Aktuell

So, 2016-12-04 06:30
Rom (dpa)

Ein Tippfehler das Zünglein an der Waage?

Rom (dpa) - Italiens Premierminister Matteo Renzi und seiner Mannschaft ist bei der Referendumskampagne ein peinlicher Fehler unterlaufen. Auf einem Brief an etwa vier Millionen Auslandsitaliener, der für ein «Ja» bei der Abstimmung am kommenden Sonntag werben soll, ist eine falsche Internetadresse angegeben. Statt für «Basta un Sì» (es reicht ein «Ja»), also www.bastaunsi.it, heißt es auf dem Brief:  www.bastausi.it.

Die Gegner des Referendums machten sich den Fehler gleich zu Nutzen: Wer auf diese Webadresse geht, wird zu der «Nein»-Kampagne umgeleitet und über die Nachteile der Reform aufgeklärt. Spötter sehen nun den Fehler als Zünglein an der Waage, denn die Briefwähler aus dem Ausland werden als entscheidend für den Ausgang des Referendums angesehen.

So, 2016-12-04 06:30
Rom (dpa)

Zehn Fakten zur Verfassungsreform in Italien

Rom (dpa) - Die Regierung in Italien will die Verfassung ändern, das Volk soll darüber abstimmen. Zehn Fakten über die Reform:

1. Eine Verfassungsänderung wird seit 30 Jahren diskutiert.

2. Die Reform wurde bereits vom Senat und der Abgeordnetenkammer abgenickt.

3. Sie soll ein in Europa einzigartiges System mit zwei gleichberechtigten Parlamentskammern abschaffen («perfekter Bikameralismus»).

4. 47 Paragrafen sollen geändert werden.

5. Der Senat soll von 315 auf 100 Mitglieder schrumpfen und ehrenamtlich arbeiten.

6. Das Volk soll die Senatoren nicht mehr direkt wählen können, nur noch die Abgeordnetenkammer.

7. Die Senatoren sollen nicht mehr über alle Gesetze abstimmen können, nur noch über Verfassungs- und EU-Fragen.

8. Nur die Abgeordneten sollen der Regierung das Vertrauen entziehen können.

9. Die Rechte der Regionen sollen beschnitten werden und der Staat künftig über Angelegenheiten wie Tourismus, Kulturgüter und Zivilschutz entscheiden.

10. Mit der Reform soll der Staat 500 Millionen Euro sparen. Kritiker sprechen von maximal 100 bis 160 Millionen.

So, 2016-12-04 07:00
Berlin (dpa)

Die CDU unter Merkel

Berlin (dpa) - Angela Merkel führt seit mehr als 16 Jahren als erste Frau die auch heute noch von Männern dominierte CDU. Einige Fakten:

PARTEIVORSITZ - Merkel wuchs in der DDR auf und kam erst mit der Wende in die Politik. Im April 2000 wurde sie in Essen mit 95,9 Prozent der Delegiertenstimmen zum ersten Mal zur CDU-Vorsitzenden gewählt. An diesem Dienstag will die CDU Merkel zum neunten Mal in das Amt wählen - wieder in Essen. Am schlechtesten schnitt sie 2004 mit 88,4 Prozent ab, am besten 2012 mit 97,9 Prozent. Anders als andere Parteien wertet die CDU Enthaltungen als ungültige Stimmen. Dadurch sieht das Ergebnis meistens etwas besser aus.

MITGLIEDERENTWICKLUNG - Die Mitgliederzahlen gehen bei der CDU ebenso wie bei der anderen Volkspartei SPD seit Jahren zurück. Der Mitgliederstand der SPD fiel 2008 unter den der CDU. Seitdem liegt mal die eine, mal die andere Partei vorn. Derzeit hat die CDU etwa 435 000 Mitglieder, bei den Sozialdemokraten sind es rund 445 000.

BUNDESTAGSWAHLEN - Merkel stand von 2002 bis 2005 auch an der Spitze der CDU/CSU-Fraktion, die unter ihrer Führung bei der Bundestagswahl 2005 erstmals seit 1998 wieder stärkste Fraktion wurde. Bei der Wahl 2013 verpassten CDU und CSU nur knapp die absolute Mehrheit.

KANZLERIN - Am 22. November 2005 wurde Merkel zur ersten deutschen Bundeskanzlerin ernannt. Sie führte zunächst eine Koalition von Union und SPD, dann von 2009 bis 2013 ein schwarz-gelbes Bündnis und seitdem wieder eine schwarz-rote Regierung. Sie selbst würde sich nach der Wahl 2017 kaum gegen eine Koalition mit den Grünen sperren.

BUNDESPRÄSIDENTEN - Zweimal gaben während Merkels Amtszeit von ihr mit ausgesuchte Bundespräsidenten vorzeitig auf: 2010 Horst Köhler und 2012 nach knapp 20 Monaten sein Nachfolger Christian Wulff. Den nun scheidenden Präsidenten Joachim Gauck brachten zuerst SPD und Grüne ins Gespräch, bevor sich Merkel anschloss. Nachfolger von Gauck soll Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) werden, den die SPD vorgeschlagen hat. Merkel willigte nach Wochen ein.

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So, 2016-12-04 06:31
Berlin (dpa)

Kauder: Die Bürger müssen spüren, dass es um sie persönlich geht Interview: Kristina Dunz und Jörg Blank, dpa

Unter dem Eindruck der Populismus-Welle ist im Wahlkampf 2017 ein «riesiger Dialog» nötig, sagt der Unionsfraktionschef. Die CDU will ihre Kommunikation verbessern. Jeder soll wissen, dass er zählt.

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel wird nach Einschätzung ihres Vertrauten und Unionsfraktionschefs Volker Kauder auf dem CDU- Parteitag in Essen eine Rede mit «Herz und Verstand» halten. «Das zeichnet im Übrigen auch immer den Menschen Angela Merkel aus», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die CDU wolle Menschen die Angst vor der Globalisierung nehmen und die Folgen für Deutschland nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Wahl klarmachen. «Deutschland zuerst» sei keine Lösung. Das Interview im Wortlaut:

Frage: Wann fängt die CDU an, Angela Merkel nicht mehr als alternativlos für die Partei dastehen zu lassen?

Kauder: Angela Merkel ist die Beste, die in dieser komplizierten Zeit unser Land führen kann. Ich sehe keinen Politiker weit und breit mit ihren Fähigkeiten. Die Menschen wissen, dass sie die Interessen unseres Landes in dieser unruhigen Welt international hervorragend vertritt. Sie hält auch im Innern die Gesellschaft zusammen und hat die Zukunftsthemen im Blick. Derzeit brauchen wir uns nun wirklich nicht mit Personalfragen der Zukunft zu beschäftigen.

Frage: Merkel gilt als wenig empathisch, ohne Herzblut. Wird ihre Rede auf dem Parteitag in Essen anders sein?

Kauder: Sie geht vor allem mit Vernunft an die Dinge heran. Das prägt auch ihre Reden gerade im Bundestag. Auf Parteitagen hat sie aber auch immer wieder die Mitglieder begeistert. Sie hat dort wirklich große Reden gehalten. Ich denke, dass sie auch in Essen eine sehr gute Rede halten wird - mit Verstand, aber auch mit Herz. Und das zeichnet im Übrigen auch immer den Menschen Angela Merkel aus.

Frage: Muss sie sich bei der vierten Kanzlerkandidatur neu erfinden?

Kauder: Angela Merkel muss sich nicht neu erfinden. Wichtiger ist etwas anderes: Sie wird auch in den nächsten Jahren immer wieder die Energie aufbringen müssen, sich den neuen Herausforderungen in Deutschland und der Welt zu stellen. Und diese Energie wird sie zeigen, sonst wäre sie nicht noch einmal angetreten. Es gibt viele Herausforderungen: Der Zustand Europas, das Erstarken Russlands und die Folgen für die Kräfteverhältnisse auf der Welt, die Digitalisierung der Wirtschaft und der Arbeitswelt. Gemeinsam mit der Union arbeitet sie schon heute an den richtigen Antworten. Das ist bei manchem Mitbewerber überhaupt nicht zu erkennen. Die sind mehr oder weniger alle momentan mit sich selbst beschäftigt.

Frage: Was wäre ein gutes Ergebnis für die Kanzlerin bei der Wiederwahl zur CDU-Vorsitzenden - alles über 90 Prozent?

Kauder: Ich bin sicher, dass Angela Merkel ein sehr gutes Ergebnis bekommt. Die Partei weiß, dass sie ein Spitzenergebnis verdient hat.

Frage: Das Gespann Merkel/Kauder - marschieren Sie gemeinsam bis zum Ende, wann immer das auch sein mag?

Kauder: Mir macht das Amt als Fraktionsvorsitzender nach wie vor Freude. Ich fühle mich frisch. Ich würde das gerne weitermachen. Aber zunächst einmal haben Angela Merkel und ich ein gemeinsames Ziel: die Bundestagswahl zu gewinnen.

Frage: An welcher Stelle könnte sich beim Parteitag Unmut entladen?

Kauder: Ich kann nicht erkennen, wo sich ein Ventil öffnen müsste.

Frage: Angela Merkel spricht von ihrem schwierigsten Wahlkampf 2017. Welche Konzepte haben Sie?

Kauder: Das Ziel unseres Wahlkampfs wird sein, dass die Union mit Angela Merkel die nächste Bundesregierung führt. Um die Menschen zu überzeugen, müssen wir Antworten auf die Herausforderungen in der Welt, in Europa und vor allem in Deutschland geben. Die Bürger müssen spüren, dass es dabei um sie persönlich geht. Wegen der Fülle an komplizierten Themen müssen wir uns in der Kommunikation besonders anstrengen. Dann wird zum Beispiel die SPD alles daran setzen, Rot-Rot-Grün zu erreichen. Sie werden einen konfrontativen Wahlkampf führen, schon weil die SPD-Linke dazu drängen wird.

Dass der kommende Wahlkampf schwieriger wird als andere, sagen wir zwar bei jedem Wahlkampf. Aber wir werden es darüber hinaus noch mit einem ganz neuen Faktor zu tun haben: Der Wahlkampf wird so stark wie nie zuvor durch das Internet und die sozialen Medien geprägt sein. Ich stelle mich schon auf eine ganz andere Art der Auseinandersetzung ein. Der Meinungsdruck im Netz wird Folgen haben.

Frage: Rücken Sie von Ihrer Haltung ab, die AfD so zu ignorieren wie Sie es bei den Republikanern vor 20 Jahren gemacht haben?

Kauder: Ich glaube nicht, dass die Menschen ein Wahlkampf noch beeindruckt, in dem vor allem vor anderen gewarnt wird. Die Warnungen werten die anderen auch nur auf.

Frage: Wie wollen Sie die Menschen erreichen, die sich abgehängt fühlen? Die denken, die da oben in Berlin kümmern sich nicht um uns?

Kauder: Es kommt darauf an, dass wir auf die Sorgen Antworten geben. Es ist ja richtig, dass die Globalisierung von vielen kritisch gesehen wird, weil in der Tat die Politik noch unübersichtlicher geworden ist. Aber wir müssen dann mit den Bürgerinnen und Bürgern darüber diskutieren, dass die Globalisierung gerade den deutschen Unternehmen Märkte geöffnet hat. Das hat unseren Wohlstand erhöht.

Weit über die Hälfte aller Automobile, die deutsche Autobauer herstellen, werden gar nicht in Deutschland verkauft und gekauft, sondern in der ganzen Welt. Und deswegen brauchen wir diese offenen Märkte. Wir werden mit den Menschen auch darüber reden, wie wir Arbeitsmöglichkeiten, Arbeitsplätze auch in Zukunft in unserem Land halten. Da muss ein riesiger Dialog in Gang kommen, auch getragen von den Unternehmen und Gewerkschaften.

Frage: Ist die Flüchtlingskrise noch Thema bei der CDU-Basis? Haben die Menschen noch Angst oder hat sich das allmählich geklärt?

Kauder: Das Interesse am Flüchtlingsthema ist erheblich zurückgegangen. Viel stärker bewegt die Bürger das Thema Sicherheit. Und zwar im umfassenden Sinne. Die Menschen sehen doch, was sich da jeden Tag in ihrem Umfeld tut. Die Einbruchskriminalität beschäftigt die Leute intensiv. Da haben wir eine ganze Menge getan. Es musste mehr Polizei her. Und da hat auch der Staat die Antworten gefunden, wenngleich wir nicht nachlassen, bis endlich der Einbruchsdiebstahl zu einem Verbrechen mit einer Mindeststrafe von einem Jahr hochgestuft wird.

Frage: Warum ist die jetzige Lage nicht mit der Situation der CDU unter Helmut Kohl 1997/1998 zu vergleichen? Oder doch?

Kauder: Es gibt überhaupt keine Parallelen zu damals. Jetzt gab es Kritik an der Flüchtlingspolitik. Aber insgesamt sagen die Menschen: Angela Merkel macht eine gute Arbeit und sie soll weitermachen.

Frage: Ist das jetzt die Zeit der Christdemokraten und Konservativen?

Kauder: Die Union war in den Augen der Menschen immer die Kraft der Vernunft und der Mitte. Auch jetzt ist eine Zeit gekommen, in der wir zeigen können, dass wir in diesem Sinne auf die Herausforderungen die richtigen Antworten haben. Ein Kompass ist und bleibt die Idee der sozialen Marktwirtschaft. Die müssen wir jetzt fortentwickeln, aber diese Idee ist doch in unserem Land wie nirgendwo sonst in einem großen Land dieser Welt umgesetzt. Darum ist die Lage bei uns auch anders als in den USA: Dort ist man, kurz nachdem man seinen Job verloren hat, raus aus dem sozialen System.

Die Union war immer die Partei der inneren und äußeren Sicherheit. Es kann gut sein, dass sich die USA unter Donald Trump von einigen verteidigungspolitischen Aufgaben zurückziehen werden. Dann müssen wir uns umso stärker bemühen, die Nato und Europa zu stärken. Da sind Sprüche «Raus aus der Nato» und «Raus aus Europa» oder «Schluss mit den Handelsabkommen» doch das glatte Gegenteil von dem, was Deutschland und Europa benötigen. Da ist die CDU gefordert. Wir müssen zeigen: Abschottung, die Sprüche von «Deutschland zuerst» bringen uns überhaupt nicht weiter - eine solche Politik schadet vielmehr unserem Land und den Menschen. Wir brauchen den freien Welthandel für Deutschland. Wir brauchen Europa für Deutschland.

ZUR PERSON: Volker Kauder (66) ist genauso lange Unionsfraktionschef wie Angela Merkel Kanzlerin. Mit 17 Jahren trat er in die Junge Union ein. Seit 1990 ist er Mitglied des Bundestags. Kauder gehört zu den wenigen Politikern, die Reden ohne Manuskript halten.

So, 2016-12-04 05:30
Wien (dpa) 

Die wichtigsten Positionen von Norbert Hofer

Wien (dpa) - Die Österreicher stimmen über ihr neues Staatsoberhaupt ab. Hier die wichtigsten Positionen des Kandidaten der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer.

- Rollenverständnis: Der gelernte Flugzeugtechniker will der Koalition der Volksparteien streng auf die Finger sehen. Sollte die Regierung keine Ergebnisse liefern oder erneut laut seinen Aussagen unverantwortlich handeln wie in der Flüchtlingskrise 2015, würde er sie entlassen.

- Ausländer: Der 45-Jährige steht hinter dem harten Anti-Ausländer-Kurs seiner Partei. Die Politik von Kanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise kritisierte er scharf. In dem Zusammenhang sprach Hofer im Wahlkampf einmal von «Invasoren».

- EU: Die FPÖ forderte zuletzt Anfang des Jahres im Parlament, eine Volksbefragung zu einem Austritt. In der Zwischenzeit hat speziell Hofer seine Haltung zum Öxit präzise definiert. Einen Austritt aus der EU fände er nur mehr dann angebracht, wenn die EU deutlich zentralistischer oder die Türkei der EU beitreten würde.

- Wirtschaft: Hofer ist ein Gegner der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die Beziehungen zu Ost-Europa sollen deutlich intensiviert werden. Dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta will Hofer nur nach einer Volksbefragung zustimmen - auch wenn der Nationalrat grünes Licht dafür gibt.

So, 2016-12-04 05:55
Magdeburg (dpa)

Pilz tötet massenweise Eschen - stirbt die uralte Baumart bald aus? Von Simon Ribnitzky, dpa

Verfärbte Stämme, welke Blätter, kaum Triebe: Ein aus Asien stammender Pilz befällt auch in Deutschland reihenweise Eschen. Förster können ihn nicht aufhalten, sehen aber einen winzigen Lichtblick.

Magdeburg (dpa) - Wolfhardt Paul deutet auf den Stamm der jungen Esche. Etwa auf halber Höhe des mannshohen Baumes ist die Rinde grau verfärbt, aufgeplatzt und teilweise abgeblättert. «Ab hier ist der Baum tot», sagt der Experte des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt. Förster Jens Dedow, Leiter des Reviers Elbaue, steht neben Paul in einem Auenwald bei Magdeburg und ergänzt: «Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich noch, es wären Frostschäden.»

Inzwischen ist klar, dass nicht die Kälte zum reihenweisen Absterben der Eschen führt, sondern ein aus Asien eingeschleppter Pilz: Das Falsche Weiße Stängelbecherchen. Nach Angaben des bundesweit zuständigen Julius Kühn-Instituts in Braunschweig hat sich der Pilz seit einigen Jahren in ganz Deutschland ausgebreitet und auch in Europa.

In Sachsen-Anhalts Landeswald wachsen auf 2500 Hektar Eschen. Rund die Hälfte davon ist bereits von der Erkrankung betroffen, schätzt Experte Paul. Besonders in den Auenwäldern entlang der Flüsse macht sich das Problem bemerkbar. «Die Esche als Baumart ist massiv bedroht.» Der 53 Jährige deutet auf eine große Freifläche mitten im Waldgebiet. «Hier war mal alles voller Eschen - jetzt steht keine einzige mehr.» Am Rand der Lichtung kämpfen noch ein paar vereinzelte Exemplare mit dem Eindringling aus Asien.

Hinzu komme, dass die geschwächten Eschen auch anfällig für andere Schädlinge und Krankheiten werden, sagte Förster Dedow. «Das ist wie beim Menschen: Hast du schon eine Erkältung, kriegst du eher noch eine Lungenentzündung», verdeutlicht Dedow.

Wie der Pilz den Weg von Japan und China nach Europa geschafft hat, ist noch unklar. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) vermutet, dass importierte Pflanzen der Ursprung sind. «Es ist halt eine globale Welt geworden», bemerkt Paul. Weil sich der Pilz unter anderem über die Luft überträgt, ist er kaum zu bekämpfen. «Es gibt kein Gegenmittel», erklärt Sylke Mattersberger vom Landeszentrum Wald, das sich um den Privatwald im Land kümmert. «Da sind wir richtig hilflos.»

Auch neue Eschen zu pflanzen, macht deshalb aus Sicht der Experten keinen Sinn. Die Förster setzen hierbei derzeit vor allem auf die widerstandsfähigere Eiche. Die habe auch das große Elbhochwasser vor dreieinhalb Jahren überraschend gut überstanden, sagt Paul. «Unser Ziel sind Mischbestände.» Wenn dann zwischendrin mal eine Esche abstirbt und gefällt werden muss, entstehe nicht gleich eine Freifläche mitten im Wald.

Ein Verschwinden der Esche wäre - da sind sich alle Experten einig - ein großer Verlust. «Das ist eine uralte Baumart, die nach der Eiszeit als eine der ersten wieder heimisch wurde bei uns», weiß Paul. Zudem sei die Esche für die Forstbetriebe auch wirtschaftlich wichtig, auf dem Holzmarkt ließen sich gute Preise erzielen. «Das Holz der geschädigten Bäume lässt sich natürlich schlechter verkaufen.» Die Esche gehöre wegen ihrer hohen Holzqualität eigentlich zu den Edellaubhölzern.

Einen Lichtblick sieht der Experte darin, dass es immer wieder auch widerstandsfähige Eschen gibt, denen der Pilz scheinbar nichts anhaben kann. Einzelne Bäume haben offenbar genetisch bessere Anlagen. «Das gibt uns die Hoffnung, dass die Baumart doch nicht ausstirbt», so Paul. So richtig optimistisch klingt er aber nicht.

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So, 2016-12-04 05:30
Wien (dpa)

Fragebogen zur Person: Alexander Van der Bellen

Wien (dpa) - Der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen (72) könnte als neues Staatsoberhaupt in die noble Wiener Hofburg einziehen. 15 Fragen an den Wirtschaftsprofessor:

Frage: Fast zwölf Monate Wahlkampf sind ...?

Antwort: Der wohl längste Wahlkampf in der jüngeren österreichischen Geschichte, und schon fast amerikanische Verhältnisse.

Frage: Was schätzen Sie an Ihrem Kontrahenten?

Antwort: Sein Engagement für Menschen mit Behinderung.

Frage: Welche Eigenschaften schätzen Sie an sich selbst?

Antwort: Man sagt mir nach, ich denke, bevor ich spreche.

Frage: Wie wird die First Lady ihre Rolle ausfüllen?

Antwort: Meine Frau ist berufstätig und will das auch weiterhin bleiben.

Frage: Was stört Sie an Ihrer Partei?

Antwort: Ich habe meine Parteimitgliedschaft am 23. Mai ruhend gestellt. Ich trete als unabhängiger Kandidat zu dieser Wahl an und werde dabei von einer breiten Bürgerbewegung unterstützt.

Frage: Welcher Satz eines Lehrers hallt bei Ihnen bis heute nach?

Antwort: Mein Geschichte- und Geografie-Lehrer hatte die ungewöhnliche Angewohnheit stets zu sagen «Da hast du richtig» statt «Da hast du recht», ein amüsanter Beleg für «Deutsche Sprache, schwere Sprache».

Frage: Die Obergrenze für Flüchtlinge in Österreich ist ...?

Antwort: Ich bin zuversichtlich, dass es bei Bemühen aller Seiten zu einer breit akzeptierten Lösung kommt. Solange sich die Kriegssituation im Nahen Osten nicht ändert, mu?ssen darüber hinaus die Bemühungen auf EU-Ebene verstärkt werden, solidarisch vorzugehen. Bundeskanzler, Vizekanzler und Außenminister sind gefordert, sich auf europäischer Ebene stärker für eine gesamteuropäische Lösung einzusetzen.

Frage: Die Europäische Union ist für Sie ...?

Antwort: Ein stabiles, gemeinsames Europa ist für mich aus wirtschaftlichen und friedenspolitischen Gründen unverzichtbar. Zehntausende Arbeitsplätze in der Industrie, im Tourismus hängen direkt von der Mitgliedschaft Österreichs in der EU ab und wären bei einem Austritt in Gefahr. Schon das Gerede von einem EU-Austritt schadet Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt. Ich werde als Bundespräsident daher alles tun, damit Österreich von einer pro-europäischen Regierung geführt wird und sich nicht aufs Abstellgleis begibt.

Frage: Was halten Sie von Donald Trump?

Antwort: Er steht jetzt vor der Herausforderung, zu versöhnen, wo im Wahlkampf Verletzungen zugefügt worden sind, nicht zuletzt durch ihn selbst. Die US-Wahl ist aber auch ein Weckruf für die Bundespräsidentschaftswahl in Österreich, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen und einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen.

Frage: Welche Vorbilder haben Sie?

Antwort: Giorgio Napolitano, der ehemalige italienische Staatspräsident, der durch unglaubliches Geschick Italien durch schwierigste innenpolitische Zeiten geleitet hat.

Frage: Welches Buch hat besonderen Eindruck auf sie gemacht?

Antwort: Die großen Russen Gogol, Tschechow und Dostojewski. Die interessieren mich allein schon wegen der Herkunft meiner Eltern.

Frage: Was ist ihre Lieblings-App?

Antwort: «Lieblings-App» geht wohl etwas weit, aber meine Kalender-App ist zum unverzichtbaren Begleiter geworden.

Frage: Wofür darf man lügen?

Antwort: Es soll Politiker geben, die - um unkalkulierbare Risiken für ihr Land zu vermeiden - nicht die ganze Wahrheit gesagt haben.

Frage: Was haben Sie zuletzt zum allerersten Mal getan?

Antwort: Meine Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden und meine Gesundheitsakte offen gelegt.

Frage: In sechs Jahren sind Sie ...?

Antwort: Bundespräsident der Republik Österreich.

So, 2016-12-04 05:30
Wien (dpa)

Fragebogen zur Person: Norbert Hofer

Wien (dpa) - Norbert Hofer (45) könnte als Kandidat der FPÖ das erste rechtspopulistische Staatsoberhaupt Westeuropas werden. 15 Fragen an den gelernten Flugzeugtechniker:

Frage: Fast zwölf Monate Wahlkampf sind ...?

Antwort: ... vergleichbar mit einem Marathonlauf: man muss sich die Kräfte gut einteilen.

Frage: Was schätzen Sie an Ihrem Kontrahenten?

Antwort: Dass er - so wie ich - Photovoltaikanlagen mag. Ich habe seit heuer eine 5kWp Anlage.

Frage: Welche Eigenschaften schätzen Sie an sich selbst?

Antwort: Ich halte mich für einen guten Trouble-Shooter.

Frage: Wie wird die First Lady ihre Rolle ausfüllen?

Antwort: Mit viel Herz und Engagement wie in ihrem bisherigen Beruf.

Frage: Was stört Sie an ihrer Partei?

Antwort: Die zwar notwendigen, aber manchmal sehr langen Sitzungen.

Frage: Welcher Satz eines Lehrers hallt bei Ihnen bis heute nach?

Antwort: Der Auftrag zu meiner Matura-Arbeit: «Berechnen und konstruieren Sie ein zweisitziges Sportflugzeug mit einem vierzylindrigen Boxermotor.»

Frage: Die Obergrenze für Flüchtlinge in Österreich ist ...?

Antwort: ... eine Placebo-Maßnahme.

Frage: Die Europäische Union ist für Sie ...?

Antwort: ... ein Projekt, das dringend weiterentwickelt werden muss.

Frage: Was halten Sie von Donald Trump?

Antwort: Ich habe ihm zur Wahl gratuliert. Er will die Beziehungen zu Russland und China verbessern, was aus österreichischer wie auch aus europäischer Sicht zu begrüßen ist.

Frage: Welche Vorbilder haben Sie?

Antwort: Mir imponieren das Durchsetzungsvermögen von Maggie Thatcher und die Ausgewogenheit von (Anmerk.: Ex-Bundespräsident) Rudolf Kirchschläger.

Frage: Welches Buch hat besonderen Eindruck auf Sie gemacht?

Antwort: Siddharta von Hermann Hesse.

Frage: Was ist Ihre Lieblings-App?

Antwort: WhatsApp

Frage: Wie entspannen Sie am besten?

Antwort: Beim Mountainbiken.

Frage: Wofür darf man lügen?

Antwort: Es ist besser, bei der Wahrheit zu bleiben, denn auch eine «Notlüge» ist eine Lüge.

Frage: Was haben Sie zuletzt zum allerersten Mal getan?

Antwort: Einen Hubschrauber pilotiert.

Frage: In sechs Jahren sind Sie ...?

Antwort: ... mit 51 Jahren immer noch der jüngste Bundespräsident, der für die Wiederwahl kandidiert.

So, 2016-12-04 06:00
Rom (dpa)

Verfassungsreferendum in Italien angelaufen

Rom (dpa) - In Italien hat die Volksabstimmung über eine historische Verfassungsreform begonnen, deren Ergebnis auch über das Schicksal der Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi entscheidet. Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen um 7 Uhr. Bis um 23 Uhr können rund 47 Millionen Menschen über die Reform der Verfassung abstimmen, die vor allem die Rechte des Senats beschneidet und das politische System des Landes weniger blockadeanfällig machen soll. Allerdings hatte Renzi auch seine politische Zukunft mit dem Referendum verknüpft. Für den Fall, dass die Gegner der Reform gewinnen, hat er seinen Rücktritt in Aussicht gestellt. In diesem Fall werden eine Regierungskrise und Unsicherheiten an den Finanzmärkten befürchtet.

In letzten Umfragen vor zwei Wochen lagen die Reformgegner vorne, allerdings waren damals viele Befragte noch unentschieden. Der Ausgang der Abstimmung gilt als vollkommen offen.

Geht doch!

Experten für steile Anstiege


Rekordverdächtig: In Österreich und in der Schweiz boomt "bio"

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Experten für steile Anstiege

Eine radikale Agrarwende mit 20 Prozent Bioanbaufläche hat Renate Künast als erste grüne Bundeslandwirtschaftsministerin in Berlin vor 15 Jahren versprochen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Österreich hingegen hat diese Messlatte jetzt gerissen: 20,3 Prozent seiner landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Damit ist die Alpenrepublik amtierender Europameister im Bioanbau. Schon lange werden Ökobauern im Nachbarland besser gefördert als die konventionelle Landwirtschaft. Zudem liegen viele Flächen in schwer zu bewirtschaftenden Höhenlagen, die sich für den Ökoanbau anbieten. Auf ein anderes Siegertreppchen schafft es die Schweiz. Beim Kauf von Biolebensmitteln bleiben die Eidgenossen Weltspitze. Wie aus dem jährlichen Bericht „The World of Organic Agriculture“ hervorgeht, der im Februar 2017 zur Biofach-Messe in Nürnberg erscheinen wird, berappen die Schweizer durchschnittlich 262 Euro pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Die Österreicher gaben im Jahr der Erhebung 127 und die Deutschen 97 Euro aus.
fibl.org (Suchworte: organic agriculture 2016)

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Schweiz: Die Letzten ihrer Art
Um die gefährdete Alpenflora zu retten, haben sich in der Schweiz zwanzig Botanische Gärten zusammengefunden. Sie vermehren Samen von bedrohten Wildpflanzen, um diese in ihren natürlichen Habitaten wieder anzusiedeln. Mit dem Projekt „Die Letzten ihrer Art“ helfen die Botanischen Gärten, die alpine Biodiversität zu erhalten.
botanica-suisse.org

Alpen: Ein Spiel für gutes Klima
Die Alpen sind besonders vom Klimawandel betroffen – doch was können ihre Bewohner für den Klimaschutz tun? Das sollen Familien und  Wohngemeinschaften in sieben Alpenländern spielerisch herausfinden. Die Alpenorganisation Cipra hat dafür das Spiel 100max entwickelt, bei dem die Teilnehmer zwei Wochen im Jahr ihren Fußabdruck mit Punkten bewerten sollen. Wer nicht auf Anhieb das 100-Punkte-Ziel für einen „guten Tag“ schafft, darf sich auf viele Anregungen freuen, wie sich das familiäre CO2-Konto reduzieren lässt. Mitspielen kann jeder – mit einem Klick auf 100max.org

Schweiz: Nah am Berg
Wenn der Postbus nicht ganz bis zum Startpunkt von Bergtouren fährt, könnten gutwillige Wanderer die geplante ökologische Anreise mit dem Zug wieder abblasen. Um das zu verhindern, hat die Umweltorganisation Mountain Wilderness das Alpen-Taxi ins Leben gerufen. In der Schweiz überbrücken mehr als 300 lokale Taxis, Rufbusse oder auch Seilbahnen das letzte Stück zum Berg – da kann das eigene Auto getrost in der Garage bleiben.
alpentaxi.ch

Geht doch!

Abgasfrei unterwegs

Konsequenter Klimaschutz: Diesel und Benziner sollen von der Straße verschwinden

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Abgasfrei unterwegs

Ausgerechnet ein Land, das seinen Reichtum Öl und Gas zu verdanken hat, will den Benzinhahn zuerst zudrehen. Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später müssen laut dem Gesetzentwurf auch neue Schiffe und Fähren abgasfrei fahren. Mit dem Bann der fossilen Antriebe verfolgt die norwegische Regierung eine konsequente Klimapolitik. Denn der Transportsektor ist für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in dem skandinavischen Land verantwortlich. Bereits heute ist Norwegen Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 15 Prozent aller neu zugelassenen PKWs fahren mit Strom, der nahezu vollständig aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. In Deutschland liegt der Elektroauto-Anteil noch immer im Promillebereich. Während Umweltschützer das Ende für Verbrennungsmotoren begrüßen, reagiert die Autolobby erbost. Norwegen befinde sich auf dem Weg in eine „ökologische Planwirtschaft“, empörte sich Matthias Wissmann, der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie. Im kommenden Jahr soll der viel diskutierte Nationale Transportplan in Norwegen verabschiedet werden. Ähnliche Pläne verfolgen auch Indien, Österreich und die Niederlande.

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Österreich: Sonnenstrom vom Balkon
Seit Juli dürfen Mieter in Österreich an ihrem Balkon oder auf ihrer Terrasse Mini-Solarmodule bis maximal 600 Watt installieren und den Strom direkt nutzen. In der Schweiz und den Niederlanden gibt es ähnliche Regelungen. In Deutschland bewegen sich die mehreren Tausend angeschlossenen „Guerilla“-Fotovoltaikanlagen noch immer in einem juristischen Graubereich. Obwohl bislang keine Zwischenfälle bekannt sind, streiten Verbände und Hersteller über mögliche Sicherheitsrisiken. Greenpeace Energy bietet die mobilen Solarpaneele bereits an. „Ärgerliche Hürden, die ihren Sinn verloren haben und der Energiewende schaden, gehören abgeschafft“, sagt Nils Müller vom Ökostromanbieter.

Berlin: Saubere Geldanlagen
Der Berliner Senat hat beschlossen, seine Geldanlagen künftig klimaneutral und nachhaltig zu investieren. Dafür wird ein sogenannter Ökoindex entwickelt, der keine Firmen beinhalten darf, die Geschäfte mit Waffen, Atomenergie oder fossilen Brennstoffen machen. Soziale und andere Nachhaltigkeitskriterien sollen später noch folgen. Die Fossil-Free-Bewegung feiert den Pionierschritt der Berliner  Finanzbehörde und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen werden.

Italien: Weniger Essen im Müll
Nach Frankreich macht nun auch Italien Ernst mit dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Von fünf Millionen Tonnen weggeworfenem Essen soll jedes Jahr eine Million Tonnen gerettet werden. Supermärkte, die – auch abgelaufene – Waren spenden, müssen weniger Abfallgebühren zahlen. Außerdem sollen Italiener ermutigt werden, ihre Pizza- und anderen Reste im Restaurant in bislang verpönten „Doggy Bags“ mitzunehmen. In Italien sind rund sechs Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

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Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

Außerdem Interessant

San Francisco: Styropor gebannt
Konsequent verfolgt San Francisco seine „Zero Waste“- Strategie: Die kalifornische Stadt verbietet ab Juli 2017 Kaffeebecher, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Styropor. Mit dem Bann dieser  Wegwerfprodukte will sie ihrem Ziel,  bis 2020 müllfrei zu sein, einen großen Schritt näherkommen. Inzwischen machen rund 100 US-Städte gegen Waren aus Schaumkunststoff mobil.

Russland: Gentechnik unerwünscht
Gentechnisch modifizierte Organismen dürfen in Russland künftig weder angebaut noch importiert werden. Einzige Ausnahme: Zu Forschungszwecken sind gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere erlaubt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 6500 Euro. Das beschloss die Staatsduma in dritter und abschließender Lesung.

Marokko: Plastiktüten ade
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 900 Plastiktüten zählt das nordafrikanische Land zu den Negativ-Spitzenreitern. Doch seit Juli sind dort Kunststofftüten verboten – mit Ausnahme von Gefrier- und Müllbeuteln. Hierzulande soll eine Anfang Juli eingeführte Gebühr den Verbrauch drosseln.

 

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À la Saison

Magische Marone

(Castanea sativa)

Im Mittelalter galt die Esskastanie als Grundnahrungsmittel von den Alpen bis in den Balkan. Heute erzählt die „magische Marone“ uns Geschichten aus tausendundeiner Nacht.

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Magische Marone

Der Baum vorm Klosterportal fror. War er doch „ein vereinzelter Sohn des Südens, von einem Rompilger vor Zeiten mitgebracht, eine Edelkastanie“. Im Württembergischen aber blühte er spät und ließ erst „im Oktober, wenn Obst und Wein schon geerntet waren, die stacheligen Früchte fallen“. Der „Gast aus einer anderen Zone“ ward „geliebt von den Welschen“ und „von den Einheimischen als Fremdling begafft“. So beginnt – eines schönen Tages im Mittelalter – Hermann Hesses Erzählung „Narziss und Goldmund“.

Klosterschüler Goldmund findet in dem stummen Pförtner einen Seelenverwandten. Auch er fremdelt mit der Atmosphäre im Kloster, obgleich sein Vater wünscht, dass er Mönch werde – oder Höheres. Goldmund heißt auf Griechisch Chrysostomos. Der spätantike Bischof mit diesem Beinamen gilt als einer der größten Prediger des Christentums. Er stammte aus Antiochia im Süden der heutigen Türkei. In dieser Gegend liegt die ursprüngliche Heimat der Kastanie, deren Name vom persischen „Kasutah“, trockene Frucht, herrührt. Goldmunds „schöner, merkwürdiger“ Freund, der Baum, ist kein Sohn des Südens, sondern des Orients.

Ob die Edelkastanie Mitteleuropa im Gepäck der Römer oder viel früher erreichte, ist umstritten. Kein Zweifel besteht an ihrer überragenden Bedeutung im Mittelalter. Für die Menschen der Bergwelt – von den Pyrenäen über die Alpen bis zum Balkan – waren castañas, châtaignes, castagne, Cheschtene, Kästen oder kesteni das Grundnahrungsmittel schlechthin. Die Kartoffel wuchs noch unentdeckt in den Anden.

Das Mehl aus den Früchten des „Brotbaums“, der übrigens nicht mit der ungenießbaren Rosskastanie verwandt ist, brachte arme Leute oft übers ganze Jahr. Schon 641 führte der Langobardenkönig Rothari ihn deshalb in einer Liste geschützter Bäume. Ortsnamen wie Châtenois (Keschtaholz) im Elsass erinnern an einstmals ausgedehnte Kastanienhaine.

Das italienische Wort marroni kam im zwölften Jahrhundert auf – für Kastanien von bester Qualität. Heute überwintert die Maronitradition vor allem auf Weihnachtsmärkten. Lebendig ist sie in Frankreich und auf der Alpensüdseite. Im Tessin etwa, Hermann Hesses Wahlheimat, holen die „Maronatt“ genannten Profiröster die Kastanien aus den Flammen.

Auch wenn manch einer mittlerweile lieber die Kartoffeln aus dem Feuer holt, lohnt sich das Original. Die üppige Nuss bespielt ein Menü von der Suppe bis zum Nachtisch ebenso mühelos wie die dezente Knolle. Ihre sonnige Süße und ihre Erdigkeit passen zu anderen Herbstaromen wie denen von Wild, Pilzen und Birnen. Sie ergänzt Rotkohl aufs Gehaltvollste und füllt die Weihnachtsgans. Sie verträgt starke Kräuter wie Rosmarin und koaliert mit dem Kürbis gegen kalte Tage. Zum Dessert lieben die Franzosen marrons glacés – kandierte Maronen. Die Schweizer pressen blassbraunes Püree zu vermicelles – „Nudeln“. Ein Nachtisch, der erst mit Schlagrahmkrönchen vollkommen ist. Ohne Zuckerzusatz ist die Kastanie überdies gesund. Für eine Nuss enthält sie erstaunlich wenig Fett, dafür aber eine große Portion Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Sie stärkt das Immunsystem und fördert als leicht verdauliche Energiebombe starke Nerven. Wohl mit Bedacht empfahl die Äbtissin Hildegard von Bingen jedem, „dem das Gehirn durch Trockenheit leer ist und der davon im Kopf schwach wird“, die „Fruchtkerne“ zu kochen und sie „nüchtern und nach dem Essen“ zu nehmen, damit das Hirn wachse und sich wieder fülle. Im Mittelalter mussten die Bauern ihren Zehnten an Klöster oft in Kastanien entrichten. Herr Baum, wirf Hirn vom Himmel.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

CHICORÉE-MARONENSUPPE VON ANNA SCHWARZMANN

ZUTATEN FÜR 6 PORTIONEN
600 g Maronen
1 Scheibe Speck
50 g Butter
4 klein gewürfelte Schalotten
1 Scheibe Knoblauch
50 g gewürfelter Knollensellerie
Zucker, Salz, weißer Pfeffer, Balsamico, Sherry medium
750 ml Gemüsebrühe
1 Rosmarin- und 1 Thymianzweig
2 EL Trüffeljus
200 ml Sahne
Orangensaft
Chicorée

ZUBEREITUNG
1. Maronen einritzen und im Ofen bei 220 °C Ober- und Unterhitze 10 Minuten rösten, bis sie platzen, dann schälen.
2. Speck, Butter, Schalotten, Knoblauch im Topf erhitzen und den Sellerie mit einer Prise Zucker darin andünsten.
3. Alle Maronen bis auf ein paar hinzugeben und mit Sherry ablöschen, dann reduzieren. Fond mit Gemüsebrühe aufgießen, Thymian und Rosmarin hinzufügen und 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Maronen gar sind.
4. Mit Pfeffer, Salz und Trüffeljus abschmecken. Anschließend pürieren und passieren. Halbfest geschlagene Sahne unterheben und mit einem Spritzer Balsamico würzen.
5. Den in Streifen geschnittenen Chicorée mit Butter und Zucker andünsten. Mit Orangensaft ablöschen, reduzieren und anschließend salzen.
6. Die Suppe mit einem Pürierstab aufschäumen und mit Chicoréestreifen und Maronen servieren.

À la Saison

Verehrte Vogelbeere

(Sorbus aucuparia)

Kann denn wirklich giftig sein, was die Vögel so lieben? Na, also. Und ganz im Gegenteil! Unsere Vorfahren hatten gute Gründe, die knallroten Früchtchen zu besingen. Und doch haben sie neben der leuchtenden auch eine dunkle Vergangenheit.

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Verehrte Vogelbeere

Die Sachsen sind empört, wenn Restdeutschland über ihren Dialekt lacht. Zu Recht. Wozu gibt es denn das Vogtland? Politisch mag es zum Freistaat gehören, mundartlich ist es Autonomiegebiet. „Kann schinn’rn Baam gippt’s, wie dann Vuglbärbaam. As wärd a su lächt nett ann schinn’rn Baam gahm...“, trällert man dort etwa. Trotz Sprachbarriere war diese Ode an den Vogelbeerbaum, alias Eberesche, vor hundert Jahren überregional ein Gassenhauer. Vornehmer formulierten die Lyriker, meinten aber dasselbe: Ein Wäldchen zu besitzen, „von flammenden Bäumen, an denen die Koralle wächst“, wünschte sich Else Lasker-Schüler. Und Gottfried Benn sinnierte von „Ebereschen – noch nicht ganz rot, von jenem Farbton, wo sie sich entwickeln, zu Nachglut, Vogelbeere, Herbst und Tod“. Mehr als 150 Kosenamen hat die Vogelbeere – von Aberesche bis Zappiepenboom.

Aberesche klingt wohl nicht ganz zufällig nach Aberglaube. Bauern „quickten“ (peitschten) zur Walpurgisnacht ihre Kälber mit Ruten der Eberesche. Das sollte ungebetene Geister bannen. Vor Blitzeinschlag oder Drachenanflug schützten ihre Zweige das Haus. Und von Kinder segen über Freude bis Schönheit gab es im Volksglauben fast nichts Gutes, wofür die Vogelbeere nicht stand. Das Kernobstgewächs mit den winzigen, scharlachroten Apfelfrüchten ist ein mythologischer Tiefwurzler. Bereits in der Bronzezeit legte man Toten seine Äste ins Grab. Keltische Druiden schnitzten Zauberstäbe aus seinem Holz. Und die Nordgermanen weihten die Eberesche Thor. Sie soll dem Donnergott ihre Zweige gereicht haben, als ein Fluss ihn fortriss.

Aus der Luft gegriffen ist die heidnische Verehrung der Vogelbeere ganz und gar nicht. Rettete sie doch oft genug nicht nur Göttern, sondern auch Menschen das Leben. In Notzeiten dämpften ihre Früchte – in den Wäldern gepflückt – den Hunger der Elenden, weshalb Karl der Große und fast tausend Jahre später auch Maria Theresia ihre Anpflanzung per Dekret anwiesen. Auch für ihre Heilkraft war die Vogelbeere berühmt. Ihres Vitamin-C-Gehalts wegen war sie ein probates Mittel etwa gegen Skorbut und trug noch im Zweiten Weltkrieg den Beinamen Zitrone des Nordens.

Was ihrem Ruf seither widerfahren ist, lässt sich nur vermuten. Ist das Wirtschaftswunder mit seiner Fülle leibhaftiger Zitrusfrüchte in den Obstauslagen schuld? Die Angst um Kleinkinder auf kulinarischer Spielplatzsafari? Festgehalten sei, dass die Vogelbeere im Gegensatz zur Tollkirsche harmlos ist, sofern man sie nicht eimerweise roh verspeist. Und dies dürfte kaum gelingen, weil ihre leicht giftige Parasorbinsäure bitter schmeckt. Der erste Frost und die Hitze des Herds verwandeln sie in süßliche Sorbinsäure und geben ihr ein Aroma, das an Preiselbeeren erinnert. Herbstkonfitüren mit milden Früchten verleiht sie Charakter. Im Chutney mit Zwiebeln und Chili ergänzt sie reifen Weichkäse. Und als Digestif mundet ein sorgsam destillierter Vogelbeergeist mit dem beglückenden Aroma von Marzipan.

Zugegeben, die Eberesche hat eine tödliche Seite. Viele Vogelarten teilen die Leidenschaft der Schnapsbrenner für die leuchtende Frucht. Ihr lateinischer Namenszusatz aucuparia setzt sich aus Vogel (avis) und fangen (capere) zusammen – Souvenir einer Zeit, als Amsel und Drossel fliegende Delikatessen waren und die Vogelbeere als Köder fungierte. Heute schätzt man sie für andere Qualitäten: Im Erzgebirge, unweit des Vogtlands, trotzt sie dem Dreck der böhmischen Industrie wie kein zweiter Baum. Und sie versüßt die Völkerverständigung in Gestalt des Jarcebinka. Der tschechische Ebereschenlikör ölt die Stimmbänder: Singeklub statt Singvogelragout. Prost und na zdraví auf den Vuglbärbaam!

HELLES VOGELBEER-CHUTNEY VON HENNE & OTTO

ZUTATEN FÜR ETWA ZWEI LITER
1 kg Stücke von säuerlichen Äpfeln, mit Schale
500 g Zwiebeln
500 g Staudensellerie mit Grün
250 g Vogelbeeren
½ l Apfelessig
1 Stück frischer Ingwer, ca. 3 cm lang
1 frische rote Chilischote
3 EL Senfsamen
ca. 500 g brauner Zucker
ca. 1 EL Salz

ZUBEREITUNG
1. Zwiebeln und Sellerie putzen und in Stücke schneiden. Selleriegrün extra fein hacken und beiseitestellen.
2. Apfel-, Zwiebel- und Selleriestuücke sowie 150 g Vogelbeeren in einem Kochtopf mit dem Essig übergießen.
3. Ingwer schälen und fein hacken, Chili sehr fein hacken, ggf. mit Handschuhen.
4. Ingwer, Chili und Senfsamen in den Topf geben. Mit Deckel ca. 20 Min. kochen, bis der Sellerie bissfest ist.
5. Zucker, Selleriegrün und 100 g Vogelbeeren zugeben. Ohne Deckel unter Rühren ½ bis 1 Stunde köcheln lassen, bis der Zucker aufgelöst und ein Großteil der Flüssigkeit
verdampft ist.
6. Mit Salz abschmecken.
7. Sofort in saubere Schraubgläser füllen und mind. 5 Min. kopfüber stehen lassen.

TIPP
Mindestens drei Wochen ziehen lassen, damit die Gewürze den vollen Geschmack entfalten. Zu fruchtig-pikantem Chutney empfehlen Katharina Henne und Lore Otto Baguette

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

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Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

APFEL-KARTOFFEL-PUFFER MIT SAUERRAHM UND ZIMT VON MELISSA CLARK

ZUTATEN FÜR 18 PUFFER
6 EL Sauerrahm oder griechischer Joghurt
¼ TL gemahlener Zimt
¼ TL Ahornsirup
2 Äpfel, geschält und entkernt
1 große mehlig kochende Kartoffel
1 mittelgroße geschälte Zwiebel
75 g Mehl
3 große Eier
2 TL grobkörniges Natursalz
1 ¼ TL Backpulver
½ TL schwarzer Pfeffer
Olivenöl zum Braten

ZUBEREITUNG
1. Sauerrahm oder Joghurt mit Zimt und Sirup in einem Schälchen verquirlen. Abdecken und kalt stellen.
2. Äpfel, Kartoffel und Zwiebel grob reiben. Die Masse in einem sauberen Geschirrtuch auswringen. Je weniger Flüssigkeit übrig bleibt, desto krosser werden die Puffer.
3. Die Masse in eine große Schüssel geben. Mehl, Eier, Salz, Backpulver und Pfeffer untermischen, bis das Mehl im Pufferteig gebunden ist.
4. Öl in einer Pfanne mit schwerem Boden erhitzen und 3-4 gehäufte EL der Apfel-Kartoffel-Masse hineinsetzen. Mit dem Pfannenwender flach drücken.
5. Wenden, wenn die Ränder der Puffer braun und kross gebraten sind. Dann die andere Seite tiefbraun rösten. Zum Abtropfen auf einen Teller mit Küchenpapier legen.
6. So lange wiederholen, bis der Teig alle ist. Und die Puffer mit je einem Klecks Zimt-Sauerrahm servieren.

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So, 2016-12-04 05:30
Wien (dpa)

Hofburg: Kaiserlicher Präsidentensitz in Wien

Wien (dpa) - Die Arbeitsstätte des österreichischen Bundespräsidenten hat eine lange Geschichte: Die Hofburg war bis zum Ende der Monarchie 1918 das politische Zentrum der Habsburger. Kaiser Joseph II. entwarf in dem historischen Gebäude in der Wiener Innenstadt seine Programme. Im selben Raum, dem sogenannten grünen Salon, arbeitet seit 1946 der österreichische Bundespräsident. Im früheren Schlafzimmer der Reformkaiserin Maria Theresia werden die Bundesregierung vereidigt und Staatsgäste empfangen.

Der Kern der Hofburg am Wiener Heldenplatz entstand bereits im 13. Jahrhundert als mittelalterliche Burganlage.

Einen Platz in der Geschichte hat der Ort auch wegen einer Rede von Adolf Hitler. 1938 verkündete der Diktator von dem Balkon der Neuen Burg den «Anschluss» Österreichs an das Deutsche Reich. Heute finden auch viele Kulturinstitutionen in dem Komplex ihren Platz: In den 19 Höfen und 18 Trakten sind etwa die Spanische Hofreitschule und die Nationalbibliothek untergebracht.

So, 2016-12-04 05:30
Wien (dpa)

Die Fakten zur Wahl - Zahl der Wahlberechtigten leicht

Wien (dpa) - In Österreich dürfen am 4. Dezember genau 6 399 572 Bürger zur Wahl des Bundespräsidenten gehen. Das sind 17 065 mehr als beim ersten Wahlgang im Frühjahr. Das liegt unter anderem daran, dass alle Jugendlichen, die in der Zwischenzeit das Wahlalter von 16 Jahren erreicht haben, dazugekommen sind. Auch unter den Österreichern, die im Ausland leben, haben sich deutlich mehr Menschen ins Wählerverzeichnis eintragen lassen. Ihre Zahl ist von 42 830 auf nun 56 539 gewachsen. Zugleich sind seit dem vergangenen Stichtag rund 45 000 Österreicher gestorben. Die Zahl der Briefwähler ist im Vergleich zum 22. Mai um 20 Prozent auf 708 000 gesunken.

Die erste Stichwahl hatte der Grünen-nahe Alexander Van der Bellen mit nur 30 863 Stimmen Vorsprung gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gewonnen. Van der Bellen bekam 50,35 Prozent der Stimmen, Hofer erreichte 49,65 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei vergleichsweise hohen 72,75 Prozent. Van der Bellen hatte alle neun Landeshauptstädte erobert. Besonders in Wien war der Zuspruch für ihn groß. Hier erhielt er ein Viertel seiner Stimmen. Auf dem Land konnte Hofer in den meisten Wahlbezirken punkten und erreichte teilweise 80 Prozent.

So, 2016-12-04 05:30
Wien (dpa) 

Die wichtigsten Positionen von Alexander Van der Bellen

Wien (dpa) - Die Österreicher stimmen über ihr neues Staatsoberhaupt ab. Hier die wichtigsten Positionen des Ex-Grünen-Chefs Alexander Van der Bellen.

- Rollenverständnis: Der Wirtschaftsprofessor will seine Rolle als Bundespräsident zurückhaltend auslegen. Für Aufregung sorgte der 72-Jährige allerdings mit der Ankündigung, die Rechtspopulisten der FPÖ nicht mit der Regierungsbildung zu beauftragen, auch wenn sie nach der nächsten Wahl stimmenstärkste Partei werden würde. Bei Umfragen liegt die Partei seit Monaten mit rund 34 Prozent deutlich an erster Stelle.

- Ausländer: Der 72-Jährige plädiert für eine humanitäre Haltung in der Flüchtlingskrise. Platz für Wirtschaftsmigranten gebe es allerdings nicht mehr.

- EU: Van der Bellen ist glühender Europa-Fan und will für den Erhalt und die Stärkung der Union kämpfen. Er fordert auch, mehr Kompetenzen nach Brüssel zu verlagern, damit die EU beschlussfähiger wird. Die Teilnahme an einer gemeinsamen EU-Armee kommt für ihn nur infrage, wenn sie sich mit der Neutralität Österreichs vereinbaren lässt.

- Wirtschaft: Van der Bellen will klassische Standortwerbung betreiben. Mit Delegationen will er ohne regionale Bevorzugung für Investitionen in Österreich werben. Zu dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta bekennt er sich. Wie die Schiedsgerichte mit europäischem Recht vereinbar seien, müsse in den kommenden Jahren noch geprüft werden.

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DES BISSL KLIMAWANDEL ISS UNS WUASCHT: MIA MACHEN WINTER!

- 1450 Schneekanonen
- 5 km2 beschneite Pisten
- Lifte für 300.000 Touristen/Stunde
- Flughafenshuttle

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Ich bin verwirrt. Klimawandel? Saure Meere? Sterbende Riffe? Nie gehört. Und was um Himmels Willen haben Flugzeuge damit zu tun? Die Antwort findet Dorie auf greenpeace-magazin.de/dorie

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

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Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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