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Greenpeace Magazin Ausgabe 1.17

Wildnis und Wipfel

Tiere von A bis A

Alpenapollo Den weiß-schwarz-rot gemusterten Tagfalter trifft man an sumpfigen Stellen im Hochgebirge, an Quellen oder Bächen. Dort wächst die Leibspeise seiner Raupen: der Bach-Steinbrech.

Alpenbläuling Der Schmetterling ist an blütenreichen Hängen zu sehen – die Flügel der Männchen schimmern blau, die der Weibchen sind unauffällig braun gefärbt.

Alpendohle Egal auf welchem Gipfel: Die Alpendohle ist schon da. Der intelligente schwarze Vogel mit den gelben Füßen hofft auf den Proviant der Touristen.

Alpenhummel Die hübschen Tiere – vorne schwarz, hinten orange – leben in Gemeinschaften von bis zu 150 Hummeln und legen ihre Nester in verlassenen Mäusebauen an.

Alpensteinbock Die Wildziegen leben zwischen der Wald- und der Eisgrenze. Ihre tief gespaltenen Hufe und die gummiartigen Zehenballen machen sie zu perfekten Kletterkünstlern.

Alpensalamander Der komplett schwarze Lurch lebt in feuchten Laubwäldern und auf Almwiesen. Das Weibchen gebiert seine Jungen lebend.

Alpenschneehuhn Der Lebensraum das scheuen Schneehuhns schrumpft: Steigende Temperaturen zwingen es, sich in kühlere Gipfelregionen zurückzuziehen.

Entdecken

Wildes Wasser
Rauschende Bäche in strahlendem Türkis – die Alpen sind ohne sie nicht vorstellbar. Doch viele Gewässer werden noch immer verbaut und reguliert. Die Kampagne „Alpenflusslandschaften“ will über das Problem aufklären und informiert auf dieser Internetseite über Veranstaltungen, Wettbewerbe und Projekte. bit.ly/gpm1622

Alpentiere im Tal
Wer es nicht bis in alpine Höhen schafft, kann die Tierwelt der Berge im Alpenzoo Innsbruck entdecken: Mehr als 100 typische Alpenbewohner gibt es hier zu bestaunen – vom Bartgeier über den Schneehasen bis zum Luchs. Der Zoo beteiligt sich an Zucht- und Auswilderungsprogrammen bedrohter Arten und kümmert sich um verletzte Wildtiere.

Adleraugen gesucht
Wanderer in den Bayerischen Alpen sind zum Mitmachen aufgerufen: Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern sucht engagierte Naturliebhaber, die bei ihren Wanderungen in den Allgäuer Hochalpen und im Karwendelgebirge Vögel beobachten – ihre Informationen werden für den Schutz der Bestände dringend benötigt.
++ Broschüre zur Bestimmung der Alpenvögel: bit.ly/gpm1623
++ Sichtungen im Karwendel: bit.ly/gpm1624
++ Sichtungen in den Allgäuer Hochalpen: bit.ly/gpm1625

Anwenden

Gute Aussichten in HD
Die Alpen aus der Vogelperspektive: Mit der App „Swissview“ können Sie die Schweiz in 1600 Filmen in HD-Qualität von oben betrachten.

Kompass mit Extras
Der digitale Wanderführer „iWebPark“ führt Sie durch den „Schweizerischen Nationalpark“ und weist auf die faszinierenden biologischen, geologischen und kulturhistorischen Besonderheiten am Wegesrand hin.

6 Nationalparks, die großartige Naturerlebnisse versprechen

1. Der Königliche
Nationalpark Berchtesgaden / Deutschland

In Deutschlands einzigem Hochgebirgs-Nationalpark liegt der malerische Königssee. Die Unesco erklärte 1990 einen Teil zum internationalen Biosphärenreservat – als Modellregion für die Natur- und Kulturlandschaft im Alpenraum.

2. Der Vorreiter
Schweizerischer Nationalpark Engadin / Schweiz
Er war 1914 der erste Nationalpark der Alpen und Mitteleuropas und ist bekannt für seinen Reichtum an Alpentieren und -pflanzen in einer kaum berührten Naturlandschaft.

3. Der Steinbockhort
Nationalpark Gran Paradiso_Italien
Im Gran Paradiso überlebten rund 60 Steinböcke die Bejagung, welche die Art an den Rand der Ausrottung brachte. Auf diese Tiere geht der heutige Bestand von circa 30.000 Steinböcken zurück, 5000 davon leben in dem Gebiet.

4. Der Riese Nationalpark Hohe Tauern_Österreich
Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit einer Fläche von mehr als 1800 Quadratkilometern der größte der Alpen und umfasst weite Teile des Hauptkamms der Ostalpen. Er ist für seine ausgedehnten Gletscherfelder und großen Lärchen-, Fichten- und Zirbenwälder bekannt.

5. Der Mystische Nationalpark Mercantour_Frankreich
Der Mont Bégo wurde von einheimischen Hirten als heiliger Berg verehrt, das „Tal der Wunder“ (Vallée des Merveilles) und das „Tal der weißen Quelle“ (Vallée de Fontanalba) sind für ihre mehr als 35.000 Felsritzungen aus der Bronzezeit berühmt – seit 1989 gelten diese als Naturdenkmäler.

6. Der Unberührte Triglav Nationalpark_Slowenien
Im slowenischen Teil der Alpen kann man die Natur fernab großer Touristenströme entdecken: In den Julischen Alpen fließen smaragdgrüne Bergflüsse tosend durch die zerklüftete Karstlandschaft, über den unberührten Wäldern thront der Triglav – das Wahrzeichen Sloweniens.

 

Auf der Lauer: Wie Sie Alpentiere am besten beobachten können

Murmeltiere
Wenn Sie in den Alpen unterwegs sind, haben Sie gute Chancen, die pfeifenden Nager zu beobachten: Sie leben oberhalb der Baumgrenze, ihr graubraunes Fell ist unauffällig, aber ihre schrillen Pfiffe kann man oft schon von weit her hören.
++ Murmeltiere leben in unterirdischen Bauten, die Eingänge sind auf Bergwiesen oft gut erkennbar
++ Im Sommer sind die hitzeempfindlichen Tiere eher frühmorgens oder am Abend unterwegs, um Wurzeln, Kräuter und Gräser zu fressen – im Winter halten sie Winterschlaf

Steinböcke
Die scheuen Tiere waren beinahe ausgerottet, nun sind sie wieder zahlreich in den Alpen zu bewundern. Die Männchen tragen enorme Hörner. Böcke und Geißen leben oberhalb
der Baumgrenze auf bis zu 3500 Metern Höhe.
++ Es lohnt sich, früh aufzustehen: Steinböcke sind oft in den frühen Morgenstunden zu sehen
++ Blick nach oben: Die Tiere stehen gerne auf Gratkanten und Felsvorsprüngen, um die Umgebung zu beobachten

Steinadler
Er gilt als der König der Lüfte: Mit bis zu zwei Metern Flügelspannweite macht der Greifvogel im Gebirge Jagd auf Hasen, Murmeltiere und Kitze von Gämsen und Steinböcken.
++ Steinadler bleiben ihrem Territorium treu – in den Allgäuer Hochalpen stehen die Chancen auf eine Sichtung gut
++ Genau richtig zur Mittagszeit: Wenn die Sonne am höchsten steht, geht der Steinadler auf Nahrungssuche