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Mo, 2016-09-26 23:15
Hempstead (dpa)

Rote Krawatte, blaue Jacke? Worauf vor der TV-Debatte gewettet wird

Hempstead (dpa) - Was die Kandidaten anhaben werden, welche Begriffe wohl am häufigste fallen: Es gibt wenig, worauf man zur ersten TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump nicht wetten kann. Der «New York Times»-Blog «The Upshot» hat vieles zusammengetragen.

Demnach ist eine Wette auf eine rote Krawatte Trumps und eine blaue Jacke Clintons eine ziemlich sichere Sache. Außerdem würden sich die beiden wohl vor Beginn förmlich die Hand geben, zu einem Begrüßungsküsschen werde es aber kaum kommen.

Wenn es nach den platzierten Wetten auf die wohl am häufigsten genannten Begriffe geht, sei von dem Duell nicht viel Substanz zu erwarten, heißt es weiter. Als die drei meist genannten Begriffe würden demnach «E-Mail», «Abschieben» und «Lügner» erwartet.

Wie aggressiv werden die beiden sein? Hier gehen die Wetten ziemlich auseinander. Die Internet-Buchmacher glauben eher nicht, dass Trump seine Konkurrentin «Betrügerische Hillary» (Crooked Hillary) nennen wird. Aber 80 Prozent glauben, dass Trump auf jeden Fall sein Lieblingsthema ansprechen wird: den Bau einer Mauer zu Mexiko.

Glaubt man den Wetten, gibt es eine Chance von etwa 18 Prozent, dass Trump im Fall einer Niederlage seine Teilnahme an den beiden weiteren Debatten absagt.

Mo, 2016-09-26 23:32
Cartagena (dpa)

Kolumbiens Ex-Präsident Uribe wettert gegen Friedensvertrag mit Farc

Cartagena (dpa) - Der frühere kolumbianische Staatschef Álvaro Uribe hat den Friedensvertrag der Regierung mit der linken Guerillaorganisation Farc scharf kritisiert. «Wir sagen Nein zu den Terroristen, Nein zu diesem schlechten Vertrag», sagte der Ex-Präsident am Montag auf einer Demonstration in Cartagena. Laut einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» protestierten rund 2000 Menschen in der Hafenstadt gegen das Friedensabkommen, das am Abend (Ortszeit) unterzeichnet werden sollte.

Uribe kritisierte vor allem die garantierten Abgeordnetenmandate für die Guerilla sowie die Sonderjustiz, die Höchststrafen von maximal acht Jahren für geständige Rebellen vorsieht. Während seiner Amtszeit von 2002 bis 2010 starteten die Sicherheitskräfte eine massive Offensive gegen die Farc und führten den Rebellen empfindliche Niederlagen zu.

Uribe macht die Farc für die Ermordung seines Vaters verantwortlich. Er wirbt öffentlich für eine Ablehnung des Friedensvertrags, der am kommenden Sonntag von den Kolumbianern noch in einer Volksabstimmung gebilligt werden muss.

Mo, 2016-09-26 22:55
Hempstead (dpa)

Präsidentschaftskandidaten provozieren mit Gästeauswahl bei TV-Duell

Hempstead (dpa) - US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat zur ersten Fernsehdebatte mit Hillary Clinton Gäste eingeladen, deren Anwesenheit seine Kontrahentin irritieren könnten. Unter anderem wird Mark Geist im Publikum sitzen, ein Überlebender der Terrorattacke auf das US-Konsulat in Bengasi, wie der Republikaner-nahe US-Sender Fox News unter Berufung auf Parteiquellen berichtete. Der Anschlag 2012 wird von Kritikern als Folge schwerer Fehler der damaligen US-Außenministerin Clinton betrachtet.

Außerdem sitzen mit Mike Flynn und Keith Kellogg zwei Ex-Generäle für Trump im Raum. Clinton bietet unter anderem Mike Cuban auf, ein milliardenschwerer Unternehmer und einer der führenden Figuren in der Anti-Trump-Bewegung. Gerüchte, wonach Trump auch Gennifer Flowers in der ersten Publikumsreihe platzieren wollte, bestätigten sich jedoch nicht. Die heute 66-Jährige hatte eine Affäre mit Clintons Ehemann, dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton.

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Mo, 2016-09-26 22:21
Hempstead (dpa)

Erste TV-Debatte hat im US-Wahlkampf große Bedeutung

Hempstead (dpa) - Im historischen Vergleich hat das erste Aufeinandertreffen von US-Präsidentschaftskandidaten in einer Fernsehdebatte eine große Bedeutung. In den bisher elf Wahlkämpfen, in denen es zu Fernsehduellen kam, wurde in neun Fällen der in der ersten Debatte als Sieger empfundene Kandidat zum Präsidenten gewählt. Nur Jimmy Carter 1976, Ronald Reagan 1984 und Barack Obama 2012 konnten eine Niederlage im ersten Duell noch einmal wettmachen.

«Die erste Debatte hat normalerweise dann eine große Bedeutung, wenn ein Kandidat etwas beweisen muss oder das Rennen eng ist», schrieb die Zeitung «USA Today» am Montag. «Bei keiner Präsidentschaftswahl in drei Jahrzehnten - seit Jimmy Carter und Ronald Reagan ihre einzige Debatte eine Woche vor dem Wahltag abhielten - hatte ein TV-Duell ein solch hohes Potenzial, die Wahl zu beeinflussen.»

Mo, 2016-09-26 21:38
Dresden (dpa)

Pegida-Bewegung zerstritten - Bachmann stellt Vertrauensfrage

Bei Pegida in Dresden liegen die Nerven blank. Anhänger beschimpfen sich gegenseitig - sogar mit dem Wort «Volksverräter». Das Stammpublikum hält Pegida-Gründer Bachmann aber die Treue.

Dresden (dpa) - Die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung treibt ihre eigene Spaltung voran. Am Montag präsentierten sich die selbsternannten «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» zerstritten. Die ehemalige Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling hatte sich mit etwa 60 Gleichgesinnten auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof in Dresden eingefunden, um gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann zu protestieren. Anhänger beider Lager warfen sich vor, die Bewegung zu spalten. Auch persönliche Beschuldigungen und Beleidigungen waren zu hören. Widersachern wurden Schläge angedroht.

Bachmann stellte unter seinen Anhängern die Vertrauensfrage für sich und seinen Vize Siegfried Däbritz und erhielt von der Mehrheit der schätzungsweise gut 2500 Demonstranten lautstarken Beifall. Danach ließ er per Handabstimmung gleich noch klären, dass Festerling als Sprecherin der internationalen rechtspopulistischen Bewegung «Festung Europa» zurücktreten solle. Die ehemalige Hamburger AfD-Politikerin warf ihrem früheren Gesinnungsgenossen deshalb später vor, größenwahnsinnig zu sein. Bachmann wies erneut den Vorwurf zurück, Pegida-Spendengelder veruntreut zu haben.

Schon im Vorfeld der Kundgebung war es zum verbalen Schlagabtausch zwischen Anhängern von Bachmann und Festerling gekommen. Selbst das Wort «Volksverräter» machte in den vormals geeinten Reihen die Runde. Es wird sonst bei Pegida für Politiker verwendet. Festerling stellte die Form des Pegida-Protestes in Frage. Bachmann liefere jeden Montag eine «Widerstandsshow»: «Das ist ein montägliches Party-Event - das hat mit Widerstand nichts mehr zu tun.» Deshalb versuche sie, jetzt «zu retten, was zu retten ist».

Mo, 2016-09-26 21:26
Bielefeld (dpa)

Zoff im Pudding-Reich: Oetker-Halbgeschwister im Zwist Von Carsten Linnhoff, dpa

Meinungsverschiedenheiten gibt es in den besten Familien. Wenn es aber um die Zukunft eines Milliarden-Unternehmens geht, kann das zum Problem werden. Bei Dr. Oetker in Bielefeld wird ein neuer Konzern-Chef gesucht - bislang ohne Erfolg.

Bielefeld (dpa) - Bis es klappte mit dem Backpulver, hatte Firmengründer August Oetker jahrelang im Keller experimentiert. Er tüftelte an der richtigen Mischung. Am Ende stand ein Tütchen für zehn Pfennig, genau die richtige Menge für ein Pfund Mehl. Vor 125 Jahren war das der Durchbruch. Bei der Suche nach dem Top-Manager an der Spitze des Bielefelder Familienunternehmens stockt es dagegen schon länger. Offiziell gibt es keine Entscheidung, lässt Dr. Oetker mitteilen.

Dr. Oetker verdiente mit Backpulver in der Gründerzeit prächtig und legte so den Grundstein für das heutige Pudding, Back- und Pizza-Imperium aus Bielefeld. Kein Markenanbieter in Deutschland ist so bekannt. Längst aber zählen auch Bier, Sekt, Container-Schiffe, ein Bankhaus sowie Hotels mit 31 000 Mitarbeitern und 12,2 Milliarden Euro Umsatz (2015) dazu. Wie bei der Suche nach der richtigen Backmischung tüfteln die Oetker-Erben seit Jahren an der Nachfolge-Frage.

Rudolf-August Oetker, der Enkel des Firmengründers, hinterließ bei seinem Tod 2007 acht Erben aus drei Ehen. Seine Kinder erblickten von 1940 bis 1979 das Licht der Welt. Zwischen den Halbgeschwistern liegen zum Teil fast 40 Jahre Lebenserfahrung.

Ende 2016 muss Richard Oetker (4. Kind aus der 2. Ehe) die Konzernleitung laut Statut mit 65 Jahren aufgeben. Bereits 2010, als er das Ruder an der Spitze übernahm, waren sich die Familienstämme nicht einig. Er, in der Öffentlichkeit seit 1976 bekannt als das Entführungsopfer von Dieter Zlof, galt vor sechs Jahren als Puffer zwischen den Generationen und verhinderte Alfred Oetker (1. Kind aus 3. Ehe) an der Spitze.

Wer das Rennen machen soll, dazu äußert sich niemand offiziell. Ein mit viel Macht ausgestatteter Beirat muss Vorschläge liefern. Um das Unternehmen vor Streiterein zu schützen, kommt eine Mehrheit der Mitglieder von außen wie etwa der Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

«Dieser Beirat aber kann nicht gegen den Willen der Stämme entscheiden», sagt ein Unternehmens-Kenner. Deshalb laufe seit Monaten eine Art Pendel-Diplomatie. Zuletzt hatte der Beirat im September getagt. Der nächste Termin ist im Dezember. «Zu beachten ist, wer beim vergangenen Treffen eben nicht für die Konzernspitze vorgeschlagen wurde», heißt es in Firmenkreisen.

Der Clou: Die September-Entscheidung gleicht einem Schachzug, um Zeit zu gewinnen. Richard Oetker, bislang Chef des Konzerns wie auch der Lebensmittelsparte, zieht sich zwar von der Spitze zurück. Für die Nahrungsmittelsparte aber bleibt er auch nach Erreichen der Altersgrenze überraschend weiter zuständig. Mit ihm bilden bislang Finanzchef Albert Christmann und der Chef der Rederei-Tochter Hamburg Süd, Otmar Gast, ein Trio an der Spitze des Konzerns. Mit der Entscheidung des Beirates im September wird aus dem Trio jetzt ab 2017 ein Duo.

Spekulationen, dass Christmann als familienfremder Manager für Richard Oetker an die Spitze rückt, gibt es schon seit Jahren. Als schwere Bürde gilt eine Millionen-Kartellstrafe aus seiner Zeit bei der Radeberger-Gruppe. Christmann soll beteiligt gewesen sein an Preisabsprachen auf dem deutschen Biermarkt. Der Manager bestreit ein Mitwissen. Am Oberlandesgericht Düsseldorf ist eine Klage gegen die Strafe anhängig. Bei August Oetker (1. Kind aus 2. Ehe), dem Vorsitzenden des Beirates, wie bei Richard Oetker genießt Christmann allerdings hohes Ansehen.

«Beworben habe ich mich nicht», sagte Christmann im Juni zur Nachfolgefrage. Bewerben müsste er sich aber wohl kaum. Er würde wohl gefragt. Ein Dementi war das somit nicht.

Der Streit der Halbgeschwister dreht sich um die Unternehmensstrategie und Eitelkeiten. Die Älteren trauen Alfred und Carl Ferdinand (2. Kind aus 3. Ehe) den Topjob nicht zu. Das seit Jahren zitierte Credo lautet: «Bei guter Leistung kann es auch ein Oetker sein.» Muss aber nicht. Neben dem Personal steht der Streit um die Strategie: Altes bewahren oder immer wieder auf den Prüfstand stellen? Das aktuelle Management neigt zum Prüfstand.

In diesem Streit sieht Prof. Nadine Kammerlander kein Grundsatzproblem. Die Wissenschaftlerin leitet den Lehrstuhl für Familienunternehmen an der Otto Beisheim School of Management bei Koblenz. «Konflikte sind nicht böse oder schlecht. Sie bringen das Unternehmen weiter, wenn Argumente ausgetauscht werden», sagt Kammerlander. So ein Streit dürfe sich aber nicht jahrelang aufstauen und persönlich werden. «Schwierig wird es, wenn es klassische Stammesfehden gibt.»

Auch die Belegschaft will wissen, wie es weitergeht. «Kein Mitarbeiter hat jetzt wegen dieser Frage schlaflose Nächte», sagt Gabriele Böhm von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG). Aber die Familie habe schon die Pflicht, sich zu äußern.

À la Saison

Verehrte Vogelbeere

(Sorbus aucuparia)

Kann denn wirklich giftig sein, was die Vögel lieben? Na, also. Ganz im Gegenteil! Unsere Vorfahren hatten gute Gründe, die knallroten Früchtchen zu besingen. Und doch haben sie neben der leuchtenden auch eine dunkle Vergangenheit.

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Verehrte Vogelbeere

Die Sachsen sind empört, wenn Restdeutschland über ihren Dialekt lacht. Zu Recht. Wozu gibt es denn das Vogtland? Politisch mag es zum Freistaat gehören, mundartlich ist es Autonomiegebiet. „Kann schinn’rn Baam gippt’s, wie dann Vuglbärbaam. As wärd a su lächt nett ann schinn’rn Baam gahm...“, trällert man dort etwa. Trotz Sprachbarriere war diese Ode an den Vogelbeerbaum, alias Eberesche, vor hundert Jahren überregional ein Gassenhauer. Vornehmer formulierten die Lyriker, meinten aber dasselbe: Ein Wäldchen zu besitzen, „von flammenden Bäumen, an denen die Koralle wächst“, wünschte sich Else Lasker-Schüler. Und Gottfried Benn sinnierte von „Ebereschen – noch nicht ganz rot, von jenem Farbton, wo sie sich entwickeln, zu Nachglut, Vogelbeere, Herbst und Tod“. Mehr als 150 Kosenamen hat die Vogelbeere – von Aberesche bis Zappiepenboom.

Aberesche klingt wohl nicht ganz zufällig nach Aberglaube. Bauern „quickten“ (peitschten) zur Walpurgisnacht ihre Kälber mit Ruten der Eberesche. Das sollte ungebetene Geister bannen. Vor Blitzeinschlag oder Drachenanflug schützten ihre Zweige das Haus. Und von Kinder segen über Freude bis Schönheit gab es im Volksglauben fast nichts Gutes, wofür die Vogelbeere nicht stand. Das Kernobstgewächs mit den winzigen, scharlachroten Apfelfrüchten ist ein mythologischer Tiefwurzler. Bereits in der Bronzezeit legte man Toten seine Äste ins Grab. Keltische Druiden schnitzten Zauberstäbe aus seinem Holz. Und die Nordgermanen weihten die Eberesche Thor. Sie soll dem Donnergott ihre Zweige gereicht haben, als ein Fluss ihn fortriss.

Aus der Luft gegriffen ist die heidnische Verehrung der Vogelbeere ganz und gar nicht. Rettete sie doch oft genug nicht nur Göttern, sondern auch Menschen das Leben. In Notzeiten dämpften ihre Früchte – in den Wäldern gepflückt – den Hunger der Elenden, weshalb Karl der Große und fast tausend Jahre später auch Maria Theresia ihre Anpflanzung per Dekret anwiesen. Auch für ihre Heilkraft war die Vogelbeere berühmt. Ihres Vitamin-C-Gehalts wegen war sie ein probates Mittel etwa gegen Skorbut und trug noch im Zweiten Weltkrieg den Beinamen Zitrone des Nordens.

Was ihrem Ruf seither widerfahren ist, lässt sich nur vermuten. Ist das Wirtschaftswunder mit seiner Füülle leibhaftiger Zitrusfrüchte in den Obstauslagen schuld? Die Angst um Kleinkinder auf kulinarischer Spielplatzsafari? Festgehalten sei, dass die Vogelbeere im Gegensatz zur Tollkirsche harmlos ist, sofern man sie nicht eimerweise roh verspeist. Und dies dürfte kaum gelingen, weil ihre leicht giftige Parasorbinsäure bitter schmeckt. Der erste Frost und die Hitze des Herds verwandeln sie in süßliche Sorbinsäure und geben ihr ein Aroma, das an Preiselbeeren erinnert. Herbstkonfitüren mit milden Früchten verleiht sie Charakter. Im Chutney mit Zwiebeln und Chili ergänzt sie reifen Weichkäse. Und als Digestif mundet ein sorgsam destillierter Vogelbeergeist mit dem beglückenden Aroma von Marzipan.

Zugegeben, die Eberesche hat eine tödliche Seite. Viele Vogelarten teilen die Leidenschaft der Schnapsbrenner für die leuchtende Frucht. Ihr lateinischer Namenszusatz aucuparia setzt sich aus Vogel (avis) und fangen (capere) zusammen – Souvenir einer Zeit, als Amsel und Drossel fliegende Delikatessen waren und die Vogelbeere als Köder fungierte. Heute schätzt man sie für andere Qualitäten: Im Erzgebirge, unweit des Vogtlands, trotzt sie dem Dreck der böhmischen Industrie wie kein zweiter Baum. Und sie versüßt die Völkerverständigung in Gestalt des Jarcebinka. Der tschechische Ebereschenlikör ölt die Stimmbänder: Singeklub statt Sing vogelragout. Prost und na zdraví auf den Vuglbärbaam!

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

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Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mo, 2016-09-26 21:45
Hempstead (dpa)

Clinton und Trump: Vorbereitungen auf TV-Duell noch am Tag selbst

Hempstead (dpa) - Hillary Clinton und Donald Trump werden nach Angaben von Mitarbeitern bis kurz vor Beginn ihrer ersten direkten TV-Debatte auf das Duell vorbereitet. Sie berichteten in Countdown-Sendungen am Montag von letzten Vorkehrungen.

Die Debatte habe insgesamt drei Phasen, meinten Experten in der hochintensiven Vorberichterstattung der US-Medien: Das Spiel mit den Erwartungen, die Debatte selbst und die sofortige Interpretation - wer hat gewonnen?

Traditionell gilt, dass ein Präsidentschaftskandidat eine TV-Debatte nicht wirklich gewinnen, sie aber sehr wohl verlieren kann. Die «Washington Post» war der Ansicht, die Trump-Kampagne habe das Spiel mit den Erwartungen geschickter betrieben als Clinton.

So sei es Trumps Team gelungen, die Erwartungen an den politischen Außenseiter dermaßen abzusenken, dass der eigentlich nur noch gewinnen könne, wenn er keine allzu großen Fehler mache.

Auch liberale Medien sehen denbei weitem größten Druck auf Clinton lasten. Als erfahrene Politikerin werde erwartet, dass sie liefere, bei Trump seien die meisten einfach nur gespannt. «Es ist in etwa so, als würde man beim Autorennen auf einen Unfall warten», meinte die «New York Times».

Mo, 2016-09-26 20:47
Washington (dpa)

Sprecher: Obama wird Debatte wohl dem Football vorziehen

Washington (dpa) - Wenn sich in der Nacht zum Mittwoch zum ersten Mal Hillary Clinton und Donald Trump direkt gegenüberstehen, wird wohl selbst US-Präsident Barack Obama auf seine geliebte Football-Übertragung verzichten.

Gefragt, was der Präsident denn am Montagabend (Ortszeit) mache, sagte sein Sprecher Josh Earnest wenige Stunden vor der Debatte: «Ich erwarte, dass dieser montägliche Herbstabend ähnlich wie andere in der Residenz verlaufen wird, dass der Präsident also arbeiten und im Hintergrund ein wenig Fernsehen laufen wird.»

Es gebe aber doch einen Unterschied zu anderen Montagen, an denen abends immer ein Footballspiel läuft, sagte Earnest: «Es wird wohl ein klein wenig mehr politische Diskussionen geben.»

Die erste TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten sei ein sehr wichtiger Moment, sagte Earnest. Sie erlaube beiden Kandidaten, ihre Erfahrung, ihre Vision und ihre Prioritäten zu beschreiben. «Dafür hat es vor dieser Wahl bisher nicht viel Raum gegeben.»

Mo, 2016-09-26 20:59
Brüssel (dpa) 

EU will Guerillaorganisation Farc von der Terrorliste streichen

Brüssel (dpa) - Die Europäische Union will die kolumbianische Guerillaorganisation Farc von der Terrorliste nehmen. Das kündigte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag an. Die Entscheidung werde mit der für den Abend geplanten Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Rebellengruppe in Kraft treten. Gegen Personen und Körperschaften auf der Liste sind unter anderem Vermögenssperren in Kraft. «Heute sendet Kolumbien eine Botschaft der Hoffnung an den Rest der Welt», erklärte Mogherini.

Mogherini kündigte zudem die Gründung eines Treuhandfonds mit einem Umfang von 600 Millionen Euro an, an dem sich viele EU-Staaten beteiligen wollten. Die EU wolle bei der Umsetzung der Vereinbarung helfen, sobald das kolumbianische Volk sie bei einer für den 2. Oktober angesetzten Abstimmung abgesegnet hat. «Dies würde die machtvolle Botschaft senden, dass alle Konflikte ein Ende finden können», so Mogherini.

Juan Manuel Santos und Farc-Chef Rodrigo Londoño alias «Timochenko» wollten das Friedensabkommen am Montagabend (Ortszeit) in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena unterzeichnen. In dem seit einem halben Jahrhundert andauernden Konflikt zwischen den Streitkräften, rechten Paramilitärs und linken Guerillagruppen kamen über 220 000 Menschen ums Leben, Millionen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben.

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Mo, 2016-09-26 19:35
Cartagena (dpa)

Kolumbiens Präsident dankt vor Friedensschluss Militär und Polizei

Cartagena (dpa) - Vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc hat Präsident Juan Manuel Santos dem Militär und der Polizei des südamerikanischen Landes gedankt. «Eure Opferbereitschaft und euer Mut haben uns zu diesem großen Tag geführt», schrieb der Staatschef am Montag bei Twitter. «Der Friede ist der Sieg.»

Santos und Farc-Chef Rodrigo Londoño alias «Timochenko» wollten das Friedensabkommen am Montagabend (Ortszeit) in der Hafenstadt Cartagena unterzeichnen. In dem seit einem halben Jahrhundert andauernden Konflikt zwischen den Streitkräften, rechten Paramilitärs und linken Guerillagruppen kamen über 220 000 Menschen ums Leben, Millionen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben.

Mo, 2016-09-26 19:50
Dresden (dpa)

Offener Streit bei der Pegida-Bewegung in Dresden

Dresden (dpa) - Die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung hat sich am Montag in Dresden zerstritten und gespalten präsentiert. Die frühere Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling hatte sich mit etwa 60 Gleichgesinnten auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof eingefunden, um gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann zu protestieren. Anhänger beider Lager warfen sich vor, die Bewegung zu spalten. Auch persönliche Beleidigungen und Beschuldigungen waren zu hören. Bachmann stellte später eine Vertrauensfrage und erhielt von der Mehrheit der schätzungsweise mehr als 2000 Teilnehmer lautstarken Beifall.

Mo, 2016-09-26 19:00
Algier (dpa)

Energiekonferenz in Algier mit Fokus auf Ölmarkt beginnt

Algier (dpa) - Mit der Lage auf dem Energiemarkt beschäftigen sich von Dienstag an die Mitglieder des Internationalen Energie Forums (IEF) in Algerien. Politiker, Wirtschaftsvertreter und Experten der 72 Mitgliedsstaaten diskutieren in der Hauptstadt Algier neben der aktuellen Situation der Märkte auch Zukunftsfragen wie den Ausbau erneuerbarer Energien. Am Rande der Konferenz wollen sich die Mitglieder des Öl-Kartells Opec (Organisation erdölexportierender Länder) informell treffen, um über eine Stabilisierung des Ölpreises zu beraten.

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

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Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

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Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Konfliktfrei surfen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

Außerdem Interessant

Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Saubere Profite

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Außerdem Interessant

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Mo, 2016-09-26 18:21
Moskau (dpa)

Russland unterstützt syrisches Vorgehen gegen Aleppo

Moskau (dpa) - Russland wird das Vorgehen syrischer Truppen in Aleppo ungeachtet von Kritik weiter unterstützen. Das gelte auch für den von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt, kündigte Vize-Außenminister Michail Bogdanow am Montag in Moskau an. «Es geht nicht um Orte, es geht um Ziele», sagte er der Agentur Interfax zufolge. «Das Ziel ist der Kampf gegen Terroristen, und im Kampf gegen Terroristen werden wir sie natürlich unterstützen.»

Die Armee des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hat mit russischer und iranischer Hilfe die Angriffe auf Aleppo verstärkt und dabei die Lage der Zivilbevölkerung noch schlimmer gemacht. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sprach von Kriegsverbrechen.

Mo, 2016-09-26 19:00
Haag (dpa)

Weltstrafgericht urteilt über Zerstörung von Weltkulturerbe Malis

Den Haag (dpa) - Im historischen Prozess um die Zerstörung des Unesco-Weltkulturerbes in Mali wird der Internationale Strafgerichtshof am Dienstag sein Urteil fällen. Der Angeklagte, der Dschihadist Ahmad Al Faqi al Mahdi, hat die Tat gestanden. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu elf Jahren. Der etwa 40-Jährige hatte die Zerstörung befohlen und auch selbst daran aktiv teilgenommen.

Im Sommer 2012 hatte die Dschihadistenmiliz Ansar Dine, die mit Al-Kaida verbündet ist, die Wüstenstadt Timbuktu im westafrikanischen Mali überrannt und neun mittelalterliche Heiligengräber und eine Moschee zerstört. Weltweit war das Entsetzen groß.

Es ist der erste Prozess des Weltstrafgerichts zur Zerstörung von Weltkulturerbe, ein Kriegsverbrechen nach dem internationalen Strafrecht. Erstmals ist auch ein mutmaßlicher Dschihadist angeklagt.

Mo, 2016-09-26 19:00
London (dpa)

Londoner Denkfabrik stellt Bericht zu strategischer Weltlage vor

London (dpa) - Das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) in London stellt am Dienstag seinen Bericht zur Weltlage vor. Das IISS gehört zu den einflussreichsten Denkfabriken für geopolitische und -ökonomische Fragen.

Der Bericht beschäftigt sich mit den Entwicklungen und Ereignissen des vergangenen Jahres bis Mitte 2016 und ist nach Weltregionen gegliedert. Mit Spannung wird erwartet, wie die IISS-Experten die Brexit-Entscheidung der Briten zum Verlassen der EU und den Verlauf des US-Wahlkampfes für die künftige Rolle des Westens in der internationalen Ordnung einschätzen. Auch Russlands Eingreifen im Syrienkonflikt und Chinas Expansion im südchinesischen Meer und deren gleichzeitige wirtschaftliche Schwäche werden mit Sicherheit eine Rolle spielen.

Mo, 2016-09-26 18:25
Brüssel (dpa)

Studie sieht großes Potenzial für dezentrale Energieerzeugung

Brüssel (dpa) - Ungefähr die Hälfte aller EU-Haushalte könnte laut einer aktuellen Studie bis zum Jahr 2050 an der Erzeugung erneuerbarer Energie beteiligt sein. Sowohl die eigene Produktion als auch die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft sind dabei berücksichtigt. Die Untersuchung des niederländischen Forschungsinstituts CE Delft wurde am Montag in Brüssel veröffentlicht.

Auftraggeber waren die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Friends of the Earth sowie Branchenverbände für erneuerbare Energien. Nach eigenen Berechnungen der Auftraggeber könnten so 45 Prozent des Energiebedarfs der EU-Staaten abgedeckt werden.

Die Studie beschreibt nach Angaben von Greenpeace ein Szenario, bei dem der verfügbare Raum (etwa auf dem Hausdach) zur Energieerzeugung durch Wind und Sonne genutzt wird. Auch Schätzungen dazu, wie viel Geld Privatleuten für Investitionen zur Verfügung steht, fließen ein. Vorteilhafte politische Rahmenbedingungen gehören ebenfalls zu den Annahmen. Die Auftraggeber plädieren für eine Stärkung privater Energieerzeugung - auch in der Annahme, dass dies die Akzeptanz für erneuerbare Energien steigert.

Mo, 2016-09-26 19:00
Hempstead (dpa)

Bühne frei: Erste TV-Debatte zwischen Clinton und Trump

Hempstead (dpa) - Zum ersten Mal stehen sich in den USA am Montagabend (Ortszeit 2100/Dienstag 0300 MESZ) die beiden aktuellen Präsidentschaftskandidaten in einem TV-Duell gegenüber. Die Demokratin Hillary Clinton und ihr republikanischer Konkurrent Donald Trump werden sich 90 Minuten lang einen Schlagabtausch liefern. Themen sind unter anderem der Kampf gegen den Terrorismus und die wirtschaftliche Lage.

Der Debatte gingen Wochen eines erbittert geführten Wahlkampfes voraus. Laut Umfragen ist das Rennen derzeit eng. Landesweit führt Clinton im Durchschnitt der Erhebungen zwar, aber ihr Vorsprung ist gering. In einer am Montag veröffentlichten Erhebung von Bloomberg kommen beide Kandidaten auf 46 Prozent. Die Universität Quinnipiac sieht Clinton mit einem Punkt vorne, CNN mit zwei. In einer Befragung der «LA Times» führt Trump dagegen mit vier Punkten.

Die Website RealClearPolitics addiert aktuelle Umfrageergebnisse auf eine Summe von derzeit 198 Wahlmännern für Clinton und 165 für Trump, 175 sind demnach noch nicht zuzuordnen. Die Mehrheit ist bei 270 erreicht.

Nach der TV-Debatte am Montag sind noch zwei weitere geplant. Die Wahl findet am 8. November statt.

Mo, 2016-09-26 19:00
Berlin (dpa)

Flüchtlinge als Nutzer der Tafeln - Verband zieht Bilanz

Berlin (dpa) - Flüchtlinge gehören seit gut einem Jahr verstärkt zu den Nutzern der Tafeln, die Lebensmittel verteilen. Welche Folgen das für andere Bedürftige hat, will der Bundesverband Deutsche Tafel an diesem Dienstag (10.00 Uhr) in Berlin erläutern. Ein weiteres Thema der Jahrespressekonferenz seien die gestiegenen Anforderungen an die Logistik der Tafeln, kündigte Sprecherin Stefanie Bresgott an. Der Bundesverband vertritt die mehr als 900 lokalen Tafeln in Deutschland. Diese sammeln Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden, und verteilen sie kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen.

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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