Aktuell

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Mi, 2016-02-10 12:07
Nürnberg (dpa)

Boom bei Naturkosmetik geht weiter: Im Vorjahr 10 Prozent Umsatzplus

Nürnberg (dpa) - Das Geschäft mit Naturkosmetik boomt. Allein im Vorjahr setzten die Hersteller mit natürlich hergestellten Shampoos, Körpercremes und Parfüms zehn Prozent mehr um als 2014, teilten Marktforscher zum Auftakt der Naturkosmetik-Messe Vivaness am Mittwoch in Nürnberg mit. Der Umsatz kletterte damit auf 1,1 Milliarden Euro.

Inzwischen mache Naturkosmetik 8,3 Prozent vom gesamten Kosmetikmarkt aus, berichtete Expertin Elfriede Dambacher. Die Branche profitiere davon, dass inzwischen immer mehr junge Menschen zu Naturkosmetik griffen. Am häufigsten gekauft würde die aus Naturprodukten hergestellten Pflege- und Schönheitsprodukte in Drogeriemärkten. Allerdings verzeichne der Online-Handel bei diesen Produkten einen starken Zuwachs.

Mi, 2016-02-10 12:42
Washington (dpa)

Stand der Delegierten bei den US-Vorwahlen

Washington (dpa) - Die Vorwahlen in den Vereinigten Staaten in 50 Bundesstaaten, dem Hauptstadt-District of Columbia und fünf Außengebieten sollen die Kandidaten der beiden großen Parteien herausfiltern. dpa dokumentiert den jeweils aktuellen Stand der Delegierten, die auf den Parteitagen über die Kandidaturen entscheiden werden. Durch Sonderregelungen innerhalb der Parteien und Optionen im Wahlsystem kann sich der Stand im Laufe des Rennens ändern.

Nach zwei Vorwahlen (Iowa, New Hampshire):

Demokraten:

- Hillary Clinton: 38 Delegierte

- Bernie Sanders: 36 Delegierte

Insgesamt auf dem Parteitag (Philadelphia): 4764 Delegierte

Notwendig zur Nominierung: 2382 Delegierte

Auf dem Demokratenparteitag werden auch «Superdelegierte» zugelassen sein - hochrangige oder ehemals hochrangige Parteimitglieder, die nicht durch die Vorwahlen in den Bundesstaaten bestimmt werden. Von den 712 Superdelegierten werden voraussichtlich die meisten für Clinton stimmen.

Republikaner:

- Donald Trump: 18 Delegierte

- Ted Cruz: 10 Delegierte

- Marco Rubio: 9 Delegierte

- John Kasich: 4 Delegierte

- Ben Carson: 3 Delegierte

- Jeb Bush: 3 Delegierte

- Carly Fiorina: 1 Delegierter

- Rand Paul: 1 Delegierter (aus dem Rennen ausgestiegen)

- Mike Huckabee: 1 Delegierter (aus dem Rennen ausgestiegen)

Insgesamt auf dem Parteitag (Cleveland): 2442 Delegierte

Notwendig zur Nominierung: 1237 Delegierte

Quelle: The Greenpapers

Mi, 2016-02-10 12:19
Istanbul (dpa)

Erdogan kritisiert US-Bündnis mit Kurden im syrischen Bürgerkrieg

Istanbul (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Zusammenarbeit der USA mit kurdischen Milizen im syrischen Bürgerkrieg kritisiert. «Ey Amerika, seid ihr auf unserer Seite oder auf der Seite der Terrororganisation PYD und YPG?», sagte Erdogan am Mittwoch vor Bezirksvorstehern in Ankara. Die Kurden-Partei PYD ist der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die USA unterstützen die Kurden-Partei und deren militärischen Arm YPG in Syrien, stufen die PKK jedoch - ebenso wie Europa und die Türkei - als Terrororganisation ein.

Wegen des Streits um die Rolle der Kurden im syrischen Bürgerkrieg hatte das türkische Außenministerium zuvor den US-Botschafter John Bass einbestellt. Hintergrund sind Äußerungen des Sprechers des US-Außenministeriums, John Kirby, vom Montag. Kirby hatte gesagt, anders als die Türkei betrachteten die USA die PYD nicht als Terrororganisation. Kurdische Milizen gingen am effektivsten gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vor und würden von den USA weiter unterstützt.

Die Türkei sieht die kurdischen Milizen an ihren Grenzen als Bedrohung an, genau so wie den IS. In der Südosttürkei geht Ankaras Armee gegen die PKK vor.

Mi, 2016-02-10 12:56
Wismar/Schwerin (dpa)

Brennstoffhersteller German Pellets stellt Insolvenzantrag

Wismar/Schwerin (dpa) - Der Wismarer Brennstoff-Hersteller German Pellets hat am Mittwoch einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgericht prüfe den Antrag jetzt, teilte das Amtsgericht Schwerin mit. Über den Inhalt des Antrags wurden keine Angaben gemacht.

Das Unternehmen hatte seine für Mittwoch anberaumte Gläubigerversammlung in Wismar kurzfristig abgesagt. Auf der Versammlung sollte es um eine Anleihe mit einem Volumen von 52,4 Millionen Euro sein, die zum 1. April hätte zurückgezahlt werden müssen.

Mi, 2016-02-10 12:23
Berlin (dpa)

Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll auch in Konfliktfällen helfen

Ein Tier, das polarisiert, das Emotionen und auch Ängste weckt: Seit der Jahrtausendwende ist der Wolf wieder in Deutschland unterwegs, aber bei vielen Menschen nicht willkommen. Jetzt greift der Bund den fürs «Wolfs-Management» zuständigen Landesbehörden unter die Arme.

Berlin (dpa) - Seit 15 Jahren ist Deutschland wieder Wolfslebensraum - nun soll ein Beratungs- und Dokumentationszentrum des Bundes die wachsenden Populationen beobachten und in Konfliktfällen helfen. Die von vier Institutionen mit hohem wissenschaftlichen Anspruch getragene Koordinationsstelle beim Senckenberg-Museum im sächsischen Görlitz soll die zuständigen Landesbehörden beraten und bundesweit Daten zur Ausbreitung der Wölfe sammeln. Wie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch in Berlin mitteilte, stellt ihr Haus für drei Jahre 425 000 Euro zur Verfügung.

Nach aktuellen Zahlen des Lupus-Instituts für Wolfsmonitoring und -forschung sind bundesweit 31 Rudel und 8 Paare registriert. Experten gehen von insgesamt etwa 80 erwachsenen Wölfen aus. Sie kommen in den östlichen Ländern außer Berlin und zunehmend in Niedersachsen vor.

Die Tiere sind in Deutschland streng geschützt - das heißt, sie dürfen nicht gejagt werden. Trotz einiger Abschüsse durch Wilderer ist die mit Abstand größte Gefahr für Wölfe hierzulande der Straßenverkehr.

Hendricks sagte, die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sei Grund zur Freude für Umweltschützer, aber auch «eine große Herausforderung, weil das Nebeneinander von Mensch und Wolf vielerorts erst wieder neu erlernt werden muss». Sie verwies auf Konflikte mit Nutztierhaltern, Schäfern, Jägern und auch besorgten Anwohnern in Wolfsregionen. «Unsere Aufgabe ist es, diese Konflikte vernünftig zu regeln und möglichst klein zu halten.» Angesichts niedriger Populationszahlen des Wolfes sagte die Ministerin: «Es wird noch lange dauern, bis er in Deutschland wieder einen stabilen Bestand aufbauen kann.»

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, sagte, es habe von 2000 bis 2014 etwa 125 «Übergriffe» von Wölfen auf Nutztiere gegeben. Wölfe, die angeblich Menschen zu nahe gekommen seien, hätten sich in der Regel später als wildernde Hunde entpuppt. Hendricks und Jessel verwiesen auf klare Verhaltensregeln für einen Kontakt zwischen Mensch und Wolf. «Nicht der Wolf ist das Problem, sondern unser Umgang mit ihm», sagte die BfN-Chefin.

Mi, 2016-02-10 12:59
Peking (dpa)

Erster Zika-Fall in China entdeckt - Mit Bakterien gegen Mücken

China wappnet sich gegen das Zika-Virus. Versuchsweise werden mit Bakterien infizierte Mückenmännchen ausgesetzt, um die Population zu verringern. Die erste Infektion brachte ein Reisender mit.

Peking (dpa) - Zum ersten Mal ist in China Behörden zufolge eine eingeschleppte Zika-Infektion nachgewiesen worden. Ein 34-Jähriger habe das Virus im Januar von einem Besuch aus Venezuela mitgebracht, berichteten die Gesundheitsbehörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua vom Mittwoch. Der Mann habe nach der Rückkehr plötzlich unter Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein gelitten. Am 6. Februar sei er im Kreis Ganxian in der ostchinesischen Provinz Jiangsu in Quarantäne gesteckt worden. Er habe sich seither schon wieder erholt.

Die Gesundheitskommission in Peking betonte, dass das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus wegen der niedrigen Temperaturen «extrem gering» sei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde bereits informiert. «Mit dem Ausmaß der Reisen zwischen China und Südamerika waren importierte Zika-Fälle zu erwarten», sagte der WHO-Repräsentant in China, Bernhard Schwartländer, in Peking.

Der Erreger steht im Verdacht, bei einer Infizierung von Schwangeren starke Schädelfehlbildungen bei deren Babys auszulösen (Mikrozephalie). Die Kinder kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt. Geistige Behinderungen sind meist die Folge. Allerdings kann Mikrozephalie auch andere Ursachen haben, etwa Medikamente. Normalerweise verursacht das Zika-Virus eher harmlose, grippeähnliche Symptome. Die meisten Infizierten erkranken nicht.

Das gegenwärtige Risiko eines großen Zika-Ausbruchs in China sei «gering», da das Virus vor allem von Gelbfieber-Mücken (Aedes aegypti) übertragen werde und im Winter keine Brutzeit für Mücken sei, sagte WHO-Vertreter Schwartländer. «Chinas Behörden sind auf diesen Fall und weitere importierte Fälle vorbereitet.» Bei der Ausbreitung des Dengue-Fiebers in der Südprovinz Guangdong habe China auch große Erfolge im Kampf gegen diese Mücke gehabt, worauf aufgebaut werden könne, sagte der WHO-Vertreter.

Im März ist ein weiterer Feldversuch in Südchina geplant, um die Mückenpopulation zu reduzieren, sagte der Professor für Mikrobiologie an der Sun Yat-sen Universität in der südchinesischen Metropole Guangzhou (Provinz Guangdong), Xi Zhiyong, der Zeitung «China Daily». Millionen von gezüchteten, männlichen Mücken mit Wolbachia-Mikroben sollen ausgesetzt werden. Die Eier der Weibchen, die sich mit diesen Männchen paarten, seien unfruchtbar, was die Population reduziere.

Bei einem Versuch im vergangenen Jahr habe die Mückenpopulation mit dieser Methode um 90 Prozent reduziert werden können, was einen lokalen Ausbruch des Dengue-Fiebers eingedämmt habe, sagte der Wissenschaftler.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

- 60 %

PRODUKT
der Woche

Kalender 2016 Seltene Haustierrassen

29,50 €
12,00 €

Es ist mal wieder so weit: neues Jahr, neuer Kalender – mit 27 zauberhaften Porträts seltener, bedrohter Haustierrassen wie Poitou-Esel, Vorwerkhuhn, Burenziege, Angler Sattelschwein, Schleswiger Kaltblut und vielen anderen.

Jetzt bestellen
Mi, 2016-02-10 12:29
Washington (dpa)

Stand der Delegierten bei den US-Vorwahlen

Washington (dpa) - Die Vorwahlen in den Vereinigten Staaten in 50 Bundesstaaten, dem Hauptstadt-District of Columbia und fünf Außengebieten sollen die Kandidaten der beiden großen Parteien herausfiltern. dpa dokumentiert den jeweils aktuellen Stand der Delegierten, die auf den Parteitagen über die Kandidaturen entscheiden werden. Durch Sonderregelungen innerhalb der Parteien und Optionen im Wahlsystem kann sich der Stand im Laufe des Rennens ändern.

Nach zwei Vorwahlen (Iowa, New Hampshire):

Demokraten:

- Hillary Clinton: 38 Delegierte

- Bernie Sanders: 36 Delegierte

Insgesamt auf dem Parteitag (Philadelphia): 4764 Delegierte

Notwendig zur Nominierung: 2382 Delegierte

Auf dem Demokratenparteitag werden auch «Superdelegierte» zugelassen sein - hochrangige oder ehemals hochrangige Parteimitglieder, die nicht durch die Vorwahlen in den Bundesstaaten bestimmt werden. Von den 712 Superdelegierten werden voraussichtlich die meisten für Clinton stimmen.

Republikaner:

- Donald Trump: 18 Delegierte

- Ted Cruz: 10 Delegierte

- Marco Rubio: 9 Delegierte

- John Kasich: 4 Delegierte

- Ben Carson: 3 Delegierte

- Jeb Bush: 3 Delegierte

- Carly Fiorina: 1 Delegierter

- John Kasich: 1 Delegierter

- Rand Paul: 1 Delegierter (aus dem Rennen ausgestiegen)

- Mike Huckabee: 1 Delegierter (aus dem Rennen ausgestiegen)

Insgesamt auf dem Parteitag (Cleveland): 2442 Delegierte

Notwendig zur Nominierung: 1237 Delegierte

Quelle: The Greenpapers

Mi, 2016-02-10 12:15
Fukushima (dpa)

Betreiber: Lage in Atomruine Fukushima «stabilisiert»

Fukushima (dpa) - Rund fünf Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat sich die Lage in der Atomruine nach Ansicht des Betreiberkonzerns Tepco «stabilisiert». Die Bedingungen auf dem Gelände der Anlage seien «wirklich stabil», versicherte der Leiter des zerstörten AKW, Akira Ono, am Mittwoch bei einer Besichtigungstour für eine Gruppe ausländischer Journalisten. Die Arbeiten zur Stillegung seien zu «rund zehn Prozent» bewältigt, sagte der Tepco-Manager. Die vollständige Stillegung wird schätzungsweise noch 30 bis 40 Jahre dauern. Die größte Herausforderung sei weiterhin die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den zerstörten Reaktorblöcken, über deren Verbleib noch keine volle Klarheit herrsche, sagte Ono.

Mi, 2016-02-10 12:24
Seoul (dpa)

Südkorea stoppt Betrieb von Industriepark in Nordkorea

Der 2004 geöffnete Industriepark im nordkoreanischen Kaesong war das letzte große Gemeinschaftsprojekt zwischen Süd- und Nordkorea - und ein Symbol der Annäherung. Jetzt entschied Südkorea die Schließung.

Seoul (dpa) - Nach Nordkoreas jüngstem umstrittenen Raketenstart will Südkorea den Nachbarn von einer wichtigen Devisenquelle abschneiden und stoppt deshalb den Betrieb ihres gemeinsamen Industrieparks. Damit Gelder des Fabrikparks in Kaesong nicht für das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm genutzt werden, habe die südkoreanische Regierung beschlossen, den Komplex «komplett zu schließen». Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit. Nordkorea sei darüber informiert worden. Der grenznahe Komplex befindet sich auf nordkoreanischem Gebiet. 

Als weitere Sanktion verstärkte Südkoreas Militär außerdem die Propaganda-Beschallung Nordkoreas an der Grenze, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte. Aus mehreren Lautsprecher-Batterien sendet Südkorea seit einem weltweit kritisierten Atomtest Nordkoreas im Januar bereits laute Popmusik über die Grenze und strahlt Sendungen mit Kritik am kommunistischen Regime in Pjöngjang aus. 

Auch Japan verschärfte seine Sanktionen gegen Pjöngjang. Nach Angaben des Außenministeriums in Tokio werden unter anderem Überweisungen und Bargeldsendungen eingeschränkt. Nordkoreanische Schiffe dürften außerdem nicht mehr japanische Häfen anlaufen.  

Südkoreas Vereinigungsministerium warf Nordkorea vor, durch seine Provokationen den Frieden in der Region zu gefährden. Kurz nach seinem vierten Atomtest habe das Land eine Langstreckenrakete gestartet und damit wiederholte Warnungen der internationalen Staatengemeinschaft in den Wind geschlagen.

Nordkoreas Start der Weltraumrakete am Sonntag hatte weltweit Empörung ausgelöst. Während Pjöngjang von einem «legitimen Recht auf Weltraumforschung» sprach, sieht die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer atomar bestückbaren Langstreckenrakete.

Bis zum heutigen Tag flossen Nordkorea nach den südkoreanischen Angaben durch den Kaesong-Komplexes 616 Milliarden Won (458 Millionen Euro) zu, hieß es. Der 2004 geöffnete Fabrikpark in einer Sonderzone der nordkoreanischen Stadt Kaesong war das einzige größere Wirtschaftsprojekt, das beide Staaten noch gemeinsam betrieben. Mehr als 50 000 Nordkoreaner arbeiteten dort zuletzt für 124 südkoreanische Unternehmen, die von den niedrigen Löhnen im abgeschotteten Nachbarland profitieren. Hergestellt wurden unter anderem Textilien, Schuhe und Haushaltsgeräte. Eine Vereinigung der Unternehmen in Kaesong rief die Regierung in Seoul auf, die Schließung zu überdenken. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

weiterlesen

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde
Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Außerdem Interessant

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Außerdem Interessant

Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Helsinki soll Mensch und Umwelt zugute kommen.

weiterlesen

Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

 

Außerdem Interessant

Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA: Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen: Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

1 2 3
Mi, 2016-02-10 12:50
Fukushima (dpa)

Betreiber: Lage in Atomruine Fukushima «stabilisiert»

Vor fünf Jahren verursachte ein Erdbeben und gewaltiger Tsunami einen Super-Gau im japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Heute hat sich die Lage dort verbessert. Doch Tausende von Arbeitskräften kämpfen weiter tagtäglich mit gewaltigen Herausforderungen.

Fukushima (dpa) - Rund fünf Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat sich die Lage in der Atomruine nach Ansicht des Betreiberkonzerns Tepco «stabilisiert». Die Bedingungen auf dem Gelände der Anlage seien «wirklich stabil», versicherte der Leiter des zerstörten AKW, Akira Ono, am Mittwoch bei einer Besichtigungstour für eine Gruppe ausländischer Journalisten. Die Arbeiten zur Stilllegung seien zu «rund zehn Prozent» bewältigt, sagte der Tepco-Manager. Die vollständige Stilllegung wird schätzungsweise noch 30 bis 40 Jahre dauern. Die größte Herausforderung sei die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den zerstörten Reaktoren, über deren Verbleib noch keine volle Klarheit herrsche, sagte Ono.

Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein gewaltiger Tsunami den Nordosten Japans verwüstet und im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi einen Super-Gau verursacht. Fünf Jahre danach sind tagtäglich etwa 7000 Arbeitskräfte von Tepco sowie angeheuerten Vertragsunternehmen in der Atomruine im Einsatz. Ein Großteil der Trümmer ist zwar beseitigt und etwa 95 Prozent des Geländes der Atomruine mit einer Betonschicht überzogen, um zu verhindern, dass Regenwasser in den Boden dringt. 

Dennoch bestehen weiter große Herausforderungen, darunter die Bewältigung der gewaltigen Mengen verstrahlten Wassers. Täglich fließen Hunderte Tonnen Grundwasser auf das Gelände der Atomruine, ein Teil davon gelangt in die Untergeschosse der Reaktoren. Dort mischen sie sich mit Wasser, mit dem Tepco die Reaktoren kühlt. Ein Großteil des dadurch radioaktiv belasteten Wassers wird nach Durchlaufen eines Filtersystems in Wassertanks zwischengelagert - inzwischen 750 000 Tonnen. Die Kapazität liegt bei 850 000 Tonnen; Tepco will sie auf 950 000 Tonnen erhöhen. Der Platz für immer mehr Tanks sei aber beschränkt, räumte Ono ein. 

Ein Eiswall aus gefrorenem Boden um die Reaktoren herum soll nun den ständigen Zufluss von Grundwasser stoppen. Die Installation sei am Vortag abgeschlossen worden, sagte Ono. 1500 Rohre ragen zu diesem Zweck ins Erdreich und wurden mit Kühlflüssigkeit gefüllt. Nun warte man auf die staatliche Genehmigung zur Inbetriebnahme. Man hoffe, dass dies zum März erfolge, sagte der Manager. Ein erneutes starkes Erdbeben und ein Tsunami stellten zwar ein Risiko dar, wobei die Wahrscheinlichkeit sehr gering sei, sagte Ono. Doch etwas ähnliches wie vor fünf Jahren werde nicht passieren, da die Energie im AKW inzwischen deutlich gesunken sei. 

Mi, 2016-02-10 13:01
Paris (dpa)

Fabius tritt als Außenminister ab - Wechsel in Verfassungsrat

Die Gerüchteküche weiß es schon länger: Frankreichs Außenminister Fabius wechselt aus der Regierung in den Verfassungsrat. Als Nachfolgerin wird Hollandes Ex-Partnerin Royal gehandelt.

Paris (dpa) - Außenminister Laurent Fabius verlässt die französische Regierung. Der 69-Jährige wechselt von seinem Regierungsposten in den Verfassungsrat des Landes. Präsident François Hollande kündigte am Mittwoch in Paris an, Fabius zum Präsidenten des obersten Entscheidungsgremiums für Verfassungsfragen ernennen zu wollen.

Über einen solchen Wechsel war schon lange spekuliert worden. Fabius beendete die Mutmaßungen am Mittwoch nach der Zusammenkunft der Regierung: Auf die Frage, ob dies seine letzte Kabinettssitzung gewesen sei, antwortete er im Hof des Élyséepalastes mit «Ja». Offen blieb zunächst, ob Hollande diesen Abgang zum Anlass für größere Veränderungen im Kabinett nimmt.

Fabius ist seit der Präsidentschaftswahl 2012 Außenminister und gilt als einer der erfahrensten Politiker im Kabinett. Der Sozialist war unter Präsident François Mitterrand von 1984 bis 1986 Regierungschef und amtierte von 2000 bis 2002 als Finanz- und Wirtschaftsminister. Zuletzt wurde ihm seine Arbeit als Präsident der UN-Klimakonferenz in Paris als Erfolg angerechnet, bei der sich erstmals fast alle Staaten der Welt auf Klimaschutz verpflichteten.

Noch vor Bestätigung des Wechsels zog Fabius eine positive Bilanz seiner Zeit im nach dem Seine-Ufer Quai d'Orsay genannten Amtssitz. Das Außenministerium habe gute Arbeit geleistet, auf die Frankreich stolz sein könne, sagte er im Fernsehen. Den Vorsitz der Klimakonferenz werde er bis zum November behalten. Regierungssprecher Stéphane Le Foll erläuterte, Fabius werde Minister bleiben, solange er nicht die für den Wechsel zum Verfassungsrat notwendigen Anhörungen vor Ausschüssen von Nationalversamlung und Senat absolviert habe.

Nach Spekulationen französischer Medien könnte die bisherige Umweltministerin Ségolène Royal neue Außenministerin werden. Die frühere Lebensgefährtin von Hollande ist auch Mutter der vier gemeinsamen Kinder. Seitdem Premierminister Manuel Valls Anfang der Woche eine für Freitag geplante Reise nach Stuttgart aus Termingründen abgesagt hatte, brodelt die Gerüchteküche über eine mögliche größere Kabinettsumbildung.

Die neunjährige Amtszeit von Fabius' Vorgänger als Präsident des Verfassungsrates, Jean-Louis Debré, läuft in diesem Jahr aus. Er war 2007 vom damaligen Präsidenten Jacques Chirac berufen worden.

Ein Auftritt in Deutschland steht Fabius als Außenminister noch bevor. Gemeinsam mit UN-Klimachefin Christiana Figueres erhält er am Samstag den Ewald-Kleist-Preis der Münchner Sicherheitskonferenz. Mit der Auszeichnung würden die Verdienste um den neuen Weltklimavertrag geehrt, teilten die Organisatoren in München mit. Der Preis ist benannt nach dem Gründer der Sicherheitskonferenz, Ewald von Kleist.

Mi, 2016-02-10 12:08
Istanbul (dpa)

25 Tote bei Militäreinsatz in Südosttürkei

Istanbul (dpa) - Bei der Militäroffensive gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK in der Südosttürkei sind seit Dienstag 22 PKK-Kämpfer und drei Soldaten getötet worden. Die türkischen Streitkräfte teilten am Mittwoch mit, in der Provinz Sirnak hätten Soldaten sieben PKK-Kämpfer am Grenzübertritt aus Syrien hindern wollen. Bei den anschließenden Gefechten sei ein Soldat getötet worden. Zwei weitere Soldaten seien bei Kämpfen in der Stadt Cizre und im Viertel Sur in der Kurdenmetropole Diyarbakir getötet worden. Die Armee habe in den Bezirken seit Dienstag zudem 22 Kämpfer «eliminiert».

Cizre und das Viertel Sur in Diyarbakir stehen seit Dezember unter Ausgangssperre. Sicherheitskräfte liefern sich dort sei Wochen Gefechte mit PKK-Anhängern.

Das Schicksal von mehr als 20 Verletzten, die nach Oppositionsangaben seit mehr als zwei Wochen in einem Keller in Cizre ausharren, ist weiter unklar. Nach Angaben des Chefs der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP, Selahattin Demirtas, sind Dutzende weitere Einwohner in Häusern eingeschlossen. Demirtas hatte am Dienstag in Ankara gesagt, er vermute, dass viele inzwischen von Sicherheitskräften getötet wurden, und warf der Regierung ein «Massaker» vor.

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

weiterlesen

 

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

weiterlesen

Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

1 2 3
Mi, 2016-02-10 12:42
Damaskus (dpa)

Mehr als 500 Tote bei Kämpfen nahe Aleppo

Damaskus (dpa) - Bei heftigen Kämpfen nördlich der syrischen Großstadt Aleppo sind in den vergangenen Tagen mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern der Regime-Offensive mit Unterstützung russischer Luftschläge seien über 100 Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Die meisten Todesopfer stammten mit 274 von der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundenen Al-Nusra-Front. Aufseiten der Regierungstruppen seien 143 Kämpfer gestorben.

Seit Anfang Februar rücken die Einheiten von Machthaber Baschar al-Assad in der Schlüsselregion mit russischer Hilfe gegen Rebellen vor. Die massiven Bombardements Russlands zwangen Zehntausende Bewohner zur Flucht in Richtung Türkei. Trotz internationaler Appelle verweigert die Türkei ihnen an der Grenze aber bislang die Einreise.

Mi, 2016-02-10 11:50
Paris (dpa)

Fabius gibt Ausscheiden aus französischer Regierung bekannt

Paris (dpa) - Frankreichs Außenminister Laurent Fabius scheidet aus der Regierung aus. Auf die Frage, ob dies seine letzte Kabinettssitzung gewesen sei, antwortete Fabius am Mittwoch in Paris mit «Ja». Präsident François Hollande kündigte an, Fabius zum Präsidenten des französischen Verfassungsrates ernennen zu wollen.

Der frühere Premierminister Fabius (1984-1986) ist seit Hollandes Amtsantritt 2012 französischer Außenminister. Zuletzt wurde ihm seine Arbeit als Präsident der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris als Erfolg angerechnet.

Nach Spekulationen französischer Medien könnte die bisherige Umweltministerin Ségolène Royal neue Außenministerin werden. Die frühere Lebensgefährtin von Hollande ist auch Mutter von vier gemeinsamen Kindern.

Mi, 2016-02-10 11:06
Brüssel (dpa)

Nato will multinationale Truppe für das östliche Bündnisgebiet

Brüssel (dpa) - Die Nato will in Reaktion auf die Politik von Russlands Präsident Wladimir Putin zusätzliche Truppen ins östliche Bündnisgebiet schicken. «Ich erwarte, dass die Verteidigungsminister beschließen, unsere Präsenz im östlichen Teil der Allianz zu verstärken», sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch zum Auftakt eines Ministertreffens in Brüssel. Diese werde die klare Botschaft aussenden, dass die Nato auf jegliche Art von Aggression gegen einen Alliierten reagieren werde.

Die zusätzliche Präsenz solle nach Angaben von Stoltenberg über eine multinationale Truppe gestellt werden. Details nannte er zunächst aber nicht. Nach Angaben aus Bündniskreisen sollen die zusätzlichen Soldaten in Ländern wie Polen sowie Lettland, Estland und Litauen stationiert werden. Diese Staaten fühlen sich von der aktuellen russischen Politik besonders bedroht. Hintergrund ist vor allem der Ukraine-Konflikt, in dem Russland die Separatisten unterstützt.

Mi, 2016-02-10 11:24
Augsburg/Wolfsburg (dpa)

VW: Kein Verkauf der MAN-Maschinensparte, Schlussstrich mit Suzuki

Im riesigen Autoreich von VW wirkt die Maschinensparte der Tochter MAN für manche Beobachter wie ein Fremdkörper. Doch man will daran festhalten. Mit Ex-Partner Suzuki ist die Trennung dagegen endgültig.

Augsburg/Wolfsburg (dpa) - Der Autoriese Volkswagen will auf die traditionsreiche Maschinensparte der Tochter MAN nicht verzichten, hat sich vom früheren Partner Suzuki jetzt aber endgültig losgesagt.

Ein Verkauf des MAN-Maschinengeschäfts stehe nach wie vor nicht zur Debatte, hieß es am Mittwoch aus der Konzernpressestelle für den Nutzfahrzeugbereich in Wolfsburg. Tags zuvor waren erneut Gerüchte kursiert, das Unternehmen erwäge, diesen Bereich bei MAN abzustoßen. «Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Weder MAN Diesel & Turbo noch unsere Beteiligung Renk stehen zum Verkauf», betonte eine Sprecherin.

Der VW-Betriebsrat hatte bereits am Dienstagabend einen solchen Deal deutlich zurückgewiesen. «MAN Diesel & Turbo ist eine absolute Perle», sagte ein Sprecher des Konzernbetriebsrats auf Anfrage. «Natürlich gibt es da viele Interessenten. Schon allein deshalb kommt für uns ein Verkauf nicht infrage.» Vorangegangen waren Berichte, wonach Interessenten für MAN Diesel & Turbo Milliardenbeträge böten.

MAN ist vor allem für seine Lkw und Busse bekannt, die Münchner stellen aber unter anderem auch Industriediesel-Motoren her. Produziert werden zudem Turbomaschinen für die Öl- und Gasindustrie. MAN gilt als Weltmarktführer für Schiffsdiesel. Die Tochter Renk ist für Antriebstechnologien und Getriebe zuständig.

Der Sprecher des von Bernd Osterloh geführten Betriebsrates betonte aber die wichtige geschäftspolitische Funktion der Sparte fern des Autobaus. «Diversifizierung ist und bleibt eines unserer strategischen Ziele. Die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat steht heute und morgen fest zu unserem Maschinenbaubereich.»

Der VW-Konzern hat mit dem Abgas-Skandal zu kämpfen. Spekulationen über Verkäufe einzelner Pkw-Marken oder über einen Börsengang für die Nutzfahrzeugholding mit MAN und Scania machen allenthalben die Runde.

Die gemeinsame Arbeit mit dem japanischen Kleinwagenspezialisten ist derweil definitiv Geschichte. Beide Autobauer wollen mit einer Schadenersatz-Zahlung der Japaner einen Schlussstrich unter ihre verunglückte Partnerschaft ziehen. Suzuki kündigte am Mittwoch an, im Zuge einer Einigung eine «bestimmte Summe Geld» an VW zu überweisen.

Details nannte der Konzern nicht. Das Geld soll bis Ende März fließen. Bei VW hieß es: «Volkswagen und Suzuki haben sich heute im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung über alle noch offenen Fragen aus dem Schiedsspruch vom August 2015 geeinigt.»

Die Deutschen und die Japaner hatten 2009 eine Allianz vereinbart, bei der VW rund ein Fünftel der Anteile an Suzuki erwarb. Suzuki erhielt wiederum 1,5 Prozent der VW-Aktien. Beide Unternehmen hatten aber unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Zusammenarbeit.

Mi, 2016-02-10 11:37
Berlin (dpa)

Von der Leyen wirft Russland Zynismus in Syrien-Krise vor

Berlin (dpa) - Kurz vor den Syrien-Verhandlungen in München hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen das russische Vorgehen in dem Konflikt als zynisch kritisiert. «Russland treibt ein doppeltes Spiel», sagte die CDU-Politikerin der Wochenzeitung «Die Zeit». «Es überzieht einerseits die Bevölkerung von Aleppo mit einem Bombenteppich - und setzt sich gleichzeitig bei den Wiener Friedensgesprächen dafür ein, dass in Syrien nicht jede staatliche Ordnung verloren geht und zwischen den Konfliktparteien wieder Vertrauen entsteht.»

Die internationale Gemeinschaft lotet am Donnerstag in München die Chancen für eine Wiederaufnahme der Syrien-Friedensgespräche aus. An der Konferenz nehmen Außenminister und andere hochrangige Vertreter aus 17 Staaten teil, darunter die USA, Russland, Saudi-Arabien, Iran und die Türkei. Diese fünf Länder haben eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen um ein Ende des seit fünf Jahren andauernden Bürgerkriegs. Deutschland wird von Außenminister Frank-Walter Steinmeier vertreten.

Die Friedensgespräche in Genf waren vor einer Woche nach nur fünf Tagen abgebrochen worden und sollen möglichst am 25. Februar fortgesetzt werden. In München sollen nun die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Es wird vor allem um eine bessere humanitäre Versorgung notleidender Menschen und die Vorbereitung eines Waffenstillstands gehen.

Mi, 2016-02-10 11:03
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Prozess gegen mutmaßliche Terrorhelfer gestartet

Düsseldorf (dpa) - Fünf mutmaßliche Helfer verschiedener islamistischer Terrormilizen stehen seit Mittwoch in Düsseldorf vor Gericht. Die Verteidiger stellten beim Prozessauftakt im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts drei Ablehnungsanträge gegen die Vorsitzende Richterin Ute Hohoff. Sie kritisierten dabei die vom Senat angeordneten Sicherheitskontrollen. 

Aus der Gruppe der Angeklagten heraus sollen junge Kämpfer aus Deutschland sowie Geld und Ausrüstung wie etwa 15 Krankenwagen auf die Schlachtfelder in Syrien geschickt worden sein. Als Hauptbeschuldigter gilt ein 59-Jähriger aus Bergisch Gladbach. Er soll seinen Sohn ins Kriegsgebiet geschickt und später dessen Tod bejubelt haben. 

Den vier Männern und einer Frau wird in wechselnder Beteiligung Unterstützung der Gruppen Islamischer Staat, Soldaten Syriens und Islamische Bewegung der Freien Männer Großsyriens vorgeworfen.

Die Anklage der Bundesanwaltschaft ist nach Verteidigerangaben fast 200 Seiten stark, die Hauptakten umfassen 80 000 Seiten, die Protokolle der Telefonüberwachung 150 000 Seiten. 

Mi, 2016-02-10 11:27
Berlin (dpa)

Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll auch in Konfliktfällen helfen

Berlin (dpa) - Fünfzehn Jahre nach der Rückkehr des Wolfs in Deutschland startet das Bundesumweltministerium mit dem Aufbau eines Beratungszentrums. Es soll auch bei Konflikten mit den Raubtieren helfen. Die von vier Institutionen mit hohem wissenschaftlichen Anspruch getragene Koordinationsstelle im sächsischen Görlitz solle «die zuständigen Landesbehörden bei offenen Fragen rund um den Wolf beraten und bundesweit Daten zur Ausbreitung des Wolfes sammeln», erklärte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch in Berlin. Ihr Haus stellt zunächst für drei Jahre 425 000 Euro zur Verfügung.

Nach aktuellen Zahlen des Lupus-Instituts für Wolfsmonitoring und -forschung sind bundesweit 31 Rudel und 8 Paare registriert. Experten gehen von insgesamt etwa 80 erwachsenen Wölfen aus. Die Tiere sind in Deutschland streng geschützt. Sie kommen in den östlichen Bundesländern außer Berlin und zunehmend auch in Niedersachsen vor.

Hendricks sagte, die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sei Grund zur Freude für Naturschützer, aber auch «eine große Herausforderung, weil das Nebeneinander von Mensch und Wolf vielerorts erst wieder neu erlernt werden muss». Sie verwies auf Konflikte mit Nutztierhaltern, Hirten, Jägern und auch besorgten Anwohnern in Wolfsregionen. Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, sagte: «Der Beratungsbedarf ist besonders zu den konfliktträchtigen Aspekten des Wolfsmanagement gewachsen.»

Mi, 2016-02-10 11:20
Abuja (dpa)

Nigerias Militär befreit fast 300 Boko-Haram-Geiseln

Abuja (dpa) - Die nigerianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei zwei Einsätzen 284 Menschen aus der Gewalt der islamistischen Terrormiliz Boko Haram befreit. Dabei wurden auch 25 Kämpfer der Extremisten getötet, acht weitere konnten festgenommen werden, wie Militärsprecher Sani Usman am Mittwoch erklärte.

Bei einem Einsatz im Ort Budumri im Bundesstaat Borno im Nordosten des Landes konnte das Militär demnach am Montag 103 Menschen befreien. Im Ort Bolungu gelang es den Streitkräften bei der Aushebung einer Terrorzelle, 181 Geiseln zu befreien. Die befreiten Geiseln werden Usman zufolge medizinisch untersucht und sollen nach ihrer Identifizierung in Vertriebenenlager gebracht werden.

Bei dem Einsatz in Budumri seien 25 Kämpfer getötet worden, erklärte er. Usman machte keine Angaben zu möglichen Verlusten auf Seiten der nigerianischen Streitkräfte.

Bundespräsident Joachim Gauck besucht derzeit Nigeria. Er rief am Mittwoch in der Hauptstadt Abuja zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus und zur Bekämpfung von Fluchtursachen auf.

Mi, 2016-02-10 11:54
Berlin (dpa)

Börsenabsturz lässt deutsche Wirtschaft kalt

Die Turbulenzen an den Aktienmärkten können dem Optimismus in den Unternehmen noch nichts anhaben, glaubt der DIHK. Mehr Kummer bereitet der Wirtschaft die schwarz-rote Koalition.

Berlin (dpa) - Der Absturz an den Börsen ist nach Einschätzung der Wirtschaft keine unmittelbare Gefahr für den robusten Aufschwung in Deutschland. In einer DIHK-Konjunkturumfrage schätzen die mehr als 27 000 befragten Firmen aus dem Mittelstand ihre Geschäftslage so gut ein wie noch nie.

Die Börsenentwicklungen zeigten eher die Verunsicherung an den Märkten, ein Überspringen auf die produzierende Wirtschaft sei derzeit unwahrscheinlich. «Unter dem Strich sprechen die positiven Geschäftserwartungen gegen einen Konjunkturabsturz», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, am Mittwoch in Berlin.

Der DIHK bestätigte seine Prognose aus dem Herbst, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,3 Prozent zulegen könnte. Das ist eine vorsichtige Schätzung. Die Bundesregierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) erwarten bis zu 1,7 Prozent - in dieser Größenordnung war Europas Volkswirtschaft bereits im abgelaufenen Jahr gewachsen.

Jedoch blicken nicht alle Firmen optimistisch nach vorne. Fast jedes zweite Unternehmen bewertet die Wirtschaftspolitik der schwarz-roten Bundesregierung als Aufschwungrisiko Nummer eins. Die Unternehmen fürchten neben steigenden Kosten bei der Energiewende weitere Vorschriften auf dem Arbeitsmarkt, etwa Einschränkungen bei Zeitarbeit und Werkverträgen: «Wir haben eine super Lage, aber verhaltene Erwartungen», sagte Wansleben.

Dementsprechend zurückhaltend wollen die Betriebe investieren. «Das ist eine schlechte Nachricht.» Angesichts billiger Kredite und des großen Nachholbedarfs seien mehr Investitionen wichtiger denn je. Auf dem Arbeitsmarkt hält die gute Entwicklung noch an. Nach DIHK-Schätzung entstehen weitere 220 000 neue Stellen - mittelfristig rechnen Experten aber wieder mit höheren Arbeitslosenzahlen, weil viele anerkannte Asylbewerber nicht so rasch einen Job finden dürften.

Die Milliardengelder von Bund, Ländern und Kommunen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise stützen aber die Konjunktur - der DIHK beziffert den Wachstumseffekt in diesem Jahr beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 0,3 Prozentpunkte.

Wie ein kostenloses Konjunkturprogramm wirkt seit längerem der drastische Verfall der Ölpreise. Der Wirtschaft wird es dabei allmählich mulmig: «Wir haben nichts gegen billiges Öl - aber ganz so billig muss es nicht sein», meinte Wansleben. Der Absturz der Preise überfordere viele Volkswirtschaften, was neue Risiken hervorbringen könnte.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Seiten