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Di, 2016-05-24 08:37
Moskau (dpa)

Wer in Syrien und im Irak gegen den IS kämpft

Moskau (dpa) - In Syrien tobt seit 2011 ein Bürgerkrieg. Daran sind viele verschiedene Gruppen beteiligt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Krieg nicht ausgelöst. Sie hat sich aber nach Beginn der Kämpfe in dem Land mit Gewalt breitgemacht. Die Extremisten wurden neben der Regierung zur stärksten Kraft dort. Sie mussten zuletzt jedoch auch Niederlagen einstecken und sich nach US-Berichten teils deutlich zurückziehen.

DAS ANTI-IS-BÜNDNIS: Im September 2014 gab US-Präsident Barack Obama die Gründung eines Bündnisses bekannt mit dem Ziel, den IS «endgültig zu zerstören». Mehr als 60 Staaten und internationale Organisationen beteiligen sich am Kampf gegen die Terrormiliz sowohl in Syrien als auch im benachbarten Irak. Neben Ländern der Europäischen Union (EU) wie Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden gehören der Koalition auch Australien sowie mehrere arabische Länder an.

LUFTANGRIFFE: Nur wenige Staaten fliegen neben den USA Luftangriffe gegen die Terrormiliz. Im Irak sind daran zum Beispiel Frankreich, Australien und Großbritannien beteiligt. In Syrien sind es neben Frankreich auch arabische Staaten wie Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und Jordanien. Die Türkei, Syriens Nachbar im Norden, hatte 2015 nach langem Zögern die Nutzung seiner Luftwaffenbasis Incirlik für Luftschläge - auch der USA - gegen den IS erlaubt.

BUNDESWEHR: Die Bundeswehr unterstützt den Kampf gegen den IS unter anderem mit «Tornado»-Aufklärungsjets. Die Maschinen bombardieren die IS-Stellungen aber nicht selbst. Teil des deutschen Beitrags sind auch ein Tankflugzeug und zeitweise eine Fregatte. Diese sicherte zusammen mit Kriegsschiffen aus Frankreich, Belgien und Großbritannien den französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» im Persischen Golf. Die «Augsburg» war seit Dezember 2015 dafür rund vier Monate unterwegs. Vom einzigen Flugzeugträger der französischen Marine starteten Jagdbomber zu ihren Einsätzen.

TRAINING UND WAFFEN: Im Norden Syriens unterstützen US-Spezialkräfte zudem kurdische Kämpfer. Das US-Militär und seine Verbündeten bilden im Irak außerdem das irakische Militär sowie kurdische Peschmerga-Kämpfer aus. Auch rund 130 Bundeswehrsoldaten schulen im Nordirak Peschmerga-Einheiten. Darüberhinaus beliefert Deutschland die irakischen Kurden mit Waffen.

RUSSLAND: Moskau ist nicht Teil des von den USA gegründeten Bündnisses. Russische Truppen greifen seit September 2015 unabhängig davon Ziele in Syrien an. Allerdings nicht nur Stellungen des IS. Russische Attacken richten sich auch gegen Rebellen, die mit der Terrormiliz verfeindet sind. So starten die Jets vom russischen Luftwaffenstützpunkt Hamaimim nahe Latakia im Nordwesten Syriens. Zudem wurden Marschflugkörper von Kriegsschiffen im Mittelmeer abgefeuert.

Di, 2016-05-24 08:35
Moskau (dpa)

Moskaus Militäreinsatz in Syrien

Moskau (dpa) - Russland ist eine wichtige Stütze des Regimes von Präsident Baschar al-Assad (50) in Damaskus. In Syrien herrscht seit rund fünf Jahren Bürgerkrieg. Jahrelang verhinderte Russland mit seiner Veto-Macht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) eine Verurteilung des Machthabers. Assads Gegner werfen ihm Unterdrückung und Massaker an der eigenen Bevölkerung vor. Dann beteiligte sich Moskau an diplomatischen Friedensbemühungen. Schließlich griff es auch militärisch in den Konflikt ein.

September 2015: Assads Verbündeter Russland beginnt Luftangriffe in Syrien. Neben Bombern und Kampfjets werden Hubschrauber und Marschflugkörper von Kriegsschiffen eingesetzt. Damit soll nach Kreml-Angaben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft werden. Ein Großteil der Angriffe richtet sich jedoch, wie Kritiker immer wieder herausstellen, gegen Rebellen, die mit den Dschihadisten des IS verfeindet sind.

Oktober 2015: Das syrische Regime beginnt mit russischer Luftunterstützung eine Bodenoffensive gegen Rebellengruppen. Assads Einheiten erzielen in mehreren Provinzen Geländegewinne.

November 2015: In Wien einigen sich die Teilnehmer einer Syrien-Konferenz, darunter Russland, auf einen Friedensfahrplan. Er sieht auch eine Übergangsregierung vor.

November 2015: Die Türkei schießt ein russisches Kriegsflugzeug im Grenzgebiet zu Syrien ab. Der Pilot stirbt. Manche fürchten eine Eskalation des Konfliktes zwischen dem Nato-Mitglied Türkei und Moskau. Als Vergeltung erlässt Präsident Wladimir Putin Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei.

Februar 2016: Die angesehene Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte macht Russland für Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser verantwortlich. Dabei sollen rund 50 Menschen getötet worden sein. Syriens Botschafter in Moskau hatte zuvor erklärt, US-Kampfflugzeuge hätten eine Klinik zerstört.

März 2016: Mit russischer Luftunterstützung erobert Assads Armee die antike Oasenstadt Palmyra vom IS zurück. Wladimir Putin befiehlt militärische Veränderungen, die Rede ist von einem Teilabzug. Nach Ansicht von Beobachtern nimmt die Zahl russischer Waffen und Soldaten zunächst aber kaum ab.

Mai 2015: Mit dem Konzert eines Symphonie-Orchesters aus St. Petersburg im Amphitheater von Palmyra zeigt Syriens enger Partner Russland demonstrativ seine starke Rolle im Bürgerkrieg.

Di, 2016-05-24 08:42
Istanbul (dpa)

Internationales Rotes Kreuz beklagt wachsende Gewalt gegen Zivilisten

Istanbul (dpa) - Zivilisten und Helfer werden in Kriegsgebieten nach Ansicht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) immer häufiger Ziel von Gewalt. Es gebe eine wachsende Lücke zwischen dem humanitären Völkerrecht und der Realität, sagte IKRK-Präsident Peter Maurer am Dienstag auf dem UN-Weltnothilfegipfel in Istanbul.

Bei dem Treffen in der Türkei könne jetzt Druck auf die Konfliktparteien ausgeübt werden, damit sie ihr Verhalten ändern. Der Gipfel sei ein wichtiger Schritt, damit eine Dynamik entstehe, erklärte Maurer. Durch Verstöße gegen das Völkerrecht würden nicht nur Menschen getötet oder vertrieben, sie ließen auch die Kosten für humanitäre Hilfe explodieren.

Bereits am ersten Tag des zweitägigen Gipfels hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag die Einhaltung des Völkerrechts angemahnt. Sie kritisierte insbesondere, dass im Bürgerkriegsland Syrien und anderswo systematisch Klinken bombardiert und Ärzte getötet werden.

Bei dem zweitägigen Gipfel in Istanbul geht es darum, die oft unzureichende Versorgung von notleidenden Menschen in Krisengebieten zu verbessern. Mit dem Treffen reagieren die UN auf die weltweit stark gestiegene Zahl von Krisen und Menschen in Not.

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Di, 2016-05-24 08:31
Berlin/Potsdam (dpa)

Gewitter führt zu Bränden und Wasserschäden in Berlin

Berlin/Potsdam (dpa) - Ein Gewitter hat in Berlin und Brandenburg die Feuerwehren zwei Stunden lang auf Trab gehalten. In der Hauptstadt rückte die Feuerwehr am späten Montagabend witterungsbedingt zu 38 Einsätzen aus. Gemeldet wurden 13 Brände nach Blitzeinschlägen, wobei jedoch in neun Fällen nur die Alarmanlagen angeschlagen hatten. Die Schäden seien überschaubar, teilten Polizei und Feuerwehr in Berlin und Potsdam am Dienstag mit. Vereinzelt stürzten Bäume um und Keller liefen mit Regenwasser voll. Verletzte wurde nach ersten Angaben der Polizei nicht registriert.

Teilweise fielen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Potsdam 25 Liter Regenwasser pro Quadratmeter und Stunde. Dazu kamen heftige Windböen. In Teilen von Brandenburg stürzten Bäume um und es kam zu Wasserschäden. Der DWD warnte für Dienstag vor weiteren Gewittern mit starkem Regen, Sturmböen und vereinzelt Hagel in der Region.

Di, 2016-05-24 08:40
Schmilka (dpa)

Erdrutsch blockiert Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag

Ein kleiner Erdrutsch, keine Verletzten - aber enorme Auswirkungen auf den internationalen Bahnverkehr: Ein Unwetter hat die Züge zwischen Prag und Dresden gestoppt.

Schmilka (dpa) - Ein Erdrutsch hat den Zugverkehr auf der internationalen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag lahmgelegt. Ein Güterzug war am Montagabend in die Geröllmassen gefahren, die Lok entgleiste. Seitdem liefen dort Bergungs- und Aufräumarbeiten mit zahlreichen Helfern. Der Fernverkehr auf der Strecke von Budapest, Bratislava und Wien nach Berlin war unterbrochen.

Züge aus Deutschland fuhren nach Angaben der Bahn bis Dresden; auf tschechischer Seite endeten sie aus Prag kommend am Dienstagmorgen in Ústí nad Labem. Dazwischen sollten Busse die Reisenden weiterbringen. Auch auf der Regionalbahnstrecke zwischen Bad Schandau und Schöna verkehrten Busse statt der üblichen Züge. Das Provisorium sollte bis zum Mittag andauern.

«Der Hilfszug ist vor Ort», sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen zu den Arbeiten. Die Lok des Güterzugs sei schon ins Gleis gehoben worden, der Zug sollte abgeschleppt werden. Dann werde untersucht, ob die Strecke wieder freigegeben werden kann oder ob es noch zu beseitigende Schäden an den Gleisen gibt.

Am Montagabend war während eines Unwetters Geröll auf einer Breite von rund 150 Metern auf die Schienen gerutscht. Verletzt wurde niemand. Zur Beseitigung des Gerölls war ein Großaufgebot von Helfern aus der Region im Einsatz. Wie lange die Aufräumarbeiten dauern, war am Morgen noch nicht absehbar.

Di, 2016-05-24 08:31
Moskau/Kiew (dpa) 

Putin fordert Deeskalation in Ostukraine

Moskau/Kiew (dpa) - Angesichts andauernder Kämpfe im Kriegsgebiet Ostukraine hat der russische Präsident Wladimir Putin die Konfliktparteien zur Deeskalation aufgefordert. Putin habe Kanzlerin Angela Merkel sowie den Präsidenten Frankreichs und der Ukraine, François Hollande und Petro Poroschenko, in einem Telefonat unter anderem Vorschläge für Wahlen im Donbass gemacht, teilte der Kreml in der Nacht zum Dienstag mit. Eine Waffenruhe zwischen der Armee und prorussischen Separatisten in der Konfliktregion ist seit Monaten brüchig, der Friedensprozess steckt in einer Sackgasse.

Poroschenko rief Moskau nach Angaben seines Büros in Kiew auf, russische Soldaten aus der Ostukraine abzuziehen. Russland unterstützt die Aufständischen, hat aber nach eigener Darstellung keine regulären Truppen im Donbass im Einsatz.

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Di, 2016-05-24 07:32
Singapur (dpa)

Ölpreise geben etwas nach

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 48,14 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 18 Cent auf 47,90 Dollar.

Starke Impulse blieben am Ölmarkt zunächst aus. In den vergangenen Tagen sind die Rohölpreise in der Tendenz moderat gefallen. Experten begründen die Entwicklung mit der etwas weniger angespannten Lage in Kanada, wo massive Waldbrände einen erheblichen Teil der Ölproduktion lahmgelegt hatten. Seit Jahresbeginn haben die Weltmarktpreise einen Teil ihrer seit Mitte 2014 erlittenen drastischen Verluste aufholen können.

Di, 2016-05-24 06:15
Zürich (dpa)

Mythos Gotthard und Stolz der Schweiz: Längster Bahntunnel der Welt

Schweizer sind nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Doch wenn es um technische Großtaten geht, kennt die Begeisterung kaum Grenzen. Der Jubel zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels ist völlig berechtigt.

Zürich (dpa) - Das Matterhorn mag schöner sein. Eiger, Mönch und Jungfrau auch. Doch kaum ein anderer Berg der Alpen hat eine so große Symbolkraft. «Ohne Gotthard keine Schweiz», heißt es. Zum Garanten eidgenössischer Souveränität entwickelte sich das Bergmassiv seit kühne Baumeister im 13. Jahrhundert die wilde Schöllenenschlucht mit einer hölzernen Brücke überwanden. Der Gotthard - Quellgebiet des Rheins, der Rhone, der Reuss und des Ticino, von Goethe in «den Rang eines königlichen Gebirges» erhoben - wurde zum wichtigsten Bindeglied der Verkehrsachse zwischen Nordsee und Mittelmeer, respektiert von allen europäischen Mächten.

Kein Wunder also, wenn jetzt einmal mehr von «historischen Dimensionen» die Rede ist - und vom «Stolz einer ganzen Nation»: Am 1. Juni wird mit einem großen Staatsakt der längste Eisenbahntunnel der Welt offiziell eröffnet - der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel zwischen Erstfeld im Kanton Uri und Bodio im Südkanton Tessin. Mehrere Tage lang gibt es danach noch Volksfeste.

Das Schweizer Jahrhundertbauwerk, das sieben Kilometer länger ist als der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und England, könnte Verantwortliche für Großprojekte in Deutschland vor Neid erblassen lassen: Trotz der gewaltigen Dimensionen wurde das größte Investitionsprojekt in der Geschichte der Eidgenossenschaft mit der sprichwörtlichen Präzision eines Schweizer Uhrwerks durchgezogen - ohne große Kostenüberschreitungen und am Ende sogar ein Jahr vorher als 2007 nach einer nötigen Zeitplan-Korrektur geplant.

12,2 Milliarden Franken (11,0 Milliarden Euro) waren allein für das Kernstück des Gotthard-Basistunnels veranschlagt. Das gesamte Alpentransit-Projekt - mit weiteren Röhren durch den Lötschberg und dem Ceneri-Basistunnel zwischen Bellinzona und Lugano (Inbetriebnahme Ende 2020) sowie für die Gleisanlagen dazwischen - soll 23 Milliarden Franken kosten.

So viel Geld kann keine eidgenössische Regierung ausgeben, wenn das Volk nicht ausdrücklich zustimmt. Wie bei allem, was in der Schweiz von nationaler Bedeutung ist, gab es auch zum Gotthard-Basistunnel ein Referendum. Lange bevor die gigantischen Tunnelbohrmaschinen der Firma Herrenknecht aus Baden-Württemberg dem Gotthard zu Leibe rückten, gab es im November 1998 ein Referendum. Das Volk sagte Ja.

Kein Wunder also, dass im ersten Zug, der am 1. Juni durch den neuen Gotthard-Tunnel fährt, nicht Honoratioren, sondern Hunderte «Normalbürger» sitzen werden. Die Freitickets wurden unter Zehntausenden von Bewerbern verlost. Erst im zweiten Zug folgen Politiker und die Staatsgäste - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi werden erwartet.

Bis zur Aufnahme des regulären Bahnbetriebs wird noch einige Zeit vergehen. Erst nach 3000 weiteren Testfahrten soll die Strecke kurz vor Weihnachten endgültig freigegeben werden. Dann endlich kann der 1882 in Betrieb genommene Gotthardtunnel zwischen Göschenen und Airolo in die Ruhestandsreserve geschickt werden.

Was den neuen vom alten Tunnel unterscheidet, ist neben der viel größeren Länge, vor allem die enorme Tiefe, die gerade Strecke und seine Ebenerdigkeit. Der Basistunnel verläuft bei nur geringfügigen Steigungen sowie ohne enge Kurven auf einer Höhe von maximal 550 Metern über dem Meeresspiegel. Experten sprechen daher von einer «Flachbahn». Statt etwa 1100 Meter Gebirgsmasse wie beim alten türmt sich über dem neuen Tunnel bis zum Gipfel des Gotthards eine Felsabdeckung von 2300 Metern auf.

Dank dieser ingenieur- und bautechnischen Meisterleistung, an der in Spitzenzeiten 2400 Arbeitskräfte - unter ihnen viele Deutsche - beteiligt waren, besteht nun eine weitgehend ebene Gleisbettverbindung zwischen Nordsee und Mittelmeer.

Personenzüge können den Tunnel mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern durchrasen. Die Verbindung zwischen Zürich und Lugano soll sich um 45 Minuten auf rund zwei Stunden verkürzen. Zahlen, die pure Begeisterung wecken in einem Land, dessen Einwohner mit rund 2300 Schienenkilometern pro Person und Jahr als Bahnreise-Weltmeister gelten.

Doch wichtiger als größere Bequemlichkeit für Reisende sind für Volkswirtschaft und Umwelt die Effekte im Güterverkehr. Pro Tag können künftig 260 Güterzüge das Gotthardmassiv durchqueren statt bisher maximal 180. Damit soll ein Teil der Gütertransporte zwischen Nord- und Südeuropa von der Straße auf die Schiene verlagert werden.

«Mit dem Bau der neuen Gotthardbahn verwirklicht die Schweiz eines der größten Umweltschutzprojekte Europas», verspricht der eigens als Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) geschaffene Bauträger AlpTransit Gotthard AG. «Es trägt wesentlich zum Schutz der Alpen bei.» Allerdings nimmt der Gütertransport insgesamt immer mehr zu. Eine größere Reduzierung der Abgas-Belastung durch Straßentransporte erwarten Experten erst, wenn weitere neue Alpentunnel fertig werden.

Dazu gehört neben dem geplanten Mont-Cenis-Basistunnel zwischen Italien und Frankreich (ebenfalls 57 Kilometer, kaum vor 2026 fertig) der Brenner-Basistunnel zwischen Österreich und Italien. Dieses Kernstück der neuen Brennerbahn soll 64 Kilometer lang und damit zum nächsten «Tunnelweltmeister» werden. Doch bis frühestens 2026 Züge durch die Brenner-Riesenröhre rollen können, bleibt der Gotthard die Heimstatt des Eisenbahntunnel-Weltrekordlers.
 

Di, 2016-05-24 06:13
Zürich (dpa)

Gotthard-Basistunnel - Zahlen und Fakten eines Jahrhundertbauwerks

Zürich (dpa) - Nach rund 17-jähriger Bauzeit wird am 1. Juni 2016 der Gotthard-Basistunnel mit einem großen Staatsakt offiziell eröffnet. Das Jahrhundertbauwerk ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt.

- Streckenführung: Zwischen Erstfeld (Kanton Uri) und Bodio (Kanton Tessin). Die Strecke ist eben, ohne nennenswerte Steigungen und enge Kurven.

- Geschwindigkeiten: Personenzüge sollen in der Regel mit 200 Stundenkilometern fahren, Güterzüge mit 100. Möglich sind Höchstgeschwindigkeiten bis 250 km/h, für Güterzüge zu 160 km/h.

- Zeitgewinn (nach Endausbau ab 2020): 45 Minuten zwischen Zürich und Lugano.

- Wirtschaftlichkeit: Statt 180 Güterzüge pro Tag - wie im alten Gotthard-Tunnel - können 260 Güterzüge verkehren. Hinzu kommen 65 Personenzüge. Die ebene Strecke auf nur 530 Meter über dem Meeresspiegel macht längere Züge mit mehr Gewicht, weniger Loks und kürzere Fahrtzeiten möglich.

- Umwelt: Weite Teile des Güterverkehrs durch die Alpen sollen künftig von der Straße auf die Schiene verlagert werden können.

- Arbeitskräfte: 2400 Beschäftigte waren in Spitzenzeiten tätig, gearbeitet wurde rund um die Uhr in drei Schichten.

- Steinmassen: Für die beiden einspurigen Hauptröhren sowie die Sicherheits-, Belüftungs- und Querstollen wurde 152 Kilometer lange Strecken aus dem Gestein gebrochen - insgesamt 28,2 Millionen Tonnen.

- Kosten: 23 Milliarden Franken (21,5 Mrd. Euro) - einschließlich der Nebentunnel (Lötschberg und Ceneri) sowie Gleis- und Bahntechnik.

- Beginn des normalen Fahrbetriebs: Geplant nach 3000 weiteren Testfahrten für den 11. Dezember 2016

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Di, 2016-05-24 05:35
Francisco (dpa)

US-Richter Charles Breyer: Der Top-Entscheider im VW-Mammutverfahren

San Francisco (dpa) - Mit ihm darf VW es sich im Abgas-Skandal nicht verscherzen: US-Richter Charles Breyer ist die Schlüsselfigur im «Dieselgate»-Mammutverfahren in den Vereinigten Staaten. Beim Gericht des braun gebrannten Mittsiebzigers aus Kalifornien - Markenzeichen akkurater Seitenscheitel und Fliege - sind Hunderte US-Zivilklagen gegen Volkswagen aus dem ganzen Land gebündelt.

Breyer ist der Antreiber im Mega-Rechtsstreit, er spricht die Machtwörter und setzt die Ultimaten. Dabei wird sein Urteil letztlich wahrscheinlich gar nicht nötig werden - die Streitparteien haben sich im April bereits auf die Grundzüge eines Vergleichs geeinigt, durch den ein Prozess abgewendet würde. Das bedeutet jedoch nicht, dass Breyer nun an Relevanz und Einfluss eingebüßt hätte.

Der Richter bleibt entscheidend. Bis zum 21. Juni will er die Details des Vergleichs sehen. Der Autobauer braucht dafür rasch einen Kompromiss mit den zahlreichen geschädigten Autobesitzern, die wegen Betrugs und Vertragsbruchs klagen, und mit den US-Behörden, die auf Wiedergutmachung wegen Verstößen gegen Umweltgesetze pochen. Diese Einigung muss von Breyer abgesegnet werden und ihre Ausgestaltung entscheidet über die Kosten für VW.

Breyer, der für resolutes Durchgreifen bekannt ist, hält also weiter wichtige Fäden in der Hand und bleibt für den Konzern somit ein Milliardenrisiko. Sollten sich die Fronten wider Erwarten wieder verhärten und die Verhandlungen ins Stocken geraten, so könnte der 1941 in San Francisco geborene Richter, der wegen seiner Erfahrung mit komplexen Fällen mit dem VW-Verfahren betraut wurde, noch immer schwere Strafen verhängen und einen Prozess anberaumen.

Di, 2016-05-24 05:30
Francisco (dpa)

Intermezzo im Abgas-Skandal - US-Richter bestellt VW zum Rapport

Richter Breyer lässt mal wieder bitten: Die VW-Anwälte müssen sich in San Francisco anhören, ob dem strengen Juristen die Anstrengungen des Konzerns für eine Lösung im Abgas-Skandal ausreichen. Es ist das Vorspiel für den großen Diesel-Showdown in den USA.

San Francisco (dpa) - Vor einem Monat durfte VW in der Affäre um manipulierte Abgaswerte ausnahmsweise mal etwas aufatmen - doch mittlerweile steigt der Druck wieder. Ein erster Kompromiss brachte zwar einen wichtigen Teilerfolg im US-Massenverfahren. Aber vieles blieb zunächst ungeklärt und der Teufel steckt im Detail. Bald muss Klarheit herrschen. Der zuständige US-Richter Charles Breyer fordert bereits an diesem Dienstag einen Zwischenbericht. Und viel Zeit bleibt nicht mehr, um die entscheidenden Einzelheiten auszuhandeln.

Warum ist der US-Richter so wichtig?

Breyer spielt die vielleicht entscheidende Rolle bei der Entscheidung, wie teuer der Abgas-Skandal für VW in den USA wird. An seinem Bezirksgericht in San Francisco sind sämtliche Klagen gegen VW im Abgas-Skandal gebündelt: Vom enttäuschten VW-Fahrer bis hin zur Milliardenklage des US-amerikanischen Staates. Nachdem sich VW und die US-Behörden im April auf die grobe Richtung für eine Einigung verständigt haben, könnte es jetzt konkreter werden. Hinter den Kulissen wird um die Details eines Vergleichs gefeilscht. Die öffentliche Anhörung dürfte zeigen, ob und inwieweit sich der deutsche Autobauer inzwischen mit den Klägern annähern konnte.

Wie könnte eine Einigung aussehen?

Grundzüge eines Kompromisses hatte Richter Breyer im April bereits skizziert: Ein Teil der 580 000 manipulierten Dieselautos in den USA dürfte in die Werkstätten zurückgerufen werden, einen Teil wird der Konzern vermutlich zurückkaufen müssen. Welcher Anteil wie groß ist, wird maßgeblich bestimmen, wie teuer es für VW wird. Die Wolfsburger werden außerdem «substanziellen Schadenersatz» an die Besitzer zahlen müssen, auch Strafzahlungen stehen noch im Raum. Bislang lassen sich VW und die US-Regierung bei ihren Verhandlungen aber kaum in die Karten schauen. Um einen Schlussstrich unter das Massen-Verfahren ziehen zu können, reicht jedenfalls keine Grundsatzeinigung. Es muss ein in allen Einzelheiten verbindlicher Vergleich geschlossen werden.

Wie teuer wird es für VW?

Das ist noch immer schwer absehbar. Die Wolfsburger müssen sich mit diversen Parteien einigen. Neben dem US-Justizministerium, das im Auftrag des Umweltamts EPA geklagt hatte, pochen Hunderte Dieselbesitzer, einige Autohändler und die US-Handelsbehörde FTC auf Wiedergutmachung. Als weitere Risikofaktoren kommen Ermittlungen der Staatsanwaltschaften verschiedener Bundesstaaten hinzu und strafrechtliche Untersuchungen der US-Justiz. Der Konzern hat vorerst 16,2 Milliarden Euro wegen des Skandals zurückgelegt, was ihm bereits den größten Verlust seiner Geschichte einbrockte. Ob die Summe ausreicht, ist fraglich. Nord-LB-Experte Frank Schwope rechnet derzeit mit Gesamtkosten von 20 bis 30 Milliarden Euro.

Wie nah ist ein konkreter Vergleich?

Richter Breyer hat ein Ultimatum gesetzt: Bis zum 21. Juni müssen die Einzelheiten geklärt sein. Die Zeit drängt also, auch wenn die formal als «Status-Konferenz» angesetzte Anhörung zunächst nur einen Zwischenstand liefern soll. In der vorgeschlagenen Tagesordnung, die die Streitparteien bereits einige Tage im Voraus beim Gericht einreichen mussten, ist zudem ein wichtiger Aspekt ausgeklammert, der durchaus noch Konfliktpotenzial bergen könnte. Denn die prinzipielle Einigung zwischen VW und den Klägern betrifft bislang nur die mit Betrugssoftware zum Austricksen von Abgastests ausgestatteten kleineren Dieselmodelle mit 2,0-Liter-Motoren.

Was ist mit den anderen Motoren?

Die Frage nach der Umrüstung und Entschädigung bei etwa 85 000 größeren Dieselwagen ist im Mammut-Rechtsstreit noch ungeklärt. Die Modelle - Geländewagen wie VW Touareg oder Porsche Cayenne - haben von Audi entwickelte 3,0-Liter-Motoren. Die Konzerntochter hat zwar eingeräumt, dass auch in diesen Motoren eine in den USA verbotene Software steckt - eine vorsätzliche Täuschung streitet Audi aber ab. Vergangene Woche widersprachen die Konzernanwälte der Klage der US-Justiz in mehreren Punkten. Beide Seiten spielten den Vorgang zwar herunter. «Wir glauben nicht, dass das einen Einfluss auf die laufenden Verhandlungen haben wird», sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Das beteuerte auch VW. Dennoch gibt es hier vorerst noch eine offene Baustelle und damit ein Risiko.

Was passiert, wenn kein Kompromiss gelingt?

Breyer könnte den bereits als abgewendet erscheinenden Prozess gegen VW dann doch noch eröffnen. Damit würde für den Konzern, der bereits ein Schuldeingeständnis in der Affäre um frisierte Emissionswerte abgegeben hat, ein herber Kontrollverlust einhergehen. Der Mega-Rechtsstreit droht dann zu entgleiten und für VW noch teurer zu werden. Das Gericht hätte zudem die Möglichkeit unter Strafandrohung anzuordnen, sämtlichen vom Skandal betroffenen Fahrzeugen die Zulassung zu entziehen. Dass die prinzipielle Einigung sich zerschlägt, gilt derzeit allerdings als unwahrscheinlich. Spätestens Ende Juli dürfte es zum Showdown kommen: Dann will Breyer verkünden, ob der Prozess tatsächlich mit einer Einigung abgewendet ist.
 

Di, 2016-05-24 05:30
Washington (dpa)

Momentaufnahmen: Trump und Clinton nähern sich in Umfragen an

Washington (dpa) - Je intensiver der Wahlkampf wird, umso mehr Umfragen kommen auf den Markt. In diesem frühen Stadium sind sie nicht mehr als Momentaufnahmen. In den jüngsten dieser Erhebungen nähern sich die Werte für Hillary Clinton und Donald Trump deutlich an. Eine Umfrage der «Washington Post» und des Senders ABC sieht Trump sogar mit zwei Punkten vor Clinton. In anderen Umfragen führt Clinton deutlich, aber enger als noch vor Monaten ist es überall.

Hohe Zustimmungswerte für dritten Kandidaten

Washington (dpa) - Die Unzufriedenheit mit den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton ist so groß, dass sich das Thema eines dritten Kandidaten hartnäckig hält. In der jüngsten Umfrage zum Thema sagten 44 Prozent der Befragten, statt für die voraussichtlichen Kandidaten der Demokraten und Republikaner würden sie lieber für einen Unabhängigen stimmen. Dafür gibt es zwar nach wie vor vereinzelte Bestrebungen, sie sind aber nicht erfolgversprechend.

Trumps Steuererklärung könnte ein Problem werden

Washington (dpa) - Kategorisch erklärt Donald Trump jedem, der nach seiner Steuererklärung fragt: «Das geht Sie nichts an.» Das könnte im Wahlkampf ein Problem für ihn werden. In einer Umfrage äußerten sich vor allem Unabhängige sehr unzufrieden mit dieser Haltung. Auf die unabhängigen Wähler wird es im November aber besonders ankommen. Trump wäre in Jahrzehnten der erste Präsidentschaftskandidat, der seine Steuererklärung nicht offen legt. Er findet dafür immer neue Begründungen, zuletzt war es eine amtliche Überprüfung.

Sanders führt weiter Krieg gegen Partei-Establishment der Demokraten

Washington (dpa) - Bernie Sanders, Spielverderber für Hillary Clinton bei den Demokraten, legt sich weiter mit dem Parteiestablishment an. Sanders sammelt jetzt Geld, um Tim Canova, den Gegenkandidaten von Parteichefin Debbie Wasserman Schultz zu unterstützen. Die Amtsinhaberin war Sanders zuvor angegangen, weil seine Anhänger auf einem Parteitag in Nevada Randale gemacht hatten und Sanders sich nicht eindeutig distanziert hatte. Wasserman Schultz trug es mit Fassung: Sie freue sich, gemeinsam mit Sanders im Herbst für einen demokratischen Wahlsieg zu kämpfen, ließ sie mitteilen. Erste Zugeständnisse machte ihm die Partei für den Parteitag im Juli, wo er ein Mitspracherecht bei politischen Themen haben soll.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Di, 2016-05-24 05:05
Washington (dpa)

Clinton will keine weitere Fernsehdebatte gegen Sanders

Washington (dpa) - Im erbittert geführten Vorwahlkampf der US-Demokraten wird es wohl keine weitere Fernsehdebatte zwischen den Kontrahenten Hillary Clinton und Bernie Sanders geben. Clinton habe eine entsprechende Einladung des Senders Fox News ausgeschlagen, teilte ihr Wahlkampf-Hauptquartier am Montagabend (Ortszeit) in mit. 

«Wir glauben, dass Hillary Clintons Zeit am besten genutzt ist, wenn sie sich direkt mit Wählern in Kalifornien trifft», hieß es zur Begründung. Sie wolle sich auf die Präsidentschaftswahl vorbereiten und sicherstellen, dass das Weiße Haus auch nach Barack Obama in demokratischer Hand bleibt. Clinton hatte vergangene Woche erklärt, sie wolle den Vorwahlkampf abschütteln, betrachte sich als Kandidatin und werde künftig vor allem gegen den wahrscheinlichen republikanischen Widersacher Donald Trump kämpfen. 

Clinton führt im parteiinternen Wettstreit um die Kandidatur für die Demokraten praktisch uneinholbar vor Sanders. Der 74 Jahre alte Senator aus Vermont setzt aber weiterhin unangenehme Nadelstiche. Der Streit zwischen beiden Kontrahenten und ihren jeweiligen Lagern hatte zuletzt an Schärfe zugenommen. Auch die zurückliegenden Fernsehdebatten waren teils erbittert geführt worden.  

Di, 2016-05-24 06:00
Tettau (dpa)

Es raucht, es stinkt - es duftet: Wo Parfum-Flakons herkommen

Putzmittel? Handtasche? Goldbarren? Viele Parfum-Marken wollen immer ausgefallenere Flakons. Die Industrie, die das Glas macht, muss mithalten.

Tettau (dpa) - Es riecht nach Asche, und auch ein bisschen nach Gas. Die Luft schwirrt vor Hitze, 40 bis 60 Grad hat es hier. Dröhnender Lärm. All das - für einen Hauch. Einen Hauch von Duft, aus einem Parfum-Flakon. Hier, in einer Glashütte in der oberfränkischen Provinz, entstehen Flaschen, die Luxus und Verführung bedeuten. Weltweit gibt es nur wenige Firmen in dieser Branche, die immer schnelllebiger wird - und anspruchsvoller.

«Unsere Kunden versuchen, immer noch ausgefallenere Flakons zu haben», sagt Ruth Haußner, Sprecherin von Heinz Glas in Kleintettau, einem von nur zwei Kosmetikglas-Produzenten in Deutschland. Sie steht vor einer Vitrine: einige klassische Formen gibt es und viele verschnörkelte, bunt oder in Metall-Look, mit Glitter oder Flügel.

Eine Putzmittelflasche, in der Hand einer Frau mit laszivem Blick? Fast. Ein Parfumflakon, in Form einer Sprühflasche wie aus dem Putzschrank. Eine Idee von Moschino, aus dem Jahr 2015. «Fresh» heißt der Duft. «Es gibt jedes Jahr Besonderheiten, weil man sich von der Masse abheben will», sagt Martin Ruppmann vom Kosmetikverband VKE.

Jedes Jahr kommen rund 250 neue Damen- und 100 neue Herrendüfte auf den Markt. Das zwingt auch die Flakon-Hersteller zur Weiterentwicklung. «Der Innovationsdruck ist sehr hoch», sagt Haußner. Seit 1622 ist Heinz Glas ein Familienunternehmen, seit 1661 sitzt es in Tettau. Heute gehört die Firma Carl-August Heinz und seiner Tochter Carletta, in zwölfter Generation. Die Firma versucht, ausgefallenen Wünschen noch einen Schritt voraus zu sein. «Dann können wir etwas bieten, was die Kunden noch gar nicht kennen», sagt Haußner. Zum Beispiel mit Laser ins Glas eingeprägte Reliefs, die Naturprodukten ähneln: Holz, Schiefer oder Leder, farbig bedruckt.

Mit Parfums wurden 2015 laut Verband VKE in Deutschland 2,1 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Der Lebenszyklus einzelner Produkte werde dabei immer kürzer, sagt Haußner. Dauerbrenner seien selten, dafür gebe es häufig neu designte Ableger von Parfums. Heinz Glas machte mit seinen Glasbehältern zum Beispiel für Nivea, Bulgari, Dior, Yves Saint Laurent oder Procter and Gamble rund 290 Millionen Euro Umsatz. Der Trend ist eher stagnierend, die Firma hat weltweit etwa 3000 Mitarbeiter. Vor zehn Jahren waren es halb so viele.

Etwa 500 000 Flakons und Cremetiegel täglich stellt das Unternehmen allein am Standort Kleintettau, einem Teil von Tettau, in Oberfranken her. Weitere Standorte hat die Gruppe in Deutschland, Peru und Polen, gerade baut sie ein Werk in Indien. Dort produziert auch der einzige deutsche Konkurrent - der in Deutschland nur zwei Kilometer entfernt von Heinz Glas Flakons herstellt: Gerresheimer.

«Man kennt sich hier», sagt Haußner. «Es gibt Familien, in denen manche bei uns arbeiten und manche bei Gerresheimer. Und wir haben dieselben Kunden.» Manche ließen zum Beispiel den 75-ml-Flakon hier herstellen, den 100-ml-Flakon dort, zudem produzierten die Firmen zum Teil für unterschiedliche Qualitätssegmente.

Gerade das schützt sie offenbar vor dem Druck durch Konkurrenz aus China. Dort werden einfache Flakons für Billigdüfte produziert. Doch die Kunden legten immer mehr Wert auf Individualisierung, sagt Bernd Stauch, Verkaufsdirektor für das Kosmetiksegment bei Gerresheimer. Da lohnt sich in Deutschland das Know-How von Firmen noch, die sich auch auf Formenbau und Formenwechsel für individuelle Kundenwünsche spezialisiert haben - wie die zwei Hersteller in Tettau.

Das Gebiet ist eine Glasregion, schon immer gewesen. Der Wald von Oberfranken und Südthüringen lieferte vor Jahrhunderten den Rohstoff, der nötig war für die Öfen. Wie auch im Bayerischen Wald. Nur spezialisierte Flakon-Hersteller gibt es da nicht, und auch die europäische Konkurrenz ist begrenzt. In Österreich gibt es Stölzle, in Italien Bormioli und Zignago Vetro, in Frankreich SGD und Pochet.

«Das Kosmetikgeschäft läuft für uns sehr gut», sagt Stauch. Die börsennotierte Gerresheimer-Gruppe produziert - zum Beispiel eben in Indien - auch für die Pharmaindustrie, Insulin-Pens etwa, und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Der Kosmetikbereich brachte immerhin elf Prozent davon ein.

Eines aber macht der Branche zu schaffen: Glasschmelzen braucht viel Energie. «Wir müssen mithalten mit Unternehmen, die in ihren Ländern mit Atomstrom günstig produzieren können», sagt Haußner. Heinz Glas versucht daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen. In Kleintettau wird ohne Atomstrom und Gas geschmolzen; der Strom kommt CO2-neutral aus Wasserenergie. «Ökologische Produktion ist einigen Kunden sehr wichtig. Da sind wir weiter als zum Beispiel Frankreich.»

Nur: Das Waldgebiet lieferte früher nicht nur Holz zum Befeuern. Es liegt auch abgelegen - noch heute. Das ist für Unternehmen ein Problem. Die Anbindung ans Werk in Kleintettau ist so schlecht, dass die Firma den Mitarbeitern Fahrgemeinschaften organisiert, zur Not extra Fahrer. Die Leute ziehen hier eher fort. Das macht es schwierig, Nachwuchs zu finden.

Die gesamte Glasindustrie sucht Azubis, und bei Heinz Glas ist das Problem oft nicht einmal, dass es zu schlechte Bewerber gebe. Sondern gar keine. Auch, sagt Haußner, weil kaum einer die Berufe kenne: Verfahrensmechaniker für Glastechnik zum Beispiel.

Gerresheimer setzt da auf die Tradition: «Wir haben schon immer für den eigenen Bedarf ausgebildet, und das Wissen wurde immer von den Senioren an die Junioren weitergegeben», sagt Stauch. Dabei müssen die Flakon-Macher dann - in der Hitze, im Lärm - mithalten, wenn die Mode den immer neuen Vorstellungen von Luxus und Verführung folgt: Parfums als Handtaschen, Goldbarren oder Ritter-Rüstung.
 

Di, 2016-05-24 06:00
Gütersloh/Berlin (dpa)

Vergleichsportal «Weiße Liste» wertet Pflege-TÜV-Daten neu aus

Gütersloh/Berlin (dpa) - Für besseren Durchblick bei der Wahl eines guten Pflegeheims hat das Vergleichsportal «Weisse-Liste.de» die Daten des Pflege-TÜVs neu ausgewertet. Mit Prozentwerten zur Pflegequalität statt Durchschnittszahlen zum Gesamtabschneiden von Einrichtungen soll transparenter werden, wie einzelne Pflegeanbieter bei den Prüfungen des medizinischen Dienstes der Krankenkassen abschneiden, teilte die Bertelsmann-Stiftung am Dienstag mit. Das Portal ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Patientenorganisationen.

Der sogenannte Pflege-TÜV mit Schulnoten für Pflegeheime steht wegen mangelnder Aussagekraft schon lange in der Kritik und wird derzeit überarbeitet. Weil aber erst 2019 mit neuen Prüfergebnissen zu rechnen sei, haben die Experten die Daten nun anders aufbereitet. Auf diese Weise sollen Pflegebedürftige und Angehörige leichter erkennen können, wie gut die Pflegequalität jeweils ist.

In die Bewertung flossen dazu nur Daten aus den Bereichen Pflege und Medizin ein. Gute Werte bei weniger zentralen Aspekten, etwa die Gestaltung von Aufenthaltsräumen oder die Schriftgröße von Speiseplänen, können so gravierende Pflegemängel nicht länger ausgleichen.

Während die Pflegeheime nach der umstrittenen Berechnungsmethode mit Schulnoten fast durchweg «sehr gut» abschnitten, lasse die Neuauswertung Unterschiede deutlicher hervortreten. So erfüllten nur elf Prozent der Heime und 29 Prozent der Pflegedienste die Prüfkriterien tatsächlich zu 100 Prozent, so die Bertelsmann-Stiftung.

Di, 2016-05-24 05:00
Lubmin/Zug (dpa)

Konsortium treibt Bau von zweiter Erdgas-Pipeline durch Ostsee voran

Lubmin/Zug (dpa) - Unbeeindruckt von den politischen Spannungen zwischen Russland und der EU treibt das Nord Stream 2-Konsortium seine Planungen für den Bau einer zweiten Erdgas-Pipeline durch die Ostsee voran. Die Trasse, die weitgehend parallel zur bestehenden Nord-Stream-Pipeline verläuft, soll nach Planungen des Firmenkonsortiums Ende 2019 in Betrieb gehen. «Wir verfolgen einen ambitionierten Zeitplan», sagte der Nord Stream 2-Manager Reinhard Ontyd der Deutschen Presse-Agentur dpa.  

Ontyd zeigte sich zuversichtlich, dass die Pipeline im vorgegebenen Rahmen verwirklicht werden kann. «Das Risiko für die Genehmigung des Nord Stream-2-Projektes ist geringer als das Risiko bei der ersten Trasse.» Mit dem Bau von Nord Stream 1 lägen nämlich Erfahrungen vor, an denen man sich in der Antragsphase orientieren könne. Als reines Infrastrukturprojekt sei die Pipeline von den Sanktionen der EU gegen Russland nicht betroffen, sagte das Mitglied der Nord Stream 2-Geschäftsführung.

Nord Stream 1 transportiert seit 2011 Erdgas des Staatsmonopolisten Gazprom vom russischen Wyborg durch die Ostsee ins deutsche Lubmin. Seitdem flossen mehr als 120 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa.

Das Nord Stream 2-Konsortium will Ende 2016 die Antragsunterlagen für die Genehmigung bei den nationalen Behörden der beteiligten fünf Länder einreichen. An dem Konsortium sind der russische Energieriese Gazprom mit 50 Prozent und die westeuropäischen Energieunternehmen BASF/Wintershall, Engie, Uniper, OMV und Shell mit jeweils zehn Prozent beteiligt. Die Kosten für den Bau des 1200 Kilometer langen Doppelstranges werden auf acht Milliarden Euro geschätzt.

Di, 2016-05-24 04:59
Bielefeld (dpa)

Flaschensammler findet Leiche in Altpapiercontainer

Bielefeld (dpa) - Ein Flaschensammler hat an einem Supermarkt in Bielefeld in Nordrhein-Westfalen eine Leiche in einem Altpapiercontainer gefunden. Die Identität des toten Mannes sei noch unbekannt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Eine Obduktion soll am Dienstag Klarheit schaffen. Ein Fremdverschulden sei nicht ausgeschlossen. Kriminalpolizisten sicherten am Montagabend Spuren auf dem Gelände des Supermarkts. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Container von außerhalb auf das Gelände gebracht wurde.

Di, 2016-05-24 04:20
Hanoi (dpa)

Obama genießt Sechs-Dollar-Dinner in Straßenrestaurant in Hanoi

Hanoi (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat in Vietnam die Hemdsärmel aufgekrempelt und sich in einem kleinen Restaurant ein Sechs-Dollar-Dinner mit dem US-Starkoch Anthony Bourdain schmecken lassen. «Das Stäbchen-Können des Präsidenten ist bestens», schrieb Bourdain anschließend auf Instagram. Er postete ein Foto der beiden auf niedrigen blauen Plastikstühlen an einem Tisch voll Essen, Obama mit Bierflasche in der Hand. «Das Dinner hat sechs Dollar gekostet. Ich habe die Rechnung bezahlt», twitterte Bourdain später.

Die beiden aßen am Montagabend nach dem offiziellen Besuchsprogramm Obamas im «Bun cha Huong Lien»-Restaurant offenbar unbehelligt inmitten zahlreicher anderer Gäste. Allerdings drehte Bourdains Filmcrew die Szene. Sie soll später in seiner Fernsehshow gezeigt werden. Eine seiner Shows ist auch in Deutschland im Fernsehen zu sehen: «Anthony Bourdain - eine Frage des Geschmacks».

Vor dem Restaurant stand eine Menschentraube mit gezückten Handys, die den Präsidenten bei seiner Abfahrt knipsten. Dort war Obama wieder umringt von Leibwächtern, aber er schüttelte dennoch jede Menge Hände.

Di, 2016-05-24 04:21
Schmilka (dpa)

Erdrutsch blockiert Bahnstrecke Dresden-Prag - Kein Fernverkehr

Schmilka (dpa) - Nach einem Erdrutsch nahe dem sächsischen Schmilka ist die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag gesperrt. «Ein Güterzug fuhr am Montagabend in die Geröllmassen und entgleiste im vorderen Bereich der Lok», sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstagmorgen in Pirna. Der Fernverkehr steht seit dem Abend still.

Die Strecke werde wahrscheinlich erst im Lauf des Dienstags wieder frei sein, hieß es. Bis dahin umfahren Busse die Unglücksstelle, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

«Zunächst wird die Lok wieder auf die Gleise gesetzt», erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Danach werde das Geröll entfernt. Der Zug muss vielleicht weggeschleppt werden. Das stand am frühen Morgen noch nicht fest. Geprüft wird auch, ob die Gleise beschädigt wurden.

Der Erdrutsch könne eine Folge des Unwetters sein, hieß es. «Die genaue Ursache ist aber noch unklar», betonte der Sprecher. Über Sachsen tobten am Abend heftige Gewitter. Die Rettungskräfte kamen mit einem Großaufgebot in den kleinen Ort an der Elbe.

Das Geröll war gegen 20.00 Uhr auf einer Breite von 150 Metern auf die Schienen gerutscht. «Von Verletzten ist nichts bekannt», sagte der Bahnsprecher weiter. Angaben zum Sachschaden gab es nicht.

Di, 2016-05-24 03:28
Berlin (dpa) 

Merkel erörtert Ukraine-Konflikt mit Putin, Poroschenko und Hollande

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am späten Montagabend gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande, dem ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko und dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin den Ukraine-Konflikt erörtert.

Bei ihrem Telefonat haben die Staats- und Regierungschefs des Normandie-Formats nach deutschen Regierungsangaben erneut die Notwendigkeit einer vollständigen Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk unterstrichen.

Im Mittelpunkt der Beratungen hätten Sicherheitsfragen und die Vorbereitung von Kommunalwahlen in den Konfliktgebieten im Osten der Ukraine gestanden. Die Gesprächspartner seien sich einig gewesen, ihre Zusammenarbeit bei beiden Themen zu intensivieren, um rasch Fortschritte zu erzielen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die von Deutschland und Frankreich vermittelten Minsker Abkommen sollen den Konflikt in der Ostukraine zwischen prorussischen Separatisten und der Regierung in Kiew beenden. Es wird aber in dem Gebiet weiter geschossen.

Di, 2016-05-24 04:00
Wien (dpa)

Nach Sieg von Van der Bellen: FPÖ berät über Konsequenzen

Die Weichen sind nach einem Wahlkrimi gestellt. Österreich hat einen neuen Bundespräsidenten aus dem Lager der Grünen. Die unterlegenen Rechtspopulisten wollen die Stimmen genau unter die Lupe nehmen.

Wien (dpa) - Einen Tag nach der Entscheidung über den künftigen Bundespräsidenten in Österreich will die knapp unterlegene FPÖ über die Konsequenzen beraten. Dazu kommt am Dienstag in Wien der Bundesparteivorstand der Rechtspopulisten zusammen. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl kündigte an, dass die FPÖ auch die Frage einer Wahlanfechtung prüfen werde. Dazu müsse es aber konkrete Hinweise über Fehler bei der Auszählung geben.

Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer (45) war in der Stichwahl um das Amt des Staatschef dem Sieger Alexander Van der Bellen nur um 31 000 Stimmen unterlegen. Insgesamt hatten mehr als 4,4 Millionen Österreicher die neue Staatsspitze bestimmt. Hofer will zusammen mit Parteichef Heinz-Christian Strache am Dienstag vor der Presse reden.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreichte der von den Grünen unterstützte 72-jährige Van der Bellen 50,3 Prozent. Hofer war auf 49,7 Prozent gekommen. Im Fall seiner Wahl wäre Hofer der erste Rechtspopulist an der Spitze eines EU-Staats gewesen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,7 Prozent, wie der Innenminister mitteilte.

In einer ersten Erklärung betonte Van der Bellen, er wolle die angebliche Polarisierung im Land nicht überbewerten. «Man kann den Gleichstand auch so sehen: Es sind zwei Hälften, die Österreich ausmachen - und beide sind gleich wichtig.» Er wolle als unabhängiger Präsident für alle Österreicher da sein und lasse deshalb seine Mitgliedschaft bei den Grünen ruhen.

Van der Bellen steht nun für die nächsten sechs Jahre an der Spitze der Alpenrepublik. Er löst am 8. Juli den Sozialdemokraten Heinz Fischer ab, der verfassungsgemäß nach zwei Amtszeiten ausscheidet.

Hofer räumte seine Niederlage noch vor Verkündung des offiziellen Ergebnisses ein. «Natürlich bin ich heute traurig. Ich hätte gerne für Euch als Bundespräsident auf unser wunderbares Land aufgepasst», schrieb er auf Facebook.

Beide Kandidaten hatten sich monatelang einen harten Lager-Wahlkampf geliefert. Erstmals waren in der Stichwahl keine Kandidaten der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP vertreten. Unter anderem wegen des SPÖ-Debakels in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen war Bundeskanzler Werner Faymann zurückgetreten.

Österreichs neuer Kanzler Christian Kern (SPÖ) sagte in einer ersten Reaktion, dass die Regierung den Protest der Wähler verstanden habe: «Wie haben gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass sich kein Wähler als Verlierer sieht.»

Erstmals musste die Entscheidung über den Sieger wegen des knappen Rennens vertagt werden. Die am Montag ausgezählten 740 000 Briefwahlstimmen wurden zum entscheidenden Faktor.

Van der Bellen holte vor allem in den Städten viele Stimmen. In Wien als einem der wichtigsten Bundesländer kam er auf fast 70 Prozent. Auch in allen anderen Landeshauptstädten fand er teils deutlich mehr Zuspruch als Hofer. Der Ingenieur Hofer dagegen punktete vor allem im ländlichen Raum. Die Wahl war international auf großes Interesse gestoßen.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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