Tickerarchiv

Tripolis (dpa) - Dreizehn Migranten sind in Libyen in einem Versandcontainer gestorben, in dem sie vier Tage lang eingesperrt waren. Unter den Toten seien auch ein 13 Jahre altes Mädchen und ein 14-jähriger Junge gewesen, berichtete die Internationale Vereinigung des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds (IFRC) am Donnerstag.

Insgesamt seien 69 Menschen in dem Metall-Container gefangen gewesen, bevor Helfer in der Westlibyschen Stadt Al-Choms am Mittwoch eingeschaltet worden seien. Einige der 56 Überlebenden seien ernsthaft verletzt gewesen.

Münster (dpa) - Er liegt auf einem Baumstamm und beobachtet ganz in Ruhe seine Umwelt. Dabei schaut Tiger Rasputin jedoch nicht mehr in den Zoo von Münster, sondern ins Naturkundemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Präparatoren haben das Tier nach seinem Tod lebensecht aufbereitet, damit die Öffentlichkeit ihn im Museum bestaunen kann. Am Donnerstag stellten die Experten ihre Arbeit in Münster vor.

Das Leben von Rasputin verlief längst nicht so friedlich, wie seine entspannte Pose auf den ersten Blick vermuten lässt. Im September 2013 hatte er seinen Pfleger ins Genick gebissen, nachdem dieser vergessen hatte, die Luke einer Schleuse zum Käfig zu schließen. Der Mann starb. Anfang vergangenen Jahres musste das Tier dann eingeschläfert werden, da es unter einem bösartigen Tumor litt.

Auch die im Ausland lebenden Türken dürfen über das Präsidialsystem abstimmen. Kommt Erdogan zum Wahlkampf nach Deutschland? Das ist noch nicht sicher. Doch der Widerstand formiert sich schon.

Berlin/Köln (dpa) - In Deutschland wächst der Widerstand gegen einen möglichen Wahlkampfauftritt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir und Nordrhein-Westfalens Landesregierung fordern, eine solche Veranstaltung zu untersagen. Die Bundesregierung müsse Erdogan «deutlich machen, dass er vor dem Referendum hier nicht erwünscht ist», sagte Özdemir am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Türken entscheiden am 16. April in einem Referendum über das Präsidialsystem, das Erdogan deutlich mehr Macht verleihen würde. Abstimmen dürfen auch die rund 1,4 Millionen Türken, die in Deutschland leben.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) forderte im «Kölner Stadt-Anzeiger»: «Es ist Aufgabe des Bundes, dafür zu sorgen, dass solche Auftritte weder in NRW noch irgendwo anders in Deutschland stattfinden.» Aus dem Bundesinnenministerium hieß es zu derartigen Forderungen allerdings nur, grundsätzlich seien die jeweiligen Bundesländer für die Anwendung des Versammlungsrechts zuständig.

Die «Bild»-Zeitung hatte unter Berufung auf einen Diplomaten aus Ankara berichtet, Erdogan wolle im März nach Nordrhein-Westfalen kommen, um vor dem Referendum in der Türkei für das von ihm angestrebte Präsidialsystem zu werben. Eine offizielle Bestätigung für die Reise gibt es allerdings nicht. Berlin will sich deshalb auch nicht zu den Möglichkeiten äußern, wie ein solcher Auftritt eventuell zu verhindern wäre.

Doch auch in den Reihen der Bundesregierung regt sich Widerstand. Die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) sagte den Dortmunder «Ruhr Nachrichten»: «Solche Auftritte vergiften die Atmosphäre bei uns und schaden unserem friedlichen Zusammenleben.»

Belastet wird das deutsch-türkische Verhältnis derzeit auch durch Spitzelvorwürfe an die Adresse Ankaras. So sollen nach Deutschland entsandte Imame als Spitzelnetz benutzt worden sein, um Anhänger der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen auszuspähen, den Erdogan für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich macht. Nach Erkenntnissen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sollen türkische Konsulate zudem türkischstämmige Lehrer und Eltern angestiftet haben, kritische Lehrer zu melden.

Erdogan absolvierte bereits 2008 und 2014 Wahlkampfauftritte vor Tausenden Anhängern in Köln. Ob der türkische Präsident in den kommenden Wochen tatsächlich wieder nach Nordrhein-Westfalen kommt, ist weiter unklar. In den großen Arenen in Oberhausen und Gelsenkirchen gibt es bislang offenbar keine Buchungsanfragen. Auch bei der Wahlkoordinierungsstelle der türkischen Regierungspartei AKP im Ausland ist von einem Erdogan-Auftritt offiziell «nichts bekannt».

In Ecuador kommt zur Stichwahl um die Präsidentschaft. Diese wird auch ein Votum über die Fortsetzung der «Bürgerrevolution» des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden Rekord-Präsidenten Rafael Correa.

Quito (dpa) - Der Nachfolger des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa wird in einer Stichwahl ermittelt. Nach Auszählung aller Stimmen kommt der linke Regierungskandidat Lenín Moreno auf 39,3 Prozent der Stimmen. Auf den konservativen Gegenkandidaten Guillermo Lasso entfielen 28,1 Prozent.

Die zweite Runde zwischen Moreno und und Lasso wird am 2. April stattfinden. Moreno, unter Correa bis 2013 Vizepräsident, verpasste nur sehr knapp den Sieg schon in der ersten Runde. Mit 40 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten auf den Zweitplatzierten wäre er direkt in den Präsidentenpalast eingezogen.

Correa hat Ecuador zehn Jahre regiert. Er setzt auf einen Wahlsieg Morenos, damit seine sogenannte Bürgerrevolution fortgesetzt wird.

Moreno (63) will Correas linke Politik fortsetzen und die Sozialprogramme für arme Bevölkerungsschichten weiter ausbauen. Seit er 1998 Opfer eines Raubüberfalls wurde, sitzt Moreno im Rollstuhl; er setzt sich weltweit für die Rechte Behinderter ein. Zudem ist er fleißiger Buchschreiber - über den Humor. Eine Auswahl: «Theorie und Praxis des Humors», «Die besten Witze», «Humor der Berühmten».

Lasso (61) strebt einen Politikwechsel an und will das Asyl für den Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden. Er ist Eigentümer einer der größten Banken, der Banco Guayaquil, und Gründer der Partei Creando Oportunidades («Möglichkeiten schaffen»). Lasso will Steuererleichterungen, eine Million neuer Arbeitsplätze schaffen und das wegen des gesunkenen Ölpreises in die Rezession abgerutschte Land attraktiver für Investoren machen.

Bei der Umsetzung von Investitions- und Reformprogrammen wird auch der nächste Präsident in hohem Maße von der Entwicklung des Ölpreises abhängig sein. Dank lange sprudelnder Einnahmen wurden in Correas Amtszeit neue Straßen, Kraftwerke und Krankenhäuser gebaut. Die Armutsquote sank deutlich; Bildungsmöglichkeiten gerade für untere Einkommensschichten wurden verbessert. Für Kritik sorgten die Umweltzerstörungen durch die Ölförderung im Amazonasgebiet. Als der Ölpreis fiel, gerieten die Programme unter Druck, es zeigte sich das Risiko der Ölabhängigkeit. Mehrere Steuern mussten erhöht werden.

Wie halten wir es mit Abschiebungen nach Afghanistan? Für die Grünen entwickelt sich die Frage im Bundestagswahlkampf zum Problem. Denn eine einheitliche Linie gibt es nicht.

Stuttgart (dpa) - Der Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kommt auf den letzten Drücker: Kurz vor der Sammelabschiebung am Mittwochabend nach Afghanistan entscheiden die Richter in Mannheim, dass ein Mann mit türkischer und afghanischer Staatsangehörigkeit zunächst nicht nach Kabul zurückgebracht werden darf. Die Auswirkung der Abschiebung auf seine zwei minderjährigen Kinder in Deutschland - darunter laut Gericht ein schwerbehinderter 14-Jähriger - sei nicht ausreichend geprüft worden.

In der bundesweit einzigen grün-schwarzen Koalition auf Landesebene führt das zu Verwerfungen. Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Uli Sckerl hält Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) «katastrophale Pannen» bei der Auswahl abgelehnter Asylbewerber für die Abschiebung vor. Denn vereinbart haben Grüne und CDU eigentlich, dass vorrangig Straftäter und alleinlebende Männer auf die Liste gesetzt werden können. Von den 18 Männern, die nun nach Kabul abgeschoben wurden, kamen 4 aus dem Südwesten.

Schleswig-Holstein und andere rot-grün regierte Bundesländer beteiligen sich derzeit nicht an Abschiebungen nach Afghanistan. Die Grünen-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, lobt dies ausdrücklich. Viele Grünen-Mitglieder sind in der Flüchtlingsarbeit engagiert - das Thema gehört quasi zur DNA der Partei. Auch in der Grünen-Landtagsfraktion in Stuttgart hat es Forderungen gegeben, die Abschiebung von Afghanen auszusetzen. Dann hat sich die Fraktion entschieden, die Linie von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu unterstützen, der die Bundesregierung auffordert, die Sicherheitslage in dem Land neu zu bewerten.

Die Bundesländer können Abschiebungen aussetzen, aber nicht auf Dauer. Für Kretschmann ist das kein Thema. Er sagt, dass ein Bundesland einen Spielraum bei der Auswahl der abzuschiebenden Menschen habe - nicht beim Zielland, denn das sei Sache des Bundes. Doch diese Erklärung ist für viele Menschen an der Grünen-Basis nicht nachzuvollziehen. Es bleibt eine Diskrepanz zwischen dem, was Regierungs-Grüne etwa im Südwesten zusammen mit der CDU machen, und dem, was viele Mitglieder eigentlich für geboten halten. Grünen-Spitzenleute räumen ein, dass sich das auf Dauer zum Problem entwickelt. Da müsse es eine Lösung geben.

Offensichtliche Pannen wie bei dem eigentlich zur Abschiebung vorgesehenen Familienvater nähren den Verdacht der Gegner, dass es mit den versprochenen sorgfältigen Einzelfallprüfungen nicht weit her ist. Über alledem bleibt das Bild, dass bei dem Thema bei den Grünen quer durch Deutschland ein großes Durcheinander herrscht.

Der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider erinnert daran, dass sich die Regierungs-Grünen in Baden-Württemberg bei der inneren Sicherheit insgesamt pragmatischer verhalten als ihre Kollegen im Bund. Ansonsten könnte ihnen im Bundestagswahlkampf leicht vorgeworfen werden, mit schuld an den Sicherheitsproblemen in Deutschland zu sein. «Aber ein Problem ist, dass es eine Riesenkluft gibt zwischen dem Verhalten der Grünen auf Bundesebene, die stärker ideologisch geprägt sind, und dem Verhalten von Grünen in den Ländern.» Im Bundestagswahlkampf könne das schwierig werden. «Die politischen Gegner könnten darauf verweisen, dass die Grünen bei dem Thema nicht einheitlich agieren und nicht wissen, wohin sie wollen.»

Der islamistische Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember mit zwölf Toten habe die gesamte politische Agenda verschoben - Sicherheitsthemen werden nach Brettschneiders Einschätzung den Bundestagswahlkampf dominieren. Die innere Sicherheit samt Abschiebungen sei zwar kein Thema, bei dem die Grünen viele Wählerstimmen hinzugewinnen könnten. «Aber sie müssen verhindern, dass es ein Thema wird, wegen dem sie verlieren.»

Verden (dpa) - Bei einer Miss-Wahl unter Kühen haben sich 170 langbeinige Schönheiten im niedersächsischen Verden von ihrer besten Seite gezeigt. Zugelassen waren Milchkühe der Holstein-Rasse, ob Schwarz- oder Rot-Bunt, aus Niedersachsen und Sachsen. Alle waren zuvor herausgeputzt worden. Die Entscheidung bei der 44. «Schau der Besten» sollte am späten Nachmittag fallen.

Veranstalter ist die Zuchtorganisation Masterrind. Das Amt des Preisrichters übernahm dieses Jahr der Schweizer Roger Frossard. «Eine Super-Kuh! Sie ist überall schön!» - so und ähnlich begeisterte sich der 36-Jährige ein ums andere Mal, als die topgestylten Wiederkäuer in die Arena einliefen. Mehr als 1500 Zuschauer verfolgten das Spektakel.

Berlin (dpa) - «Alternative Fakten», Einreisesperren und Klimawandel-Leugner: Im Kampf gegen wissenschaftsfeindliche Entwicklungen wollen Berliner Forscher auf die Straße gehen. Ein Ableger der international angekündigten Wissenschaftsmärsche zum «Welttag der Erde» am 22. April ist auch in der Hauptstadt geplant, wie die Initiatoren am Donnerstag mitteilten. Ziel sei es, für den Wert von Wissenschaft und Forschung als Grundlage der demokratischen Gesellschaft einzutreten und «rückschrittliche und populistische Sichtweisen» zurückzuweisen. «Anti-Trump ist uns zu kurzsichtig», hieß es weiter.

Zunächst hatten Wissenschaftler in Washington zu einem «March for Science» aufgerufen, um ihre Arbeit zu verteidigen. Inzwischen sind rund 280 Ableger gelistet, darunter in neun deutschen Städten.

Vor zwei Monaten sah die AfD ihr Wählerpotenzial bei 20 Prozent. Davon ist sie im Moment weit entfernt. Die Meinungsforscher fragen sich, worauf der Sinkflug in den Umfragen zurückzuführen ist. Und auch bei der AfD sucht man Schuldige.

Berlin (dpa) - Die Umfragewerte der AfD sind sieben Monate vor der Bundestagswahl im Keller. Das Gleiche lässt sich über die Stimmung in der Partei sagen.

Im vergangenen Dezember gaben 15 Prozent der Deutschen an, bei der nächsten Bundestagswahl die AfD zu wählen. Aktuell sehen die Meinungsforscher die Zustimmung für die Partei von Frauke Petry und Jörg Meuthen bei 8 bis 11 Prozent. Das ist für eine so neue Partei wie die AfD zwar immer noch ganz ordentlich. Doch Listenplätze, die im Dezember noch als sicheres Ticket in den Bundestag galten, sehen in diesem Licht plötzlich gar nicht mehr so attraktiv aus. Dadurch wird das Gerangel um die Spitzenplätze in den Landesverbänden aggressiver.

Dass der Senkrechtstart von SPD-Spitzenmann Martin Schulz der AfD dieses aktuelle Umfragetief beschert haben könnte, glauben in der Partei nur wenige. «Das spielt eine untergeordnete Rolle», wiegelt Parteichef Meuthen ab. Er hält die Schulz-Begeisterung ohnehin für eine Eintagsfliege und setzt darauf, dass der neue Star der SPD «schnell entzaubert» werden wird. Die derzeit hohen Zustimmungswerte für Schulz, sieht er vor allem darin begründet, «dass die Leute von Angela Merkel als Bundeskanzlerin die Nase voll haben».

Fragt man andere AfD-ler nach dem Grund für die aktuelle Misere, hört man einen Namen noch häufiger als den von Schulz: Björn Höcke. Wobei es auch hier zwei Lager gibt: Die einen sagen, der Thüringer Landes- und Fraktionsvorsitzende Höcke habe der Partei durch seine umstrittene Dresdner Rede über das deutsche Geschichtsverständnis massiv geschadet. Die anderen sehen eher die Zerstrittenheit der Partei im Umgang mit Höcke als Kernproblem.

Dirk Driesang gehört der ersten Gruppe an. Der Opernsänger, der dem Bundesvorstand als Beisitzer angehört, sagt: «Ich bin sicher, dass dies auf die Rede von Höcke zurückzuführen ist.» Er hat in den letzten Tagen von einigen Parteikollegen Kritik am konfrontativen Kurs des Vorstandes in der Causa Höcke einstecken müssen. Dennoch ist er immer noch überzeugt, dass die Parteiführung mit der Entscheidung zum Parteiausschluss «ein richtiges Signal gesetzt» hat.

Driesang weiß Parteichefin Frauke Petry und die baden-württembergische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, auf seiner Seite. Petry hält Höckes Idee von der AfD als «Bewegungspartei» für falsch. In einem Mitgliederrundbrief, den sie zehn Tage nach Höckes Rede im Namen des Vorstandes verschickte, schrieb Petry: «Dieser Weg würde die AfD als Partei nicht nur unglaubwürdig machen, sondern mittelfristig auch ihrer demokratischen Legitimation berauben.»

Die Höcke-Gegner schätzen, dass dessen rechtsnationaler Parteiflügel etwa 15 Prozent der AfD-Mitglieder hinter sich versammelt. Höckes Unterstützer sehen das anders, sie sehen den «Flügel» eher im Bereich von 30 Prozent.

Theoretisch würde sich noch eine ganz andere Begründung für den Sinkflug der AfD finden lassen: Dass die von ihr so heftig kritisierte Bundesregierung ihren Job heute in der Wahrnehmung der Wähler besser macht als im vergangenen Jahr. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» vermutet: «Dass die AfD schrumpft, dürfte auch mit der schleichenden Wende in der Flüchtlingspolitik in Verbindung stehen.» Die liberale «Fassade der Willkommenskultur» stehe zwar noch. Im Vordergrund stehe inzwischen aber nicht mehr die Aufnahme, sondern die Abwehr.

Forsa-Chef Manfred Güllner glaubt, dass Donald Trump, dessen Wahl zum US-Präsidenten die AfD bejubelt hat, der Partei schadet. Zu einer Umfrage für «Stern» und «RTL» sagte er am Mittwoch: «Die chaotische Amtsführung von US-Präsident Donald Trump, den man zunächst noch feierte, beunruhigt jetzt eher angesichts der Krisenherde in aller Welt.»

Und wie geht es jetzt weiter? Am vergangenen Freitag diskutierte der Bundesvorstand noch einmal über Höckes Zukunft. Stundenlang und ohne konkretes Ergebnis, wie aus Teilnehmerkreisen zu hören ist. Sollte das Thüringer Landesschiedsgericht Höckes Rauswurf kippen, dürfte der Fall vor dem AfD-Bundesschiedsgericht landen. Dort hat Höcke Unterstützer.

Einer von ihnen ist Thomas Seitz aus Baden-Württemberg. Er hatte nach Höckes Dresdner Rede sein Titelbild auf Facebook aktualisiert. Dort stand danach der Slogan des «Flügels»: «Wir stehen zu Björn Höcke!» Seitz steht auf der baden-württembergischen Kandidatenliste für die Bundestagswahl auf Platz fünf. Sollte es noch weiter bergab gehen, dann müsste vielleicht auch er um seinen Platz im Bundestag bangen.

Berlin (dpa) - Kein Bier unter 16, kein Schnaps unter 18: Zum Karneval fordert die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) die Behörden zu scharfen Kontrollen beim Verkauf von Alkohol auf. Sie sollten Supermärkte, Kioske und Kneipen stärker im Blick behalten, sagte Mortler der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag). «Länder und Kommunen sollten während der Karnevalszeit ihre Verantwortung ernst nehmen und die Einhaltung des Jugendschutzes beim Verkauf von Alkohol scharf kontrollieren», so die CSU-Politikerin. Bei Bier, Wein oder Sekt ist die Abgabe an Jugendliche ab 16 Jahren erlaubt. Die Abgabe von Branntweinen und branntweinhaltigen Getränken sowie das Schnapstrinken in der Öffentlichkeit sind erst ab 18 Jahren erlaubt.

Mehr als sieben Monate mussten Flüchtlinge im vergangenen Jahr im Schnitt auf die Entscheidung warten, ob sie hier bleiben dürfen oder nicht. Damit sind die Verfahrensdauern erneut gestiegen. Unbegleitete Kinder mussten sich sogar noch länger gedulden.

Berlin/Nürnberg (dpa) - Die Asylverfahren in Deutschland dauern im Schnitt wieder länger. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) brauchte im vergangenen Jahr für die Bearbeitung eines Antrags durchschnittlich 7,1 Monate. Im Jahr zuvor waren es nur 5,2 Monate. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) darüber berichtet.

Im vierten Quartal 2016 lag die durchschnittliche Bearbeitungszeit sogar bei 8,1 Monaten. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, sagte, viele Schutzsuchende würden sogar jahrelang im Unklaren gelassen und zur Untätigkeit gezwungen. Denn im Schnitt müssten die Menschen auch noch ein halbes Jahr warten, bis sie überhaupt ihren Asylantrag stellen können. «Das ist für die Betroffenen völlig unzumutbar und für die Aufgabe ihrer Integration eine Riesenbürde.» Ende 2016 waren laut der Statistik mehr als 113 000 Asylverfahren seit mehr als einem Jahr anhängig. Knapp 35 000 Geflüchtete warteten seit mehr als zwei Jahren auf eine Entscheidung.

Das Ministerium begründet den Anstieg der Bearbeitungsdauer damit, dass inzwischen vermehrt komplexe Altfälle abgearbeitet würden. Anträge, die in den vergangenen sechs Monaten gestellt wurden, würden im Schnitt in 2,1 Monaten entschieden.

Überdurchschnittlich lange mussten im vergangenen Jahr Menschen aus Somalia (17,3 Monate) auf ihren Asylbescheid warten. Bei Türken waren es 16,3 Monate, bei Russen 15,6 Monate und bei Menschen aus Pakistan 15,5 Monate. Syrer bekamen ihren Bescheid im Schnitt nach 3,8 Monaten. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mussten 2016 im Schnitt 8,3 Monate auf eine Entscheidung warten.

Im vergangenen Jahr kamen 36 000 Kinder und Jugendliche ohne ihre Eltern nach Deutschland. 8486 minderjährige Flüchtlinge wurden an den Grenzen aufgegriffen. 649 von ihnen wurden von der Bundespolizei zurückgewiesen oder zurückgeschoben - vor allem an der Grenze zu Österreich. Vor allem junge Menschen aus Afghanistan (278) durften nicht nach Deutschland einreisen. Jelpke kritisierte diese Praxis als «unverantwortlich und rechtswidrig».

Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, waren im November 2016 fast 132 000 Asylverfahren bei den Gerichten anhängig - mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Rund 490 000 Dokumente von Asylsuchenden wurden 2016 überprüft. Davon hätten sich knapp 13 000 (2,6 Prozent) als ge- oder verfälscht erwiesen. Manche Flüchtlinge seien für ihre Flucht jedoch auf gefälschte Reisedokumente angewiesen. «Öffentliche Debatten über verbreitete Täuschungen haben somit keinerlei empirische Grundlage», hieß es von der Linksfraktion.

Aufgrund einer Stichtagsregelung wurden 2016 noch immer knapp 143 000 Asylentscheidungen im schriftlichen Verfahren entschieden - die meisten davon also ohne persönliche Anhörung. 2015 waren es 106 000.

Ende Januar stapelten sich beim BAMF noch knapp 385 000 nicht entschiedene Verfahren. Behörden-Chefin Jutta Cordt hat angekündigt, dass der Berg bis Ende des Frühjahrs abgearbeitet sein soll.

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will Litauen im Streit um den Bau eines Atomkraftwerks in Weißrussland zur Seite stehen. «Wir von deutscher Seite werden uns dafür einsetzen, dass hier auch die technischen Standards natürlich möglichst hoch sind», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag bei einem Treffen mit Litauens Regierungschef Saulius Skvernelis in Berlin. «Denn egal ob man in der direkten Nachbarschaft ist oder weiter weg wohnt - wir wissen seit Tschernobyl natürlich, dass die Sicherheit von Kernkraftwerken von entscheidender Bedeutung ist.»

Die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik Weißrussland baut nahe der Grenze zu Litauen trotz massiver Vorbehalte des EU-Staates mit russischer Hilfe zwei Reaktoren. Die Anlage liegt rund 50 Kilometer von der litauischen Hauptstadt Vilnius entfernt. Litauischen Angaben zufolge kam es bei den Bauarbeiten wiederholt zu Zwischenfällen. In Folge des Unglücks in dem ukrainischen Kraftwerk Tschernobyl 1986 kamen Tausende Menschen ums Leben.

Skvernelis sagte, das sei kein Problem Litauens, sondern der ganzen Region. «Für Litauen ist das eine Überlebensfrage», sagte er. Merkel warb dafür, dass sich internationale Inspektoren den Bau anschauen könnten. «Wir werden auch mit Russland immer wieder darüber sprechen, wie wichtig das für uns alle ist.» Auch wenn man unterschiedlicher Meinung sei, müssten solche Themen angesprochen werden.

Gerichte aus dem Nahen Osten, wie Schawarma und Falafel, sind auch in Deutschland beliebt. Die österreichische TV-Köchin Sarah Wiener lässt sich in Tel Aviv inspirieren.

Tel Aviv (dpa) - Die Kichererbsen-Paste Hummus mit Tomatensoße, kandierte und frittierte Pekannüsse und türkisches Halva - die österreichische Fernsehköchin Sarah Wiener erkundet derzeit die regionale Küche in Israel. Viele Menschen kämen ja ins Heilige Land aus religiösen Gründen, sagte Wiener am Donnerstag in Tel Aviv. «Ich nähere mich auf kulinarische Art und Weise.»

Die 54-Jährige besuchte am Donnerstag gemeinsam mit dem deutsch-israelischen TV-Koch Tom Franz den Karmel-Markt in Tel Aviv. Die Verwendung der Gewürze in der israelischen Küche hält Wiener für eines der spannendsten Themen. «Man ruft ja in seinem Gedächtnis die verschiedenen Geschmacksnuancen ab, wie in einer Bibliothek, wo du so in Büchern blätterst», sagt Wiener, die in Berlin lebt. «Wenn du jetzt eine neue Gewürzmischung probierst, dann ist das wie ein Buch, das du noch nicht gelesen hast oder wie ein Blatt, dass du deiner Bibliothek zufügst.»

So habe sie beispielsweise das Gewürz Ysop bisher zwar schon in Salaten verwendet. Ihr selbst sei es aber zu bitter. Nun habe sie es in getrockneter Form in einer Gewürzmischung mit Sesam entdeckt. So könne sie es sich mit Olivenöl und Nudeln vorstellen.

Traditionelle Gerichte in Israel sind unter anderem die Kichererbsen-Paste Hummus, das Fleischgericht Schawarma, Falafel und Schakschuka, pochierte Eier in einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln. Als Trend in den vergangenen Jahren hat sich die vegane Küche entwickelt.

«Wir sind, glaube ich, immer noch im vegan-Trend», sagt Tom Franz. Israel bezeichnet sich selbst als das Land mit der höchsten Veganerquote weltweit. Das Außenministerium schreibt auf seiner Internetseite von rund 300 000 Veganern. Aktuell leben in Israel rund 8,6 Millionen Menschen.

Franz, 43, stammt aus Köln. Der zum Judentum konvertierte Jurist hat 2013 bei der in Israel beliebten Koch-Show «Masterchef» gewonnen. Der mit einer Israelin verheiratete Franz achtet bei seinen Rezepten strikt darauf, die jüdischen Speisegesetze einzuhalten. So mischt er zum Beispiel keine Milchprodukte mit Fleisch.

Das Entscheidende für die israelische Küche sind laut dem Essensexperten Avichai Zabari die zahlreichen Einflüsse aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, die sich in Israel mischen. «Israel ist so ein junges Land, wo mehr als 150 Völker zusammengekommen sind», sagt der Anbieter von kulinarischen Touren. «Dazu kommt die Tatsache, dass die palästinensische Küche schon Jahre hier gewesen ist, bevor wir gekommen sind.»

Typisch sei, in ein Pita-Brot aus der Region unter anderem ein Schnitzel zu packen, dazu Sesam aus Äthiopien, Krautsalat aus Osteuropa und Pommes aus Belgien. «Das ist die einfachste Sache, die man in ganz Israel bekommen kann», sagt Zabari. «Ein bekannter Koch hat mal erklärt: Wenn man sich durch all diese Lagen isst, dann hat man Israel in einem Happen.»

Halle (dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will höhere Investitionen in Ausbildung und Pflege. Dafür sollen nach seinen Vorstellungen beim Staat aufgelaufene Haushaltsüberschüsse verwendet werden, wie er am Donnerstag bei einem Besuch im Universitätsklinikum Halle sagte. Für Schulz war dies nach seiner Nominierung als neuer SPD-Chef und Kanzlerkandidat der erste Auftritt in Sachsen-Anhalt. Bei den Landtagswahlen 2016 war die SPD dort nur noch knapp über zehn Prozent gekommen.

«Gut ausgebildete Männer und Frauen sind die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes», sagte Schulz. Er wolle sich deshalb auch für Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Universität einsetzen.

Für Irritation sorgte kurz ein Störer, der die SPD unter anderem als «Arbeiterverräter» beschimpfte. Er wurde von Sicherheitsleuten weggeführt. Die Polizei erteilte ihm einen Platzverweis. Inzwischen ermittele der Staatsschutz gegen den 46-Jährigen wegen des Verdachts der Beleidigung, teilte die Polizei mit.

Berlin (dpa) - Der Fund von sieben erdähnlichen Planeten bei dem Roten Zwergstern Trappist-1 schürt die Hoffnung auf eine Entdeckung von außerirdischem Leben. Soweit ist es allerdings noch lange nicht.

Was haben die Forscher entdeckt?

Das Team um den Belgier Michaël Gillon von der Universität Liège hat mit einer akribischen Suche die Signale von insgesamt sieben ungefähr erdgroßen Planeten bei einem Roten Zwergstern in der kosmischen Nachbarschaft unseres Sonnensystems aufgespürt. Es ist nicht das erste entdeckte System mit sieben um einen Stern kreisenden Planeten, aber das Sonnensystem mit den meisten Gesteinsplaneten, das wir bislang kennen. Alle sieben Planeten könnten nach Meinung der Forscher in irgendeiner Form flüssiges Wasser besitzen, drei liegen in der sogenannten bewohnbaren Zone des Zwergsterns.

Was ist die bewohnbare Zone?

Als bewohnbare Zone bezeichnen Astronomen jenen Bereich um einen Stern, in dem die Temperaturen die dauerhafte, großräumige Existenz von flüssigem Wasser erlauben. Dabei wird in der Regel der Treibhauseffekt einer potenziellen Atmosphäre mit einbezogen. Ob die Planeten von Trappist-1 eine Atmosphäre haben, wissen ihre Entdecker allerdings noch nicht.

Warum ist flüssiges Wasser so wichtig?

Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für alles Leben, wie wir es kennen.

Haben die Forscher flüssiges Wasser auf den Planeten von Trappist-1 entdeckt?

Nein, danach haben sie auch nicht gesucht. Sie haben lediglich die Existenz der Planeten selbst entdeckt. Direkt hat die Planeten noch niemand gesehen. Die Forscher beobachteten, dass der Stern Trappist-1 sehr regelmäßig kleine Schwankungen in der Helligkeit erfährt. Diese Schwankungen entstehen, wenn die sieben Planeten auf ihren Umlaufbahnen von der Erde aus gesehen vor dem Stern vorbeiwandern und so ein kleines Stück von ihm abschatten. Diesen Effekt kann man sehr genau messen und daraus die Größe des jeweiligen Planeten bestimmen. Solche Exoplaneten lassen sich nur entdecken, wenn zufällig von der Erde genau auf die Kante eines solchen Systems geblickt wird. Sonst laufen die Planeten - aus unserem Blickwinkel - nicht vor ihrem Stern vorbei.

Was bedeutet die Entdeckung der Planeten für die Suche nach außerirdischem Leben?

«Mehrere Planeten in der bewohnbaren Zone eines Sterns zu finden, ist eine großartige Entdeckung, denn es bedeutet, dass es noch mehr potenziell bewohnbare Planeten pro Stern geben kann als wir gedacht haben. Und mehr Gesteinsplaneten in der bewohnbaren Zone zu finden, erhöht definitiv unsere Chancen, Leben zu entdecken», erläutert die Exoplaneten-Expertin und Direktorin des Carl-Sagan-Instituts an der Cornell-Universität in den USA, Lisa Kaltenegger, in einer Stellungnahme zu der Entdeckung.

«Trappist-1 hält jetzt den Rekord für die meisten Gesteinsplaneten in der bewohnbaren Zone - unser Sonnensystem hat zwei, Erde und Mars. Leben ist definitiv eine Möglichkeit auf diesen Welten, aber es sieht vielleicht anders aus, denn es gibt wahrscheinlich sehr hohe Level ultravioletter Strahlung auf der Oberfläche dieser Planeten.»

Wie geht es mit der Untersuchung weiter?

Die Forscher schätzen, dass künftige Teleskope feststellen können, ob und was für Atmosphären die Planeten besitzen. Dazu analysieren die Astronomen, ob und wie das Licht des Sterns durch eine Atmosphäre gefiltert wird, wenn der untersuchte Planet vor dem Stern vorbeiläuft. Beobachtungen der inneren beiden Planeten des Systems mit dem «Hubble»-Weltraumteleskop haben nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa keine Hinweise auf eine aufgeblähte, wasserstoffreiche Atmosphäre wie etwa beim Planeten Neptun ergeben.

Das stärkt die Annahme, dass es sich um Gesteinsplaneten wie unsere Erde mit vergleichsweise dünnen Lufthüllen handeln könnte. «Atmosphärische Biosignaturen wie Methan, die auf Anpassungen durch Leben hindeuten, könnten mit dem «James Webb»-Weltraumteleskop zu entdecken sein, das 2018 startet, oder mit dem European Extremely Large Telescope, das 2022 in Betrieb gehen soll», schätzt Kaltenegger.

Welche anderen Kandidaten für außerirdisches Leben gibt es?

Die Universität von Puerto Rico pflegt einen Katalog bewohnbarer Exoplaneten. Er listete ohne das Trappist-1-System bereits 44 Kandidaten bei verschiedenen Sternen auf. Die Universität vergibt einen Index für Erdähnlichkeit. Er wird bislang angeführt von dem bei Proxima Centauri entdeckten Exoplaneten, der unter dem Strich auf 87 Prozent Erdähnlichkeit kommt. Er ist mit einem Abstand von nur vier Lichtjahren zugleich der nächste potenziell bewohnbare Exoplanet. Das Trappist-1-System liegt zehnmal so weit entfernt - gehört damit aber immer noch zu unserer kosmischen Nachbarschaft.

Daneben gibt es auch in unserem eigenen Sonnensystem möglicherweise Chancen, außerirdisches Leben zu finden. So suchen verschiedene Marsmissionen nach Lebensspuren auf dem Roten Planeten, und Astronomen vermuten bei mehreren großen Monden von Jupiter und Saturn sowie auf dem Zwergplaneten Ceres unterirdische Ozeane unter deren Eispanzern, in denen sich Leben entwickelt haben könnte.

Tel Aviv (dpa) - Die österreichische Starköchin Sarah Wiener rät dazu, an den letzten Wintertagen mit Kohlgerichten Kraft zu tanken. «Unser Kohl ist ein Super-Food», sagte Wiener am Donnerstag in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv. Der sei nicht ganz so sexy wie eine Kokosnuss oder ein Avocado-Buttermilchshake, aber man könne viele verschiedene Sachen daraus machen. «Ich empfehle, genau das zu essen, was in der Region in der Zeit saisonal wächst, weil dir das am meisten Kraft gibt und dich am Gesündesten hält», sagte die 54-Jährige.

Wiener informiert sich aktuell in Israel über die regionale Küche. Dabei hat sie auch der deutsch-israelische Fernsehkoch Tom Franz über dem Karmel-Markt in Tel Aviv geführt. Der gebürtige Kölner hat 2013 bei der in Israel beliebten Koch-Show «Masterchef» gewonnen.

Typische Gerichte in Israel sind unter anderem die Kichererbsen-Paste Hummus, das Fleischgericht Schawarma, Falafel und Schakschuka, pochierte Eier in einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln. Dabei mischen sich Einflüsse zahlreicher Nationen in dem Einwandererland mit jüdischer und arabischer Küche.

Braunschweig (dpa) - Das vor 15 Jahren gegründete Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) will sich in Zukunft stärker vernetzen. «Die Warenströme werden immer internationaler. Wir müssen damit rechnen, dass Risiken anderer Länder zu uns kommen», sagte der Präsident der Behörde mit Sitz in Braunschweig, Helmut Tschiersky. Schon der Skandal um nicht deklariertes Pferdefleisch in Tiefkühl-Lasagne im Jahr 2013 hatte unter anderem Deutschland, Österreich und Tschechien betroffen. «Im Fall von «Food Fraud», also Betrug mit Lebensmitteln, wollen wir noch stärker mit Kriminal- und Zollbehörden kooperieren», kündigte Tschiersky an. An diesem Donnerstag zieht das BVL bei einer Tagung Bilanz.