greenpeace magazin 3.12

Editorial

Sehnsucht nach Neuem,


nach Transparenz und Wahrhaftigkeit sowie die Enttäuschung über die alten Parteien treibt junge Wähler in nach­gerade schwarmintelligenter Weise wieder an die Wahlurnen und zur Piratenpartei. Die rasanten Erfolge der Nachfahren Klaus Störtebekers im Saarland und in Berlin lassen hoffen, dass sich die anderen Parteien mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen besinnen und endlich wieder jenseits von Tricks und taktischen Spielereien den Sachfragen widmen, 
die in der Bundesrepublik nach Lösungen schreien.


Nehmen wir das Beispiel Energiewende: Unmittelbar nach 
der Katastrophe von Fukushima erweckten die Berliner Koalitions­parteien den Eindruck, als sei ihnen der Umbau ernst. Seitdem ist wenig passiert, im Gegenteil: Die zustän­digen Minister blockieren sich gegenseitig. Der Wirtschafts­minister und Chef der Drei-Prozent-Partei FDP, Philipp Rösler, geriert sich als Schutzpatron der Großkonzerne und Dauer-
Bremser. Und die Kanzlerin übt sich – wie immer, wenn 
es brennt – in sprachloser Zurückhaltung. Lesen Sie „Unter Strom“ von Andrea Hösch und Wolfgang Hassenstein.


In dieser Ausgabe gibt es zwei neue Rubriken: Unter dem Motto „Was ist drin“ wollen wir Ihnen zeigen, was wirklich 
in Produkten steckt. Wir beginnen mit Pfefferspray. Und unter dem Titel „Die tun was“ stellen wir 
Menschen vor, die dabei sind, Visionen für eine bessere 
Welt zu verwirklichen.


Die besten Tipps unserer bisherigen Rubrik „Tu was!“ gibt es bei uns als Bilderbuch für Erwachsene im Kleinen Warenhaus. Dort finden Sie neben Kleidung aus biologischem Anbau und aus fairem Handel jede Menge schöne und exklusive Geschenke. Auf unserer Internetseite www.greenpeace-magazin.de können Sie das gesamte Sortiment besichtigen und bequem einkaufen gehen.


Und vergessen Sie nicht: Verwandte, Freunde oder Kollegen, die das Greenpeace Magazin noch nicht kennen, freuen sich über ein Geschenk-Abo!


Ich wünsche Ihnen beim Stöbern und Lesen in dieser 
Ausgabe möglichst viele neue Erkenntnisse.


Mit freundlichen Grüßen
Jochen Schildt

Chefredakteur



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