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Fr, 2016-05-27 12:18
Frankfurt/Main (dpa)

Wanderfalken-Nachwuchs auf Deutschlands höchstem Bürohaus bald flügge

Frankfurt/Main (dpa) - Gemütlich sieht die Wanderfalken-Kinderstube auf dem Dach des Frankfurter Hochhauses nicht aus: Ein bisschen trockenes Gras auf dem Steinboden. Mehr brauchen die Vögel nicht, um ihre Jungen aufzuziehen. Seit zehn Jahren brütet ein Wanderfalken-Paar auf dem Commerzbank-Hochhaus - Deutschlands höchstem Bürogebäude - in 260 Metern Höhe. Mit den beiden diesjährigen Jungvögeln, die noch ein wenig Flaum zwischen den Federn haben, seien inzwischen 17 Junge dort aufgewachsen, teilte die Commerzbank am Freitag mit.

Für Wanderfalken ist Frankfurt attraktiv. Hochhäuser oder Kirchtürme als Nistplätze gibt es viele, und auch das Nahrungsangebot ist üppig. Die Vögel jagen ihre Beute - meist Tauben - aus großer Höhe im Sturzflug. Bis die Jungvögel flügge sind, bleibe das Hochhaus-Dach für Wartungsarbeiten gesperrt, um die Vögel nicht zu stören, hieß es. Ausgewachsene Wanderfalken können eine Flügelspannweite von gut einem Meter haben. Normalerweise brüten sie an hohen Felswänden.

Fr, 2016-05-27 12:23
Berlin (dpa)

«Iran gestern, Iran heute»: Arte zieht Bilanz Von Christina Bicking, dpa

Vor knapp einem Jahr beendete ein historischer Pakt den Atomstreit mit dem Iran. Die Sanktionen gegen das rohstoffreiche Land wurden zum Teil aufgehoben. Arte widmet dem Iran einen Themenabend.

Berlin (dpa) - Tausende Menschen feiern in den Straßen von Teheran. Ihre Augen glänzen hoffnungsfroh, die Arme sind in jubelnd gen Himmel gestreckt - Dieses Bild bot sich vor gut zehn Monaten, als nach mehr als zwölf Jahren der Atomstreit des Irans mit dem Westen beigelegt wurde. Nach einem Verhandlungsmarathon hatten sich die fünf UN-Vetomächte und Deutschland am 14. Juli in Wien auf ein Atomabkommen mit Teheran geeinigt. Dem sich nahenden Jubiläum widmet Arte einen Themenabend. Der deutsch-französische Sender strahlt die Filme «Iran, der Wille zur Großmacht» und «Iran - Atomdeal mit Folgen» an diesem Dienstag (31. Mai) ab 20.15 Uhr aus.

«Wir beginnen nun einen neues Kapitel der Hoffnung», sagte Mohammed Dschawad Sarif nach der Unterzeichnung der Atomdeals. Der Iran ächzte unter den Sanktionsschrauben der UN, der EU und der USA, die sich immer fester zuzogen. So verbot die Europäische Union 2012 zuletzt die Einfuhr von Öl und Gas aus dem Iran. Die Folge: Die Öleinnahmen brachen von rund 118 Milliarden (2011) auf 42 Milliarden US-Dollar (2013) ein. Seit Januar sind die Wirtschaftssanktionen des Westens nun teilweise aufgehoben. «Die Beziehungen zwischen dem Iran und der IAEO treten in eine neue Phase. (...)», kommentierte im Januar der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Yukiya Amano, die Umsetzung der Verpflichtungen aus der Wiener Vereinbarung.

Nicht alle Hoffnungen des Irans dürften sich erfüllt haben: So nimmt das Land wegen der extrem niedrigen Ölpreise weniger für den so kostbaren Rohstoff ein als erhofft. Weiterhin bleiben einige Sanktionen der USA gegen den Iran bestehen - unter anderem wegen Vorwürfen der Terrorunterstützung, Menschenrechtsverletzungen und Geldwäsche.

Jean-Michel Vecchiet arbeitet in seinem Film «Iran, der Wille zur Großmacht», den Arte um 20.15 Uhr ausstrahlt, im Schnelldurchritt 100 Jahre Geschichte der Atommacht auf. Er steigt mit der Entdeckung des Erdöls im Jahr 1908 ein und endet mit der Atomkrise. Die Geschichtsexkursion geht außerdem den Wurzeln der Konflikte des Irans mit den Mächten des Westens auf den Grund und betrachtet nebenbei, wie sich die Ölwirtschaft entwickelte. Vecchiet porträtiert das komplizierte Schicksal des Landes, das zwischen Tradition und Moderne, Säkularisierung, Religion, Unterwerfung und Unabhängigkeit hin und her geworfen und dabei fast zerrieben wurde.

Neben Zeitzeugen wie dem früheren iranischen Staatspräsidenten, Ali Akbar Haschemi Rafsandschani, dem ehemaligen Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, und dem damaligen französischen Außenminister, Hubert Védrine, kommentieren auch Stimmen aus der iranischen Bevölkerung die vergangenen Entwicklungen.

Arte fragt in dem 55-minütigen Film «Iran - Atomdeal mit Folgen», der um 21.50 Uhr ausgestrahlt wird, nach den Auswirkungen des Atomabkommens auf Politik und Alltag. Dazu sprachen die Dokumentarfilmer Vincent de Cointet, Antoine Mariotti und Stéphane Saporito mit Mullahs, Menschenrechtsaktivisten und Bürgern im Iran. Außerdem befragten sie europäische und amerikanische Politiker und Wirtschaftsbosse nach deren Meinung zum Neuanfang in Teheran. Die Dokumentation betrachtet die Veränderungen seit der Unterzeichnung des Atomdeals bis zu den Parlamentswahlen im März 2016, aus der die Reformer siegreich hervorgingen.

Fr, 2016-05-27 12:49
Paris (dpa)

Eskalierender Reform-Konflikt wirft Schatten auf EM-Vorbereitung Von Sebastian Kunigkeit, dpa

Mit einer Radikalisierung ihrer Proteste zwingt die Gewerkschaft CGT der Pariser Regierung eine Kraftprobe auf. Der Konflikt könnte sich in die Zeit der Fußball-EM ziehen - bislang sind die Fronten verhärtet.

Paris (dpa) - Die Ansage der Gegner der französischen Arbeitsmarktreform ist klar: Die Eskalation soll weitergehen. Die einflussreiche französische Gewerkschaft CGT und ihre Mitstreiter hauen seit Tagen mit der Faust auf den Tisch. Barrikaden vor Treibstoffdepots, Streiks in Raffinerien und in Atomkraftwerken, brennende Reifenstapel: Der schnauzbärtige CGT-Boss Philippe Martinez hat dem Land eine Kraftprobe aufgezwungen und droht mit einer «Generalisierung» der Streiks - während die Regierung Härte zeigt.

In einem ohnehin angespannten Klima schürt die Zuspitzung zwei Wochen vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft Sorgen vor einer Lähmung des Landes. Nach einem nationalen Aktionstag am Donnerstag haben mehrere Gewerkschaften bereits dazu aufgerufen, die Proteste auszuweiten.

Noch immer gibt es an zahlreichen Tankstellen Engpässe, auch am Freitag bilden sich wieder Warteschlangen vor Zapfsäulen. «Sie blockieren alle, das ist unmöglich», schimpft ein Autofahrer im Sender BFMTV. In Industrie und Tourismus rumort es: «Das muss aufhören», fordert Didier Chenet vom Hotel- und Gaststättenverband. «Das sind unverantwortliche Methoden, die auf eine Schwächung des Landes und letztlich auf Arbeitslosigkeit hinauslaufen», wettert der Chef des Unternehmerverbands Medef, Pierre Gattaz.

Die Reform ist seit Monaten umstritten, auch bei den regierenden Sozialisten, doch der Ton hat sich spürbar verschärft. Einen Erfolg haben die Gewerkschafter bereits erreicht: Die zwischenzeitlich etwas verloren wirkenden Proteste sind wieder Topthema.

Regierungschef Manuel Valls sprach schon von einer «Geiselnahme». Demokratie sei «nicht das Gesetz der Straße», betont er. Das Argument der Gegner: Nur so könnten sie sich Gehör verschaffen, weil Paris auf stur geschaltet habe. Bei vielen Linken hat die Regierung mit ihrem als autoritär empfundenen Vorgehen - in erster Lesung wurde das Gesetz mangels Mehrheit mit einem Verfassungskniff durch die Nationalversammlung geprügelt - jeden Rückhalt verloren.

Die Reform soll das komplexe Arbeitsrecht lockern. Ein zentraler Punkt: Mehr Regelungen, vor allem im Hinblick auf die Ausgestaltung der Arbeitszeit, sollen direkt zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern ausgehandelt werden können. Die Regierung verkauft das als Stärkung des sozialen Dialogs - der allerdings in Frankreich keine echte Tradition hat, wo zwischen Gewerkschaftern und Managern oft Misstrauen herrscht.

Letztlich stehen sich zwei kaum vereinbare Positionen gegenüber: Die Regierung will Unternehmen mehr Flexibilität geben. Sie hofft, dass diese dann eher bereit sind, neue Mitarbeiter einzustellen und ihnen unbefristete Verträge zu geben. Junge Leute müssen sich oft von einer Befristung zur nächsten hangeln, wenn sie überhaupt einen Job finden.

Die stramm linke CGT und mehrere weitere Gewerkschaften fürchten dagegen, dass weichere Vorschriften genutzt werden, um die 35-Stunden-Woche auszuhöhlen und den Kündigungsschutz zu lockern. Jean-Claude Mailly von der Gewerkschaft Force Ouvrière sieht ein «Werkzeug zum Sozialdumping». Valls stellt zwar «Verbesserungen» in Aussicht, die «Philosophie des Textes» solle aber bleiben.

Nun gehören gewisse revolutionäre Rituale in Frankreich zum politischen Protest wie das Croissant zum Frühstück. Trotz der Versorgungsengpässe, zeitweiser Ausfälle bei der Bahn und im Luftverkehr sowie wiederholter Gewalt am Rande von Demonstrationen: Von einem Stillstand oder Generalstreik kann bislang noch nicht die Rede sein. Zumal die Regierung immer wieder Blockaden räumt.

Die Teilnehmerzahl der Demos ist auch noch weit von den Millionen entfernt, die 2006 schwächere Kündigungsschutz-Regeln für Berufseinsteiger zu Fall brachten. Doch die Kritiker halten durch - und setzen nun klar auf eine Strategie, bei der Wirtschaftsbereiche mit großen Auswirkungen für das Land gestört werden.

Eine Gewerkschaft hat für den 10. Juni zum Streik bei der Pariser Metro aufgerufen. Just an diesem Tag will Gastgeber Frankreich die Europameisterschaft im Stade de France eröffnen. Vier Tage später ist eine Großkundgebung in Paris geplant. Innenminister Bernard Cazeneuve musste sich bei der Vorstellung seines Sicherheitskonzeptes schon fragen lassen, ob neben Hooligans und Terrorismus nicht auch die soziale Lage im Land eine Bedrohung für die EM sei. Der Politiker wies das entschieden zurück.

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Fr, 2016-05-27 12:53
Leverkusen (dpa)

Bayer: Viele Privatanleger und institutionelle Investoren im Boot

Leverkusen (dpa) - Die Bayer AG gehört in Deutschland zu den großen Aktiengesellschaften mit einem breit gestreuten Grundkapital. Auf knapp 827 Millionen Anteilsscheine verteilt sich ein Grundkapital von 2,1 Milliarden Euro. Dieses wird beherrscht von sogenannten institutionellen Anlegern (Fonds, Versicherungen, Banken, Finanzinvestoren). Größter Einzel-Investor ist mit derzeit etwas mehr als 6 Prozent die US-kanadische Blackrock-Gruppe. Darüber hinaus liegen nur noch der kanadische Finanzdienstleister Sun Life und der US-Investor Capital Group leicht über der meldungspflichtigen Schwelle von 3 Prozent.

Nach Bayer-Angaben wurden Ende 2015 insgesamt 786 institutionelle Investoren gezählt. Rund 300 000 Aktionäre waren zu dem Zeitpunkt im Aktienregister des Unternehmens eingetragen. Die überwiegende Anzahl sind Privatanleger, auf welche ein Anteil von 11 Prozent am Grundkapital entfällt. Dazu gehören auch Bayer-Mitarbeiter, die zirka 1 Prozent der Aktien halten. Knapp 7 Prozent wurden nicht erfasst.

Aufgeschlüsselt nach Regionen entfällt auf Anleger aus den USA und Kanada mit 27,7 Prozent das größte Stück am Kuchen Aktionärskapital. Es folgen Deutschland mit 20,6 Prozent und Frankreich, Spanien, Italien, Portugal mit insgesamt 10,7 Prozent.

Fr, 2016-05-27 12:22
Leverkusen (dpa)

Bayer wirbt unter Investoren um Zustimmung für den Monsanto-Deal

Leverkusen (dpa) - Bayer wirbt in diesen Tagen bei seinen wichtigsten Aktionären um Zustimmung für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Konzerns Monsanto. Nach Angaben eines Firmensprechers vom Freitag soll die Aktion noch bis zur kommenden Woche andauern. Zu den Reaktionen unter den Investoren wurden keine Angaben gemacht.

Vor wenigen Tagen hatte Bayer für Monsanto ein Kaufangebot von umgerechnet 55 Milliarden Euro angekündigt. Der US-Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmittel wies die Offerte zwar als zu niedrig zurück, zeigte sich aber für weitere Verhandlungen offen.

Die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), eine der größten Vertretungen von Kleinanlegern in Deutschland, hatte die Pläne des Vorstands kurz nach Bekanntgabe bereits begrüßt. Die US-kanadische Blackrock-Gruppe, derzeit mit mehr als 6 Prozent größter Einzelaktionär von Bayer, wollte sich dagegen nicht äußern.

Vor wenigen Tagen hatte eine Umfrage des US-Analysehauses Bernstein unter Bayer-Aktionären ergeben, dass die Mehrheit die Höhe des Kaufpreises ablehnen. Unklar blieb allerdings, wie viele Anleger mit welchen Anteilen überhaupt befragt wurden. Mit rund 300 000 Aktionären gehört Bayer zu den großen Publikumsgesellschaften in Deutschland. Rund 11 Prozent sind Privatanleger, darunter auch 1 Prozent Belegschaftsaktien.

Fr, 2016-05-27 12:15
Berlin (dpa)

56 000 Mal Hoffnung auf Leben - Knochenmarkspenderdatei wird 25

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen Blutkrebs hat die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) seit 1991 rund 56 000 Patienten eine neue Lebenschance ermöglicht. Insgesamt seien heute 6,3 Millionen Menschen als Stammzellspender registriert, teilte die Organisation zu ihrem 25-jährigen Bestehen am Freitag in Berlin mit.

Die Datei, die für Blutkrebs-Patienten genetisch passende Spender sucht, startete 1991 als Privatinitiative. Damals waren in Deutschland nur 3000 potenzielle Spender erfasst. Heute ist die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft auch in den USA, Polen, Spanien und Großbritannien aktiv und gehört weltweit zu den großen Hilfseinrichtungen für Blutkrebs-Patienten.

In Deutschland erkranken nach den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts pro Jahr rund 12 600 Menschen neu an Leukämie, 7600 sterben daran. Nach DKMS-Angaben erhält heute in Deutschland alle 15 Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs - weltweit alle 35 Sekunden. Nur rund 30 Prozent der Patienten fänden einen geeigneten Stammzellspender innerhalb der Familie.

Mit einer Stammzell-Transplantation liegen die Überlebenschancen für Erwachsene bei rund 50 Prozent, bei Kindern sind es bis zu 80 Prozent. Im März verlor der FDP-Politiker Guido Westerwelle seinen Kampf gegen Blutkrebs. Durch sein Buch «Zwischen zwei Leben» ließen sich bisher rund 25 000 Menschen neu in die Spenderdatei aufnehmen, teilte die DKMS mit. Weitere Spender werden gesucht. Denn trotz der riesigen Datei findet jeder siebte Blutkrebs-Patient keinen genetisch geeigneten Spender. Das ist wie ein Todesurteil.

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Fr, 2016-05-27 13:02
Ise-Shima (dpa)

G7 in Japan auf Sinnsuche: Mehr Psychologie als Politik Von Michael Fischer, dpa

Sie ist 41 Jahre alt, nicht mehr ganz zeitgemäß, aber trotzdem unverzichtbar: die G7, früher mal die größten Wirtschaftsmächte der Welt. Jetzt wirken ihre Treffen wie Selbstfindungsseminare eines Clubs, der nach Bedeutung sucht.

Ise-Shima (dpa) - Barack Obama kann es nicht lassen. Am Freitagfrüh, kurz nach dem Frühstück im Inselhotel «Kanko», macht er seiner Lieblings-Regierungschefin schon wieder Komplimente. Ein deutscher Fotograf ruft nach der Frau Bundeskanzlerin. Obama ergreift Angela Merkels Hand und sagt in die Kamera: «Wir lieben Ihre Kanzlerin.»

Der US-Präsident hat Merkel schon bei seinem Deutschlandbesuch in Hannover vor wenigen Wochen geschmeichelt, wo es nur ging. Jetzt geht das beim G7-Gipfel in der japanischen Ferienregion Ise-Shima gleich weiter. Der Kanzlerin gefällt es. Sie lächelt.

Die Gipfelchemie zwischen Obama und Merkel stimmt. Die beiden sind hier so etwas wie die Oberchefs. Am runden Tisch sitzen sie stets nebeneinander - quasi als Klassenälteste. Obama ist seit sieben Jahren dabei. Es ist sein letzter G7-Gipfel. Für Merkel ist es schon das elfte Treffen dieser Art.

Es geht wie immer um alle größeren Probleme dieser Welt. Klimaschutz, Terrorbekämpfung, Flüchtlingskrise, Konjunktur, Syrien, Libyen, Ukraine. Die Abschlusserklärung umfasst 32 Seiten und zehn Hauptthemen. Die Unterhändler haben monatelang daran gefeilt, damit die Chefs nur noch kleinere Änderungen vornehmen müssen.

Viel Konkretes kommt dabei allerdings nicht heraus. Und das Wenige ist dann noch nicht einmal verbindlich. Trotzdem gibt es am Ende für jeden etwas Vorzeigbares. Für den Japaner Shinzo Abe ist es ein Bekenntnis zur Ankurbelung der schwachen Weltwirtschaft. Der britischen Premierminister David Cameron bekommt ein Statement gegen den Brexit, den drohenden Austritt seines Landes aus der EU.

Für Merkel ist die Feststellung wichtig, dass die Flüchtlingskrise ein globales Problem ist, an dessen Lösung alle mitarbeiten müssen. Es geht ihr aber auch gar nicht in erster Linie um konkrete Ergebnisse. «Vieles ist Psychologie. Da ist es wichtig, Vertrauen aufzubauen.»

Ein Aufgebot von etlichen hundert Journalisten, der Einsatz von 23 000 Polizisten und Kosten im dreistelligen Millionenbereich haben die Erwartungen aber auch in diesem Jahr wieder hochschnellen lassen. Sie sind aber immer schwerer zu erfüllen. Das liegt auch daran, dass der Gipfel 41 Jahre nach seiner Erfindung nicht mehr ganz zeitgemäß ist.

Die «Gruppe der Sieben» wurde 1975 als Club der sechs größten Industrienationen gegründet. Die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan waren von Anfang an dabei. Kanada kam ein Jahr später als Nummer sieben hinzu.

Damals ging es um die Bewältigung einer Weltwirtschaftskrise. Später entwickelten sich die G7-Treffen immer mehr zu einem globalen Krisenbewältigungsforum. 2002 erhielt Russland die Vollmitgliedschaft, wurde aber 2014 wegen der Annexion der Krim wieder ausgeschlossen.

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält das für einen Fehler. «Die G7-Gruppe ist nicht im Stande, große internationale Krisen alleine zu lösen», sagt er. Das gelte sowohl für die Ukraine-Krise als auch für den Syrien-Konflikt.

Aber nicht nur deswegen leidet die G7 unter Bedeutungsverlust. Neben Russland fehlt mit China ein weiteres Mitglied des UN-Sicherheitsrats und die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Peking und Moskau sind bei G20 dabei, das der Siebener-Gruppe inzwischen den Rang abläuft.

Der G7 bleibt nun die Aufgabe sich unter anderem für die Verhandlungen in diesem größeren Format gemeinsam zu positionieren - als ein Kreis von Ländern mit gemeinsamen Werten und demokratischen Vorstellungen, wie Merkel es ausdrückt.

Dazu gehört auch, dass man in einer Gipfelerklärung klare Kante gegen diejenigen zeigt, die gewisse Wertvorstellungen nicht teilen. Russland drohte die G7 härtere Sanktionen an, wenn es seinen Verpflichtungen aus dem Ukraine-Friedensabkommen nicht nachkomme. Und im Streit um Inseln im Süd- und Ostchinesischen Meer bezog die G7 ebenfalls klar Partei für die Nachbarn Chinas.

Auch wenn die G7 bei der Krisenbewältigung alleine nichts mehr ausrichten kann, wird sie sich sicher nicht selbst abschaffen - auch, weil das dem ausgeschlossenen russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Triumph bescheren würde. Der reiste während des G7-Gipfels im Fernen Osten am Freitag übrigens Richtung Westen, in eines der letzten Nato- und EU-Länder, das ihm noch einigermaßen freundlich gesonnen ist: Griechenland. An Zufall mag man da kaum glauben.

Fr, 2016-05-27 12:08
Greifswald (dpa)

Wieder Solarmodule gestohlen - Schon Schaden von 1,25 Millionen Euro

Greifswald (dpa) - Unbekannte haben in Mecklenburg-Vorpommern Solarmodule im Wert von rund 50 000 Euro aus einer größeren Anlage gestohlen. Die Täter sollen 160 Bauteile aus einem Solarpark in Greifswald mitgenommen haben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Betreiber aus Süddeutschland habe am Mittwoch einen Leistungsabfall gemessen, den Park danach kontrollieren lassen und am Donnerstag den Diebstahl angezeigt.

In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns häufen sich seit Jahresbeginn Diebstähle in Solarparks und -anlagen. Die Polizei vermutet dahinter professionelle Banden und schätzt den Schaden bereits auf mehr als 1,25 Millionen Euro.

Fr, 2016-05-27 12:30
Berlin (dpa)

Lebensretter bei Blutkrebs: Stammzell- und Knochenmarkspenden

Berlin (dpa) - Blutkrebs ist der Oberbegriff für bösartige Erkrankungen des Knochenmarks und des blutbildenden Systems. Dazu gehören zum Beispiel Leukämien und Vorformen wie das Myelodysplastische Syndrom. Bei diesen Krankheiten wird die Blutbildung in der Regel durch die explosionsartige Vermehrung von entarteten weißen Blutzellen gestört. Diese Krebszellen sorgen unter anderem für einen Mangel an roten Blutkörperchen und hindern das Blut daran, seine lebensnotwendigen Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem der Sauerstofftransport und die Infektionsbekämpfung.

Ohne medizinische Behandlung führt Blutkrebs zum Tod. Helfen kann eine Chemo- oder Strahlentherapie. Schlägt das nicht an, ist die Übertragung von gesunden Stammzellen eines Spenders oft die letzte Chance, das Leben eines Patienten zu retten.

In 80 Prozent der Fälle können die Stammzellen dafür ähnlich wie bei einer Blutspende aus der Blutbahn eines Spenders entnommen werden. Seltener ist eine Knochenmarkspende nötig. Dafür wird dem Spender unter Vollnarkose rund fünf Prozent seines Knochenmarks entnommen. Die Operation dauert rund eine Stunde. Das Risiko beschränkt sich in der Regel auf die Narkose. Das Knochenmark des Spenders erneuert sich innerhalb von rund zwei Wochen von selbst.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Fr, 2016-05-27 12:18
Kiew (dpa)

Pilotin Sawtschenko kann sich Präsidentschaftskandidatur vorstellen

Kiew (dpa) - Die aus russischer Haft entlassene Ukrainerin Nadeschda Sawtschenko kann sich eine Kandidatur für das Präsidentenamt vorstellen. Am liebsten wolle sie aber in die Armee zurückkehren und wieder fliegen, sagte die Kampfpilotin am Freitag vor Journalisten in Kiew. Sawtschenko war am Mittwoch aus Russland in die Ukraine gebracht worden. Dafür kehrten zwei mutmaßliche russische Soldaten, die in der Ostukraine gekämpft hatten, nach Moskau zurück.

Sie sei bereit, sich an jeder Stelle für ihr Land einzusetzen, sagte Sawtschenko. «Ukrainer, wenn ihr es für nötig haltet, dass ich Präsidentin werde, gut, dann werde ich Präsidentin», erklärte sie. Die 35-Jährige Soldatin war 2014 im Kriegsgebiet Ostukraine gefangen genommen und nach Russland gebracht worden.

Fr, 2016-05-27 12:48
Frankfurt/Main (dpa)

Ende des Billigöls besiegelt? Ölpreis inzwischen bei rund 50 Dollar Von Tobias Schmidt, dpa-AFX

Der Ölpreis steigt und steigt derzeit - und viele Gründe sprechen dafür, dass dieser Trend andauert. Oder folgt dem Hoch doch schon bald wieder ein Tief?

Frankfurt/Main (dpa) - Billiges Öl bedeutet für die deutschen Verbraucher vor allem eines: Sie sparen beim Tanken und müssen weniger fürs Heizen zahlen. Seit fast zwei Jahren haben sich die Verbraucher an diesen Komfort gewöhnt. Von Mitte 2014 bis Anfang 2016 waren die Ölpreise von über 100 auf etwa 30 Dollar je Barrel (159 Liter) eingebrochen. Doch seither hat sich der Wind gedreht. Am Donnerstag übersprang der Preis für die Nordseesorte Brent sogar erstmals seit einem halben Jahr wieder die Marke von 50 US-Dollar. Ist die Kehrtwende am Ölmarkt endgültig erreicht? Einiges spricht dafür - auch wenn es am Freitag zunächst in Richtung 49 Dollar nach unten ging.

Der Hauptgrund für den Preisanstieg der jüngsten Zeit ist in den USA zu suchen, denn hier sinkt die Fördermenge. Ende April erreichte sie sogar den tiefsten Stand seit Herbst 2014. Der Grund für den Rückgang: Ein großer Teil der US-Produktion wird mit Fracking gewonnen. Diese Fördertechnik, bei der chemische Flüssigkeiten in tief liegende Gesteinsschichten gepresst werden, ist nicht nur wegen möglicher Folgen für Mensch und Umwelt umstritten, sie ist auch relativ teuer. Die Fracker leiden daher besonders stark unter den niedrigen Preisen und müssen ihre Produktion teilweise auf Eis legen.

Die USA sind an den Finanzmärkten im Fokus, wenn es darum geht, das Überangebot am Ölmarkt abzuschätzen. Mittwochs schauen die Anleger wie gebannt auf die vom Energieministerium veröffentlichten Daten zum Rohöllagerbestand in den USA. Kaum ein Indikator sorgt für stärkere Reaktionen am Ölmarkt als diese Zahl. Das Credo der Anleger: Je höher die Reserven, umso höher offenbar das weltweite Angebot. Bis Anfang Mai erklommen die Reserven immer neue historische Rekordstände. Doch damit ist es jetzt vorbei. Die Märkte wurden Mitte des Monats mit einem Rückgang der Reserven auf dem falschen Fuß erwischt.

Doch der Anstieg der Ölpreise ist nicht allein auf die USA zurückzuführen. Das schwarze Gold ist auf dem Weltmarkt derzeit gefragt. Aufgrund einer robusten Nachfrage aus China, Indien und anderen Schwellenländern sei von einem schnelleren Abbau des weltweiten Überangebots an Rohöl auszugehen als bislang angenommen, meinen Experten der Internationalen Energieagentur (IEA), einer Organisation, in der sich 29 Staaten als Gegengewicht zu den Ölfördernationen zusammengeschlossen haben. Im Laufe dieses Jahres sei daher sogar mit einer «dramatischen» Schrumpfung des Überangebots zu rechnen.

Dennoch ist unter Experten umstritten, ob die Kehrtwende am Ölmarkt tatsächlich bereits erreicht ist, ob also neue deutliche Preisrückgänge auf absehbare Zeit auszuschließen sind. Einige argumentieren, der jüngste Preisanstieg sei vor allem auf kurzfristige Effekte zurückzuführen. Die rückläufigen US-Ölreserven seien nicht zuletzt auf die verheerenden Waldbrände im Nachbarland Kanada zurückzuführen, wo die Produktion teilweise gestoppt werden musste. Hinzu kommen Terroranschläge und Unruhen beispielsweise im Förderland Nigeria.

Dagegen sehen einige Experten auf lange Sicht vor allem die Förderpolitik der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) als Hindernis für eine deutliche Erholung am Ölmarkt. Denn die Opec-Staaten fahren ihre Produktion immer weiter hoch. Zuletzt erreichte die Förderung sogar das höchste Niveau seit 2008. Die Wüstenstaaten hängen besonders stark von den Einnahmen aus Ölexporten ab und kompensieren mangels Alternativen die niedrigeren Preise durch Masse. Das wiederum drückt weiter auf den Preis. Letzte ernsthafte Versuche, sich zusammen mit Russland auf eine Förderbegrenzung zu einigen, sind im April gescheitert.

Die Lage am Ölmarkt bleibt also durchwachsen. Der Ölsektor sei «noch nicht wirklich aus dem Schneider», sagt Heinrich Peters, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Aus den Fundamentaldaten - den langfristigen Informationen über reale Produktionsbeziehungen - seien derzeit keine Argumente für deutlich höhere Preise abzulesen.

Fr, 2016-05-27 12:04
Wolfsburg (dpa)

Kreise: VW erwägt milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik

Die Autoindustrie steckt mitten im Wandel hin zu alternativen Antrieben. Dabei aber drohen Jobverluste in den Werken, die etwa Verbrennungsmotoren bauen. Volkswagen prüft nun, eine eigene Fabrik zur Produktion von Batteriezellen zu bauen.

Wolfsburg (dpa) - Zum Ausbau der Elektromobilität erwägt der Autokonzern Volkswagen den milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik. Ein solches Werk zur Fertigung von Batteriezellen könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Konzernkreisen. Ein möglicher Standort sei Salzgitter. Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet, im VW-Management neige sich die Stimmung in Richtung eigener Fertigung, um von asiatischen Herstellern unabhängig zu sein.

Ein VW-Sprecher sprach von «Spekulationen», die das Unternehmen nicht kommentiere. «Grundsätzlich gilt: Wir haben die Elektromobilität in die Mitte des Konzerns geholt und umfangreiche Kompetenzen aufgebaut.» Volkswagen habe sich das Ziel gesetzt, bis 2018 Marktführer in der E-Mobilität zu werden.

Die Betriebsratsvorsitzenden von Daimler, Volkswagen und BMW hatten sich wiederholt für eine Batteriefertigung in Deutschland stark gemacht. Dabei geht es vor allem um die Produktion von Batteriezellen. Die Zellen gelten als Schlüssel für den Durchbruch von Elektroautos, weil sie bislang die Reichweite begrenzen und die Fahrzeuge teuer machen. Deutschland droht aber hier abhängig vor allem von asiatischen Herstellern zu werden. Außerdem baut der E-Auto-Pionier Tesla in den USA zusammen mit Panasonic die bislang größte Zellfertigung der Welt auf, die 2017 starten soll.

Arbeitnehmervertreter befürchten außerdem Arbeitsplatzverluste in Fabriken, in denen Komponenten gebaut werden, die im E-Auto-Zeitalter nicht mehr gebraucht werden.

Bei Volkswagen geht es etwa um die Zukunft des Motorenwerks in Salzgitter, in dem herkömmliche Antriebe gebaut werden. Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte im März laut Teilnehmerkreisen auf einer Betriebsversammlung, das Werk werde in den kommenden 10 bis 15 Jahren durch die Veränderung der Antriebstechnologie «vor ein massives Beschäftigungsproblem» gestellt.

Bei einem Standortsymposium im März hatte der Vorsitzender des VW-Betriebsrates in Salzgitter, Andreas Blechner, gesagt: «Wir wollen die Weiterentwicklung neuer Antriebstechnologien für den Konzern, wie die Brennstoffzelle oder die Batteriezellenfertigung, nach Salzgitter holen.»

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter sagte am Freitag mit Blick auf eine mögliche VW-Batteriefabrik: «Nach vielen Fehlern in Management und Kommunikation, wäre diese Standortentscheidung eine klare und kluge Richtungsentscheidung.» Die Zukunft der deutschen Automobilindustrie könne nur in klimaneutralen Antrieben liegen.

Die Autobranche zweifelte bislang an der Wirtschaftlichkeit einer solchen Batteriezellenproduktion. Daimler hatte Ende 2015 seine Zellfertigung im sächsischen Kamenz eingestellt. Nur die Batteriesysteme selbst bauen die deutschen Autobauer zusammen. 

VW-Markenchef Herbert Diess hatte bereits im vergangenen November ein Umdenken gefordert. «Ich bin der Meinung, wir brauchen eine Batteriefertigung in Deutschland. Das ist die Kerntechnologie der Elektromobilität», hatte Diess der dpa gesagt. «Ein großer Teil der Wertschöpfung wird in Zukunft die Batterie sein. Insofern fände ich eine konzertierte Aktion richtig.»

Volkswagen will auch als Folge des Abgas-Skandals die Elektromobilität massiv ausbauen. Im Jahr 2025 will der Konzern mit seinen Marken VW, Audi, Porsche & Co. eine Million reine Elektroautos und Hybridfahrzeuge verkaufen. Jedes zehnte verkaufte Auto hätte damit nach heutigem Stand einen Batterieantrieb an Bord. Die Bundesregierung hatte vor kurzem Kaufprämien für Elektroautos und Hybridfahrzeuge in Deutschland beschlossen.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Fr, 2016-05-27 11:14
Wolgast (dpa)

Erstes Patrouillenboot für Saudi-Arabien verlässt Werfthalle

Wolgast (dpa) - Das erste Küstenschutzboot für Saudi-Arabien hat am Donnerstag die Werfthalle der Wolgaster Peenewerft verlassen. Die Bremer Lürssen-Gruppe, zu der die Wolgaster Werft gehört, hatte den milliardenschweren Auftrag für den Bau einer Flotte neuer saudischer Patrouillenboote erhalten und vor einem Jahr mit dem Bau begonnen. Jetzt soll im werfteigenen Hafen die Endausrüstung beginnen.

Die Auslieferung der Boote an Saudi-Arabien, das international wegen Verstößen gegen Bürger- und Menschenrechte in der Kritik steht, ist innerhalb der Bundesregierung umstritten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach sich erst am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem saudischen Amtskollegen Adel Al-Dschubair für die Lieferung der insgesamt 48 Patrouillenboote aus. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll nach Medienberichten dagegen entschlossen sein, die Lieferung zu stoppen. Offiziell gab es dazu aus dem Wirtschaftsministerium zunächst keinen Kommentar.

Ungeachtet der noch ausstehenden Entscheidung schreiten die Arbeiten auf der Werft in Wolgast voran. Die Boote für die saudi-arabische Küstenwache seien mit Booten der deutschen Bundespolizei See vergleichbar. Sie sollen laut Werft zum Schutz von Offshore-Anlagen, zur Eindämmung von Schmuggel und Piraterie sowie zur Seenotrettung eingesetzt werden.

Fr, 2016-05-27 11:06
Berlin (dpa)

Dobrindt rechnet mit Fortschritten bei VW-Rückruf

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) rechnet mit Fortschritten beim stockenden Volkswagen-Rückruf wegen des Abgasskandals. Er gehe davon aus, «dass auch die Umrüstung des Passat bald möglich sein wird», sagte Dobrindt der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag). Das Modell sollte bereits im Februar an der Reihe sein, «aber die vorgeschlagene Lösung war noch nicht überzeugend». Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe noch keine Freigabe erteilt. Volkswagen muss eine Software aus 2,5 Millionen Fahrzeugen in Deutschland entfernen, die Abgaswerte verbotenerweise manipuliert.

Dobrindt bekräftigte seine Kritik an Fiat Chrysler. «Wir haben nicht grundlos die italienischen Behörden eingeschaltet.» Konkret geht es um den Verdacht, dass die Abgasreinigung bei einigen Fiat-Modellen nach einer bestimmten Zeit heruntergeregelt wird. Einen Termin mit der Untersuchungskommission des Ministeriums in Berlin hatte Fiat platzen lassen. «Wer sich einer solchen technischen und juristischen Diskussion verweigert, erweckt den Eindruck, dass etwas im Argen ist», sagte Dobrindt.

Opel verhalte sich dagegen «kooperativ». Das Unternehmen hatte zugesagt, binnen 14 Tagen die Funktionsweise einer Abgasreinigung detailliert zu erläutern, bei der das Ministerium in zwei Punkten Zweifel an der Rechtmäßigkeit hat. Dabei geht es um einen Zafira, der bei einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde und geringem Luftdruck etwa ab 1000 Meter Höhe die Abgasreinigung herunterregelt.

Auf die Frage, ob er Hinweise auf weitere Vergehen anderer Hersteller habe, sagte Dobrindt: «Nein, die haben wir zurzeit nicht.» Die Untersuchungskommission bleibe aber bestehen, um mögliche neue Hinweise zu prüfen.

Fr, 2016-05-27 11:56
Stockholm (dpa)

Streit über Alternativen Nobelpreis: Verleihung im Reichstag gestoppt

Stockholm (dpa) - In Stockholm ist ein Streit um den Alternativen Nobelpreis entbrannt. Der Grund: Die prestigeträchtige Auszeichnung soll künftig nicht mehr im schwedischen Parlament verliehen werden. Reichstagspräsident Urban Ahlin habe das nach Rücksprache mit den Parteichefs entschieden, sagte seine Sprecherin am Freitag. «Die Feier wurde viele Jahre lang im Reichstag erlaubt, obwohl das gegen die Regeln zur Nutzung der Reichstagsräume verstößt.»

Gegen die Entscheidung laufen Preisträger und Politiker Sturm. Im «Svenska Dagbladet» warnte die Gruppe von Abgeordneten, die für die Verleihung zuständig ist, am Freitag davor, mit der über 30 Jahre alten Tradition zu brechen. Ihr wichtigstes Argument: «Die Feier im Reichstag gibt verfolgten Preisträgern stärkeren Schutz vor Drohungen und Gewalt.» Zuvor hatte schon das «Aftonbladet» gefordert: «Stoppt den unbegreiflichen Entschluss des Reichstagspräsidenten.»

Mit dem von dem Publizisten Jakob von Uexküll gegründeten Alternativen Nobelpreis - oder Right Livelihood Award - werden jährlich Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden geehrt. 2014 hatte es wegen der Preisvergabe an den US-Whistleblower Edward Snowden aber Ärger gegeben. Damals sollte die Verkündung des Preises aus den Räumen des Außenministeriums verbannt werden.

«Ich glaube, dass der Parlamentspräsident den Preis politisch unbequem findet», sagte der Direktor der Livelihood-Award-Stiftung, Ole von Uexküll, der Deutschen Presse-Agentur. «Das hat sicher auch mit der Auszeichnung von Snowden zu tun.» Ahlins Sprecherin erklärte dagegen: «Es ist wichtig, dass die Reichstagsräume für die Aktivitäten des Reichstags genutzt werden.» Dass im Parlament Platzmangel herrsche, wiesen die Abgeordneten in ihrem Kommentar im «Svenska Dagbladet» aber zurück: Der Saal, in dem die Verleihung stattfinde, stehe «90 Prozent der normalen Arbeitszeit leer».

Fr, 2016-05-27 11:25
Riga/Tallinn (dpa)

Stalins Pfeife - Steinmeier auf Beruhigungstour im Baltikum Von Christoph Sator, dpa

Vor dem Nato-Gipfel geht Steinmeier auf Drei-Länder-Tour durchs Baltikum. Die Sorgen vor Russland sind groß. Was die bevorstehende Entscheidung über die Zukunft der EU-Sanktionen gegen Moskau nicht leichter macht.

Vilnius/Riga/Tallinn (dpa) - Mit dem Auto braucht man eine knappe Stunde, um von Litauens Hauptstadt Vilnius nach Dieveniskes zu kommen. Wörtlich übersetzt: «Gottes Ort». Aber so göttlich ist es dort nicht. Das Städtchen liegt in einem kleinen Zipfel Land, der viele Kilometer weit in das Territorium des großen Nachbarn Weißrussland hineinragt. Heute ist das eine der östlichen Außengrenzen der EU, mit Stacheldraht geschützt.

Der Legende nach entstand der merkwürdige Zipfel, weil 1939, als Hitler-Deutschland und die Sowjetunion Osteuropa unter sich aufteilten, die Pfeife von Sowjet-Diktator Josef Stalin an dieser Stelle auf der Karte lag. Niemand traute sich, sie wegzunehmen. So zog man die Grenze einfach um die Pfeife - und um Dieveniskes - herum.

Heute gibt es wegen der Grenzen in der Region neue Sorgen. Litauen und die beiden anderen Baltenrepubliken Lettland und Estland argwöhnen, dass Russland einen Angriff starten könnte. Die Angst ist nicht mehr so groß wie auf dem Höhepunkt des Ukrainekonflikts, aber weg ist sie nicht. Auf seiner alljährlichen Drei-Länder-Tour durchs Baltikum bekam das Außenminister Frank-Walter Steinmeier deutlich zu hören.

Auf dem nächsten Nato-Gipfel im Juli in Warschau wird das Bündnis deshalb aufrüsten. Ins Baltikum und nach Polen sollen insgesamt vier Bataillone verlegt werden, bis zu 4000 Soldaten. Eine Kompanie der Bundeswehr (150 bis 200 Soldaten) soll die Nato-Truppe in Litauen anführen, der größten Baltenstaat. Noch ist nichts beschlossen. Aber Steinmeier ließ keinen Zweifel daran, dass das so kommen wird.

Damit steht die Nato dann erstmals seit dem Ende des Kalten Kriegs mit größeren Kampfverbänden an der Grenze zu Russland, auf dem Boden früherer Mitglieder des Warschauer Pakts. Für Deutschland ist das eine Gratwanderung. Einerseits will man seine Bündnispflichten erfüllen, andererseits mit Moskau unbedingt im Dialog bleiben. Dafür äußerten die Balten bei Steinmeiers Tour auch durchweg Verständnis.

Was die Sache noch komplizierter macht, sind die Sanktionen, die die EU wegen des russischen Vorgehens im Osten der Ukraine gegen Moskau verhängt hat. Die Strafmaßnahmen gelten aktuell nur noch bis Ende Juli. Falls sich die 28 EU-Staaten nicht allesamt auf eine Verlängerung einigen, laufen sie automatisch aus. Die Entscheidung muss innerhalb der nächsten vier Wochen fallen - also noch vor dem Nato-Gipfel.

Im Moment allerdings ist die EU in dieser Frage alles andere als einig. Länder wie Italien oder Ungarn würden die Sanktionen lieber heute als morgen aufheben, die Baltenrepubliken und Polen sind strikt gegen jede Lockerung. Litauens Außenminister Linas Linkevicius sagte: «Es gibt zur Zeit keinen Grund, die Sanktionen aufzuheben.» Sie seien gegen Russland das «einzige Druckmittel».

Deutschland ist mit seiner Position irgendwo dazwischen - wobei es auch innerhalb der Bundesregierung Unterschiede gibt. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, zugleich Vizekanzler und SPD-Chef, plädierte diese Woche für eine Abschwächung. Kanzlerin Angela Merkel, CDU-Vorsitzende, machte daraufhin sofort «deutliche Fortschritte»  bei der Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarungen für die Ukraine zur Bedingung.

Steinmeier hat nun zur Aufgabe, bei den Vermittlungsversuchen zwischen Moskau und Kiew endlich voranzukommen und zugleich die Europäer zusammenzuhalten. Einfach ist das nicht. Auf seiner Tour durchs Baltikum mahnte er immer wieder: «Sanktionen sind ein Mittel zum Zweck, aber nicht der Zweck an sich.» Als eine Nachfrage kam, antwortete der SPD-Mann schmallippig: «Ich brauche keine Belehrung.»

Die Hoffnung ruht nun darauf, dass es bei den Folgegesprächen von Minsk endlich einmal wieder konkrete Vereinbarungen gibt, idealerweise über ein Wahlgesetz für die umstrittenen Gebiete - und zwar innerhalb der nächsten vier Wochen. Dann ließe sich innerhalb der EU auch eine Lockerung der Sanktionen besser begründen. Aber so richtig groß ist die Hoffnung nicht.

Fr, 2016-05-27 11:21
Berlin (dpa)

Berliner Polizei findet Trüffel im Wert von mehreren Tausend Euro

Berlin (dpa) - Einen ungewöhnlichen Fund haben Polizisten in Berlin-Mitte gemacht: Eine Tasche mit drei Kühlbehältern voller Trüffel. Die Pilze hätten einen geschätzten Wert von mehreren Tausend Euro, teilte die Polizei am Freitag mit. Bislang habe sich noch niemand gemeldet, der den Fund vom Donnerstag vermisse.

Fr, 2016-05-27 10:55
Calais (dpa)

«Dschungel von Calais»: 40 Verletzte bei Schlägerei unter Flüchtlingen

Vor zwei Monaten haben die Behörden einen Teil des Flüchtlingslagers in der französischen Hafenstadt Calais geräumt. Doch noch immer hausen dort Tausende Menschen - und es werden wieder mehr.

Calais (dpa) - Bei einer Massenschlägerei im Flüchtlingscamp von Calais sind 40 Menschen verletzt worden. Etwa 200 bis 300 Migranten seien unter anderem mit Stöcken und Steinen aufeinander losgegangen, berichtete die Präfektur des nordfranzösischen Départements Pas-de-Calais am Freitag. Mehr als 400 Polizisten schritten ein, um die Auseinandersetzung zwischen Afghanen und Sudanesen zu beenden.

Die Behörde sprach von 33 leicht verletzten Flüchtlingen und zwei leicht verletzten Polizisten. Zudem wurden fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation Vie Active verletzt, eine von ihnen schwerer. Es bestehe aber keine Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Präfektur.

Die Schlägerei begann am Donnerstagnachmittag während der Essensausgabe in einem Tageszentrum, das Vie Active im Auftrag des Staates betreibt. Später seien auch mehrere Unterkünfte in der Zelt- und Barackensiedlung angezündet worden, sagte der Sprecher.

Die Grenzen von Großbritannien, das nicht Mitglied im Schengen-Raum ist, werden bereits in Calais kontrolliert. Deswegen sammeln sich seit Jahren Tausende von Flüchtlingen in der Hafenstadt. Sie versuchen, auf Lastwagen zu klettern, um so mit Fähren oder Zügen illegal nach Großbritannien zu gelangen.

Die Zahl der Menschen auf dem als «Dschungel von Calais» bekannten Gelände am Ärmelkanal ist in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. Die Präfektur zählte am 21. Mai 3900 Menschen. Im März waren es 3500, nachdem die Behörden den südlichen Teil des Geländes geräumt hatten. Die Behörde sprach aber von einem begrenzten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo die Zahl der Migranten auf dem Gelände im gleichen Zeitraum explodiert sei.

Der Anstieg, die teilweise elenden Lebensbedingungen und Versuche großer Gruppen, das Gelände am Ärmelkanaltunnel zu stürmen, hatten die Situation im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen gebracht. Daraufhin erhöhten die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen am Tunnel und am Hafen, Hunderte Polizisten schieben Tag für Tag Wache.

Anfang des Jahres wurden für 1500 Menschen Containerunterkünfte eingerichtet, zudem werben die Behörden bei den Migranten dafür, in Aufnahmezentren im ganzen Land umzuziehen und in Frankreich Asyl zu beantragen.

Fr, 2016-05-27 10:07
Calais (dpa)

40 Verletzte bei Schlägerei im Flüchtlingslager von Calais

Calais (dpa) - Bei einer Massenschlägerei im französischen Flüchtlingscamp von Calais sind 40 Menschen verletzt worden. Etwa 200 bis 300 Migranten seien unter anderem mit Stöcken und Steinen aufeinander losgegangen, hieß es am Freitag aus der Präfektur des nordfranzösischen Départements Pas-de-Calais.

Demnach schritten mehr als 400 Polizisten ein, um die Auseinandersetzung zwischen Afghanen und Sudanesen am Donnerstagnachmittag zu stoppen. Die überwiegend Leichtverletzten sind nach Angaben der Behörden 33 Flüchtlinge, zwei Polizisten und fünf Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. In Calais sammeln sich seit Jahren Menschen, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen.

Fr, 2016-05-27 11:00
Frankfurt/Berlin (dpa)

Deutschland ein geteiltes Land: Nord-Süd-Gefälle bei Wirtschaftskraft Von Friederike Marx, dpa

Ein Riss geht durch Deutschland. Der Süden zieht davon. Der Rest hinkt nach wie vor hinterher - so das Ergebnis des «Zukunftsatlas 2016» des Prognos-Instituts. Warum gelingt die Aufholjagd nicht?

Frankfurt/Berlin (dpa) - Boom im Süden, düstere Aussichten in anderen Teilen Deutschlands: Der Graben zwischen reichen Regionen sowie armen Gegenden im Osten, Norden und Westen des Landes ist einer Studie zufolge weiterhin tief. «Die Schere schließt sich nicht. Tendenziell schwächere Regionen haben nicht aufgeholt», sagt Peter Kaiser, Projektleiter des «Prognos Zukunftsatlas 2016». Zwar wächst der Wohlstand in Deutschland - doch nicht überall.

«Starke Industrieunternehmen und Dienstleistungen konzentrieren sich auf Bayern, Baden-Württemberg und Hessen und dort vor allem auf die Metropolen», erläutert Kaiser. Lichtblicke gibt es im Norden mit Wolfsburg (5.) und Hamburg (18.), in Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf (21.) - sie landen immerhin unter den Top 25 des Rankings der 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland.

Die größten Zukunftschancen bescheinigt das Forschungsinstitut dem Landkreis München, gefolgt von der Stadt München und der Stadt Ingolstadt. Düster sieht es dagegen für die drei Ost-Landkreise Stendal in Sachsen-Anhalt, Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern und Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) aus - sie sind die Schlusslichter der Studie für das «Handelsblatt». Aber auch der niedersächsische Kreis Lüchow-Dannenberg landet auf einem der hintersten Plätze (Rang 393).

Nicht nur der Osten werde von starken Regionen in Süddeutschland abgehängt, sondern auch Kreise in West- und Norddeutschland, so das Ergebnis einer Untersuchung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Die größten Probleme: Hohe Arbeitslosigkeit und Kinderarmut sowie steigende Schulden der Kommunen. «Das wirtschaftliche Wachstum der vergangenen Jahre hat in Deutschland nicht zu einem Ausgleich der Disparitäten beigetragen, sondern die bestehenden Ungleichgewichte wurden größer und die Gegensätze verschärften sich», so die Studie.

Was sind die Gründe dafür, dass sich die Schere nicht schließt? Städte wie Oberhausen oder Duisburg kämpfen seit vielen Jahren mit dem Strukturwandel des einst dank Stahl und Kohle boomenden Ruhrgebiets. Projektleiter Kaiser spricht von einem «Teufelskreis» aus hoher Verschuldung, hoher Arbeitslosigkeit und hohen Soziallasten. In den klammen Stadtsäckeln fehlt Geld zur Finanzierung zum Beispiel von Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder oder Kultureinrichtungen - das mindert die Attraktivität des Standortes.

Gering sind der Studie zufolge auch die Zukunftschancen in ländlichen Randlagen fernab der Metropolen - zum Beispiel in Vorpommern, der Eifel oder im Bayerischen Wald. «Die jungen Leute gehen weg, und nur wenige kommen nach der Ausbildung zurück. Die Bevölkerung sinkt», erklärt Kaiser.

Ländliche Region bedeutet allerdings nicht automatisch chancenlos - vor allem nicht, wenn sie im erweiterten Speckgürtel einer Großstadt liegt. So belegt der Landkreis Böblingen im Einzugsgebiet von Stuttgart Platz vier unter den Top Ten.

Auch im Osten ist längst nicht mehr alles grau. «Städte wie Leipzig, Jena, Dresden und Erfurt haben sich in den letzten Jahren nach vorn gearbeitet», sagt Kaiser. Dazu trug auch die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen, zum Beispiel des Chipherstellers Infineon in Dresden bei. Jena wiederum gilt als eines der Zentren der optischen Industrie in Deutschland.

«Ein Patentrezept zur Lösung demografische Probleme abgelegener ländlicher Regionen und des Strukturwandels in Altindustrie-Gegenden gibt es nicht», sagt Kaiser. Bayern investiere allerdings relativ viel in die Strukturförderung.

Bund und Länder ringen derzeit um die Umverteilung zwischen «reichen» und «armen» Ländern. Der seit Jahren umstrittene Finanzausgleich, der die Verteilung der Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen regelt, und der Solidarpakt II laufen 2019 aus.

Die Regierungsbeauftragte Iris Gleicke forderte im vergangenen Jahr anlässlich des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung: «Was unser Land für die Zeit nach dem Solidarpakt braucht, ist eine zuverlässige Förderung der strukturschwachen Regionen, und zwar in Ost und West.»

Fr, 2016-05-27 10:32
Forchheim (dpa)

Staatsschutz ermittelt gegen Buchhändlerin wegen «Mein Kampf»

Forchheim (dpa) - Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem geplanten unkommentierten Nachdruck von Adolf Hitlers Hetzschrift «Mein Kampf» hat die Staatsanwaltschaft nun auch eine Buchhändlerin im Visier. Wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung durchsuchten Ermittler das Anwesen der Frau im oberfränkischen Landkreis Forchheim, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft wegen eines geplanten Nachdrucks der Originalfassung von «Mein Kampf» ermittelt, für den der Leipziger Verlag «Der Schelm» im Internet wirbt. Eine Sprecherin bestätigte einen Zusammenhang mit der Durchsuchung bei der Buchhändlerin. Die Beschuldigte habe ebenfalls online für den Nachdruck geworben. Die Beamten des Staatsschutzes fanden bei ihr zum Beispiel Bestelllisten und Computer mit entsprechenden Daten.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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