz: www.naturbestattungen.de
Infoportal Erbrecht: www.erbrecht-ratgeber.de; Verbraucherzentrale Bundesverband, Infos zum Vererben: www.vzbv.de

 



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