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So, 2016-06-26 05:45
Hamburg (dpa)

Heizkosten sinken stark für Besitzer von Ölheizungen

Hamburg (dpa) - Mildes Wetter und fallende Preise für Öl und Gas entlasten die Verbraucher in Deutschland bei den Heizkosten. Ein Musterhaushalt von drei bis vier Personen in einem Einfamilienhaus mit Gasheizung musste nach Berechnungen des Internet-Portals Verivox in der abgelaufenen Heizperiode durchschnittlich 1147 Euro bezahlen. Das war ein Rückgang um vier Prozent gegenüber der Vorperiode. Viel billiger aber war es mit Öl: Hier wurden nur 826 Euro fällig, ein Rückgang um 29 Prozent. Unter dem Strich sei das Heizen mit Gas in der Heizsaison 2015/16 um rund 40 Prozent teurer gewesen als mit Öl, sagte Verivox-Sprecher Florian Krüger.

So, 2016-06-26 06:01
Mallorca (dpa)

Parknot und miese Stimmung am Traumstrand Mallorcas Von Stephanie Schuster, dpa

Der Strand von Es Trenc mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser darf in keinem Mallorca-Reiseführer fehlen. Doch die Schließung zweier illegaler Großparkplätze in den Dünen sorgt für Ärger.

Palma de Mallorca (dpa) - Eine Urlauberfamilie aus Heidelberg lädt Sonnenschirm, Luftmatratzen und Kühlbox aus dem Kofferraum - der Strandtag kann endlich beginnen. «Aber wir mussten 20 Minuten rumkurven, bis wir eine freie Parklücke fanden», erzählt der Vater sichtlich genervt und sucht nach Münzen für den Parkscheinautomat. Dass Stellplätze in Ses Covetes, direkt an Mallorcas Traumstrand Es Trenc, inzwischen Mangelware sind, wusste der Deutsche nicht.

«Früher war hier Platz für 2000 Autos», sagt Roberto, der seit Jahren in der Bar «La Mar de Bo» arbeitet. Er meint zwei Großparkplätze direkt hinter den Dünen. Doch die ließ der Inselrat im Herbst 2014 schließen - weil sie illegal in einem Schutzgebiet errichtet worden waren. Seitdem gibt es in Ses Covetes nur noch die rund 250 gebührenpflichtigen Parkplätze am Straßenrand. 

Bereits im vergangenen Sommer war es regelmäßig zum Verkehrschaos gekommen. Manchmal blieb der Polizei keine andere Wahl, als kurzerhand die Zufahrtsstraße zu schließen, viele Strandbesucher mussten wieder kehrt machen. Nun bahnt sich zwar eine Rekordsaison an - doch Rekordumsätze sind nicht in Sicht. «Hier müsste es an einem Tag im Juni um die Mittagszeit brechend voll sein», sagt Roberto und zeigt auf die Terrasse, auf der die Hälfte der Tische verwaist ist.

Über gar 70 Prozent weniger Umsatz klagt der Betreiber der Strandbar «Es Murters», wo die Gäste die Füße in den Sand stecken und den Blick aufs türkisblaue Meer genießen können. «Wirklich weh tut mir, dass ich dieses Jahr gezwungen war, fünf Mitarbeiter weniger als sonst einzustellen.» Für die Menschen in der Gemeinde, wo es kaum Hotels und schon gar keine Bettenburgen gebe, sei der Es-Trenc-Strand eine wichtige Einnahmequelle.

Die Balearen-Regierung will den rund fünf Kilometer langen Naturstrand und das dahinter liegende Dünensystem zum Naturpark erklären. In den im März vorgestellten Plänen vorgesehen sind auch mehrere Parkplätze für maximal 1500 Autos. Mehr Besucher seien dem Strand ohnehin nicht zuzumuten, heißt es offiziell. Bisweilen strömen an Hochsommertagen allerdings bis zu 8000 Badegäste zum Es Trenc - und deshalb sind dringend Übergangslösungen gefragt.

Zunächst wollte die Inselregierung mit Pendelbussen zwischen dem etwa acht Kilometer entfernten Dorf Campos und Ses Covetes Abhilfe schaffen. Nun will man es ab dem ersten Juli-Wochenende mit Mini-Bussen versuchen. Mallorcas Umweltverband Gob lobte das Vorhaben ausdrücklich wegen seiner Nachhaltigkeit.

Bar- und Restaurantbetreiber sind einem Bericht der «Diario de Mallorca» zufolge aber skeptisch. «Welcher Gast nimmt denn bitte einen Bus, um hierher zum Mittagessen zu fahren und dann abzuwarten, wann wieder ein Bus zurückgeht», kritisierte einer der Wirte.

Die Blechlawine rollt indes weiter. Ein Grundstücks-Eigentümer hat sich vor Kurzem erbarmt und die Eisenkette an der Zufahrt zu einer holprigen, von Pinienwald umgebenen Freifläche entfernt. Zwei Polizisten beobachten von ihrem Wagen aus, wie sich der Parkplatz nach und nach füllt. Da er kostenlos ist, müssen sie das dulden.

So, 2016-06-26 05:00
Rostock (dpa)

Experten warnen: Kinder von Übergewichtigen gefährdet

Zu viele Kilos auf den Rippen? Das hat nach neueren Forschungen nicht nur Folgen für Schwangere, sondern auch für den Nachwuchs.

Rostock (dpa) - Frauen können mit ihrer Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit die Gesundheit ihrer Kinder maßgeblich beeinflussen. Dies gelte nicht nur für die Gesundheit des Nachwuchses in der Zeit des Wachstums, negative Einflüsse können weit bis ins spätere Erwachsenenalter reichen, sagte Jan Däbritz, Ernährungsspezialist und Vizechef der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Rostock, der Deutschen Presse-Agentur.

«Die Schwangere ist in der Pflicht: Studien belegen, dass an der Einschätzung, dass übergewichtige Mütter auch übergewichtige Kinder haben, durchaus etwas dran ist.» Die Folgen später im Erwachsenen-Alter können unter anderem Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck oder Infarkte sowie Diabetes sein.

Hintergrund sei die sogenannte metabolische Programmierung. Diese besage, dass Inhaltsstoffe von Lebensmitteln zu genetischen Veränderungen führen können. Diese werden zwar nicht weitervererbt, sie können aber Einfluss auf das Ablesen von Genen haben. Dies wiederum habe Auswirkungen auf die Produktion von Proteinen oder Enzymen. Dabei sei kein einzelnes Lebensmittel als «schlecht» zu bezeichnen, betonte Däbritz. Es gehe vielmehr um das allgemein ungesunde Ernährungsverhalten und das viel zu hohe Energieangebot, das mit der Nahrung aufgenommen wird.

Diese Einschätzung wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) geteilt. Starkes Übergewicht während der Schwangerschaft erhöhe auch das Risiko für Komplikationen bei der Geburt für Mutter und Kind. «Vor dem Hintergrund, dass bereits jede dritte bis vierte Frau in Deutschland im gebärfähigen Alter übergewichtig ist, handelt es sich potenziell um ein gesundheitspolitisches Problem mit erheblichem Ausmaß», sagte DGE-Sprecherin Antje Gahl. Schwangere müssten auch nicht für zwei essen, so viel mehr Energie werde in der Schwangerschaft nicht gebraucht. Prävention beginne bereits im Mutterleib, fasste die Expertin zusammen.

Es ist nach Ansicht von Däbritz die Pflicht von Frauenärzten, Schwangere auf die Bedeutung der Ernährung hinzuweisen. So gehöre etwa Fisch mit seinen wichtigen Fettsäuren auf den Speiseplan, um Beeinträchtigungen der Hirnentwicklung der Ungeborenen zu verhindern.

So, 2016-06-26 04:55
Berlin (dpa)

Festival ohne Konzerte - Donnerwetter trifft auch den Süden

Heftiger Regen verscheucht Musikfans beim «Hurricane» - auch Karl May fällt ins Wasser. Bringt der Sonntag Ruhe an der Wetterfront?

Berlin (dpa) - Wetterkapriolen mit Starkregen und Sturmböen haben in Deutschland vielerorts für enttäuschte Gesichter gesorgt. So ging der zweite Tag des «Hurricane»-Festivals im niedersächsischen Scheeßel ohne ein einziges Konzert zu Ende. Nach mehreren Unwettern vom Anreisetag Donnerstag an hatten heftige Regengüsse Festival- und Camping-Gelände unter Wasser gesetzt. Nachdem der Beginn des Programms am Samstag mehrmals verschoben worden war, sagten die Veranstalter die Konzerte für Samstag am Abend komplett ab. Einige Musikfans feierten bei der Aftershowparty trotzdem - in Matsch und Regen.

Die Karl-May-Spiele von Bad Segeberg hielten bis zur Pause durch - danach war Schluss. Wegen des starken Regens war ein Weiterspielen in dem Freilichttheater unmöglich, wie die Veranstalter am Samstagabend entschieden. «Bei diesem sintflutartigen Regen, der da plötzlich einsetzte, konnten wir nur absagen», sagte Geschäftsführerin Ute Thienel später. Trotz der Unwetter tagsüber waren am Abend rund 7000 Zuschauer in die Arena am Kalkberg in Schleswig-Holstein gekommen.

In Straubing in Niederbayern machte das schlechte Wetter den Besuchern eines Volksfestes einen Strich durch die Rechnung. Familien mit kleinen Kindern wurden am Samstagabend aufgefordert, nach Hause zu gehen. Bei den Rettungskräften in der Region gingen in der Zeit von 18.30 bis 22.30 Uhr rund 420 Notrufe ein, wie die Polizei mitteilte. Der Regen machte Straßen unbefahrbar und flutete Keller. Blitze schlugen in Gebäude. Kleinere Orte waren am Abend ohne Strom.

Beim Public Viewing des deutschen EM-Spiels gegen die Slowakei am Sonntagabend in Berlin wird es dem Deutschen Wetterdienst zufolge kühl, trübe und verbreitet regnerisch sein. Eine leichte Jacke und einen Regenschirm sollten Fußballfans bei Temperaturen um die 20 Grad dabei haben.

Beim «Southside Festival» in Baden-Württemberg waren bereits am Freitagabend 82 Musikfans verletzt worden, davon kamen 25 laut Veranstaltern leicht verletzt ins Krankenhaus. Das Festival wurde abgebrochen. Das Gelände sehe «zermalmt» aus, so als sei jemand «mit einem Bagger darin rum gefahren - fürchterlich», sagte ein Gast.

So, 2016-06-26 04:30
Inn (dpa)

«Eine Geisterstadt» - Simbach einen Monat nach der Flut Von Britta Schultejans, dpa

Anfang Juni riss eine verheerende Flut den Alltag in Simbach mit sich. Einen Monat später ist er noch nicht zurückgekehrt.

Simbach am Inn (dpa) - Der 2. Juli sollte ein Neuanfang werden für Anna Kluchan und ihren Mann: Der Tag, an dem die beiden endlich in ihr Haus mitten in der Innenstadt von Simbach ziehen wollten. In liebevoller und jahrelanger Arbeit hatten sie das alte Haus renoviert, im Untergeschoss ihr Geschäft eingerichtet. Oben wollten sie wohnen. Doch kurz vor dem Tag, auf den sie so hingefiebert hatte, steht Anna Kluchan jetzt vor den Trümmern ihrer Existenz.

Die Flut, die vor einem Monat - am 1. Juni - durch Simbach stürzte, hat ihren gesamten Besitz mit sich gerissen, ihre Zukunft und ihre Träume. «Wir haben jetzt zwei Jahre das Haus renoviert, jede freie Minute darin verbracht - und jetzt, wo es fertig war, ist alles den Bach runtergegangen - im wahrsten Sinne», sagt sie. «Aus eigenen Kräften werden wir das nicht wieder aufbauen können.»

Als die Flut kam, sei sie mit ihrem Mann auf dem Friedhof gewesen. «Es war der Sterbetag meiner Schwiegermutter.» Im Radio hätten sie dann davon gehört, was in Simbach los ist. Zu ihrem Haus seien sie da schon nicht mehr durchgekommen, retten konnten sie nichts. «Alle Sachen sind weggeschwemmt und durch Simbach durchgeschleust worden.»

Sie und ihr Mann warten nun auf die versprochene staatliche Hilfe. «Das wird schon eine Zeit dauern, bis die Kraft wieder zurückkommt», sagt Kluchan und schaut die Straße hinunter, an der sich bis vor wenigen Wochen Geschäft an Restaurant reihte. «Für mich ist unsere Einkaufsstraße jetzt eine Geisterstadt.»

Überall türmen sich Schuttberge, Bauarbeiter in Schutzkleidung kämpfen sich durch die Häuser, entfernen den Putz von den Wänden. Bagger und Lastwagen an jeder Straßenecke. Das Surren von Lüftern, die die Wände trocknen sollen, ist allgegenwärtig. Um Häuser, auf denen «Gesperrt - Lebensgefahr» steht, machen die Arbeiter einen Bogen.

Dutzende Häuser sind nach Angaben des Landratsamtes Rottal-Inn nach den verheerenden Unwettern, die sieben Menschen das Leben kosteten, einsturzgefährdet, einige Gebäude mussten bereits abgerissen werden. Insgesamt wurden mehr als 11 Millionen Euro Soforthilfe an die betroffenen Haushalte ausgezahlt.

Eine gute Nachricht: Wasser- und Stromversorgung sind wieder hergestellt. Nach Einschätzung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sind aber noch rund 30 Haushalte nicht versorgt, weil die Hausanschlüsse kaputt sind. Ein Shuttle-Bus bringt diejenigen, die kein Wasser haben, abends zwischen 17 und 22 Uhr kostenlos zum Duschen ins Schwimmbad.

«Die Bandbreite reicht von Aktionismus bis zur völligen Lethargie, bis zur Verzweiflung», sagt Herbert Wiedemann vom BRK über den Seelenzustand der betroffenen Simbacher. «Es sind dramatische und auch hoch traumatische Situationen.» Manche müssten erst ihre «Identität wiederbeschaffen», sagt er. «Die haben ja nichts mehr.» Bis zu 400 Häuser seien derzeit noch nicht oder nur sehr eingeschränkt bewohnbar. «Häuser kann man reparieren, Seelen reparieren dauert länger.»

Besonders schwer sei die Situation für alte Menschen, die nicht einmal - wie die meisten Berufstätigen - in einen Arbeitsalltag zurückfinden können. Er erzählt von einem älteren Ehepaar, das bei der Flut sein gesamtes Hab und Gut verloren habe - und kurz danach von einer sehr traurigen medizinischen Diagnose bei einem der beiden erschüttert worden sei. «Das sind Dimensionen, die schon mehr als unter die Haut gehen, wenn jemand dann so doppelt getroffen ist.»

Seit dem Schicksalstag am 1. Juni ist zwar schon viel passiert in Simbach - aber der Weg ist noch weit. «Ich hab gedacht, das sieht hier aus wie ein Kriegsgebiet», sagt der junge Mitarbeiter einer Telekommunikationsfirma, der aus Nürnberg nach Simbach gekommen ist, um die Telefonleitungen zu reparieren.

Etwas von der Simbacher Innenstadt entfernt hat der Alltag sich ein wenig zurückgekämpft in den Ort. Dort feiern Abiturienten lautstark, dass sie es geschafft haben. Sie stehen auf dem Schulhof des Schulzentrums, das am 1. Juni stundenlang quasi von der Außenwelt abgeschnitten war, weil die Wassermassen die Zufahrtsstraßen mit sich gerissen hatten.

So, 2016-06-26 05:00
Washington (dpa)

Der Brexit der Insel: Menetekel für die Weltmacht USA? Von Martin Bialecki, dpa

Zwischen Briten-Brexit und US-Wahl gibt es reichlich Parallelen. Sie gehen über das Blond Boris Johnsons und Donald Trumps weit hinaus. Diese Beziehung könnte wirklich «speziell» werden.

Washington (dpa) - Sein ganzes Gewicht hatte Barack Obama in diese Frage geworfen, und nichts hat es geholfen. Überraschend scharf und unzweideutig hatte er sich in London neben einem rosige Zuversicht ausstrahlenden David Cameron gegen den Brexit gestellt. Ein Vierteljahr später kann der US-Präsident den scheidenden Briten nur ein bedauerndes «trotzdem» hinterherwinken: Die «special relationship» beider Länder bleibe gewiss bestehen. Trotz Brexits.

Das mag sein, aber vielleicht wird sie viel spezieller als von ihm gemeint. Der Ausgang des Referendums der ehemaligen Kolonialherren ist für die Weltmacht vor ihrer Wahl im November ein Menetekel.

Mit sicherem Gespür für den Augenblick ließ sich Donald Trump nach der Abstimmung aus Schottland vernehmen. Vollkommen ruhig, höflich und selbstgewiss, die weiße «Make America Great Again»-Mütze tief in der Stirn: So mache man das, großartig, diese Briten, hätten sich ihr Land zurückgenommen, und im Spätherbst werde er dieses Werk in den USA vollenden.

Die Parallelen sind augenfällig.

Die Bevölkerung in weiten Teilen tief verunsichert von der Hyperglobalisierung. Weiße Wähler mittleren Alters fühlen sich abgehängt und alleine. Löhne stagnieren, das Thema Einwanderung höchst kontrovers. Nackter Populismus, das Spiel mit rassistischen Ressentiments, Fakten werden ignoriert, die Eliten sind entkoppelt von der breiten Bevölkerung. Gekrönt wird das von dem vielleicht Linderung versprechenden Gefühl, aus irgendwas austreten zu müssen.

Was den Briten der Brexit, könnte den USA Trumps Isolationismus werden. Wer sich von der oberflächlichen Betrachtung des erstaunlichen Haars Boris Johnsons und Donald Trumps löst, sich den einen als Premier denkt und den anderen als Präsident, dem erscheint eine «special relationship» beider Länder in besonderem Licht.

Das riskante Unbekannte siegt über den Status Quo, wie die «New York Times» schreibt, alle Expertise wird beiseitegewischt für den Wandel («Washington Post»): Wenn «Hauptsache, anders!» die Überschrift dieses US-Wahljahres bleibt, wird es für die Demokraten am 8. November schwer. Dringend müsste Hillary Clinton die viele Millionen zählende Anhängerschaft Bernie Sanders' einbinden, will sie nicht als kühle Staatsfrau von der Wut versengt werden, die Trumps Glut angesteckt hat. Der Linke Sanders adressiert genau jene Probleme, die auch im Vereinigten Königreich eine große Rolle gespielt haben.

Die Amerikaner interessiert nur bedingt, was außerhalb ihrer Grenzen passiert. Dabei trifft der EU-Austritt Großbritanniens die USA hart. Nicht nur für die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP ist dieses Ergebnis Senkblei. Auch die gewohnt enge Zusammenarbeit der Geheimdienste wird überprüft werden.

Die beiden Länder sind sich kulturell nah, militärisch enge Verbündete, wirtschaftlich geschätzte Partner, über die Finanzmärkte bis in die Altersvorsorge hinein finanziell verwoben.

Der «New Yorker» schrieb zum Votum gallig: «Die Briten haben nun jedes Recht verloren zu behaupten, dass die Amerikaner dümmer sind als sie.» Man könne nur hoffen, dass sich das im November wieder ändere.

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So, 2016-06-26 03:23
Straubing (dpa)

Gewitter treffen Niederbayern - Retter im Dauereinsatz

Straubing (dpa) - Eine Unwetterfront mit Starkregen und Sturmböen ist am Samstagabend über Niederbayern gezogen. Bei den Rettungskräften gingen in der Zeit von 18.30 bis 22.30 Uhr rund 420 Notrufe ein, wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte. Der heftige Regen machte Straßen unbefahrbar, flutete Keller und bereitete einem Volksfest in Straubing ein vorzeitiges Ende. Blitze schlugen in Gebäude, richteten aber keinen großen Schaden an. Kleinere Orte waren am Abend noch ohne Strom. In Obernzell stürzte ein Baum auf ein Auto und verletzte einen Insassen leicht. Ein Krankenhaus meldete einen Wassereinbruch. Zur Höhe des entstanden Schadens machte die Polizei noch keine Angaben.

So, 2016-06-26 04:00
Ulm (dpa)

Gänsehaut gefällig? Stadtführung mit Gruselfaktor Von Nico Pointner, dpa

Ein wenig Gänsehaut statt trockener Geschichte? Erlebnisführungen sind in, ob mit dem Segway oder mit dem Nachtwächter. Unterwegs mit einer fröhlichen Leichengräberin in Ulm.

Ulm (dpa) - Gaby Fischer sieht gar nicht so schrecklich aus, eher fröhlich. Ein bisschen will sie ihre Kunden aber doch das Gruseln lehren. Die 52-Jährige trägt schwere Stiefel, eine Schaufel, eine Lampe und einen dunklen Umhang, sie steht im Ulmer Viertel «Auf dem Kreuz» und beginnt gerade ihre Tour. «Es ist 1895», sagt sie, und stellt sich ihrer Gruppe als Leichensagerin Ersebeth vor. Als Gesinde müsse sie hier am Stadtrand leben, klagt sie und lehnt sich auf ihren Spaten.

Leichensager mussten früher bei einem Todesfall im Dorf herumgehen und traurige Botschaften übermitteln. Auch Ersebeth läuft von Haus zu Haus, und ihre Geschichten sind eher düster: Längst verstorbene Mönche geistern dabei um alte Kapellen, Soldaten erstechen ihre Geliebten. Es geht um Meuchelmord und den Schwarzen Tod. 90 Minuten Gruseln in Ulm - alles historisch belegt, versichert Ersebeth.

Erlebnisführungen sind im Kommen, ob mit dem Segway oder mit dem Nachtwächter. «Der Trend geht eindeutig zu Themenführungen», bestätigt Sonja Wagenbrenner, Bundesverband der Gästeführer in Deutschland. Egal ob man an der Mosel mit einem VW-Käfer durch Weinberge fährt, eine Krimitour durch die Münster Innenstadt macht oder in der Gruppe durch Berlin joggt. «Die Leute haben nicht nur ein Bedürfnis nach Information, sondern auch nach Unterhaltung», sagt Wagenbrenner. «Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.»

Auch dunkle Kapitel der Stadtgeschichte sind beliebt, Geschichte mit etwas Gänsehaut. In Tuttlingen in Baden-Württemberg gibt es meist in der Herbstzeit eine gruselige Nacht-und-Nebel-Tour, auch in Bad Waldsee treiben Hexen und sogar der Teufel für Touristen ihr Unwesen. In Köln können Stadtbesucher Hexenverbrennung und Folter hautnah erleben.

Die Ulmer Leichensagerin Ersebeth besucht die Kohlgasse, das Hafenbad, die Bockgasse, sie erzählt ihren Gästen von Waisenhäusern, vom abgebrannten Stadttheater. «Normalerweise muss man am Boden beppen bleiben, so viel Blut ist hier geflossen», kommentiert sie in einer Seitenstraße.

Kurz darauf spricht die Leichengräberin über die mittelalterliche Justiz. «Diebe und Soldaten landeten am Galgen, Münzfälscher wurden ertränkt, Mörder geköpft», erzählt sie. An der nächsten Station erklärt sie, wie man sich am besten vor der Pest schützt - etwa waren nur sechs Leute zur Beerdigung erlaubt, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

«Meine Tochter steht gerade auf Grusel», sagt Carmen Stimpfle. Die 47-Jährige aus Illertissen hat schon Nachtwächtertouren mit blutverschmierten Laiendarstellern mitgemacht. «Man denkt, man ist mittendrin», sagt sie.

Zwischen 25 und 30 Gäste führt Fischer normalerweise herum. «Gerade mit der Gruselführung kriegen wir viele junge Leute», sagt Fischer alias Ersebeth. «Unser vordergründiges Ziel ist es Geschichte, unterhaltsam zu vermitteln.»

Die gelernte Industriekauffrau rasselte beim ersten Mal durch die Prüfung zur Gästeführerin. «Zu wenig seriös, zu flapsig», erzählt sie. Ihr waren die üblichen Führungen zu trocken. «In der klassischen Rolle mit den Jahreszahlen bin ich nicht daheim.» Mit Erlebnisführungen füllt sie nun mit ihrem Kollegen Jörg Zenker (alias Totengräber Theophrast) eine Marktlücke in der Donaustadt.

Es ist 19.27 Uhr, Ersebeth schreitet rasch zum letzten Punkt der Führung auf dem Stadtfriedhof. Die Gruppe trottet hinterher. «Ich bring euch jetzt noch kurz um die Ecke», scherzt sie.

Fischer verkleidet sich nur einmal im Monat als Leichensagerin. Sonst zeigt sie Fremden als Wirtin, Henkerin oder Nachtwächterin ihre Stadt. In ihrem Wagen hat sie eine Schandgeige, ein Henkersschwert, einen Spaten, eine Hellebarde, drei Gewänder immer dabei. Sie führt auf dem Segway durch die Stadt, löst mit Kindern Rätsel um Sherlock Holmes, unterhält auf Geburtstagen und Firmenevents. «Alles, was Spaß macht», sagt sie. Sogar auf echten Beerdigungen hält sie Trauerreden. «Schwätzen kann ich.»

So, 2016-06-26 03:00
Rostock (dpa)

Falsche Ernährung kann Ungeborenen schaden

Rostock (dpa) - Frauen können mit ihrer Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit die Gesundheit ihrer Kinder maßgeblich beeinflussen. Dies gelte nicht nur für die Gesundheit des Nachwuchses in der Zeit des Wachstums, negative Einflüsse können weit bis ins spätere Erwachsenenalter reichen, sagte Jan Däbritz, Ernährungsspezialist und Vizechef der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Rostock, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Schwangere ist in der Pflicht: Studien belegen, dass an der Einschätzung, dass übergewichtige Mütter auch übergewichtige Kinder haben, durchaus etwas dran ist.»

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

Außerdem Interessant

Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Außerdem Interessant

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

Außerdem Interessant

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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So, 2016-06-26 03:00
Panama-Stadt (dpa)

Erweiterter Panamakanal öffnet seine Schleusentore

Nach neun Jahren Bauzeit wird der erweiterte Panamakanal eröffnet. Künftig sollen auch große Schiffe der Postpanamax-Klasse die Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik passieren können. Die Kanalverwaltung rechnet mit einer Verdoppelung des Frachtdurchsatzes.

Panama-Stadt (dpa) - Die «Cosco Shipping Panama» wird am Sonntag Schifffahrtsgeschichte schreiben. Der Frachter soll als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal zwischen Atlantik und Pazifik passieren. «Ich bin schon häufig durch den Panamakanal gefahren, aber der Kapitän des ersten Schiffes zu sein, das den ausgebauten Panamakanal passiert, wird eine unvergleichliche Erfahrung», sagte Kapitän Jude Rodrigues vor seiner Abfahrt aus dem griechischen Piräus.

Die «Cosco Shipping Panama» wird am Morgen (Ortszeit) auf der Atlantikseite die Schleusen von Agua Clara passieren, dann durch den Gatún-See und den engen Culebra Cut fahren und am Nachmittag an den Schleusen von Cocolí nahe Panama-Stadt auf der pazifischen Seite erwartet. Zu der Zeremonie haben sich 62 internationale Delegationen, mehrere Präsidenten und zahlreiche Wirtschaftvertreter angekündigt.

Der Ausbau der nach dem Suezkanal zweitwichtigsten Wasserstraße der Welt dauerte neun Jahre und kostete mindestens 5,25 Milliarden US-Dollar. Insgesamt waren rund 40 000 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Sie räumten 150 Millionen Kubikmeter Erde und Geröll ab und verbauten zwölf Millionen Tonnen Zement sowie 192 000 Tonnen Stahl.

Der Ausbau war nötig geworden, weil immer größere Schiffe gebaut werden. «Darauf mussten wir reagieren, sonst wären wir irgendwann für die Schifffahrtsunternehmen uninteressant geworden», sagte der stellvertretende Chef der Kanalverwaltung, Manuel Benítez, der Deutschen Presse-Agentur.

Künftig können auch Frachter der sogenannten Postpanamax-Klasse mit bis zu 14 000 Containern den Kanal befahren. Bislang wurden nur Schiffe mit maximal 4400 Containern geschleust. Auch Tanker beispielsweise für Flüssiggas können nun die kosten- und zeitsparende Route durch den mittelamerikanischen Isthmus wählen.

Nach der Erweiterung können wieder 96 Prozent aller Schiffe, die auf den Weltmeeren unterwegs sind, durch den Panamakanal geschleust werden. Die Kanalverwaltung rechnet mit einer Verdoppelung des Frachtdurchsatz von derzeit 300 Millionen Tonnen pro Jahr auf 600 Millionen Tonnen.

«Vor über 100 Jahren hat das Dampfschiff «Ancón» Geschichte geschrieben, als es als erstes durch den Panamakanal fuhr», sagte der Chef der Kanalverwaltung Jorge Quijano bei der Verabschiedung der «Cosco Shipping Panama» in Piräus. «Jetzt werden wir den maritimen Welthandel komplett verändern.»

So, 2016-06-26 00:39
(dpa)

Zu viel Regen - «Hurricane» ohne ein einziges Konzert

Scheeßel (dpa) - Der zweite Tag des «Hurricane»-Festivals im niedersächsischen Scheeßel ist ohne ein einziges Konzert zu Ende gegangen. «Liebe Gäste, mit sehr, sehr viel Bedauern, müssen wir Euch mitteilen, dass unser Veranstaltungsgelände die zusätzlichen Wassermassen nicht bewältigen konnte», hieß es am Samstag in einer Mitteilung des Veranstalters.

Nach mehreren Unwettern vom Anreisetag Donnerstag an hatte der viele Regen Festival- und Camping-Gelände unter Wasser gesetzt. Nachdem der Beginn des Programms am Samstag mehrmals nach hinten verschoben worden war, sagten die Veranstalter die Konzerte für Samstag am Abend schließlich komplett ab.

Feuerwehr und THW sollten in der Nacht das Gelände «spielbereit» machen, damit das Programm am dritten und letzten Tag am Sonntag wie geplant stattfinden könne, hieß es.

Angekündigt für Samstag waren 38 Bands und Künstler, darunter The Prodigy, The Offspring und Frank Turner. Am Samstagabend feierten die noch verbliebenen Musikfans bei der Open-Air-Aftershowparty - im Regen und Matsch.

Sa, 2016-06-25 22:34
Charleston/Bakersfield (dpa)

Flut im Osten, Feuer im Westen: Mindestens 25 Tote in den USA

Im Osten der Vereinigten Staaten regnet es zu viel, im Westen zu wenig. Tödliche Überschwemmungen in West Virginia und Waldbrände in Kalifornien sind die Folge.

Charleston/Bakersfield (dpa) - Bei Überschwemmungen im US-Staat West Virginia sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte das Gouverneursbüro am Samstagnachmittag (Ortszeit), nachdem in anderen Berichten zuvor sogar von 26 Toten die Rede gewesen war. Gouverneur Earl Ray Tomblin rief in 44 Bezirken den Notstand aus. Unterdessen wüteten im trockenen Pazifikstaat Kalifornien Waldbrände. Mindestens zwei Menschen verloren dort ihr Leben, Hunderte mussten aus ihren Häusern fliehen.

Die Überschwemmungen im östlichen Appalachenstaat West Virginia wurden von ungewöhnlich heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen ausgelöst. Die Wassermassen rissen Menschen mit sich und spülten Häuser fort. Hinzu kamen Erdrutsche und Schlammlawinen. Neben vielen Häusern seien auch Straßen und Bahngleise zerstört worden, schilderte der Gouverneur. Zehntausende Menschen waren ohne Strom.

In Elkview nordöstlich der Hauptstadt Charleston saßen fast 500 Menschen mehr als 24 Stunden lang in einem Einkaufszentrum fest, weil Hochwasser eine Zufahrtsbrücke zum Einsturz gebracht hatte. Mitarbeiter der staatlichen Katastrophenschutz-Behörde mussten eine provisorische Schotterstraße anlegen, um die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben von Meteorologen war der Pegel des Elkview River zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen um mehr als acht Meter gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Im weiter nördlich gelegenen Ravenswood wurde ein vierjähriger Junge vor den Augen seines Großvaters von den Fluten mitgerissen, wie die Zeitung «Charleston Gazette-Mail» berichtete. Rettungskräfte fanden die Leiche des Kindes am Freitag.

Derweil waren im kalifornischen Lake Isabella etwa 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um die sich schon auf gut 12 000 Hektar ausbreitenden Flammen einzudämmen. Etwa 100 Gebäude in dem rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles gelegen Brandgebiet wurden zerstört, weitere 1500 waren nach Angaben der Feuerwehr gefährdet.

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Sa, 2016-06-25 21:11
Charleston/Bakersfield (dpa)

Flut im Osten, Feuer im Westen: Mindestens 28 Tote in den USA

Im Osten der Vereinigten Staaten regnet es zu viel, im Westen zu wenig. Tödliche Überschwemmungen in West Virginia und Waldbrände in Kalifornien sind die Folge.

Charleston/Bakersfield (dpa) - Bei Überschwemmungen im US-Staat West Virginia sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete der Sender CNN am Samstag unter Berufung auf Behördenangaben. Gouverneur Earl Ray Tomblin rief in 44 Bezirken den Notstand aus. Unterdessen wüteten im trockenen Pazifikstaat Kalifornien Waldbrände. Mindestens zwei Menschen verloren dort ihr Leben, Hunderte mussten aus ihren Häusern fliehen.

Die Überschwemmungen im östlichen Appalachenstaat West Virginia wurden von ungewöhnlich heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen ausgelöst. Die Wassermassen rissen Menschen mit sich und spülten Häuser fort. Hinzu kamen Erdrutsche und Schlammlawinen. Neben vielen Häusern seien auch Straßen und Bahngleise zerstört worden, schilderte der Gouverneur. Zehntausende Menschen waren ohne Strom.

In Elkview nordöstlich der Hauptstadt Charleston saßen fast 500 Menschen mehr als 24 Stunden lang in einem Einkaufszentrum fest, weil Hochwasser eine Zufahrtsbrücke zum Einsturz gebracht hatte. Mitarbeiter der staatlichen Katastrophenschutz-Behörde mussten eine provisorische Schotterstraße anlegen, um die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben von Meteorologen war der Pegel des Elkview River zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen um mehr als acht Meter gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Im weiter nördlich gelegenen Ravenswood wurde ein vierjähriger Junge vor den Augen seines Großvaters von den Fluten mitgerissen, wie die Zeitung «Charleston Gazette-Mail» berichtete. Rettungskräfte fanden die Leiche des Kindes am Freitag.

Derweil waren im kalifornischen Lake Isabella etwa 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um die sich schon auf gut 12 000 Hektar ausbreitenden Flammen einzudämmen. Etwa 100 Gebäude in dem rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles gelegen Brandgebiet wurden zerstört, weitere 1500 waren nach Angaben der Feuerwehr gefährdet.

Sa, 2016-06-25 20:36
Brüssel (dpa)

Wieder Anti-Terroraktionen in Belgien

Belgien kommt nicht zur Ruhe. Bei erneuten Anti-Terror-Razzien gibt es Festnahmen.

Brüssel (dpa) - In Belgien hat es wieder Anti-Terroraktionen gegeben. Nach Razzien in Tournai im Süden des Landes und im ostbelgischen Verviers wurden zwei Männer in Haft genommen. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft einer terroristischen Gruppe angehören.

Nähere Angaben zu möglichen Anschlagsplänen machten die Ermittler nicht. Bei den Razzien in der Nacht zum Samstag seien weder Waffen noch Explosivstoffe gefunden worden. In Medienberichten war zunächst von drei Festnahmen in Tournai die Rede gewesen, die Staatsanwaltschaft bestätigte dies nicht.

Laut Nachrichtenagentur Belga gab es keine Hinweise darauf, dass ein Anschlag auf eine öffentliche Übertragung des EM-Spiels Belgien gegen Ungarn am Sonntagabend geplant war.

Bereits am vergangenen Wochenende war die Polizei massiv gegen Terror-Verdächtige vorgegangen. Zwölf Menschen wurden bei Durchsuchungen festgenommen.

In Belgien gilt Terrorwarnstufe 3 von insgesamt 4. Das bedeutet, dass eine Terrorattacke möglich und wahrscheinlich ist. Bei Anschlägen am Brüsseler Flughafen sowie in einer Metrostation in der Innenstadt hatten Selbstmordattentäter am 22. März 32 Menschen mit in den Tod gerissen.

Sa, 2016-06-25 19:12
Mogadischu (dpa) 

Tote bei Bombenanschlag auf Hotel in Mogadischu

Wieder trifft es ein Hotel in Mogadischu. Der Anschlag trägt den Schriftzug der Terrororganisation Al-Shabaab. Die Islamisten wollen ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter töten.

Mogadischu (dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Zunächst zündeten islamistische Angreifer am Samstag vor dem Eingang eine Autobombe, dann stürmten Bewaffnete das bei Geschäftsleuten und Ausländern beliebte Hotel, wie Polizeivertreter Abdullahi Barise berichtete. Mindestens 20 Menschen wurden teils schwer verletzt und in einem nahen Krankenhaus behandelt. 

Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Ob und wie viele Menschen noch im Hotel Nasa-Hablood waren, blieb zunächst unklar. Hinter dem Anschlag nahe der sogenannten Kreuzung Kilometer vier in Mogadischu wurde die radikalislamistische Terrororganisation Al-Shabaab vermutet.

Nach der Detonation am Eingang des Hotels stürmten drei bis vier bewaffnete Islamisten das Gebäude, wie ein ranghoher Sicherheitsbeamter erklärte. Es gab nach der Stürmung des Gebäudes demnach noch mindestens zwei kleinere Explosionen, vermutlich von Handgranaten. Es kam zu heftigen Schusswechseln, als Sicherheitskräfte sich bemühten, das Hotel unter Kontrolle zu bekommen. 

Al-Shabaab hat in der Vergangenheit bereits mehrere Hotels in Mogadischu angegriffen, bekannte sich am Samstag jedoch zunächst nicht zu der Bluttat. Die Extremisten wollen seit Jahren einen sogenannten Gottesstaat in dem Land am Horn von Afrika errichten.

Die sunnitischen Fundamentalisten greifen immer wieder Hotels in der Hauptstadt an, um die ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter zu treffen. Zuletzt waren bei einem Angriff auf das Hotel Ambassador Anfang Juni mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Im Februar waren bei einem Anschlag auf das Hotel Syl ebenfalls mehr als 20 Menschen getötet worden. 

Sa, 2016-06-25 19:34
Mallorca (dpa)

Brexit und Ökotaxe sorgen auf Mallorca für Aufruhr Von Emilio Rappold, dpa

Mallorca-Urlauber müssen bald tiefer in die Tasche greifen. Die linke Regierung der Balearen führt eine Touristen-Abgabe ein. Die «Ecotasa» lässt bei Hotel- und Restaurantbetreibern die Alarmglocken schrillen.

Palma de Mallorca (dpa) - Mallorca steht vor einem Rekordsommer mit einem nie da gewesenen Touristenansturm. Schon dieser Tage trampeln sich die vor allem aus Deutschland und England kommenden Besucher am Flughafen Son Sant Joan, auf Palmas Flaniermeile Passeig del Born und am Ballermann auf den Füße herum. Die Kassen klingeln wie noch nie. Richtig freuen wollen sich die Hotel- und Gaststättenbetreiber der spanischen Ferieninsel dennoch nicht. Die Nachricht vom Brexit verunsicherte viele. Zu allem Übel läuft nun auch der Countdown zur Einführung einer umstrittenen Touristenabgabe ab.

Am kommenden Freitag (1. Juli) ist es soweit. An der Hotelrezeption müssen dann Besucher pro Person und Nacht eine Übernachtungssteuer von 0,25 bis 2,00 Euro zahlen. Wie das seit Mitte 2015 von linken Parteien beherrschte Parlament der Balearen in Palma de Mallorca im Frühjahr beschloss, richtet sich die Höhe der Abgabe nach der Art der Unterkunft. In der Nebensaison wird der Betrag halbiert. Zusätzlich werden zehn Prozent Mehrwertsteuer erhoben. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind von der Abgabe aber befreit.

Der Verband der Hoteliers auf Mallorca (FEHM) versuchte monatelang die Einführung der Abgabe mit allen Mitteln zu verhindern - ohne Erfolg. Man werde an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, ein Rückgang der Investitionen drohe, klagt FEHM-Präsidentin Inmaculada Benito. «Wir werden zur einzigen Sonne- und Strand-Destination im Mittelmeerraum, die eine derartige Steuer besitzt», sagte sie im Interview der Wochenzeitung «Mallorca Magazin».

Kritik kommt von überall: Von einem «Schuss ins eigene Bein» sprach Gabriel Escarrer Julià, Präsident der Hotelkette Meliá, die ihren Hauptsitz auf Mallorca hat. Angst herrscht vor allem in der bei Briten beliebten Urlauberhochburg Magaluf westlich von Palma. Hier könnten sich Abgabe und Brexit zum einem besonders gefährlichen Cocktail mischen.

Obwohl andere spanische Regionen wie Katalonien mit Touristen-Abgaben ähnlich der deutschen Kurtaxe gute Erfahrungen machen, haben viele Mallorquiner die Zeit zwischen 2001 und 2003 in Erinnerung. Dank einer Sondersteuer waren damals zwar 160 Millionen Euro in die Insel-Kassen flossen - unterm Strich blieb aber wegen des Einbruchs der Buchungen ein großes Minus. 

Man hat nun Angst, dass sich die Abgabe erneut als Boomerang erweist und vor allem die Billigtouristen unter den 12,5 Millionen Gästen (darunter mehr als 3,2 Mio Deutsche) verschreckt, die 2015 die Inseln besuchten. Ohne Ökotaxe - und dank unsicherer Lage in anderen Tourismusregionen - schoss dieses Jahr die Zahl der Balearen-Besucher bis zum 30. April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,94 Prozent auf 1,45 Millionen in die Höhe. 

Die Taxe gilt nicht nur für Mallorca, sondern auch für Menorca, Ibiza und Formentera. Auch Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen Portemonnaie oder Kreditkarte zücken. Sie werden zwischen 0,50 und einem Euro zahlen. Theoretisch müssen auch Urlauber blechen, die private Ferienwohnungen mieten. Die meisten dieser Wohnungen sind allerdings offiziell als solche nicht angemeldet.

Insgesamt erhofft sich die Balearenregierung zusätzliche Einnahmen von bis zu 80 Millionen Euro im Jahr. Das Geld soll vor allem für Umwelt- und Landschaftsschutz und zur Förderung des nachhaltigen Tourismus verwendet werden. Daher der Name «Ecotasa» - Ökotaxe. Umweltminister Biel Barceló beteuert, der Besucher werde dazu beitragen, «das Paradies der Balearen zu erhalten». 

Die Kritiker überzeugen solche Worte nicht. Eine Touristenabgabe sei nicht nötig, ist FEHM-Präsidentin Benito überzeugt. Die Balearen-Regierung müsse vielmehr ihre bisherigen Einnahmen besser verwalten. «Der Tourismus erbringt mit mehr als zwei Milliarden Euro bereits über 40 Prozent der Einnahmen.» Die Regierung bestrafe durch die Abgabe ihre wichtigste Industrie.

Sa, 2016-06-25 19:22
Mogadischu (dpa) 

Tote bei Bombenanschlag auf Hotel in Mogadischu

Wieder trifft es ein Hotel in Mogadischu. Der Anschlag trägt den Schriftzug der Terrororganisation Al-Shabaab. Die Islamisten wollen ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter töten.

Mogadischu (dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Zunächst zündeten islamistische Angreifer am Samstag vor dem Eingang eine Autobombe, dann stürmten Bewaffnete das bei Geschäftsleuten und Ausländern beliebte Hotel, wie die Polizei berichtete. Mindestens 20 Menschen wurden teils schwer verletzt und in einem nahen Krankenhaus behandelt. 

Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Ob und wie viele Menschen noch im Hotel Nasa-Hablood waren, blieb zunächst unklar. Hinter dem Anschlag nahe der sogenannten Kreuzung Kilometer vier in Mogadischu wurde die radikalislamistische Terrororganisation Al-Shabaab vermutet.

Nach der Detonation am Eingang des Hotels stürmten drei bis vier bewaffnete Islamisten das Gebäude, wie ein ranghoher Sicherheitsbeamter erklärte. Es gab nach der Stürmung des Gebäudes demnach noch mindestens zwei kleinere Explosionen, vermutlich von Handgranaten. Es kam zu heftigen Schusswechseln, als Sicherheitskräfte sich bemühten, das Hotel unter Kontrolle zu bekommen. 

Al-Shabaab hat in der Vergangenheit bereits mehrere Hotels in Mogadischu angegriffen, bekannte sich am Samstag jedoch zunächst nicht zu der Bluttat. Die Extremisten wollen seit Jahren einen sogenannten Gottesstaat in dem Land am Horn von Afrika errichten.

Die sunnitischen Fundamentalisten greifen immer wieder Hotels in der Hauptstadt an, um die ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter zu treffen. Zuletzt waren bei einem Angriff auf das Hotel Ambassador Anfang Juni mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Im Februar waren bei einem Anschlag auf das Hotel Syl ebenfalls mehr als 20 Menschen getötet worden. 

Sa, 2016-06-25 19:37
Freital (dpa)

Dutzende demonstrieren in Freital gegen Rechtsextremismus

Freital (dpa) - Mehrere Dutzend Menschen haben in Freital bei Dresden am Samstag gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten demonstriert. Unterstützt wurden sie von Sachsens Grünen und Linken. Anlass war der Jahrestag fremdenfeindlicher Ausschreitungen vor einer Flüchtlingsunterkunft in der Stadt im Sommer 2015. In einiger Entfernung von den Demonstranten hatten sich am Abend mehr als 30 Neonazis zu einer Kundgebung eingefunden. Starke Polizeikräfte hielten beide Lager auseinander.

In Freital waren erst im April fünf Menschen festgenommen worden, denen vorgeworfen wird, die rechtsterroristische «Gruppe Freital» mitgegründet zu haben. In den vergangenen Wochen war es in der Stadt immer wieder zu Farbbeutelwürfen und anderen Störaktionen gegen Parteibüros der Linken gekommen.

Sa, 2016-06-25 17:45
Damaskus (dpa)

47 Tote bei Angriff auf IS-Stadt in Syrien - Kurden rücken vor

Die Terrormiliz Islamischer Staat gerät militärisch immer weiter unter Druck. Sowohl Russen als auch Amerikaner weiten ihre Luftangriffe aus. Leidtragende sind aber die Zivilisten.

Damaskus (dpa) - Bei einem Luftangriff auf eine von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) belagerte Stadt im Osten Syriens sind mindestens 47 Menschen getötet worden. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, sind darunter 31 Zivilisten.

Die Angriffe sind den Aktivisten zufolge am Samstag von syrischen und russischen Flugzeugen geflogen worden und trafen die Stadt Kuria in der Provinz Dair as-Saur, die zum Kerngebiet der Dschihadisten gehört. In der Vergangenheit hat das syrische Militär immer wieder Ziele in der Gegend attackiert, weil die Terrormiliz dort ein Ausbildungslager hat.

Auch in anderen Teilen Syriens sieht sich der IS derzeit schweren Angriffen ausgesetzt. Im Norden des Landes sind kurdische Truppen am Samstag mit Hilfe amerikanischer Luftangriffe tiefer in die Stadt Manbidsch vorgerückt, wie die Internationale Koalition mitteilte. Die Stadt wird seit 2014 von den Dschihadisten kontrolliert und spielt eine wichtige Rolle für deren Versorgung. Sie liegt in der Nähe der türkischen Grenze und ist ein wichtiger Knotenpunkt, über den die Nachschubrouten des IS laufen.

Während der IS militärisch immer stärker unter Druck gerät, geht er verstärkt gegen die Zivilbevölkerung vor. Zahlreiche Menschen, die aus der umkämpften Stadt fliehen wollten, seien erschossen worden, sagten oppositionsnahe Beobachter. Immer häufiger entführt die Terrormiliz auch Bewohner der Gegend. Allein in den vergangenen Tagen seien mehr als 1000 Menschen entführt worden.

Sa, 2016-06-25 17:04
Mogadischu (dpa) 

Tote bei Bombenanschlag auf Hotel in Mogadischu

Wieder trifft es ein Hotel in Mogadischu. Der Anschlag trägt den Schriftzug der radikalislamischen Terrororganisation Al-Shabaab. Die sunnitischen Extremisten trachten danach, ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter zu töten.

Mogadischu (dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Zunächst zündeten islamistische Angreifer am Samstag vor dem Eingang eine Autobombe, dann stürmten Bewaffnete das bei Geschäftsleuten und Ausländern beliebte Hotel Nasa-Nablood an, wie Polizeivertreter Abdullahi Barise berichtete.

Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigt, weil Augenzeugen zufolge am Nachmittag im Gebäude noch gekämpft wurde. Ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur hörte nahe der sogenannten Kreuzung Kilometer vier heftige Schusswechsel. Ob und wie viele Menschen noch in dem Hotel waren, blieb zunächst unklar.

Die radikalislamistische Terrororganisation Al-Shabaab hat in der Vergangenheit bereits mehrere Hotels in Mogadischu angegriffen, bekannte sich am Samstag jedoch zunächst nicht zu der Tat. Die Extremisten wollen seit Jahren einen sogenannten Gottesstaat in dem Land am Horn von Afrika errichten.

Die sunnitischen Fundamentalisten greifen immer wieder Hotels in der Hauptstadt an, um die ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter zu treffen. Zuletzt waren bei einem Angriff auf das Hotel Ambassador Anfang Juni mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Im Februar waren bei einem Anschlag auf das Hotel Syl ebenfalls mehr als 20 Menschen getötet worden. 

Sa, 2016-06-25 16:55
Damaskus (dpa)

47 Tote bei Angriff auf IS-Stadt in Syrien

Damaskus (dpa) - Bei einem Luftangriff auf eine von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) belagerte Stadt im Osten Syriens sind mindestens 47 Menschen getötet worden. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sagte, sind darunter 31 Zivilisten. Die Luftangriffe sind den Angaben zufolge von syrischen und russischen Flugzeugen ausgeführt worden und trafen die Stadt Kuria, nahe der IS-Hochburg Al-Rakka.

Auch in anderen Teilen des Landes sieht sich die Terrormiliz schweren Angriffen ausgesetzt. Im Norden Syriens sind kurdische Truppen mit Hilfe amerikanischer Luftangriffe in die Stadt Manbidsch vorgerückt. Die Stadt liegt nahe der türkischen Grenze und ist ein wichtiger Knotenpunkt, über den die Nachschubrouten des IS laufen. Aktivisten zufolge geht die Terrormiliz mittlerweile verstärkt gegen die Bevölkerung in der Region vor. Allein in den vergangenen neun Tagen seien mehr als 1000 überwiegend kurdische Zivilisten entführt worden.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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