Aktuell

Do, 2017-02-23 14:29
Verden (dpa)

Die schönsten Kühe kämpfen um Miss-Titel

Verden (dpa) - Bei einer Miss-Wahl unter Kühen haben sich 170 langbeinige Schönheiten im niedersächsischen Verden von ihrer besten Seite gezeigt. Zugelassen waren Milchkühe der Holstein-Rasse, ob Schwarz- oder Rot-Bunt, aus Niedersachsen und Sachsen. Alle waren zuvor herausgeputzt worden. Die Entscheidung bei der 44. «Schau der Besten» sollte am späten Nachmittag fallen.

Veranstalter ist die Zuchtorganisation Masterrind. Das Amt des Preisrichters übernahm dieses Jahr der Schweizer Roger Frossard. «Eine Super-Kuh! Sie ist überall schön!» - so und ähnlich begeisterte sich der 36-Jährige ein ums andere Mal, als die topgestylten Wiederkäuer in die Arena einliefen. Mehr als 1500 Zuschauer verfolgten das Spektakel.

Do, 2017-02-23 14:42
Berlin/Köln (dpa)

Forderung nach Verbot von Erdogan-Auftritt in Deutschland

Auch die im Ausland lebenden Türken dürfen über das Präsidialsystem abstimmen. Kommt Erdogan zum Wahlkampf nach Deutschland? Das ist noch nicht sicher. Doch der Widerstand formiert sich schon.

Berlin/Köln (dpa) - In Deutschland wächst der Widerstand gegen einen möglichen Wahlkampfauftritt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir und Nordrhein-Westfalens Landesregierung fordern, eine solche Veranstaltung zu untersagen. Die Bundesregierung müsse Erdogan «deutlich machen, dass er vor dem Referendum hier nicht erwünscht ist», sagte Özdemir am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Türken entscheiden am 16. April in einem Referendum über das Präsidialsystem, das Erdogan deutlich mehr Macht verleihen würde. Abstimmen dürfen auch die rund 1,4 Millionen Türken, die in Deutschland leben.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) forderte im «Kölner Stadt-Anzeiger»: «Es ist Aufgabe des Bundes, dafür zu sorgen, dass solche Auftritte weder in NRW noch irgendwo anders in Deutschland stattfinden.» Aus dem Bundesinnenministerium hieß es zu derartigen Forderungen allerdings nur, grundsätzlich seien die jeweiligen Bundesländer für die Anwendung des Versammlungsrechts zuständig.

Die «Bild»-Zeitung hatte unter Berufung auf einen Diplomaten aus Ankara berichtet, Erdogan wolle im März nach Nordrhein-Westfalen kommen, um vor dem Referendum in der Türkei für das von ihm angestrebte Präsidialsystem zu werben. Eine offizielle Bestätigung für die Reise gibt es allerdings nicht. Berlin will sich deshalb auch nicht zu den Möglichkeiten äußern, wie ein solcher Auftritt eventuell zu verhindern wäre.

Doch auch in den Reihen der Bundesregierung regt sich Widerstand. Die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) sagte den Dortmunder «Ruhr Nachrichten»: «Solche Auftritte vergiften die Atmosphäre bei uns und schaden unserem friedlichen Zusammenleben.»

Belastet wird das deutsch-türkische Verhältnis derzeit auch durch Spitzelvorwürfe an die Adresse Ankaras. So sollen nach Deutschland entsandte Imame als Spitzelnetz benutzt worden sein, um Anhänger der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen auszuspähen, den Erdogan für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich macht. Nach Erkenntnissen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sollen türkische Konsulate zudem türkischstämmige Lehrer und Eltern angestiftet haben, kritische Lehrer zu melden.

Erdogan absolvierte bereits 2008 und 2014 Wahlkampfauftritte vor Tausenden Anhängern in Köln. Ob der türkische Präsident in den kommenden Wochen tatsächlich wieder nach Nordrhein-Westfalen kommt, ist weiter unklar. In den großen Arenen in Oberhausen und Gelsenkirchen gibt es bislang offenbar keine Buchungsanfragen. Auch bei der Wahlkoordinierungsstelle der türkischen Regierungspartei AKP im Ausland ist von einem Erdogan-Auftritt offiziell «nichts bekannt».

Do, 2017-02-23 14:03
Berlin (dpa)

Forscher in Berlin wollen für Wissenschaftsfreiheit demonstrieren

Berlin (dpa) - «Alternative Fakten», Einreisesperren und Klimawandel-Leugner: Im Kampf gegen wissenschaftsfeindliche Entwicklungen wollen Berliner Forscher auf die Straße gehen. Ein Ableger der international angekündigten Wissenschaftsmärsche zum «Welttag der Erde» am 22. April ist auch in der Hauptstadt geplant, wie die Initiatoren am Donnerstag mitteilten. Ziel sei es, für den Wert von Wissenschaft und Forschung als Grundlage der demokratischen Gesellschaft einzutreten und «rückschrittliche und populistische Sichtweisen» zurückzuweisen. «Anti-Trump ist uns zu kurzsichtig», hieß es weiter.

Zunächst hatten Wissenschaftler in Washington zu einem «March for Science» aufgerufen, um ihre Arbeit zu verteidigen. Inzwischen sind rund 280 Ableger gelistet, darunter in neun deutschen Städten.

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Do, 2017-02-23 14:50
Münster (dpa)

Zweites Leben für Rasputin - Museum zeigt präparierten Tiger

Münster (dpa) - Er liegt auf einem Baumstamm und beobachtet ganz in Ruhe seine Umwelt. Dabei schaut Tiger Rasputin jedoch nicht mehr in den Zoo von Münster, sondern ins Naturkundemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Präparatoren haben das Tier nach seinem Tod lebensecht aufbereitet, damit die Öffentlichkeit ihn im Museum bestaunen kann. Am Donnerstag stellten die Experten ihre Arbeit in Münster vor.

Das Leben von Rasputin verlief längst nicht so friedlich, wie seine entspannte Pose auf den ersten Blick vermuten lässt. Im September 2013 hatte er seinen Pfleger ins Genick gebissen, nachdem dieser vergessen hatte, die Luke einer Schleuse zum Käfig zu schließen. Der Mann starb. Anfang vergangenen Jahres musste das Tier dann eingeschläfert werden, da es unter einem bösartigen Tumor litt.

Do, 2017-02-23 14:29
Stuttgart (dpa)

Abschieben oder nicht? - Afghanistan-Frage stürzt Grüne ins Chaos Von Bettina Grachtrup, dpa

Wie halten wir es mit Abschiebungen nach Afghanistan? Für die Grünen entwickelt sich die Frage im Bundestagswahlkampf zum Problem. Denn eine einheitliche Linie gibt es nicht.

Stuttgart (dpa) - Der Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kommt auf den letzten Drücker: Kurz vor der Sammelabschiebung am Mittwochabend nach Afghanistan entscheiden die Richter in Mannheim, dass ein Mann mit türkischer und afghanischer Staatsangehörigkeit zunächst nicht nach Kabul zurückgebracht werden darf. Die Auswirkung der Abschiebung auf seine zwei minderjährigen Kinder in Deutschland - darunter laut Gericht ein schwerbehinderter 14-Jähriger - sei nicht ausreichend geprüft worden.

In der bundesweit einzigen grün-schwarzen Koalition auf Landesebene führt das zu Verwerfungen. Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Uli Sckerl hält Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) «katastrophale Pannen» bei der Auswahl abgelehnter Asylbewerber für die Abschiebung vor. Denn vereinbart haben Grüne und CDU eigentlich, dass vorrangig Straftäter und alleinlebende Männer auf die Liste gesetzt werden können. Von den 18 Männern, die nun nach Kabul abgeschoben wurden, kamen 4 aus dem Südwesten.

Schleswig-Holstein und andere rot-grün regierte Bundesländer beteiligen sich derzeit nicht an Abschiebungen nach Afghanistan. Die Grünen-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, lobt dies ausdrücklich. Viele Grünen-Mitglieder sind in der Flüchtlingsarbeit engagiert - das Thema gehört quasi zur DNA der Partei. Auch in der Grünen-Landtagsfraktion in Stuttgart hat es Forderungen gegeben, die Abschiebung von Afghanen auszusetzen. Dann hat sich die Fraktion entschieden, die Linie von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu unterstützen, der die Bundesregierung auffordert, die Sicherheitslage in dem Land neu zu bewerten.

Die Bundesländer können Abschiebungen aussetzen, aber nicht auf Dauer. Für Kretschmann ist das kein Thema. Er sagt, dass ein Bundesland einen Spielraum bei der Auswahl der abzuschiebenden Menschen habe - nicht beim Zielland, denn das sei Sache des Bundes. Doch diese Erklärung ist für viele Menschen an der Grünen-Basis nicht nachzuvollziehen. Es bleibt eine Diskrepanz zwischen dem, was Regierungs-Grüne etwa im Südwesten zusammen mit der CDU machen, und dem, was viele Mitglieder eigentlich für geboten halten. Grünen-Spitzenleute räumen ein, dass sich das auf Dauer zum Problem entwickelt. Da müsse es eine Lösung geben.

Offensichtliche Pannen wie bei dem eigentlich zur Abschiebung vorgesehenen Familienvater nähren den Verdacht der Gegner, dass es mit den versprochenen sorgfältigen Einzelfallprüfungen nicht weit her ist. Über alledem bleibt das Bild, dass bei dem Thema bei den Grünen quer durch Deutschland ein großes Durcheinander herrscht.

Der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider erinnert daran, dass sich die Regierungs-Grünen in Baden-Württemberg bei der inneren Sicherheit insgesamt pragmatischer verhalten als ihre Kollegen im Bund. Ansonsten könnte ihnen im Bundestagswahlkampf leicht vorgeworfen werden, mit schuld an den Sicherheitsproblemen in Deutschland zu sein. «Aber ein Problem ist, dass es eine Riesenkluft gibt zwischen dem Verhalten der Grünen auf Bundesebene, die stärker ideologisch geprägt sind, und dem Verhalten von Grünen in den Ländern.» Im Bundestagswahlkampf könne das schwierig werden. «Die politischen Gegner könnten darauf verweisen, dass die Grünen bei dem Thema nicht einheitlich agieren und nicht wissen, wohin sie wollen.»

Der islamistische Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember mit zwölf Toten habe die gesamte politische Agenda verschoben - Sicherheitsthemen werden nach Brettschneiders Einschätzung den Bundestagswahlkampf dominieren. Die innere Sicherheit samt Abschiebungen sei zwar kein Thema, bei dem die Grünen viele Wählerstimmen hinzugewinnen könnten. «Aber sie müssen verhindern, dass es ein Thema wird, wegen dem sie verlieren.»

Do, 2017-02-23 14:02
Berlin (dpa)

AfD im Umfragetief: Schulz-Delle, Trump-Einbruch oder Höcke-Tief? Von Anne-Beatrice Clasmann, dpa

Vor zwei Monaten sah die AfD ihr Wählerpotenzial bei 20 Prozent. Davon ist sie im Moment weit entfernt. Die Meinungsforscher fragen sich, worauf der Sinkflug in den Umfragen zurückzuführen ist. Und auch bei der AfD sucht man Schuldige.

Berlin (dpa) - Die Umfragewerte der AfD sind sieben Monate vor der Bundestagswahl im Keller. Das Gleiche lässt sich über die Stimmung in der Partei sagen.

Im vergangenen Dezember gaben 15 Prozent der Deutschen an, bei der nächsten Bundestagswahl die AfD zu wählen. Aktuell sehen die Meinungsforscher die Zustimmung für die Partei von Frauke Petry und Jörg Meuthen bei 8 bis 11 Prozent. Das ist für eine so neue Partei wie die AfD zwar immer noch ganz ordentlich. Doch Listenplätze, die im Dezember noch als sicheres Ticket in den Bundestag galten, sehen in diesem Licht plötzlich gar nicht mehr so attraktiv aus. Dadurch wird das Gerangel um die Spitzenplätze in den Landesverbänden aggressiver.

Dass der Senkrechtstart von SPD-Spitzenmann Martin Schulz der AfD dieses aktuelle Umfragetief beschert haben könnte, glauben in der Partei nur wenige. «Das spielt eine untergeordnete Rolle», wiegelt Parteichef Meuthen ab. Er hält die Schulz-Begeisterung ohnehin für eine Eintagsfliege und setzt darauf, dass der neue Star der SPD «schnell entzaubert» werden wird. Die derzeit hohen Zustimmungswerte für Schulz, sieht er vor allem darin begründet, «dass die Leute von Angela Merkel als Bundeskanzlerin die Nase voll haben».

Fragt man andere AfD-ler nach dem Grund für die aktuelle Misere, hört man einen Namen noch häufiger als den von Schulz: Björn Höcke. Wobei es auch hier zwei Lager gibt: Die einen sagen, der Thüringer Landes- und Fraktionsvorsitzende Höcke habe der Partei durch seine umstrittene Dresdner Rede über das deutsche Geschichtsverständnis massiv geschadet. Die anderen sehen eher die Zerstrittenheit der Partei im Umgang mit Höcke als Kernproblem.

Dirk Driesang gehört der ersten Gruppe an. Der Opernsänger, der dem Bundesvorstand als Beisitzer angehört, sagt: «Ich bin sicher, dass dies auf die Rede von Höcke zurückzuführen ist.» Er hat in den letzten Tagen von einigen Parteikollegen Kritik am konfrontativen Kurs des Vorstandes in der Causa Höcke einstecken müssen. Dennoch ist er immer noch überzeugt, dass die Parteiführung mit der Entscheidung zum Parteiausschluss «ein richtiges Signal gesetzt» hat.

Driesang weiß Parteichefin Frauke Petry und die baden-württembergische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, auf seiner Seite. Petry hält Höckes Idee von der AfD als «Bewegungspartei» für falsch. In einem Mitgliederrundbrief, den sie zehn Tage nach Höckes Rede im Namen des Vorstandes verschickte, schrieb Petry: «Dieser Weg würde die AfD als Partei nicht nur unglaubwürdig machen, sondern mittelfristig auch ihrer demokratischen Legitimation berauben.»

Die Höcke-Gegner schätzen, dass dessen rechtsnationaler Parteiflügel etwa 15 Prozent der AfD-Mitglieder hinter sich versammelt. Höckes Unterstützer sehen das anders, sie sehen den «Flügel» eher im Bereich von 30 Prozent.

Theoretisch würde sich noch eine ganz andere Begründung für den Sinkflug der AfD finden lassen: Dass die von ihr so heftig kritisierte Bundesregierung ihren Job heute in der Wahrnehmung der Wähler besser macht als im vergangenen Jahr. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» vermutet: «Dass die AfD schrumpft, dürfte auch mit der schleichenden Wende in der Flüchtlingspolitik in Verbindung stehen.» Die liberale «Fassade der Willkommenskultur» stehe zwar noch. Im Vordergrund stehe inzwischen aber nicht mehr die Aufnahme, sondern die Abwehr.

Forsa-Chef Manfred Güllner glaubt, dass Donald Trump, dessen Wahl zum US-Präsidenten die AfD bejubelt hat, der Partei schadet. Zu einer Umfrage für «Stern» und «RTL» sagte er am Mittwoch: «Die chaotische Amtsführung von US-Präsident Donald Trump, den man zunächst noch feierte, beunruhigt jetzt eher angesichts der Krisenherde in aller Welt.»

Und wie geht es jetzt weiter? Am vergangenen Freitag diskutierte der Bundesvorstand noch einmal über Höckes Zukunft. Stundenlang und ohne konkretes Ergebnis, wie aus Teilnehmerkreisen zu hören ist. Sollte das Thüringer Landesschiedsgericht Höckes Rauswurf kippen, dürfte der Fall vor dem AfD-Bundesschiedsgericht landen. Dort hat Höcke Unterstützer.

Einer von ihnen ist Thomas Seitz aus Baden-Württemberg. Er hatte nach Höckes Dresdner Rede sein Titelbild auf Facebook aktualisiert. Dort stand danach der Slogan des «Flügels»: «Wir stehen zu Björn Höcke!» Seitz steht auf der baden-württembergischen Kandidatenliste für die Bundestagswahl auf Platz fünf. Sollte es noch weiter bergab gehen, dann müsste vielleicht auch er um seinen Platz im Bundestag bangen.

Do, 2017-02-23 15:02
Tripolis (dpa) 

Dreizehn Migranten in Libyen sterben nach vier Tagen im Container

Tripolis (dpa) - Dreizehn Migranten sind in Libyen in einem Versandcontainer gestorben, in dem sie vier Tage lang eingesperrt waren. Unter den Toten seien auch ein 13 Jahre altes Mädchen und ein 14-jähriger Junge gewesen, berichtete die Internationale Vereinigung des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds (IFRC) am Donnerstag.

Insgesamt seien 69 Menschen in dem Metall-Container gefangen gewesen, bevor Helfer in der Westlibyschen Stadt Al-Choms am Mittwoch eingeschaltet worden seien. Einige der 56 Überlebenden seien ernsthaft verletzt gewesen.

Do, 2017-02-23 14:31
Quito (dpa)

Stichwahl entscheidet über neuen Präsidenten in Ecuador

In Ecuador kommt zur Stichwahl um die Präsidentschaft. Diese wird auch ein Votum über die Fortsetzung der «Bürgerrevolution» des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden Rekord-Präsidenten Rafael Correa.

Quito (dpa) - Der Nachfolger des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa wird in einer Stichwahl ermittelt. Nach Auszählung aller Stimmen kommt der linke Regierungskandidat Lenín Moreno auf 39,3 Prozent der Stimmen. Auf den konservativen Gegenkandidaten Guillermo Lasso entfielen 28,1 Prozent.

Die zweite Runde zwischen Moreno und und Lasso wird am 2. April stattfinden. Moreno, unter Correa bis 2013 Vizepräsident, verpasste nur sehr knapp den Sieg schon in der ersten Runde. Mit 40 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten auf den Zweitplatzierten wäre er direkt in den Präsidentenpalast eingezogen.

Correa hat Ecuador zehn Jahre regiert. Er setzt auf einen Wahlsieg Morenos, damit seine sogenannte Bürgerrevolution fortgesetzt wird.

Moreno (63) will Correas linke Politik fortsetzen und die Sozialprogramme für arme Bevölkerungsschichten weiter ausbauen. Seit er 1998 Opfer eines Raubüberfalls wurde, sitzt Moreno im Rollstuhl; er setzt sich weltweit für die Rechte Behinderter ein. Zudem ist er fleißiger Buchschreiber - über den Humor. Eine Auswahl: «Theorie und Praxis des Humors», «Die besten Witze», «Humor der Berühmten».

Lasso (61) strebt einen Politikwechsel an und will das Asyl für den Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden. Er ist Eigentümer einer der größten Banken, der Banco Guayaquil, und Gründer der Partei Creando Oportunidades («Möglichkeiten schaffen»). Lasso will Steuererleichterungen, eine Million neuer Arbeitsplätze schaffen und das wegen des gesunkenen Ölpreises in die Rezession abgerutschte Land attraktiver für Investoren machen.

Bei der Umsetzung von Investitions- und Reformprogrammen wird auch der nächste Präsident in hohem Maße von der Entwicklung des Ölpreises abhängig sein. Dank lange sprudelnder Einnahmen wurden in Correas Amtszeit neue Straßen, Kraftwerke und Krankenhäuser gebaut. Die Armutsquote sank deutlich; Bildungsmöglichkeiten gerade für untere Einkommensschichten wurden verbessert. Für Kritik sorgten die Umweltzerstörungen durch die Ölförderung im Amazonasgebiet. Als der Ölpreis fiel, gerieten die Programme unter Druck, es zeigte sich das Risiko der Ölabhängigkeit. Mehrere Steuern mussten erhöht werden.

Do, 2017-02-23 13:52
Aviv (dpa)

Multi-Kulti und Gewürz-Genuss - Sarah Wiener entdeckt Israels Küche Von Stefanie Järkel, dpa

Gerichte aus dem Nahen Osten, wie Schawarma und Falafel, sind auch in Deutschland beliebt. Die österreichische TV-Köchin Sarah Wiener lässt sich in Tel Aviv inspirieren.

Tel Aviv (dpa) - Die Kichererbsen-Paste Hummus mit Tomatensoße, kandierte und frittierte Pekannüsse und türkisches Halva - die österreichische Fernsehköchin Sarah Wiener erkundet derzeit die regionale Küche in Israel. Viele Menschen kämen ja ins Heilige Land aus religiösen Gründen, sagte Wiener am Donnerstag in Tel Aviv. «Ich nähere mich auf kulinarische Art und Weise.»

Die 54-Jährige besuchte am Donnerstag gemeinsam mit dem deutsch-israelischen TV-Koch Tom Franz den Karmel-Markt in Tel Aviv. Die Verwendung der Gewürze in der israelischen Küche hält Wiener für eines der spannendsten Themen. «Man ruft ja in seinem Gedächtnis die verschiedenen Geschmacksnuancen ab, wie in einer Bibliothek, wo du so in Büchern blätterst», sagt Wiener, die in Berlin lebt. «Wenn du jetzt eine neue Gewürzmischung probierst, dann ist das wie ein Buch, das du noch nicht gelesen hast oder wie ein Blatt, dass du deiner Bibliothek zufügst.»

So habe sie beispielsweise das Gewürz Ysop bisher zwar schon in Salaten verwendet. Ihr selbst sei es aber zu bitter. Nun habe sie es in getrockneter Form in einer Gewürzmischung mit Sesam entdeckt. So könne sie es sich mit Olivenöl und Nudeln vorstellen.

Traditionelle Gerichte in Israel sind unter anderem die Kichererbsen-Paste Hummus, das Fleischgericht Schawarma, Falafel und Schakschuka, pochierte Eier in einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln. Als Trend in den vergangenen Jahren hat sich die vegane Küche entwickelt.

«Wir sind, glaube ich, immer noch im vegan-Trend», sagt Tom Franz. Israel bezeichnet sich selbst als das Land mit der höchsten Veganerquote weltweit. Das Außenministerium schreibt auf seiner Internetseite von rund 300 000 Veganern. Aktuell leben in Israel rund 8,6 Millionen Menschen.

Franz, 43, stammt aus Köln. Der zum Judentum konvertierte Jurist hat 2013 bei der in Israel beliebten Koch-Show «Masterchef» gewonnen. Der mit einer Israelin verheiratete Franz achtet bei seinen Rezepten strikt darauf, die jüdischen Speisegesetze einzuhalten. So mischt er zum Beispiel keine Milchprodukte mit Fleisch.

Das Entscheidende für die israelische Küche sind laut dem Essensexperten Avichai Zabari die zahlreichen Einflüsse aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, die sich in Israel mischen. «Israel ist so ein junges Land, wo mehr als 150 Völker zusammengekommen sind», sagt der Anbieter von kulinarischen Touren. «Dazu kommt die Tatsache, dass die palästinensische Küche schon Jahre hier gewesen ist, bevor wir gekommen sind.»

Typisch sei, in ein Pita-Brot aus der Region unter anderem ein Schnitzel zu packen, dazu Sesam aus Äthiopien, Krautsalat aus Osteuropa und Pommes aus Belgien. «Das ist die einfachste Sache, die man in ganz Israel bekommen kann», sagt Zabari. «Ein bekannter Koch hat mal erklärt: Wenn man sich durch all diese Lagen isst, dann hat man Israel in einem Happen.»

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Metropolen fürs Klima

Weltweit: Neunzig Großstädte verbünden sich, um den Kampf gegen die Erderwärmung zu forcieren

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Metropolen fürs Klima

Städte auf allen Kontinenten mausern sich vom Klimasünder zum Klimaschützer. Gerade jetzt, wo ein Öl- und Kohlefreund wie Donald Trump in den USA an die Macht gelangt ist, wollen sie Vorreiter im Klimaschutz werden – denn viele Städte sind durch Hitzewellen oder steigende Meeresfluten besonders gefährdet. Treiber der Bewegung ist das globale Netzwerk C40, dem mittlerweile neunzig Großstädte angehören. Eine Studie des 2005 gegründeten Verbundes geht davon aus, dass Städte allein fast die Hälfte aller CO2-Emissionen einsparen können, die für das Erreichen der Pariser Klimaziele notwendig sind. Viele sind bereits aktiv: Paris, Madrid, Athen und Mexiko-Stadt wollen bis zum Jahr 2025 Dieselautos aus den Innenstädten verbannen. Oslos Zentrum soll bis 2019 sogar ganz autofrei werden. In San Francisco müssen Neubau-Dächer bis zu einem Drittel begrünt oder mit Solarpaneelen bestückt werden.

Die chinesische Stadt Shenzhen betreibt einen effektiven lokalen Emissionshandel. London investiert fast 900 Millionen Euro in neue Fahrradwege. Und Kopenhagen will bis 2025 CO2-neutral werden. „Städte sind der Schlüssel zur nachhaltigen Zukunft“, sagt Frank Jensen, Bürgermeister der dänischen Hauptstadt. Indem sie die besten Ideen und Lösungen teilten, könnten aus guten lokalen Ansätzen großartige globale Lösungen werden.
C40.org

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Großbritannien: Kein Plastik im Shampoo
Seit Anfang des Jahres dürfen in Großbritannien keine Kosmetika mehr verkauft werden, die Mikroplastik enthalten. Die winzigen, nicht biologisch abbaubaren Plastikteilchen werden von Fischen und Muscheln aufgenommen und landen schließlich auf dem Teller der Verbraucher. Ab Mitte 2017 tritt ein solches Verbot auch in den USA in Kraft. Kanada, Frankreich und die Niederlande wollen nachziehen. Deutschland hingegen setzt noch immer auf einen freiwilligen Ausstieg der Hersteller.

Schweden: Reparieren spart Geld
Wer kaputte Dinge wie Fahrräder oder Waschmaschinen reparieren lässt, wird belohnt – statt 25 werden dafür nur noch zwölf Prozent Mehrwertsteuer fällig. Mit dieser Vergünstigung will die schwedische Regierung die Wegwerfmentalität eindämmen. In Deutschland befürwortet das Umweltbundesamt eine solche Regelung. „Was Rohstoffe spart, sollte für die Verbraucher billiger sein“, fordert dessen Präsidentin Maria Krautzberger.

EU: Hilfe für die Ärmsten
Luxemburg, Dänemark, Schweden, Großbritannien und Holland erfüllen die Zusage der EU-Staaten, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens als Entwicklungshilfe zur Verfügung zu stellen – sie halten Wort. Alle anderen EU-Länder bleiben weit darunter: Deutschland erreicht nur 0,52 Prozent, der europäische Schnitt liegt bei gerade mal 0,44 Prozent. Insgesamt fehlen im Hilfsbudget für die armen Länder fast 40 Milliarden Euro. Immerhin erhöht die Bundesrepublik den Etat für Entwicklungszusammenarbeit im kommenden Jahr um 15 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro.

Geht doch!

Experten für steile Anstiege

Rekordverdächtig: In Österreich und in der Schweiz boomt "bio"

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Experten für steile Anstiege

Eine radikale Agrarwende mit 20 Prozent Bioanbaufläche hat Renate Künast als erste grüne Bundeslandwirtschaftsministerin in Berlin vor 15 Jahren versprochen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Österreich hingegen hat diese Messlatte jetzt gerissen: 20,3 Prozent seiner landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Damit ist die Alpenrepublik amtierender Europameister im Bioanbau. Schon lange werden Ökobauern im Nachbarland besser gefördert als die konventionelle Landwirtschaft. Zudem liegen viele Flächen in schwer zu bewirtschaftenden Höhenlagen, die sich für den Ökoanbau anbieten. Auf ein anderes Siegertreppchen schafft es die Schweiz. Beim Kauf von Biolebensmitteln bleiben die Eidgenossen Weltspitze. Wie aus dem jährlichen Bericht „The World of Organic Agriculture“ hervorgeht, der im Februar 2017 zur Biofach-Messe in Nürnberg erscheinen wird, berappen die Schweizer durchschnittlich 262 Euro pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Die Österreicher gaben im Jahr der Erhebung 127 und die Deutschen 97 Euro aus.
fibl.org (Suchworte: organic agriculture 2016)

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Schweiz: Die Letzten ihrer Art
Um die gefährdete Alpenflora zu retten, haben sich in der Schweiz zwanzig Botanische Gärten zusammengefunden. Sie vermehren Samen von bedrohten Wildpflanzen, um diese in ihren natürlichen Habitaten wieder anzusiedeln. Mit dem Projekt „Die Letzten ihrer Art“ helfen die Botanischen Gärten, die alpine Biodiversität zu erhalten.
botanica-suisse.org

Alpen: Ein Spiel für gutes Klima
Die Alpen sind besonders vom Klimawandel betroffen – doch was können ihre Bewohner für den Klimaschutz tun? Das sollen Familien und  Wohngemeinschaften in sieben Alpenländern spielerisch herausfinden. Die Alpenorganisation Cipra hat dafür das Spiel 100max entwickelt, bei dem die Teilnehmer zwei Wochen im Jahr ihren Fußabdruck mit Punkten bewerten sollen. Wer nicht auf Anhieb das 100-Punkte-Ziel für einen „guten Tag“ schafft, darf sich auf viele Anregungen freuen, wie sich das familiäre CO2-Konto reduzieren lässt. Mitspielen kann jeder – mit einem Klick auf 100max.org

Schweiz: Nah am Berg
Wenn der Postbus nicht ganz bis zum Startpunkt von Bergtouren fährt, könnten gutwillige Wanderer die geplante ökologische Anreise mit dem Zug wieder abblasen. Um das zu verhindern, hat die Umweltorganisation Mountain Wilderness das Alpen-Taxi ins Leben gerufen. In der Schweiz überbrücken mehr als 300 lokale Taxis, Rufbusse oder auch Seilbahnen das letzte Stück zum Berg – da kann das eigene Auto getrost in der Garage bleiben.
alpentaxi.ch

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Abgasfrei unterwegs

Konsequenter Klimaschutz: Diesel und Benziner sollen von der Straße verschwinden

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Abgasfrei unterwegs

Ausgerechnet ein Land, das seinen Reichtum Öl und Gas zu verdanken hat, will den Benzinhahn zuerst zudrehen. Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später müssen laut dem Gesetzentwurf auch neue Schiffe und Fähren abgasfrei fahren. Mit dem Bann der fossilen Antriebe verfolgt die norwegische Regierung eine konsequente Klimapolitik. Denn der Transportsektor ist für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in dem skandinavischen Land verantwortlich. Bereits heute ist Norwegen Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 15 Prozent aller neu zugelassenen PKWs fahren mit Strom, der nahezu vollständig aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. In Deutschland liegt der Elektroauto-Anteil noch immer im Promillebereich. Während Umweltschützer das Ende für Verbrennungsmotoren begrüßen, reagiert die Autolobby erbost. Norwegen befinde sich auf dem Weg in eine „ökologische Planwirtschaft“, empörte sich Matthias Wissmann, der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie. Im kommenden Jahr soll der viel diskutierte Nationale Transportplan in Norwegen verabschiedet werden. Ähnliche Pläne verfolgen auch Indien, Österreich und die Niederlande.

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Österreich: Sonnenstrom vom Balkon
Seit Juli dürfen Mieter in Österreich an ihrem Balkon oder auf ihrer Terrasse Mini-Solarmodule bis maximal 600 Watt installieren und den Strom direkt nutzen. In der Schweiz und den Niederlanden gibt es ähnliche Regelungen. In Deutschland bewegen sich die mehreren Tausend angeschlossenen „Guerilla“-Fotovoltaikanlagen noch immer in einem juristischen Graubereich. Obwohl bislang keine Zwischenfälle bekannt sind, streiten Verbände und Hersteller über mögliche Sicherheitsrisiken. Greenpeace Energy bietet die mobilen Solarpaneele bereits an. „Ärgerliche Hürden, die ihren Sinn verloren haben und der Energiewende schaden, gehören abgeschafft“, sagt Nils Müller vom Ökostromanbieter.

Berlin: Saubere Geldanlagen
Der Berliner Senat hat beschlossen, seine Geldanlagen künftig klimaneutral und nachhaltig zu investieren. Dafür wird ein sogenannter Ökoindex entwickelt, der keine Firmen beinhalten darf, die Geschäfte mit Waffen, Atomenergie oder fossilen Brennstoffen machen. Soziale und andere Nachhaltigkeitskriterien sollen später noch folgen. Die Fossil-Free-Bewegung feiert den Pionierschritt der Berliner  Finanzbehörde und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen werden.

Italien: Weniger Essen im Müll
Nach Frankreich macht nun auch Italien Ernst mit dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Von fünf Millionen Tonnen weggeworfenem Essen soll jedes Jahr eine Million Tonnen gerettet werden. Supermärkte, die – auch abgelaufene – Waren spenden, müssen weniger Abfallgebühren zahlen. Außerdem sollen Italiener ermutigt werden, ihre Pizza- und anderen Reste im Restaurant in bislang verpönten „Doggy Bags“ mitzunehmen. In Italien sind rund sechs Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.

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Do, 2017-02-23 14:00
Berlin (dpa)

Drogenbeauftragte: Auch an Karneval den Jugendschutz beachten

Berlin (dpa) - Kein Bier unter 16, kein Schnaps unter 18: Zum Karneval fordert die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) die Behörden zu scharfen Kontrollen beim Verkauf von Alkohol auf. Sie sollten Supermärkte, Kioske und Kneipen stärker im Blick behalten, sagte Mortler der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag). «Länder und Kommunen sollten während der Karnevalszeit ihre Verantwortung ernst nehmen und die Einhaltung des Jugendschutzes beim Verkauf von Alkohol scharf kontrollieren», so die CSU-Politikerin. Bei Bier, Wein oder Sekt ist die Abgabe an Jugendliche ab 16 Jahren erlaubt. Die Abgabe von Branntweinen und branntweinhaltigen Getränken sowie das Schnapstrinken in der Öffentlichkeit sind erst ab 18 Jahren erlaubt.

Do, 2017-02-23 13:58
Berlin/Nürnberg (dpa)

Asylverfahren dauern im Schnitt wieder länger

Mehr als sieben Monate mussten Flüchtlinge im vergangenen Jahr im Schnitt auf die Entscheidung warten, ob sie hier bleiben dürfen oder nicht. Damit sind die Verfahrensdauern erneut gestiegen. Unbegleitete Kinder mussten sich sogar noch länger gedulden.

Berlin/Nürnberg (dpa) - Die Asylverfahren in Deutschland dauern im Schnitt wieder länger. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) brauchte im vergangenen Jahr für die Bearbeitung eines Antrags durchschnittlich 7,1 Monate. Im Jahr zuvor waren es nur 5,2 Monate. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) darüber berichtet.

Im vierten Quartal 2016 lag die durchschnittliche Bearbeitungszeit sogar bei 8,1 Monaten. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, sagte, viele Schutzsuchende würden sogar jahrelang im Unklaren gelassen und zur Untätigkeit gezwungen. Denn im Schnitt müssten die Menschen auch noch ein halbes Jahr warten, bis sie überhaupt ihren Asylantrag stellen können. «Das ist für die Betroffenen völlig unzumutbar und für die Aufgabe ihrer Integration eine Riesenbürde.» Ende 2016 waren laut der Statistik mehr als 113 000 Asylverfahren seit mehr als einem Jahr anhängig. Knapp 35 000 Geflüchtete warteten seit mehr als zwei Jahren auf eine Entscheidung.

Das Ministerium begründet den Anstieg der Bearbeitungsdauer damit, dass inzwischen vermehrt komplexe Altfälle abgearbeitet würden. Anträge, die in den vergangenen sechs Monaten gestellt wurden, würden im Schnitt in 2,1 Monaten entschieden.

Überdurchschnittlich lange mussten im vergangenen Jahr Menschen aus Somalia (17,3 Monate) auf ihren Asylbescheid warten. Bei Türken waren es 16,3 Monate, bei Russen 15,6 Monate und bei Menschen aus Pakistan 15,5 Monate. Syrer bekamen ihren Bescheid im Schnitt nach 3,8 Monaten. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mussten 2016 im Schnitt 8,3 Monate auf eine Entscheidung warten.

Im vergangenen Jahr kamen 36 000 Kinder und Jugendliche ohne ihre Eltern nach Deutschland. 8486 minderjährige Flüchtlinge wurden an den Grenzen aufgegriffen. 649 von ihnen wurden von der Bundespolizei zurückgewiesen oder zurückgeschoben - vor allem an der Grenze zu Österreich. Vor allem junge Menschen aus Afghanistan (278) durften nicht nach Deutschland einreisen. Jelpke kritisierte diese Praxis als «unverantwortlich und rechtswidrig».

Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, waren im November 2016 fast 132 000 Asylverfahren bei den Gerichten anhängig - mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Rund 490 000 Dokumente von Asylsuchenden wurden 2016 überprüft. Davon hätten sich knapp 13 000 (2,6 Prozent) als ge- oder verfälscht erwiesen. Manche Flüchtlinge seien für ihre Flucht jedoch auf gefälschte Reisedokumente angewiesen. «Öffentliche Debatten über verbreitete Täuschungen haben somit keinerlei empirische Grundlage», hieß es von der Linksfraktion.

Aufgrund einer Stichtagsregelung wurden 2016 noch immer knapp 143 000 Asylentscheidungen im schriftlichen Verfahren entschieden - die meisten davon also ohne persönliche Anhörung. 2015 waren es 106 000.

Ende Januar stapelten sich beim BAMF noch knapp 385 000 nicht entschiedene Verfahren. Behörden-Chefin Jutta Cordt hat angekündigt, dass der Berg bis Ende des Frühjahrs abgearbeitet sein soll.

Do, 2017-02-23 13:24
Stockholm (dpa)

König nach Trump-Aussagen: Ausgewogen über Schweden berichten

Stockholm (dpa) - Der schwedische König Carl XVI. Gustaf (70) hat die Presse nach US-Präsident Donald Trumps umstrittener Äußerung über sein Land aufgefordert, ausgewogen über Schweden zu berichten. «Die Medien sind sehr wichtig für das Schwedenbild», sagte der Monarch in einem Interview, das die Zeitung «Sydsvenskan» am Donnerstag veröffentlichte. Am Tag zuvor hatte das Königspaar gemeinsam mit Kanadas Generalgouverneur David Johnston und dessen Frau die Stadt Malmö besucht, die mit sozialen Problemen zu kämpfen hat.

«Es ist wichtig für das Schwedenbild in der Welt, von den guten Beispielen zu erzählen», sagte der König. «An der Uni Malmö wird zum Beispiel sehr viel gute Forschung zu Integrationsfragen betrieben.» Es gehe darum, nicht aufzugeben. Schweden hatte 2015 nach Deutschland die meisten Flüchtlinge in Europa aufgenommen.

Trump hatte Ende vergangener Woche mit der Äußerung «Schaut Euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist!» verwirrt und das Land in einem Atemzug mit Anschlagszielen wie Brüssel, Nizza und Paris genannt. Den Vorfall in Schweden hatte es aber gar nicht gegeben.

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ICH WILL GAR NICHT WISSEN, WAS IN DER WELT WIRKLICH LOS IST.

Bleib in DEINER FILTERBLASE

Wenn du seriöse Wissenschaft und gut recherchierten Journalismus ablehnst, kannst du dir deine Meinung mit einseitigen Informationen und Fake News immer wieder bestätigen lassen und bei uns deinen Hass loswerden.

Mache Facebook zu deinem Fakebook.
greenpeace-magazin.de/fakebook

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DES BISSL KLIMAWANDEL ISS UNS WUASCHT: MIA MACHEN WINTER!

- 1450 Schneekanonen
- 5 km2 beschneite Pisten
- Lifte für 300.000 Touristen/Stunde
- Flughafenshuttle

Lesen Sie mehr auf greenpeace-magazin/zillertal

 

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Ich bin verwirrt. Klimawandel? Saure Meere? Sterbende Riffe? Nie gehört. Und was um Himmels Willen haben Flugzeuge damit zu tun? Die Antwort findet Dorie auf greenpeace-magazin.de/dorie

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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