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Sa, 2016-07-30 15:35
Damaskus (dpa)

Syrische Staatsmedien: Dutzende fliehen aus umkämpftem Aleppo

Die Lage der Zivilisten in der eingekesselten Stadt Aleppo ist verzweifelt. Helfen Fluchtkorridore den Menschen, oder sind sie ein syrisch-russischer Propagandatrick?

Damaskus (dpa) - Über die Lage in der von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Aleppo gibt es widersprüchliche Angaben. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass am Samstag Dutzende Familien die abgeriegelten Rebellenviertel im Osten der Metropole über die eingerichteten Fluchtkorridore verlassen hätten. Zahlreiche Aufständische hätten zudem ihre Waffen niedergelegt und sich der syrischen Armee ergeben.

Das russische Militär teilte mit, seit Öffnung der Korridore am Donnerstag hätten 169 Zivilisten Aleppo verlassen. 69 Rebellen hätten die Waffen niedergelegt und sich ergeben, sagte Generalleutnant Sergej Tschwarkow. An den drei Fluchtkorridoren habe die syrische Regierung Lager aufgebaut, um bis zu 3000 Menschen zu versorgen. Vier weitere Korridore sollten eingerichtet werden. Russische Truppen unterstützen in Syrien die Armee von Präsident Baschar Al-Assad.

Ein Sprecher der Opposition in Aleppo wies Berichte über Flüchtlinge als falsch zurück. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London konnte bislang auch nicht bestätigen, dass Anwohner aus Aleppo geflohen seien. Lediglich am Freitag hätten zwölf Personen die Viertel verlassen, bevor Rebellengruppen Straßensperren errichtet hätten.

Bewohner der abgeschnittenen Viertel bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass Rebellen am Samstag flüchtende Menschen zurückgewiesen hätten. Als Begründung hätten sie angegeben, dass die humanitären Korridore nicht sicher seien.

Die UN hatte Syrien und Russland aufgefordert, ihr die Fluchtrouten zu unterstellen, damit Sicherheit gewährleistet sei. Die syrische Opposition hält der Regierung in Damaskaus vor, sie wolle sich mit Hilfe der Korridore militärische Vorteile beim Kampf um Aleppo verschaffen.

Vor gut zwei Wochen hatten die syrische Armee und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die Rebellenviertel von Aleppo gekappt. Internationale Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe. Nach Schätzungen der UN sind zwischen 250 000 und 300 000 Menschen in Aleppo eingeschlossen.

Sa, 2016-07-30 15:27
Washington (dpa)

Noch 100 Tage: Clinton und Trump tauchen in heiße Wahlkampfphase ein

Nach den Parteitagen von Cleveland und Philadelphia vergeuden die Spitzenkandidaten Trump und Clinton keine Zeit. Die heiße Phase des Wahlkampfes hat begonnen. Derweil untersucht das FBI gleich mehrere Hacker-Attacken gegen die US-Demokraten.

Washington (dpa) - 100 Tage vor der Präsidentenwahl in den USA ist der erbitterte Zweikampf zwischen dem Republikaner Donald Trump und der Demokratin Hillary Clinton in vollem Gange. Clinton setzte am Samstag eine dreitägige Bustour durch die möglicherweise wahlentscheidenden Bundesstaaten Pennsylvania und Ohio fort. Bereits am Freitag hatte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Colorado Springs (Colorado) angekündigt, dass er jetzt «die Handschuhe ausziehen» werde: «No more Mr. Nice Guy» (Vorbei mit dem netten Kerl).

Unterdessen wächst bei den US-Demokraten die Sorge, dass es zu weiteren Störmanövern von außen kommen könnte - beispielsweise durch Enthüllungen nach Hackerattacken. Am Freitag war bekannt geworden, dass das Bundeskriminalamt FBI nach dem Hacken von E-Mails beim Parteivorstand zwei weitere illegale Zugriffe auf Unterlagen der Demokraten untersucht.

Demnach wurden auch Wählerdaten gehackt, die in einem System des Parteivorstandes gespeichert waren und vom Clinton-Wahlkampflager benutzt wurden. Diese Informationen dienen zur Analyse von Wählerstrukturen.

Außerdem wurde auch eine Cyberattacke gegen das Wahlkampfkomitee DCCC publik. Das Gremium unterstützt demokratische Politiker, die sich um einen Sitz im Repräsentantenhaus bewerben, im Wahlkampf.

Am Freitag vergangener Woche hatte die Enthüllungsplattform Wikileaks gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf stark zugunsten Clinton und somit gegen ihren Rivalen Bernie Sanders voreingenommen war. Die Enthüllungen hatten den Auftakt des Parteitages der Demokraten überschattet.

Wikileaks-Gründer Julian Assange sagte in einem Interview des Senders CNN, dass der Plattform weitere Unterlagen «im Zusammenhang mit der Clinton-Kampagne» vorlägen.

IT-Experten machen ebenso wie das Team der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Moskau für die Hackerangriffe verantwortlich. Auch ein Beamter aus US-Ermittlungskreisen sagte der «New York Times» zufolge, die Angriffe trügen die Handschrift Russlands.

Clinton tourte mit ihrem Vize Tim Kaine durch die «Swing States». Das sind die besonders umkämpften und wahlentscheidenden Bundesstaaten, in denen die Mehrheiten zwischen Demokraten und Republikanern wechseln. Clinton stellte in ihren Auftritten die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Vordergrund. Trump sagte in Colorado, dass die Wahl am 8. November eine «Verschwendung» wäre, wenn er nicht gewählt würde.

Sa, 2016-07-30 15:47
Hannover (dpa)

Niedersachsen will schnelleres Aus für Atomkraftwerke im Norden

Hannover (dpa) - Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel hat ein schnelleres Ende für die Atom- und Kohlekraftwerke in Norddeutschland gefordert. Dies könne helfen, die Strompreise für Verbraucher und die Entsorgungskosten zu senken, sagte der Grünen-Politiker am Samstag der dpa. Über den Vorstoß hatten zuerst der «Weser-Kurier» und die «Hessische Niedersächsische Allgemeine» berichtet. Wenzel nannte die Atomkraftwerke in Lingen, Grohnde und Brokdorf sowie die Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven und Hamburg-Moorburg. «Diese unflexiblen Kolosse laufen selbst dann weiter, wenn zu viel Strom im Angebot ist.»

Durch das Abschalten der Meiler könne man auch einen Anstieg der EEG-Umlage stoppen, meinte der Minister. Je niedriger der Marktpreis durch das Überangebot von Atom- oder Braunkohlestrom ausfalle, desto höher sei die Umlage, die vor allem Privathaushalte zu zahlen haben.

Einen weiteren Vorteil eines vorzeitigen Abschaltens sieht Wenzel bei den Kosten für die Entsorgung des Atommülls. Bei bisher kalkulierten Kosten von etwa 160 Milliarden Euro für die Lagerung des Atommülls spare dies 5 bis 10 Prozent ein, rechnete der Grünen-Politiker vor.

«Mir ist klar, dass diese Forderung bei einigen verbliebenen Freunden der Atomkraft heftige Phantomschmerzen auslösen wird», sagte Wenzel. «Faktisch verdienen die Meiler im Moment aber ohnehin kein Geld.» Am Leben gehalten würden die Anlagen lediglich durch die Hoffnung auf den Wegfall der Brennelementesteuer.

Sa, 2016-07-30 15:18
Köln (dpa)

Köln in angespannter Erwartung vor Pro-Erdogan-Demonstration

Bis zu 30 000 Erdogan-Demonstranten, dazu ein Marsch von Rechten durch die Innenstadt - es wird kein ganz ruhiger Sonntag in Köln. Zumindest wird es aber wohl keine Live-Schalte zu Präsident Erdogan geben.

Köln (dpa) - In angespannter Atmosphäre erwartet Köln eine für Sonntagnachmittag angekündigte Pro-Erdogan-Demonstration mit bis zu 30 000 Teilnehmern. «Mich haben unzählige Briefe, Emails und Anrufe von besorgten Bürgerinnen und Bürgern erreicht», teilte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) mit. Sie nehme die Sorgen sehr ernst. Die Polizei ist nach eigenen Angaben auf gewalttätige Auseinandersetzungen vorbereitet: 2300 Polizisten werden zusammengezogen. Eine Live-Zuschaltung von Präsident Recep Tayyip Erdogan aus der Türkei bleibt verboten.

Ein zeitgleich geplanter Demonstrationszug von Rechten quer durch die Innenstadt darf dagegen endgültig stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht in Münster wies eine Beschwerde der Kölner Polizei zurück, wie ein Sprecher des Gerichts am Samstag bestätigte. Hinter dem Demonstrationszug steht unter anderem die rechtsextremistische Splitterpartei Pro NRW. Die Polizei befürchtet Ausschreitungen, doch die Richter sehen dafür keine ausreichenden Anhaltspunkte.

Eine erste Gegendemo in der Kölner Innenstadt mit etwa 150 Teilnehmern verlief am Samstag friedlich. Redner verurteilten sowohl den Militärputsch als auch Erdogan, der den Umsturzversuch für «antidemokratische Maßnahmen» missbrauche.

Das Oberverwaltungsgericht verwarf auch eine Beschwerde des Anmelders der Pro-Erdogan-Demonstration. Sie richtete sich gegen das Verbot, Erdogan auf einer Großleinwand aus der Türkei zuzuschalten. Bülent Bilgi, der Generalsekretär der mitorganisierenden Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), sagte jedoch am Samstag, er lasse prüfen, ob man in dieser Sache das Bundesverfassungsgericht anrufen werde.

Nach derzeitigem Stand würden in Köln keine Mitglieder der türkischen Regierung erwartet, sagte Bilgi der Deutschen Presse-Agentur. Die Redner seien Vertreter fast aller türkischen Parteien, also auch der Opposition. Mit Gewalt von Seiten der türkischen Teilnehmer sei nicht zu rechnen, die Veranstaltung diene der «Harmonie in der türkischen Community», sagte Bilgi. Der deutschen Öffentlichkeit werde ein ganz falsches Bild davon vermittelt. Es handele sich auch gar nicht um eine Pro-Erdogan-Demo, sondern es gehe um den vereitelten Militärputsch.

Deutsche Politiker haben sich kritisch über einen eventuellen Auftritt türkischer Minister oder gar von Erdogan persönlich geäußert. «Es kann nicht sein, dass unsere Parlamentarier die Bundeswehrtruppen in der Türkei nicht besuchen dürfen, aber Erdogan seine Minister zur Demonstration nach Köln schicken will», sagte der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) der «Bild»-Zeitung. FDP-Chef Christian Lindner forderte die Bundesregierung auf, «alle rechtlichen und diplomatischen Möglichkeiten zu nutzen, um die Einreise dieser Politiker zu unterbinden». Erdogan wiederum kritisierte am Freitagabend in Ankara, den Türken in Deutschland und Österreich werde das Recht zu Protesten verwehrt.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, wies darauf hin, dass Erdogans Medienpräsenz immer mehr zunehme. «Erdogan ist eigentlich in der deutschen Öffentlichkeit inzwischen präsenter als Merkel und Gauck», sagte er dem rbb-Inforadio.

Sa, 2016-07-30 15:22
Berlin (dpa)

Trotz Terrors kein Konsens: Seehofer gegen Merkels «Wir schaffen das»

«Wir schaffen das» - dass die Kanzlerin trotz allem diesen Satz zur Flüchtlingskrise wiederholt hat, kann der CSU-Chef nicht fassen. Die Probleme seien zu groß. Streit will er aber nicht - sagt er.

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer bleiben in der Flüchtlingspolitik auch nach den islamistisch motivierten Terroranschlägen in Bayern auf großer Distanz zueinander. Der Ministerpräsident kritisierte am Samstag Merkels am Donnerstag wiederholten Appell «Wir schaffen das» zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Er sagte nach einer Klausur seines Kabinetts in Gmund am Tegernsee: «Ich kann mir diesen Satz auch beim besten Willen nicht zu eigen machen. Dafür ist die Problemlage zu groß.» Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben nur acht Prozent der Bürger volles Vertrauen in diesen Satz von Merkel.

Innerhalb einer Woche hatten ein Flüchtling vermutlich aus Afghanistan in Würzburg und ein Syrer in Ansbach Anschläge mit offensichtlichem Bezug zur Terrororganisation Islamischer Staat verübt und mehrere Menschen schwer verletzt. Ferner erschoss ein Deutsch-Iraner bei einem Amoklauf in München neun Menschen und sich selbst. Merkel war an keinen der Tatorte gefahren, nimmt aber an diesem Sonntag an der Trauerfeier für die Toten von München teil.

Seehofer erklärte in seiner ersten offiziellen Reaktion auf Merkels wiederholtes «Wir schaffen das»: «Ich würde damit all meiner Verantwortung, die ich auch in einem Eid abgelegt habe, nicht gerecht.» Die Lösungsansätze seien zu unbefriedigend. Er habe Kraft seines Amtes viele Informationen. «Und deshalb müssen wir hier in Deutschland noch ein ganzes Stück besser werden in allen Facetten.»

Er sage so etwas nicht leichtfertig und wolle auch keinen Streit. Die Schwesterparteien CDU und CSU seien «gut unterwegs». Merkel und er wollten fair miteinander umgehen. «Aber ich will der Öffentlichkeit auch nicht die Unwahrheit sagen.» Seehofer pochte wieder auf Beschränkungen des Flüchtlingszuzugs. Das sei eine Voraussetzung für die Sicherheit im Land und auch für die Integration der wirklich Schutzbedürftigen. In den vergangenen Monaten sind die Zahlen der neu angekommenen Flüchtlinge allerdings bereits drastisch gesunken.

Seehofer nannte das während der Klausur seines Kabinetts beschlossene Sicherheitskonzept für Bayern das «umfassendste und tiefste», das bisher in der Bundesrepublik vorgelegt worden sei. Danach soll zum Beispiel die Polizei in Bayern von 2017 bis 2020 um 2000 Kräfte aufgestockt und mit modernster Ausrüstung ausgestattet werden. Ohne Merkel direkt zu erwähnen, sagte er, er werde «sehr genau darauf achten», dass auch in Berlin und Brüssel die Sicherheitspolitik vorangetrieben werde.

Die Gewerkschaft der Polizei (Gdp) beklagte, die größten Personallücken gebe es in den Ländern, die jahrzehntelang Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen hätten. «Dort muss jetzt schnell gehandelt werden», sagte GdP-Chef Oliver Malchow der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Polizeibeamten in den Ländern hätten einen Berg von etwa 20 Millionen Überstunden angehäuft. Bundesweit müssten mindestens 20 000 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Malchow mahnte, Politiker sollten nicht von einem «Krieg» gegen den IS sprechen. Terroristen seien Straftäter und Mörder. «Es ist allein Aufgabe der Polizei, mit ihnen fertig zu werden.»

Die CSU fordert eine Änderung des Grundgesetzes, um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zur Abwehr von Terrorgefahren und zur Grenzsicherung zu ermöglichen oder zu erleichtern. Die SPD ist dagegen. Seehofer sieht dennoch die Möglichkeit, dass die SPD einlenken könnte, falls die Sicherheit der Menschen sonst gefährdet wäre. YouGov zufolge wünschen sich 65 Prozent der Bürger mehr Präsenz der Polizei. 57 Prozent sprechen sich für eine Änderung des Grundgesetzes aus, um Bundeswehreinsätze im Inland zu erleichtern.

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) verwies darauf, dass es immer noch rund 150 000 Menschen in Deutschland gebe, deren Herkunft ungewiss sei. «Wir müssen wissen, wer im Lande ist. Nur so können wir uns, auch was Prävention oder Terroraktivitäten anbelangt, wappnen», sagte er der dpa. Sicherheit habe oberste Priorität bei den Bürgern, das hätten auch die jüngsten Wahlen gezeigt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rief in einem Gespräch mit der dpa dazu auf, sich nicht von Angst leiten zu lassen. Sonst hätten die Terroristen gewonnen.

Sa, 2016-07-30 15:56
Berlin (dpa)

Rund 700 Demonstranten gegen Rechtspopulisten auf der Straße

Berlin (dpa) - Rund 700 Menschen sind in Berlin gegen eine Demonstration von Rechtspopulisten auf die Straße gegangen. Das Bündnis linker und bürgerlicher Initiativen versammelte sich am Samstag unter dem Motto «Für ein solidarisches Berlin - gegen rechte Hetze» am Alexanderplatz. Etwa 800 rechte Demonstranten trafen sich derweil nach Polizeiangaben am Hauptbahnhof, um unter dem Motto «Merkel muss weg» gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zu protestieren. Das Bündnis «Wir für Berlin & Wir für Deutschland» hatte zum dritten Mal dazu aufgerufen. Im März waren 3000 Anhänger der rechtspopulistischen Initiativen, darunter auch Gruppen von Neonazis, durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor gelaufen. Im Mai kamen bei der zweiten Demonstration nur noch 1800 Menschen.

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Sa, 2016-07-30 15:03
Waldleiningen (dpa)

Drei Luchse im Pfälzerwald freigelassen

Waldleiningen (dpa) - Im Pfälzerwald sind drei Luchse aus der Slowakei freigelassen worden. Durch die Aktion am Samstag soll die größte Katze Europas wieder in Rheinland-Pfalz angesiedelt werden. Nach der Ausrottung durch den Menschen seien die Tiere nun eine Bereicherung für die Natur, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Die drei Tiere, die sofort im Wald verschwanden, heißen Kaja, Luna und Lucky. Grundschulkinder aus Rheinland-Pfalz und Lothringen hatten die Namen ausgesucht. Im Lauf von sechs Jahren sollen insgesamt 20 Luchse in den Karpaten und der Schweiz gefangen und im Pfälzerwald freigelassen werden.

Sa, 2016-07-30 15:33
Berlin (dpa)

Aigner: «Wir schaffen das» reicht nicht

Berlin (dpa) - Die frühere Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) wirft Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, die Angstgefühle der Deutschen zu verkennen. «Der Terror hat Deutschland erreicht. Das verändert die Stimmung im Land dramatisch: Die Menschen haben Angst», sagte die bayerische Wirtschaftsministerin der «Welt am Sonntag». Es reiche nicht, dass Merkel dann weiter sage: «Wir schaffen das.» Eine «Weiter-so-Rhetorik» erhöhe das Sicherheitsgefühl nicht. «Die Kanzlerin hätte deshalb deutlich machen müssen, dass diese Vorfälle etwas verändern, dass der Staat auf die Anschläge in Deutschland reagiert.» Der Satz müsse nun lauten: «Wir handeln.»

Merkel hatte die mutmaßlich islamistisch motivierten Anschläge in Bayern am Donnerstag verurteilt und einen Neun-Punkte-Katalog zur Verbesserung der Sicherheitslage vorgelegt. Einige der Maßnahmen sind jedoch nicht neu. Die Kanzlerin appellierte an die Bürger, aus der Stärke des Landes mit gelungener deutscher Einheit und der Lösung mehrerer Krisen abzuleiten, dass auch die Flüchtlingskrise bewältigt werde.

Sa, 2016-07-30 15:01
Istanbul/Köln (dpa)

Erdogan lässt Beleidigungsklagen fallen - aber nicht in Deutschland

Der türkische Präsident Erdogan vermisst nach dem Putsch Solidarität aus dem Westen. Im eigenen Land geht er auf Kritiker zu und zieht seine zahlreichen Beleidigungsklagen zurück. Bis Deutschland reicht die Versöhnungsgeste nicht.

Istanbul/Köln (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hält an seiner Klage gegen den deutschen TV-Satiriker Jan Böhmermann fest. Am Freitagabend hatte er angekündigt, seine Strafanzeigen wegen Beleidigung des Staatspräsidenten zurückzuziehen. Dazu sagte einer seiner Anwälte, Ralf Höcker, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: «Die Ankündigung bezieht sich nur auf die Türkei. In Deutschland ändert sich vorerst nichts.»

In der Türkei sind nach offiziellen Angaben gut 1800 solcher Verfahren anhängig, auch gegen eine Reihe von Oppositionspolitikern. Beobachter werten Erdogans Schritt als Versöhnungsgeste in Richtung Opposition. Er hatte seinen Kritikern unterstellt, die Anstifter des Putschversuchs vor gut zwei Wochen zu unterstützen. Vor allem Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen werden für den Aufstand vom 15. Juli verantwortlich gemacht.

Erdogan hatte in der Folge einen 90-tägigen Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Justiz gehen seit Tagen massiv gegen mutmaßliche Verschwörer vor. Bis zum Freitag wurden 18 044 Verdächtige mit mutmaßlichen Verbindungen zur Bewegung Gülens festgenommen. Gegen 9677 von ihnen erging Haftbefehl.

Erdogan wies Kritik aus dem Ausland am harten Vorgehen der Justiz gegen mutmaßliche Verschwörer zurück. Die Kritiker sollten sich um ihre Angelegenheiten kümmern, sagte der islamisch-konservative Politiker am Freitagabend in Ankara. Er beklagte zugleich mangelnde Anteilnahme nach dem Umsturzversuch. So seien etwa aus der EU und anderen westlichen Staaten keine Repräsentanten angereist, um ihr Beileid zu bezeugen, rügte er unter Verweis auf 237 getötete Zivilisten und loyale Sicherheitskräfte.

Unterstützung aus Deutschland kann der türkische Präsident am Sonntag erwarten: Bis zu 30 000 Erdogan-Anhänger wollen in Köln auf die Straße gehen. Eine Live-Zuschaltung Erdogans auf eine Großleinwand wurde allerdings vom Oberverwaltungsgericht verboten. Es sind vier Gegenkundgebungen angemeldet, darunter auch ein Demonstrationszug von Rechten. Die Polizei will mit 2300 Beamten Ausschreitungen verhindern. Die Stimmung zwischen Anhängern und Gegnern Erdogans ist seit dem Putschversuch vor zwei Wochen auch in Deutschland sehr aufgeladen. Hier leben etwa drei Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln.

Erdogan beklagte in seiner Rede am Freitagabend, Türken mit Wohnsitz in Deutschland und Österreich werde das Recht zu Protesten verwehrt. Teilweise dürften sie nicht einmal die türkische Flagge an ihren Häusern hissen.

Der Grimme-Preisträger Böhmermann hatte Ende März in seiner Sendung «Neo Magazin Royale» ein Gedicht mit dem Titel «Schmähkritik» vorgetragen. Es handelt unter anderem von Sex mit Tieren und Kinderpornografie und transportiert Klischees über Türken.

Erdogan klagte persönlich gegen Böhmermann und das Gedicht. Daneben läuft in Mainz noch ein Ermittlungsverfahren gegen Böhmermann wegen des Verdachts auf Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes. Dies wurde möglich, nachdem die Bundesregierung eine Ermächtigung wegen des Strafverlangens der türkischen Regierung erteilt hatte. Böhmermanns Anwalt war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der regierungskritische türkische Journalist Can Dündar prangerte den immens gewachsenen Druck auf die Medien im eigenen Land an. «Man kann kaum noch atmen», sagte der Chefredakteur der Zeitung «Cumhuriyet» in einem Interview der WDR-Sendung «Aktuelle Stunde». «Es gelten weder Recht, noch Demokratie oder Menschenrechte.» Die laufende Verhaftungswelle in Medien, Justiz und Militär nach dem gescheiterten Putsch habe unter Journalisten eine «allgemeine Atmosphäre des Schweigens und der Selbstzensur» befördert.

Dündar war im Mai zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Er war schuldig befunden worden, geheime Dokumente veröffentlicht zu haben, die türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien 2015 belegen sollen. Derzeit ist er bis zum Berufungsprozess auf freiem Fuß.

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Konfliktfrei surfen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

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Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Richter als Klimaschützer

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Sa, 2016-07-30 14:56
Bujumbura (dpa)

Proteste gegen UN-Polizeimission in Burundi

Bujumbura (dpa) - In Burundis Hauptstadt Bujumbura haben Hunderte Menschen gegen die Entsendung einer Polizeimission der Vereinten Nationen demonstriert. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag die Entsendung einer Polizeitruppe mit bis zu 228 Beamten in das ostafrikanische Krisenland Burundi beschlossen.

«Wir werden niemals zulassen, dass ein UN-Polizist seinen Fuß in Burundi setzt, es sei denn, wir sind alle tot», sagte einer der Demonstranten in Bujumbura am Samstag. Frankreich solle die Souveränität Burundis respektieren. Frankreich hatte den Entwurf der Resolution in den Weltsicherheitsrat eingebracht.

«Frankreich braucht Truppen, um den Frieden zu bewahren: Mehr als 100 Tote in Nizza», stand auf einem der Plakate. Burundi habe Truppen als Teil von Friedensmissionen in anderen Ländern stationiert, es brauche keine zusätzlichen Sicherheitskräfte, schrieben andere.

Burundi steckt seit April 2015 in einer politischen Krise. Damals kündigte Präsident Pierre Nkurunziza an, sich entgegen der Verfassung für eine dritte Amtszeit zu bewerben. Seither wurden bei Protesten mehrere Hundert Menschen getötet, zumeist von Sicherheitskräften. Rund 250 000 Menschen flohen in Nachbarländer. Ein Bürgerkrieg mit 300 000 Toten ging in Burundi erst 2005 zu Ende.

Sa, 2016-07-30 14:17
Bujumbura (dpa)

Proteste gegen UN-Polizeimission in Burundi

Bujumbura (dpa) - In Burundis Hauptstadt Bujumbura haben Hunderte Menschen gegen die Entsendung einer Polizeimission der Vereinten Nationen demonstriert. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag die Entsendung einer Polizeitruppe mit bis zu 228 Beamten in das ostafrikanische Krisenland Burundi beschlossen.

«Wir werden niemals zulassen, dass ein UN-Polizist seinen Fuß in Burundi setzt, es sei denn, wir sind alle tot», sagte einer der Demonstranten in Bujumbura am Samstag. Frankreich solle die Souveränität Burundis respektieren. Zahlreiche Botschaften richteten sich gegen die ehemalige Kolonialmacht Frankreich.

«Frankreich braucht Truppen, um den Frieden zu bewahren: Mehr als 100 Tote in Nizza», stand auf einem der Plakate. Burundi habe Truppen als Teil von Friedensmissionen in anderen Ländern stationiert, es brauche keine zusätzlichen Sicherheitskräfte, schrieben andere.

Burundi steckt seit April 2015 in einer politischen Krise. Damals kündigte Präsident Pierre Nkurunziza an, sich entgegen der Verfassung für eine dritte Amtszeit zu bewerben. Seither wurden bei Protesten mehrere Hundert Menschen getötet, zumeist von Sicherheitskräften. Rund 250 000 Menschen flohen in Nachbarländer. Ein Bürgerkrieg mit 300 000 Toten ging in Burundi erst 2005 zu Ende.

Sa, 2016-07-30 14:29
Salzungen (dpa)

Emu von Polizei in Gartenanlage erschossen

Bad Salzungen (dpa) - Ein wehrhafter Emu ist in Thüringen von der Polizei erschossen worden. Den Abschuss des aus seinem Gehege ausgebüxten australischen Laufvogels bestätigte am Samstag die Polizei. «Der Vogel hatte sich am Freitagabend in eine Gartenanlage am Rand von Bad Salzungen verirrt», sagte ein Sprecher auf Anfrage. «Er ist dort Menschen nachgelaufen.» Deshalb seien die Beamten gerufen worden. Die Behörden hatten den Abschuss des 1,50 Meter großen und schweren Vogels erlaubt, nachdem er in den vergangenen Tagen Menschen verletzt hatte, die ihn einfangen wollten.

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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Sagenhafter Spinat

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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Geselliger Grünkohl

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Sa, 2016-07-30 14:43
Damaskus (dpa)

Syrische Staatsmedien: Dutzende fliehen aus umkämpftem Aleppo

Damaskus (dpa) - Über die Lage in der von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Aleppo gibt es widersprüchliche Angaben. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass am Samstag Dutzende Familien die abgeriegelten Rebellenviertel im Osten der Metropole über die eingerichteten Fluchtkorridore verlassen hätten. Zahlreiche Aufständische hätten zudem ihre Waffen niedergelegt und sich der syrischen Armee ergeben.

Ein Sprecher der Opposition in Aleppo wies diese Berichte als falsch zurück. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London konnte bislang auch nicht bestätigen, dass Anwohner aus Aleppo geflohen seien. Lediglich am Freitag hätten zwölf Personen die Viertel verlassen, bevor Rebellengruppen Straßensperren errichtet hätten. Bewohner der abgeschnittenen Viertel bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass Rebellen am Samstag flüchtende Menschen zurückgewiesen hätten. Als Begründung hätten sie angegeben, dass die humanitären Korridore nicht sicher seien.

Vor gut zwei Wochen hatten die syrische Armee und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die Rebellenviertel von Aleppo gekappt. Internationale Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe. Nach Schätzungen der UN sind zwischen 250 000 und 300 000 Menschen in Aleppo eingeschlossen.

Sa, 2016-07-30 14:44
Peshawar (dpa)

24 Tote bei Sturzflut in Pakistan

Peshawar (dpa) - Hochwasser nach Monsun-Regenfällen hat in Pakistan das Fahrzeug einer Hochzeitsgesellschaft mitgerissen, mindestens 24 Menschen ertranken. Das teilte die Polizei in Peshawar mit. Das Unglück geschah am Samstag in einer unwegsamen Region im Khyber-Stammesbezirk an der Grenze mit Afghanistan. Mindestens 25 Menschen seien an Bord des Lieferwagens gewesen. Bislang wurden 24 Leichen geborgen, die meisten davon nach Angaben eines örtlichen Rettungsdienstes Frauen und Kinder. Landesweit kamen den Behörden zufolge während der Monsun-Regenfälle sei Anfang Juli 55 Menschen ums Leben.

Sa, 2016-07-30 13:21
Warschau/Krakau (dpa)

Polnischer «Selfie-Bischof» erobert das Netz

Warschau/Krakau (dpa) - Er knipst Selfies mit Papst, Papamobil und Pilgern, dabei grinst er stets bis über beide Ohren: Fleißig postet der polnische Bischof Marek Solarczyk bei Facebook Fotos vom Weltjugendtag in Krakau und erobert damit die Herzen der Polen. «Wir grüßen den am breitesten lächelnden Bischof des Weltjugendtags», schreiben Fans auf seiner Seite in dem sozialen Netzwerk. Von denen hat der 49-jährige Hilfsbischof des Bistums Warschau-Praga inzwischen rund 24 000 und es werden immer mehr. Bei Twitter folgen Solarczyk etwa 2800 Menschen.

Sie alle wollen den Foto-Bericht sehen, mit dem er Einblicke hinter die Kulissen des Großereignisses mit Papst Franziskus gewährt. Gut gelaunt hält Solarczyk mit seinem Smartphone alles fest: von der Kaffeepause der Bischöfe - «nach der Katechese Zeit zum Relaxen» - bis hin zur Reise im «fröhlichen Bus zur Blonia-Wiese». Auch polnische Medien sind auf den postenden Priester aufmerksam geworden, schließlich ist er fast schon Konkurrenz: «Das ist wohl die beste Berichterstattung vom Weltjugendtag, die man zu sehen bekommt», heißt es da.

Sa, 2016-07-30 13:04
Eriwan (dpa)

Kundgebung in Eriwan aufgelöst - Verletzte und viele Festnahmen

Eriwan (dpa) - Bei der gewaltsamen Auflösung einer Kundgebung in der armenischen Hauptstadt Eriwan sind nach Angaben von Ärzten etwa 60 Regierungsgegner verletzt worden. Die Polizei in der Südkaukasusrepublik nahm nach eigenen Angaben vom Samstag über 160 Menschen vorläufig fest. Gegen 26 von ihnen wurde Haftbefehl erlassen.

Die Behörden hatten am Vorabend die Demonstration von Oppositionellen aufgelöst. Menschenrechtler kritisierten das harte Vorgehen, das rechtlich nicht gedeckt sei. 15 Journalisten seien verprügelt oder durch Blendgranaten verletzt worden, meldete die Agentur Interfax.

Die Demonstranten bekundeten ihre Solidarität mit bewaffneten Regierungsgegnern, die seit dem 17. Juli eine Polizeistation besetzt halten. Politisch fordern sie die Freilassung eines inhaftierten Oppositionellen und den Rücktritt von Präsident Sersch Sargsjan. Sicherheitskräfte der Ex-Sowjetrepublik belagern die Polizeistation.

Sa, 2016-07-30 13:06
Bremen (dpa)

Länder drücken bei Neuregelung der Bund-Länder-Finanzen aufs Tempo

Die Länder wollen bei der Neugestaltung ihrer Finanzbeziehungen zum Bund nicht länger warten. Es geht um einen Ausgleich zwischen reichen und armen Ländern sowie die Beteiligung des Bundes. Wenn es im Herbst keine Einigung gibt, kommt der Bundestagswahlkampf in die Quere.

Bremen (dpa) - Die Bundesländer erhöhen den Druck für eine rasche Einigung im jahrelangen Streit um die Neuregelung der Bund-Länder-Finanzen. «Wenn das Thema in den Wahlkampf kommt, dann wird es vor 2018 faktisch keine Verständigung mehr geben», sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Bremens Regierungschef Carsten Sieling (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Er hoffe deshalb, dass sich Bund und Länder spätestens im Oktober einigen.

Auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) setzt noch auf einen baldigen Durchbruch. «Ich bin unverändert optimistisch», sagte er der dpa. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist da weniger optimistisch: «Ich bin skeptisch». Die Schuld am bisherigen Scheitern liege beim Bund. 2019 läuft der Länderfinanzausgleich, der die unterschiedliche Finanzkraft der Länder ausgleicht, in seiner bisherigen Form aus.

Die 16 Länder hatten sich im Dezember auf eine gemeinsame Linie verständigt, die von 2020 an Ausgleichszahlungen des Bundes von rund 9,7 Milliarden Euro vorsehen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte zuletzt 8,5 Milliarden Euro angeboten. «Der Netto-Betrag für den Bund ist aber deutlich geringer, wenn man die schon laufenden Zahlungen gegenrechnet, die ja 2019 auslaufen. Allerdings ist die Größenordnung nicht der Hauptpunkt», sagte Sieling.

Schäuble lehnt das Länderkonzept ab und beharrt auf einem direkten Finanzausgleich unter den Ländern. Er will nicht akzeptieren, dass sie den Ausgleich untereinander komplett streichen. Das Länderkonzept ist aus Schäubles Sicht zu kompliziert sowie intransparent und auch mit der Architektur des Grundgesetzes kaum vereinbar.

Sieling betonte im Gespräch mit dpa, man sei mit diesem Kompromiss den Geberländern entgegen gekommen. «Wir haben jetzt einen Vorschlag, von dem wir gar nicht abrücken können, sonst bricht der ganze Kompromiss», warnte er. Auch Scholz hält nichts davon, das Länder-Kompromisspaket noch einmal aufzuschnüren: «Der Vorschlag der Länder ist in sich ausgewogen. Und deshalb kann sich auf Länderseite niemand eine Veränderung des Tableaus vorstellen.» Die Politiker dürften Entscheidungen bei so wichtigen Fragestellungen nicht auf die lange Bank schieben. «Alle kennen die Termine. Und alle wissen auch, dass es unsere Pflicht ist, bald mit einem Ergebnis nach Hause zu kommen.»

Sieling betonte, die Länder seien jederzeit zu einer Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bereit, wenn der Bund ein Ergebnis erzielt habe. Alle Beteiligten hätten verstanden, dass man zu einem Ergebnis kommen müsse.

«Man muss auch berücksichtigen, dass der Ländervorschlag von knapp 9,7 Milliarden Euro auf Preisen von 2019 beruht, die von Herrn Schäuble genannte Zahl von 8,5 Milliarden Euro aber auf Preisen von 2014», betonte Sieling. «Bei gleicher Basis von 2019 wäre auch der Bund bereits bei 9,2 Milliarden.»

Sa, 2016-07-30 12:33
Gmund (dpa)

Seehofer sieht Flüchtlingsbegrenzung als Voraussetzung für Sicherheit

Gmund (dpa) - CSU-Chef Horst Seehofer pocht nach den drei Bluttaten in Bayern in der vergangenen Woche auf Beschränkungen des Flüchtlingszuzugs. «Die Begrenzung der Zuwanderung ist eine Voraussetzung für die Sicherheit im Lande», sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag zum Abschluss einer Kabinettsklausur am Tegernsee. Die Begrenzung sei aber auch Voraussetzung für die Integration derer, die ein berechtigtes Schutzbedürfnis haben. In den vergangenen Monaten sind die Zahlen der neu angekommenen Flüchtlinge allerdings bereits drastisch gesunken.

Seehofer nannte das während der Klausur beschlossene Sicherheitskonzept für Bayern das «umfassendste und tiefste», das bisher in der Bundesrepublik vorgelegt worden sei. Danach sollen etwa die Polizei in Bayern um 2000 Kräfte von 2017 bis 2020 aufgestockt und mit modernster Ausrüstung ausgestattet werden.

Ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) direkt zu erwähnen, sagte Seehofer, er werde «sehr genau darauf achten», dass auch in Berlin und Brüssel die Sicherheitspolitik vorangetrieben werde. Die Europäische Union habe die Terroranschläge in den vergangenen Tagen und Wochen «bemerkenswert leise» begleitet.

Sa, 2016-07-30 12:42
Brüssel (dpa)

Anti-Terror-Einsatz in Belgien: Polizei nimmt Verdächtige fest

Auch Belgien scheint weiter im Visier von Terroristen zu stehen. In Deutschlands Nachbarland gilt derzeit die zweithöchste Terror-Alarmstufe. Fahnder nehmen jetzt zwei Verdächtige fest.

Brüssel (dpa) - Die belgische Polizei hat bei Razzien zwei terrorverdächtige Brüder festgenommen. Nach ersten Ermittlungen könnten die beiden Männer Anschläge geplant haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel am Samstag mit. Sie sollten noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der Ermittler im Zuge von insgesamt acht Durchsuchungen. Sieben davon wurden in der Region Mons und eine in der nahe der deutsch-belgischen Grenze gelegenen Stadt Lüttich durchgeführt. Waffen oder Sprengstoff seien dabei nicht gefunden worden, hieß es.

Bei den Verdächtigen handele es sich um einen 33 Jahre alten Mann mit dem Namen Nourredine H. sowie um seinen Bruder Hamza H.

Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Die Ermittler betonten lediglich, dass es keine Anzeichen gebe, dass die Verdächtigen auch in die Anschläge vom 22. März verwickelt waren. Bei den Attacken in Brüssel hatten sich islamistische Terroristen in der Abflughalle des Flughafens und in der U-Bahn im Zentrum in die Luft gesprengt und 32 Menschen mit in den Tod gerissen.

In Belgien gilt derzeit die zweithöchste Terror-Alarmstufe. Das bedeutet, dass die Behörden die terroristische Bedrohung als «ernst, möglich und wahrscheinlich» einschätzen.

Sa, 2016-07-30 12:09
Sparks/Nevada (dpa)

Teslas «Gigafactory»: Elon Musks bislang größte Wette Von Hannes Breustedt, dpa

Elon Musk kann positive Schlagzeilen gut gebrauchen. Nach dem tödlichen «Autopilot»-Unfall eines Kunden steht der Tesla-Chef in der Kritik. Die Einweihung der Batteriefabrik «Gigafactory» ist eine willkommene Ablenkung. Aber das Projekt stellt ein großes Risiko dar.

Sparks/Nevada (dpa) - Dass Elon Musk lieber klotzt als kleckert, ist bekannt. Doch die «Gigafactory» ist selbst für seine Verhältnisse ein Projekt der Superlative. Die Batteriefabrik des Elektroautobauers Tesla, die in der Nacht zum Samstag feierlich eingeweiht wurde, soll auf einer Fläche von etwa einer Million Quadratmetern eine der weltgrößten Fertigungsstätten überhaupt werden. Abgelegen in der Wüste von Nevada wird derzeit auf Hochtouren daran gearbeitet, das fünf Milliarden Dollar teure Werk so schnell wie möglich aus dem Boden zu stampfen. Bislang sind gerade einmal 14 Prozent des Baus fertiggestellt.

Die Zeit drängt. Tesla-Chef Musk drückt aufs Tempo, seine Ziele werden immer ambitionierter. Bereits 2018 soll dort, wo derzeit noch Kräne und Radlader dominieren, eine Batterieleistung von 35 Gigawattstunden produziert werden. Das wäre mehr als derzeit alle Anbieter der Welt zusammen auf den Markt bringen. Und Musk sieht viel Luft nach oben - die potenzielle Kapazität der zusammen mit Panasonic aufgebauten Zellfertigung taxierte er im Mai auf 150 Gigawattstunden.

Die gigantische Fabrik, die einmal 10 000 Arbeiter beschäftigen soll, ist eine tragende Säule in Musks langfristigem Plan, Elektromobilität in den Massenmarkt zu bringen. Seine Vision ist, mit Tesla erst die Autoindustrie und dann als «Teil 2 des Masterplans» die Transportwirtschaft zu revolutionieren. Dafür ist der schillernde Tech-Superstar und Multi-Milliardär allerdings auf den Erfolg der «Gigafactory» angewiesen. Denn bis 2018 will Tesla die Jahresproduktion seiner E-Autos von etwa 50 000 im vergangenen Jahr auf 500 000 Stück hochfahren.

Die Batterien dafür sollen aus der Wüste Nevadas kommen. Und das dank Einsparungen durch Massenfertigung und technischen Fortschritt zu deutlich sinkenden Kosten. Die sind auch nötig. Tesla will 2017 sein im März mit großem Rummel vorgestelltes erstes E-Auto für die Mittelklasse auf den Markt bringen und hat bereits mehr als 400 000 Vorbestellungen dafür erhalten. Während die 2003 gegründete Firma bislang nur Luxuswagen im Angebot hatte, ist das «Model 3» mit einem Preis von etwa 35 000 Dollar auch etwas für schmalere Geldbeutel.

Aber der Vorstoß Richtung Mittelklasse ist ein Risiko, das den Druck erhöht. Tesla hat noch nie einen Jahresgewinn erzielt und bislang keinerlei Erfahrung mit Massenproduktion. Die «Gigafactory» ist in den Augen vieler Analysten die entscheidende Nagelprobe und zugleich der Schlüssel, um einmal profitabel zu werden. Zudem ist sie immens wichtig für ein weiteres Standbein von Musk: Den vor der Übernahme durch Tesla stehenden Ökostrom-Spezialisten SolarCity, bei dem er ebenfalls größter Anteilseigner ist.

SolarCity soll, wenn es nach Musk geht, mit sogenannten Batterie-Packs die Stromversorgung von Haushalten und Unternehmen revolutionieren und umweltfreundlicher machen. Die Firma ist deshalb ebenfalls als Großabnehmer der «Gigafactory» eingeplant. Somit setzt Musk mit dem Mega-Projekt in Nevada vieles auf eine Karte und ist quasi zum Erfolg verdammt. Positive Schlagzeilen kann er derzeit ohnehin gut gebrauchen. Nach einem tödlichen Unfall, bei dem Teslas Fahrassistenz-Programm «Autopilot» eingeschaltet war, ist der Starunternehmer schwer in die Kritik geraten.

Musk ging bei seinem Auftritt nicht auf den Unfall ein, aber versprach wieder selbstfahrende Autos, die zehn Mal sicherer unterwegs seien als menschliche Fahrer. Zugleich beklagte er Propaganda-Angriffe der Mineralöl-Industrie. 

Sa, 2016-07-30 12:29
Damaskus (dpa)

Beobachter: Luftangriffe im Umland von Aleppo gehen weiter

Damaskus (dpa) - Luftangriffe des syrischen Regimes und seiner Verbündeten in der Nähe von Aleppo sind nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern auch am Samstag fortgesetzt worden. Bei mehreren Luftschlägen auf Dörfer im Umland der nordsyrischen Metropole seien dabei mindestens 30 Menschen verletzt oder getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Genaue Angaben zu Opfern und Schäden gab es zunächst nicht.

Die Rebellenviertel im Osten Aleppos sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem syrische Truppen und ihre Verbündeten vor zwei Wochen die letzte Versorgungsroute in die umkämpfte Stadt gekappt hatten. Internationale Hilfsorganisationen befürchten eine humanitäre Katastrophe. Am Donnerstag hatte Syriens Machthaber Baschar al-Assad den Rebellen eine Amnestie angeboten, wenn diese ihre Waffen niederlegen würden. Ein Sprecher der Opposition in Aleppo wies am Samstag Berichte zurück, nach denen Aufständische die Stadt verlassen hätten.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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